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Präventiver Umgang mit Kindeswohlgefährdung. Umgang in stationären Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung

Título: Präventiver Umgang mit Kindeswohlgefährdung. Umgang in stationären Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung

Trabajo Escrito , 2020 , 51 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Vivien Gahl (Autor)

Pedagogía - Pedagogía social
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Der Anspruch dieser Arbeit soll sein, herauszufinden, wie in stationären Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung mit dem Thema Kindeswohlgefährdung (KWG) bei Kindern im Alter von null bis sechs Jahren durch sozialpädagogische Fachkräfte präventiv umgegangen wird. Mit dieser Forschung soll ein Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten in Bezug auf KWG gegeben werden.

Kindeswohlgefährdungen sind vor allem in Wohngruppen für junge Mütter oder Väter Themen, mit denen die jungen Eltern konfrontiert werden können beziehungsweise werden könnten. Während meines elfwöchigen Praktikums in einer Mutter-/Vater-Kind-Wohngruppe war dieses Thema allgegenwärtig und wurde von mir oft beobachtet. Beim Ansprechen des Themas, musste ich vermehrt feststellen, dass die jungen Mütter und Väter mit Verschlossenheit oder verbaler Aggressivität reagierten. Präventive Maßnahmen konnte ich nicht direkt wahrnehmen. Dass dennoch präventiv gearbeitet wird, war mir nicht direkt bewusst.

Gerade im stationären Kontext der Hilfen zur Erziehung (HzE) können die sozialpädagogischen Fachkräfte häufiger Signale für eine drohende Gefährdung des Kindeswohls wahrnehmen, als anderweitig. Durch ihren regelmäßigen, längerfristigen Kontakt zu Kindern und Eltern sind sie in der Lage, die Lebenswirklichkeit von Familien umfassend in den Blick zu nehmen, tragfähige Kooperationen aufzubauen und frühzeitige Angebote und Hilfen zu organisieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung als Leitbegriffe

2 Formen der Kindeswohlgefährdung

2.1 Körperliche Misshandlung

2.2 Seelische Misshandlung

2.3 Vernachlässigung

2.4 Sexuelle Gewalt

3 Risikofaktoren und Schutzfaktoren

3.1 Risikofaktoren der Eltern

3.2 Risikofaktoren der Kinder

3.3 Schutzfaktoren

4 Die rechtliche Grundlage im Kinderschutz

4.1 Das vereinfachte Ablaufschema nach § 8a SGB VIII

4.2 Der Schutzauftrag von Fachkräften nach § 8a SGB VIII

5 Präventionsmaßnahmen

5.1 Frühe Hilfen

5.2 Netzwerkarbeit

6 Forschungsdesign

6.1 Ausgangspunkt und Forschungsfrage

6.2 Methodik der Untersuchung

6.3 Zielgruppe

7 Datenerhebung

7.1 Fragebogenerstellung

7.2 Durchführung der Befragung

7.3 Gütekriterien

8 Datenanalyse

8.1 Statistische Angaben

8.1.1 Geschlecht

8.1.2 Alter

8.1.3 Berufsjahre

8.1.4 Qualifikation

8.1.5 Was ist für Sie eine Kindeswohlgefährdung?

8.1.6 Gibt oder gab es bisher eine Kindeswohlgefährdung in Ihrer Einrichtung?

8.1.7 Gibt es ein Ablaufschema innerhalb Ihrer Einrichtung, an der Sie eine Kindeswohlgefährdung erkennen?

8.1.8 Wenn ja, welches?

8.1.9 Wie ist der Ablauf anhand dieses Schemas?

8.1.10 Nutzen Sie dieses Schema?

8.1.11 Wenn nein, wie agieren Sie stattdessen?

8.1.12 Welche Formen der Kindeswohlgefährdung sind Ihnen bekannt?

8.1.13 Welche der genannten Formen von Kindeswohlgefährdung tritt bzw. trat bisher am häufigsten in Ihrer Einrichtung auf?

