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Die Macht der Sprache in Feminist Science-Fiction

Zum Einfluss auf die Identität der Frau

Titel: Die Macht der Sprache in Feminist Science-Fiction

Hausarbeit , 2019 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Olga Reich (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schwerpunkt dieser Arbeit ist die Betrachtung des Gebrauchs von Sprache als ein Machtinstrument und ihre Bedeutung für das weibliche Geschlecht in den Feminist Science-Fiction Werken „Native Tongue“ (1984) von Suzette Haden Elgin und „Vox“ (2018) von Christina Dalcher.

Der erste Abschnitt dieser Arbeit konzentriert sich auf eine Einführung und Erläuterung des Feminist Science-Fiction Genres, seiner Verbindung zur feministischen Dystopie und ihrer Signifikanz für die Frauenbewegung. Daraufhin erfolgt eine Analyse von Elgins „Native Tongue“ (1984) und Dalchers „Vox“ (2018) in Bezug auf ihren Einsatz von Sprache als Machtinstrument durch Limitierung und Neuerschaffung sowie dessen Einfluss auf die Gesellschaft. Der anschließende Vergleich dieser Aspekte dient zur Determinierung eines möglichen Erklärungsansatzes auf die Frage, inwiefern Sprache ein relevanter Faktor für die gesellschaftliche Identität der Frau ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Feminist Science-Fiction

2.1. Durchsetzung und Funktion

2.2. Feministische Dystopien

3. „Native Tongue“ (1984) von Suzette Haden Elgin

3.1. Die Sprache Láadan

3.2. Einfluss der Frauensprache auf die Gesellschaft

4. „Vox“ (2018) von Christina Dalcher

4.1. Die Word Counters

4.2. Einfluss der Sprachlimitierung auf die Gesellschaft

5. Die Macht der Sprache: Vergleich von „Native Tongue“ (1984) und „Vox“ (2018)

5.1. Sprache als Mittel der Unterdrückung

5.2. Sprache als Mittel des Widerstands

6. Sprache als Teil der weiblichen Identität?

7. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Funktion von Sprache als Instrument der Machtausübung sowie des Widerstands innerhalb feministischer Science-Fiction-Literatur. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwiefern Sprachlimitierung und sprachliche Neuschöpfung die gesellschaftliche Identität und Stellung der Frau in dystopischen Entwürfen beeinflussen.

  • Machtstrukturen durch sprachliche Kontrolle und Unterdrückung
  • Die Rolle von Sprache bei der Konstruktion weiblicher Identität
  • Strategien des Widerstands durch alternative Kommunikation
  • Vergleichende Analyse dystopischer Gesellschaftsmodelle
  • Die Bedeutung von Linguistik in der feministischen Literatur

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Sprache Láadan

Láadan ist eine von Frauen kreierte Sprache, die es ihnen ermöglicht „to say the things that women wanted to say, and about which men always said ‘Why would anybody want to talk about that?‘“ (Elgin. 1984. S. 215)

Ihre Erschaffung stützt sich auf den Bemühungen mehrerer Generationen von Linguistinnen des Barren House und den Vorgang des Encoding: „the making of a name for a chunk of the world that so far as we know has never been chosen for naming before in any human language, and that has not just suddenly been made or found or dumped upon your culture. [It means] naming a chunk that has been around a long time but has never before impressed anyone as sufficiently important to deserve its own name.“ (Elgin. 1984. S.22)

Um die wahre Bedeutung dieser Encodings vor den Männern zu verschleiern und die Weiterentwicklung der Frauensprache unbemerkt fortzusetzen, wurde sie „within a meaningless and cumbersome lexigraphical experiment called Langlish“ versteckt. Durch Nazareths Versuche solche Langlish-Worte zu kreieren schuf sie eine semantische Basis und leistete somit unbewusst „the most substantial single contribution yet made“ zur Erschaffung der Frauensprache, welche die Barren House Linguistinnen zur Erweiterung ihrer Grammatik und Lexik nutzten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert Sprache als zentrales Machtinstrument und führt in die Analyse von „Native Tongue“ und „Vox“ ein.

