Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia - América

Die Rolle von Rassismus bei der Legitimation des Amerikanisch-Mexikanischen Krieges

Über die Ursprünge der anti-mexikanischen Ressentiments in den USA

Título: Die Rolle von Rassismus bei der Legitimation des Amerikanisch-Mexikanischen Krieges

Trabajo de Seminario , 2020 , 12 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Simon Unger (Autor)

Historia - América
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In der Arbeit werden die Entwicklung des Rassismus gegenüber Mexikanern und Hispanics von der Besiedlung Amerikas bis zum amerikanischen Krieg gegen Mexiko (1846 bis 1848) erläutert. Zuerst gehe ich in meiner Arbeit auf die historischen Ereignisse rund um den Krieg ein und werde vor allem die politischen Ursachen darlegen, um ein Überblick über die Lage zu vermitteln. Daraufhin gebe ich einen Exkurs, welche essenzielle Rolle Rassendenken und Rassenbilder bei der Besiedlung und Gründung des amerikanischen Staates einnahmen. Darauffolgend werde ich die Entstehung des anti-mexikanischen Rassismus infolge der texanischen Revolution erläutern. Das alles soll Grundlage sein, um schließlich eine Analyse und Darstellung des Rassismus, der während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges existierte, vorzunehmen. Abschließend fasse ich die Arbeit im Fazit zusammen und werde meine Erkenntnisse präsentieren.

Heutzutage ist der Rassismus gegen über Mexikanern und Hispanics ein allgegenwärtiges Problem in Amerika. Mit Donald Trump regiert ein Präsident, der sich gegenüber diesen Menschen offen rassistisch äußert und eine Mauer an der US-mexikanischen Grenze errichten will. Ein neues Phänomen ist dieser Rassismus allerdings nicht. Er begann vor rund 200 Jahren, als Amerika eine gemeinsame Grenze zu Mexiko bekam, und war 1848 nach dem Krieg gegen Mexiko tief in den Köpfen der Amerikaner verankert.

Das Thema war lange Zeit in der Forschung nicht präsent und es lag im Schatten des Amerikanischen Bürgerkriegs. Deshalb ist Forschungsliteratur zum Thema spärlich und die Aufarbeitung des Konflikts hat erst in den letzten Jahren wieder Beachtung gefunden. Das gilt auch für die Frage nach der Schuld am Krieg. Die Meinung, dass die Amerikaner als Hauptaggressor agierten und der Krieg nicht gerechtfertigt war, hat sich erst in jüngeren wissenschaftlichen Publikationen durchgesetzt. In der amerikanischen Geschichtsschreibung gilt die texanische Revolution und der Krieg von 1846 immer noch als legitimierter Krieg und nationaler Stolz.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I.Der historische Kontext

I.1. Der Konflikt bis zum Krieg

I.2. Rassendenken in Amerika vor dem Konflikt mit Mexiko

2. Rassendenken in Amerika vor dem Konflikt mit Mexiko

II.Rassifizierung der Mexikaner 1845

III.,,Der Mexikaner“ als Feindbild während des Krieges

Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Rassismus als legitimierendes Instrument für den Amerikanisch-Mexikanischen Krieg und analysiert, wie Anti-Mexikanische Ressentiments in den USA entstanden und politisch instrumentalisiert wurden.

  • Historische Ursprünge der US-mexikanischen Grenzkonflikte
  • Entwicklung des US-amerikanischen Rassendenkens im 19. Jahrhundert
  • Die Ideologie der "Manifest Destiny" als Expansionsrechtfertigung
  • Konstruktion des Mexikaners als Feindbild in Medien und Politik
  • Langzeitfolgen des Rassismus auf die gesellschaftliche Stellung von Minderheiten