8.1.14 Kennen Sie Maßnahmen, um Kindeswohlgefährdungen präventiv zu umgehen?

8.1.15 Wenn ja, welche?

8.1.16 Welche dieser Maßnahmen nutzen Sie bei einer Kindeswohlgefährdung am ehesten?

8.1.17 Ist Ihnen die „insoweit erfahrene Fachkraft“ Ihrer Einrichtung bekannt?

8.1.18 Nutzt Ihre Einrichtung Netzwerke im Falle einer Kindeswohlgefährdung?

8.1.19 Wenn ja, welche?

8.2 Zusammenfassung

9 Fazit

10 Anlagenverzeichnis mit Materialteil

Zielsetzung & Themen

Ziel der Facharbeit ist es, den präventiven Umgang sozialpädagogischer Fachkräfte mit Kindeswohlgefährdung (KWG) in stationären Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung bei Kindern zwischen null und sechs Jahren zu untersuchen, um einen Überblick über bestehende Interventions- und Präventionsmöglichkeiten zu gewinnen.

  • Verständnis von Kindeswohlgefährdung im fachlichen Kontext
  • Rechtliche Grundlagen und Abläufe bei Kindeswohlgefährdung
  • Präventionsstrategien und Netzwerkarbeit in stationären Einrichtungen
  • Quantitative Analyse der Handlungsweisen von Fachkräften

Auszug aus dem Buch

1 Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung als Leitbegriffe

Der Begriff Kindeswohl (KW) wird in der Literatur nur selten bis nicht definiert. Jedoch werden dem Begriff verschiedene Kriterien zugesprochen: die Berücksichtigung der kindlichen Bedürfnisse2 durch Eltern oder Sorgeberechtigte, die kindgerechte Lebenssituation der Familie, „die Erziehung [...] des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit“3 sowie die Berücksichtigung der „Rechte des Kindes [...] und [...] der UN-Kinderrechtskonvention“4.

Nach Kindler wird der Begriff „Kindeswohlgefährdung“ als „eine gegenwärtige, in einem solchen Maße vorhandene Gefahr [verstanden], dass sich bei der weiteren Entwicklung eine erhebliche Schädigung mit ziemlicher Sicherheit voraussehen lässt.“5 Die Kriterien6, die daraus resultieren, müssen zum gleichen Zeitpunkt gelten und dürfen bei der Risikoabschätzung nicht vernachlässigt werden. Kurz: eine KWG stellt eine direkte Gefahr für das Leib und Leben eines Kindes7 bzw. Jugendlichen dar. Eine KWG hängt immer von der Gefährdung, den Lebensumständen sowie dem Alter des Opfers ab.

Beispielsweise stellt eine Scheidung der Eltern nicht unmittelbar eine KWG dar und trägt nicht zu einer erheblichen Schädigung bei. Sollte es zu einer Gefährdung des KW gekommen sein und „die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage [sein] [...], die Gefahr abzuwenden [...] bzw. Hilfen zur Gewährleistung des Kindeswohls anzunehmen [so müssen] zur Abwendung der Gefahr [...] erforderliche Maßnahmen [getroffen werden].“8 Somit kann den Eltern das Recht zur Erziehung und Fürsorge vorübergehend oder sogar dauernd entzogen werden. Gleichzeitig muss jedoch auch eine Lebenssituation für das Kind geschaffen werden, um eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen9.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die persönliche Relevanz der Kindeswohlgefährdung im stationären Kontext und definiert die Forschungsfrage bezüglich präventiver Ansätze.

1 Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung als Leitbegriffe: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und erläutert die Kriterien, die zur Feststellung einer Kindeswohlgefährdung herangezogen werden.

2 Formen der Kindeswohlgefährdung: Hier werden die vier Hauptformen der Gefährdung – körperliche, seelische, Vernachlässigung und sexuelle Gewalt – theoretisch differenziert.

