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Integrationstheorien - Staatenverbindung im Bundestaat (Föderalismus und Neoföderalismus bei C.J. Friedrichs)

Título: Integrationstheorien - Staatenverbindung im Bundestaat (Föderalismus und Neoföderalismus bei C.J. Friedrichs)

Trabajo Escrito , 2002 , 17 Páginas , Calificación: gut

Autor:in: Thomas Schröder (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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Im allgemeinsten Sinne ist unter Föderalismus eine gegliederte Struktur gesellschaftlicher, politischer oder staatlicher Zusammenschlüsse zu verstehen, in der allen Einheiten je eigene Rechte, Autonomie und Legitimität zukommen. Eine gesellschaftliche oder staatliche Föderalismusorganisation ist also eine Institutionenordnung, die aus einem Bund mehrerer weitgehend autonomer Teile besteht. Föderalismus kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden.
Schon der lateinische Ursprung von foedus (Bund, Vertrag) weist auf eine gemeinsame Gründungsintention hin. Carl J. Friedrich bezeichnet in seinem Essay „Nationaler und Internationaler Föderalismus in Theorie und Praxis“ Föderalismus als ein Übereinkommen, „um politische Lösungen zu finden, eine gemeinsame Politik und gemeinsame Entscheidungen über gemeinsame Probleme zu erarbeiten“ . Im Normalfall würde es sich hierbei um ein gemeinsames Motiv des Widerstandes gegen Druck von außen oder militärischer Bedrohung handeln. So sei nach Friedrich die damalige UDSSR ein Beweggrund für die europäischen Staaten gewesen, sich zusammenzuschließen. Aber auch wirtschaftliche Zusammenarbeit könne Ziel eines föderalistischen Prinzips sein. Hier sei als Beispiel die in den Anfängen der Europäischen Integration gegründete Montan-Union genannt. Auf philosophischer Ebene kann man die Zielvorstellung einer Föderalismusordnung als Erreichen einer Einheit bezeichnen, die die Unterschiedlichkeit und Identität ihrer Teileinheiten schützt. Carl J. Friedrich bringt diese Intention auf den Punkt, indem er sagt, dass Föderalismus darauf abzielt, „eine gewisse Einheit mit einer gewissen Vielfältigkeit zu verbinden“ . Basis einer föderalistischen Ordnung sind auch gemeinsame Werte und Überzeugungen; für andere Zwecke behalten die Glieder jedoch ihre Eigenart und Identität bei. Laut Friedrich bilde eine Bevölkerung in territorialer Gliederung eine gemeinschaftliche Vielfalt, in der ein territorial spezifiziertes Gefüge von Werten, Interessen und Überzeugungen wiederum von gemeinsamen Werten, Interessen und Überzeugungen überlagert würde, welche eine umfassende Gemeinschaft konstituierten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Föderalismus – Definition und Begriffserklärung

2. Formen des Föderalismus

2.1. Föderalismus in der BRD

2.2. Föderalismus in der Europäischen Union

2.3. Föderalismus in den USA

3. Entwicklung der Theorie nach C. J. Friedrich

4. Förderalismusdebatte im Wandel – damals und heute

4.1. Carl J. Friedrich: Europa- Nation im Werden?

4.2. Neuere Debatte

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der Staatenverbindungen im Bundesstaat, mit einem besonderen Fokus auf die föderal- und neoföderalistischen Theorien von Carl J. Friedrich. Ziel ist es, den Begriff des Föderalismus historisch sowie theoretisch zu definieren, verschiedene Anwendungsformen in unterschiedlichen politischen Systemen zu analysieren und die aktuelle Debatte zur Relevanz föderaler Strukturen im Kontext globaler und regionaler Integrationsprozesse kritisch zu beleuchten.

  • Begriffsdefinition und theoretische Grundlagen des Föderalismus
  • Vergleichende Analyse des Föderalismus in der BRD, der EU und den USA
  • Entwicklungslinien der Föderalismustheorie von Althusius bis C. J. Friedrich
  • Dynamik des Föderalisierungsprozesses im Wandel der Zeit
  • Integration, Minderheitenschutz und nationale Souveränität