Auszug aus dem Buch

III.,,Der Mexikaner“ als Feindbild während des Krieges

Mit dem sich zuspitzenden Konflikt zwischen den USA und Mexiko und der Annektion Texas‘ Ende 1845 entwickelte sich eine bestimmte Rhetorik in der amerikanischen Politikelite. Angeheizt durch den bevorstehenden Konflikt vermischten sich Kriegspropaganda und Rassismus immer mehr. Es war aber kein öffentlicher Rassismus, so wie er in der Bevölkerung grassierte, vielmehr eine subtile, diplomatische Form der Idee der eigenen Überlegenheit, welche ein Ausgleich zwischen mexikanischer Regierung, die immer mehr die anti-mexikanische Rhetorik kritisierte, und amerikanischer Bevölkerung darstellte. Präsident James K. Polk hoffte, dass er die Gebietsansprüche ohne militärische Gewalt, sondern mit Zahlungen durchsetzen kann und setzte daher auf diesen ausgleichenden Kurs, nahm aber trotzdem einen Krieg in Kauf, zu dem es letztlich kam. In seiner berühmten ‚War Message to Congress‘ 1846, in der er den Kongress für den Krieg gegen Mexiko überzeugen wollte, offenbarte Polk zwar keinen direkten Rassismus, wiederholte aber immer wieder die „grievous wrongs perpetrated by Mexico upon our citizens“, ohne das weiter auszuführen, und er pflegte einen nationalistischen Ton: „shed American blood upon American Soil“. Diese Äußerungen waren nicht grundsätzlich rassistisch, aber sie waren aggressive Kriegspropaganda, die eine differenzierte Meinung nicht zulassen und Rassismus einen Nährboden bieten.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz des Themas vor dem Hintergrund heutiger politischer Diskurse und umreißt die wissenschaftliche Herangehensweise an die historischen Ursprünge des Anti-Mexikanismus.

I.Der historische Kontext: Dieses Kapitel skizziert den zeitlichen Verlauf der Expansion der USA, die Entstehung der gemeinsamen Grenze und die frühen Spannungen aufgrund unterschiedlicher gesellschaftlicher Wertesysteme.

2. Rassendenken in Amerika vor dem Konflikt mit Mexiko: Hier werden die rassenideologischen Grundlagen untersucht, die durch die Kolonialisierung und die frühe US-Geschichte (z.B. durch den Naturalization Act) geprägt wurden.

II.Rassifizierung der Mexikaner 1845: Das Kapitel analysiert, wie sich durch die texanische Revolution und die damit einhergehende Medienberichterstattung ein negatives, rassistisch geprägtes Bild des Mexikaners als „Wilder“ etablierte.

III.,,Der Mexikaner“ als Feindbild während des Krieges: Diese Analyse zeigt auf, wie die politische Elite und die Presse während des Krieges das Feindbild nutzten, um Expansionsbestrebungen vor der eigenen Bevölkerung zu legitimieren.

Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Rassismus kein Nebenprodukt, sondern ein zentrales Instrument der Kriegslegitimation war, dessen Auswirkungen bis in die moderne US-Politik nachwirken.

Schlüsselwörter

Amerikanisch-Mexikanischer Krieg, Rassismus, Manifest Destiny, Expansionspolitik, Feindbild, 19. Jahrhundert, Grenzkonflikt, USA, Mexiko, Nationalismus, Sozialdarwinismus, Kriegspropaganda, Diskriminierung, Kolonialgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen Rassismus und US-amerikanischer Außenpolitik im Kontext des Krieges gegen Mexiko im 19. Jahrhundert.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die historische Grenzziehung, die Entwicklung von Rassenideologien in den USA sowie die propagandistische Konstruktion von Feindbildern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie rassistische Ideologien als Werkzeug dienten, um den kriegerischen Gebietsanspruch der USA gegenüber Mexiko moralisch zu legitimieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Primärquellen wie Reden, offizieller Dokumente und zeitgenössischer Zeitungsartikel sowie der Einordnung durch relevante Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung des Konflikts, die Analyse rassistischer Denkmuster vor 1845 sowie die Untersuchung der systematischen „Rassifizierung“ des Gegners während der Kriegsjahre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Manifest Destiny, Kriegspropaganda, Rassifizierung, der Amerikanisch-Mexikanische Krieg und nationale Identität.

Welche Rolle spielte die „Manifest Destiny“-Ideologie für den Krieg?

Sie fungierte als gottgegebene Rechtfertigung für die territoriale Expansion der USA und diente dazu, die Eroberung von Gebieten als moralisch notwendig darzustellen.

Inwiefern hat der Krieg die heutige US-Politik gegenüber Mexiko beeinflusst?

Der Autor argumentiert, dass die vor 200 Jahren etablierten Ressentiments und die damit verbundene Rhetorik in Teilen bis heute in politischen Debatten zur Grenzsicherung fortbestehen.

Final del extracto de 12 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Rolle von Rassismus bei der Legitimation des Amerikanisch-Mexikanischen Krieges
Subtítulo
Über die Ursprünge der anti-mexikanischen Ressentiments in den USA
Universidad
University of Bremen
Calificación
1,3
Autor
Simon Unger (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
12
No. de catálogo
V961046
ISBN (Ebook)
9783346308351
ISBN (Libro)
9783346308368
Idioma
Alemán
Etiqueta
rolle rassismus legitimation amerikanisch-mexikanischen krieges über ursprünge ressentiments
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Simon Unger (Autor), 2020, Die Rolle von Rassismus bei der Legitimation des Amerikanisch-Mexikanischen Krieges, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/961046
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  12  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint