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Deutschunterricht und Germanistikstudium in Ägypten. Deutsche Literatur in Ägypten am Beispiel von Goethe

Titel: Deutschunterricht und Germanistikstudium in Ägypten. Deutsche Literatur in Ägypten am Beispiel von Goethe

Hausarbeit , 2004 , 20 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Fatiha El Yamouni (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird die Stellung der deutschen Sprache in Ägypten behandelt. Zuerst wird kurz auf die europäisch- beziehungsweise deutsch-ägyptischen Beziehungen eingegangen, dabei werden wichtige Informationen über das Land und die Bevölkerung gegeben. Im nächsten Schritt wird ein Überblick über die Entwicklung der deutschen Sprache und die Nachfrage nach dem Deutschunterricht in Ägypten sowie die Deutschangebote in den verschiedenen Schulen gegeben. In diesem Zusammenhang scheint es auch sinnvoll, kurz auf die Bildungssituation in den ägyptischen Schulen und die Ausbildung von Lehrkräften sowie auf die verwendeten Lehrmaterialien einzugehen.

Weiterhin beschäftigt sich diese Arbeit mit dem Germanistikstudium in Ägypten. Dabei werden die verschiedenen Universitäten im Land und deren Strukturen kurz dargestellt. Dann werden die einzelnen Deutsch- beziehungsweise Germanistikabteilungen vorgestellt. Der letzte Teil behandelt die Stellung der deutschen Literatur in Ägypten.

Da Johann Wolfgang Goethe in Ägypten sehr bekannt und hochgeschätzt ist, soll an seinem Beispiel gezeigt werden, wie Goethes Werke in Ägypten aufgenommen werden, und welche Stellung Goethe als Persönlichkeit und Dichter bei den ägyptischen Literaten hat. Hier wird die Sicht von drei Literaten und Denkern behandelt, die nicht nur in Ägypten, sondern auch in der ganzen arabischen Welt sehr berühmt sind und einen großen Einfluss auf die ägyptische und arabische Literatur haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Historischer Überblick über die europäisch- ägyptischen Beziehungen im 19.Jahrhundert

1.1 Das Land Ägypten und die Bevölkerung: Allgemeine Angaben

1.2 Das koloniale Ägypten von 1882 bis 1956

1.3 Die deutsch-ägyptischen Beziehungen

2. Entwicklung der deutschen Sprache in Ägypten

2.1 Allgemeines

2.2 Deutschunterricht in Schulen

2.2.1 Bildungssituation

2.2.2 Deutsch in ägyptischen Schulen

2.2.2.1 Ausbildung von Lehrkräften

2.2.2.2 Lehrmaterialien

2.2.3 Deutsche Schulen in Ägypten

3. Germanistikstudium in Ägypten

3.1 Universitäten in Ägypten

3.1.1 Allgemeines

3.1.2 Universitätsstrukturen in Ägypten

3.2 Deutsch- bzw. Germanistikabteilungen

3.2.1 Universität Kairo

3.2.2 Ain Schams-Universität/ Kairo

3.2.3 Germanistikfakultät der Helwan Universität

3.2.4 Deutschabteilung in Menoufeya und El Minya

3.2.5 Deutschabteilungen an der Al-Azhar-Universität

4. Stellung der deutschen Literatur in Ägypten am Beispiel Goethe

4.1 Die Übersetzungen von Goethes Werken in Ägypten

4.2 Goethe als Persönlichkeit und Dichter aus der Sicht ägyptischer Literaten

4.2.1 Taha Hussain und Goethe

4.2.2 Abbas Mahmud al-Aqqad und Goethe

4.2.3 Salama Musa und Goethe

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gegenwärtige Rolle der deutschen Sprache sowie des Germanistikstudiums in Ägypten und beleuchtet anhand der Rezeption von Johann Wolfgang Goethe den kulturellen Austausch zwischen beiden Nationen.

  • Historischer Kontext der deutsch-ägyptischen Beziehungen
  • Entwicklung und Status des Deutschunterrichts an ägyptischen Schulen
  • Strukturen und Angebote des Germanistikstudiums an ägyptischen Universitäten
  • Literarische Vermittlung deutscher Kultur am Beispiel Goethes
  • Einfluss deutscher Sprachkenntnisse auf den ägyptischen Arbeitsmarkt

Auszug aus dem Buch

4.2.2 Abbas Mahmud al-Aqqad und Goethe

Al-Aqqad wurde als der originellste Dichter der modernen arabischen Literatur bezeichnet. Er ist ein Lyriker. Neben der arabischen Literatur beschäftigte er sich mit der englischen. Al-Aqqad hat sich mehreren Zeitungen in Kairo als Mitarbeiter angeschlossen und war politisch engagiert. Außerdem war er Autodidakt. Er wurde bekannt von seiner „Abqaryat“-Schriften („Genies“). Diese sind eine Art biographische Abhandlung über die berühmten Persönlichkeiten wie der Prophet Muhammad, die ersten vier Kalifen, Jesus und anderen. Er schätzte Goethe hoch und würdigte ihn auch mit einer „Abqarya“.

Goethe gilt bei ihm als Genie, weil sich sein Interesse nicht nur auf ein einzelnes Gebiet beschränkte, d.h. er hat sich nicht nur mit Literatur beschäftigt, sondern auch mit anderen Bereichen wie Geologie, Anatomie und anderem. 1932 schrieb Al-Aqqad sein Buch „Tidkar Giti“ („Das Gedenken Goethes“) anlässlich des 100. Todestages Goethes. Er behandelte das Genie Goethes und beginnt sein Buch mit einem Prolog über Deutschland und das deutsche Volk, das von seiner Religiosität, Philosophie, Zauberei, Musikalität, Lieder und Träumereien bekannt ist.