3 Risikofaktoren und Schutzfaktoren: Die Untersuchung beleuchtet biologische, psychische und soziale Faktoren, die das Kindeswohl gefährden oder durch Resilienz schützen können.

4 Die rechtliche Grundlage im Kinderschutz: Kapitel 4 thematisiert den Schutzauftrag gemäß § 8a SGB VIII und die notwendigen Abläufe bei vermuteter Gefährdung.

5 Präventionsmaßnahmen: Fokus dieses Kapitels sind Ansätze wie Frühe Hilfen und die Bedeutung interdisziplinärer Netzwerkarbeit für den Kinderschutz.

6 Forschungsdesign: Das Kapitel erläutert die methodische Herleitung der Forschungsfrage sowie das gewählte Untersuchungsmodell.

7 Datenerhebung: Hier wird die Durchführung der quantitativen Befragung mittels Fragebogens sowie deren Gütekriterien beschrieben.

8 Datenanalyse: Die Datenanalyse präsentiert die statistische Auswertung der Befragungsergebnisse zu Qualifikationen, Wissen über Gefährdungsformen und präventivem Handeln.

9 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Forschungsmethode und gibt einen Ausblick auf notwendige Sensibilisierungen in der Praxis.

Schlüsselwörter

Kindeswohlgefährdung, Kinderschutz, Prävention, Hilfen zur Erziehung, § 8a SGB VIII, Netzwerkarbeit, Frühe Hilfen, Sozialpädagogik, Gefährdungseinschätzung, stationäre Einrichtung, Intervention, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, quantitative Befragung, Kindeswohl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den präventiven Umgang von sozialpädagogischen Fachkräften mit Kindeswohlgefährdungen in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt rechtliche Rahmenbedingungen wie den § 8a SGB VIII, verschiedene Gefährdungsformen, präventive Maßnahmen und die Bedeutung der Netzwerkarbeit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin herauszufinden, wie sozialpädagogische Fachkräfte in stationären Einrichtungen bei Kindern bis sechs Jahren präventiv handeln, um Kindeswohlgefährdungen zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine quantitative Forschungsmethode in Form einer schriftlichen Befragung mittels eines teilstandardisierten Fragebogens.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil erstreckt sich von der theoretischen Definition der Kindeswohlgefährdung und ihren Risikofaktoren über die rechtlichen Ablaufschemata bis hin zur Analyse der erhobenen Daten aus der Fachpraxis.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Kindeswohlgefährdung, Prävention, Schutzauftrag, stationäre Jugendhilfe, Netzwerkarbeit und Gefährdungseinschätzung.

Warum spielt der sogenannte „Ampelbogen“ in der Untersuchung eine Rolle?

Der Ampelbogen wird von den befragten Fachkräften häufig als praktisches Instrument zur schnellen Einschätzung von Kindeswohlgefährdungen innerhalb der Einrichtungen genannt.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der „Frühen Hilfen“?

Obwohl die Frühen Hilfen theoretisch als essenziell eingestuft werden, zeigt die Untersuchung, dass sie von den Fachkräften in der Praxis selten als primäre Maßnahme zur Bewältigung einer konkreten Gefährdungssituation herangezogen werden.

Final del extracto de 51 páginas  - subir

Detalles

Título
Präventiver Umgang mit Kindeswohlgefährdung. Umgang in stationären Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung
Universidad
University of Applied Sciences
Calificación
1
Autor
Vivien Gahl (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
51
No. de catálogo
V961923
ISBN (Ebook)
9783346316240
ISBN (Libro)
9783346316257
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kindeswohlgefährdung Prävention bei Kindeswohlgefährdung HzE und Kindeswohlgefährdung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Vivien Gahl (Autor), 2020, Präventiver Umgang mit Kindeswohlgefährdung. Umgang in stationären Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/961923
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