2. Feminist Science-Fiction: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Genres und dessen Bedeutung für die feministische Dystopie.

3. „Native Tongue“ (1984) von Suzette Haden Elgin: Hier wird die Erschaffung der Frauensprache Láadan als Mittel zur Emanzipation innerhalb eines patriarchalen Systems untersucht.

4. „Vox“ (2018) von Christina Dalcher: Das Kapitel analysiert die Auswirkungen einer extremen Sprachlimitierung durch technische Kontrollinstrumente in einer dystopischen Zukunft.

5. Die Macht der Sprache: Vergleich von „Native Tongue“ (1984) und „Vox“ (2018): Ein direkter Vergleich zeigt auf, wie Sprache in beiden Werken sowohl Unterdrückung als auch Widerstand ermöglicht.

6. Sprache als Teil der weiblichen Identität?: Diese Sektion reflektiert kritisch über das Verhältnis von Sprachgebrauch und Geschlechteridentität im Kontext feministischer Diskurse.

7. Schluss: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Frauen ihre Sprache als Werkzeug nutzen müssen, um bestehende gesellschaftliche Strukturen aktiv zu beeinflussen.

Schlüsselwörter

Feminist Science-Fiction, Sprachwissenschaft, Machtinstrument, Unterdrückung, Widerstand, Láadan, Word Counters, Identität, Geschlechterrolle, Dystopie, Patriarchat, Sprachlimitierung, Kommunikation, Emanzipation, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wechselseitige Beziehung zwischen Sprache, Macht und weiblicher Identität in feministischer Science-Fiction-Literatur.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Sprachsoziologie, feministische Dystopien, Machtstrukturen und der Einsatz von Sprache als Instrument für sozialen Wandel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, wie Sprachmanipulation zur Unterdrückung der Frau eingesetzt wird und welche Möglichkeiten der Widerstand durch Sprache bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturwissenschaftliche und komparatistische Analyse, ergänzt durch linguistische Theorien zur Interaktion von Sprache und Geschlecht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Romane „Native Tongue“ und „Vox“ detailliert hinsichtlich ihrer Sprachkonzepte und der gesellschaftlichen Auswirkungen auf die Protagonistinnen untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind feministische Dystopie, Sprache als Macht, Sprachlimitierung, Láadan, Widerstand und Identität.

Was unterscheidet das Láadan-Projekt von den Word Counters in „Vox“?

Während Láadan als bewusste, geheime Neuschöpfung zur Befreiung dient, fungieren Word Counters in „Vox“ als staatlich verordnete technische Limitierung zur Unterdrückung.

Welche Rolle spielt die Linguistik in den analysierten Werken?

Da beide Autorinnen selbst Linguistinnen sind, nutzen sie ihre Fachkenntnis, um die Macht der Sprache als zentrales narratives Novum in ihren dystopischen Welten darzustellen.

Warum ist die Sprache für die Identität der Frau in diesen Romanen so entscheidend?

Weil das Verbot oder die kontrollierte Zuweisung von Sprache die Frauen von der Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs ausschließt und sie auf ihre Rolle als "das Andere" reduziert.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Macht der Sprache in Feminist Science-Fiction
Untertitel
Zum Einfluss auf die Identität der Frau
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Veranstaltung
Feminist Science-Fiction – ein Genre-Querschnitt
Note
1,0
Autor
Olga Reich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V961091
ISBN (eBook)
9783346308375
ISBN (Buch)
9783346308382
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feminist Science Fiction Science Fiction Feminism Sprache Frauensprache Macht der Sprache Silencing of women Feminist Native Tongue Vox Christina Dalcher Suzette Haden Elgin Dystopie Sprachlimitierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olga Reich (Autor:in), 2019, Die Macht der Sprache in Feminist Science-Fiction, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/961091
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  25  Seiten
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