Al-Aqqad spricht über die Berühmtheit und die Verbreitung von „Werther“ und meinte, trotz aller Mängel und Schwächen, die „Faust“ enthält, dass das Werk von einem großen Kopf stamme. Er behandelte den Diwan und zeigte, warum die Deutschen sich am meisten unter den Europäern mit orientalischen Studien beschäftigt haben: Als Reaktion auf die Herrschaft der französischen Literatur und aufgrund der Besonderheiten der allgemeinen wissenschaftlichen Entwicklung. Als islamischer Denker betonte Al-Aqqad die Beschäftigung Goethes mit dem Islam und dem Propheten. Er wies darauf hin, dass sich Goethe mit der orientalischen Literatur befasste und die Biographie des Propheten Muhammad las. Als er 24 war kannte er den Koran wie ein Religionswissenschaftler, deshalb waren seine religiösen Schriften koranisch geprägt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Historischer Überblick über die europäisch- ägyptischen Beziehungen im 19.Jahrhundert: Das Kapitel bietet einen historischen Abriss über Ägypten und die spezifische Entwicklung der deutsch-ägyptischen Beziehungen unter Berücksichtigung kolonialer Einflüsse.

2. Entwicklung der deutschen Sprache in Ägypten: Hier wird der steigende Bedarf an Deutschkenntnissen analysiert und die Situation des Deutschunterrichts an Schulen, inklusive Lehrerbildung und Lehrmaterialien, detailliert dargestellt.

3. Germanistikstudium in Ägypten: Dieses Kapitel erläutert die universitären Strukturen des Germanistikstudiums sowie die spezifischen Profile der verschiedenen deutschen Abteilungen an ägyptischen Hochschulen.

4. Stellung der deutschen Literatur in Ägypten am Beispiel Goethe: Die Arbeit untersucht die Rezeption deutscher Literatur in Ägypten, fokussiert auf Übersetzungen von Goethe und dessen Wahrnehmung durch bedeutende ägyptische Denker.

Fazit: Die Zusammenfassung betont die positive Entwicklung der deutschen Sprache in Ägypten und empfiehlt eine Stärkung der kulturellen Vermittlungsarbeit zur Förderung des interkulturellen Dialogs.

Schlüsselwörter

Ägypten, Germanistik, Deutschunterricht, Fremdsprachenerwerb, Goethe, Interkulturalität, Übersetzungswissenschaft, Bildungsgeschichte, Deutsch als Fremdsprache, Ägyptische Hochschulen, Kultureller Transfer, Arabische Literatur, Sprachvermittlung, Lehrerausbildung, Deutsch-ägyptische Beziehungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Status und der Entwicklung der deutschen Sprache und des Germanistikstudiums in Ägypten sowie der literarischen Rezeption deutscher Werke.

Welche Themenfelder werden zentral behandelt?

Zu den zentralen Feldern zählen die historische Entwicklung der bilateralen Beziehungen, die schulische und universitäre Bildungssituation und der literarische Austausch.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den aktuellen Stand und die Bedeutung der Germanistik sowie der deutschen Sprache für das ägyptische Bildungs- und Arbeitsumfeld aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine fachwissenschaftliche Literaturanalyse und Bestandsaufnahme der bildungspolitischen Gegebenheiten in Ägypten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit vermittelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Ausgangslage, die Struktur des Schulsystems, die universitäre Germanistiklandschaft und die literarische Bedeutung Goethes im arabischen Raum.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind Deutsch als Fremdsprache, Ägypten, Germanistik, Interkulturalität und Goethe-Rezeption.

Warum spielt die Al-Azhar-Universität eine besondere Rolle?

Sie gilt als traditionelle Institution mit spezifischen kulturellen Anforderungen und stellt einen der wichtigsten Standorte für das Germanistikstudium dar.

Welche Rolle spielen die "Abqaryat"-Schriften von Al-Aqqad bei der Goethe-Rezeption?

Al-Aqqad nutzt sein Konzept des "Genies", um Goethes Vielseitigkeit und sein tiefes Interesse am Orient und am Islam als vorbildhaft zu würdigen.

Inwiefern beeinflussen kulturelle Tabus das Studium an der Al-Azhar?

Bestimmte gesellschaftliche Themen sind in diesem Kontext diskursiv eingeschränkt, was die Lehre und den Auswahlprozess der Inhalte beeinflusst.

Wie bewertet die Autorin die Zukunft der deutschen Sprache in Ägypten?

Die Autorin sieht eine sehr positive Entwicklung, mahnt jedoch eine verstärkte Unterstützung durch deutsche Kulturinstitutionen an, um den Dialog und die gegenseitige Verständigung zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deutschunterricht und Germanistikstudium in Ägypten. Deutsche Literatur in Ägypten am Beispiel von Goethe
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Deutsch als Fremdsprache)
Veranstaltung
Germanistik in der Welt
Note
1,5
Autor
Fatiha El Yamouni (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
20
Katalognummer
V962053
ISBN (eBook)
9783346314017
ISBN (Buch)
9783346314024
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Deutsch als Fremdsprache Germanistik Deutsch in Ägypten Goethe Deutsche Literatur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fatiha El Yamouni (Autor:in), 2004, Deutschunterricht und Germanistikstudium in Ägypten. Deutsche Literatur in Ägypten am Beispiel von Goethe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962053
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Leseprobe aus  20  Seiten
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