Auszug aus dem Buch

4.1. Carl J. Friedrich: Europa- Nation im Werden?

Die schnelle Ausbreitung von Bundesordnungen hat dazu geführt, daß der theoretische Rahmen des Föderalismus immer weiter gefaßt worden ist. Noch vor dreißig Jahren konnte man schreiben, daß man “empirisch gesehen eine wirksam zentralisierte Regierung, einen Zusammenschluß (federation), eine Konföderation oder einen Staatenbund, eine Allianz, eine bestimmte Ausrichtung, ein System von unabhängigen Regierungen (Staaten) und schließlich Regierungen ohne irgendwelche Beziehungen zueinander als graduelle Unterschiede in den Beziehungen der Regierungen zu den Menschen, die in ihrem Herrschaftsbereich leben, bezeichnen könnte...” Das war der Anfang vom Ende der traditionellen juristischen Vorstellungen, für die die Fragen der Souveränität und damit die Gewaltenteilung und die Struktur der Institutionen im Mittelpunkt standen. Diese Fragen sind natürlich nicht unbedeutend und spielen auch weiterhin eine große Rolle in der politischen Rhetorik. Aber das aufkommende funktions- und verhaltensorientierte Denken erkannte, daß ein Bundessystem ganz einfach dadurch gekennzeichnet ist, daß seine Struktur ”in einem oder mehreren seiner organisatorischen Merkmale einem Bund ähnelt...”. Diese Aussage ist richtig; aber sie erfasst lediglich die Struktur, also den Entwurf einer Bundesordnung. Entscheidend aber ist, daß man die Dynamik ihrer Arbeitsweise versteht: der Föderalismus erfordert einen Föderalisierungsprozess, einen fortwährenden Vorgang, bei dem es um die wechselseitigen Beziehungen und die Anpassung zwischen eindeutig verschiedenartigen Teilgemeinschaften und einer alle umfassenden Gemeinschaft geht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Föderalismus – Definition und Begriffserklärung: Dieses Kapitel erläutert das Grundverständnis von Föderalismus als dynamische Organisationsform sowie als Ordnungsprinzip zur Verbindung von Autonomie und Einheit.

2. Formen des Föderalismus: Hier werden unterschiedliche Ausprägungen des Föderalismus, insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland, der Europäischen Union und den USA, hinsichtlich ihrer jeweiligen Strukturen und Umsetzungen verglichen.

3. Entwicklung der Theorie nach C. J. Friedrich: Dieses Kapitel zeichnet die theoretischen Wurzeln des Föderalismus von frühen Denkern wie Althusius und Montesquieu bis hin zu modernen Ansätzen von C. J. Friedrich nach.

4. Förderalismusdebatte im Wandel – damals und heute: Der Abschnitt reflektiert den Bedeutungswandel des Föderalismusbegriffs und diskutiert die aktuelle wissenschaftliche Debatte sowie die Rolle des Föderalismus bei der Lösung supranationaler und ethnischer Konflikte.

Schlüsselwörter

Föderalismus, Neoföderalismus, C.J. Friedrich, Staatenbund, Bundesstaat, Europäische Union, Föderalisierungsprozess, Souveränität, Gewaltenteilung, Subsidiarität, Integration, politische Ordnung, Bundestreue, Staatstheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konzept der Staatenverbindungen im Bundesstaat und expliziert dabei die Föderalismustheorien von Carl J. Friedrich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen die Definition von Föderalismus, der Vergleich verschiedener föderaler Modelle und der Wandel des Föderalismusverständnisses in der neueren politischen Debatte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Föderalismus als dynamischer Prozess verstanden werden kann, der politische Einheiten zur gemeinsamen Problemlösung zusammenführt, ohne deren Eigenständigkeit aufzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen politikwissenschaftlichen Ansatz, der auf der Analyse und Interpretation primärer und sekundärer Theoriebeiträge sowie auf dem Vergleich bestehender politischer Systeme basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Begriffsklärung, eine Untersuchung verschiedener Formen des Föderalismus, eine historische Herleitung der Theorieentwicklung und eine kritische Diskussion aktueller Debatten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Föderalismus, Bundesstaat, Souveränität, Föderalisierungsprozess und Integration.

Inwiefern unterscheidet sich die "neue" Debatte von traditionellen Sichtweisen?

Die neue Debatte rückt die Dynamik und Funktionalität von Föderalisierungsprozessen in den Fokus, während traditionelle Sichtweisen meist rein statische juristische Strukturen und Souveränitätsfragen betonten.

Welche Bedeutung hat das Prinzip der "Bundestreue" nach Friedrich?

Die Bundestreue ist laut Friedrich eine elementare Verhaltenseigentümlichkeit, die von den beteiligten Einheiten die Einsatzbereitschaft für die Bedürfnisse der gesamten Bundesordnung verlangt, um den Fortbestand des Systems zu sichern.

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Detalles

Título
Integrationstheorien - Staatenverbindung im Bundestaat (Föderalismus und Neoföderalismus bei C.J. Friedrichs)
Universidad
University of Göttingen  (ZENS)
Curso
Integrationspolitik
Calificación
gut
Autor
Thomas Schröder (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
17
No. de catálogo
V9621
ISBN (Ebook)
9783638162753
ISBN (Libro)
9783638757201
Idioma
Alemán
Etiqueta
Integration Integrationspolitik Förderalismus Neoförderalismus; Friedrichs; Europäische Union; USA; BRD;
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Thomas Schröder (Autor), 2002, Integrationstheorien - Staatenverbindung im Bundestaat (Föderalismus und Neoföderalismus bei C.J. Friedrichs), Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9621
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