Wie hat sich der Arbeitsmarkt in den letzten Jahren entwickelt? Welche Rolle spielt heutzutage eigentlich die Arbeitgeberattraktivität eines Unternehmens und wie wichtig ist die Kommunikation und Positionierung eines Arbeitgebers auf dem Markt? Mit dieser und weiteren Fragen knüpft die folgende Seminararbeit an und führt auf, was man unter dem Begriff Employer Value Proposition versteht, wie sie von einem Unternehmen selbst definiert und strategisch inhaltlich umgesetzt werden kann und wieso eine starke Arbeitgebermarke (Arbeitgeberattraktivität) auf dem Arbeitsmarkt heutzutage eine größere Rolle spielt, als vor ein paar Jahren.
Dass der Arbeitsmarkt sich seit einigen Jahren stark im Wandel befindet ist längst kein Geheimnis mehr. Noch vor einigen Jahren schienen die Machtverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt klar verteilt zu sein: ein Unternehmen hatte zahlreiche Bewerbungen und damit eine Vielzahl verschiedener Arbeitnehmer zur Auswahl und konnte aus unterschiedlichen Kategorien diese auf ihren Wert, Qualifikationen, Abschlüsse sowie auf die Passgenauigkeit zur Stellenbeschreibung prüfen und dementsprechend selektieren. Ein entscheidender Grund für die damalige Situation war die Wirtschaftslage. Es herrschte eine höhere Arbeitslosigkeit, welche verursachte, dass die Arbeitnehmer vom Machtverhältnis her in einer schwächeren Verhandlungssituation waren und die Unternehmen sich die Mitarbeiter auswählen konnten.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort
2 Hintergrund
2.1 Entwicklungen des Arbeitsmarktes
2.2 Herausforderungen für Unternehmen
3 Begriffsabgrenzungen
3.1 Corporate Brand
3.2 Employer Branding
3.3 Employer Value Proposition
4 Praxistransfer
4.1 Entwicklung einer Employer Value Proposition
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Seminararbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung einer Employer Value Proposition (EVP) für Startup-Unternehmen, um sich im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte erfolgreich zu positionieren und langfristig zu binden.
- Analyse der aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt.
- Konzeptionelle Abgrenzung von Corporate Brand, Employer Branding und EVP.
- Methodik zur Entwicklung einer EVP am praktischen Beispiel der Skylandwealth GmbH.
- Identifikation von internen und externen Employer-Branding-Maßnahmen.
Auszug aus dem Buch
3.3 Employer Value Proposition
Die Employer Value Proposition (EVP) ist das Herzstück der Arbeitgebermarke und eine Art attraktives Werte-/ Arbeitgeberversprechen an den potenziellen Bewerber und Mitarbeiter.
Mit einer klar definierten Employer Value Proposition als Grundlage kann ein Unternehmen nun zielgerichtete Employer-Branding-Strategien heraus arbeiten, durchführen und somit die Arbeitgebermarke definieren und aktiv managen, damit talentierte und vor allem zum Unternehmen passende Bewerber aufmerksam werden und das eigene Unternehmen einem Konkurrenz-Unternehmen bevorzugen. Zudem schärft die Employer Value Proposition das Unique Selling Proposition (USP), also das Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens und die Arbeitgeberidentität.
Neben dem Kommunizieren der attraktiven Arbeitgebereigenschaften wie beispielsweise Karrierechancen, ein angenehmes Arbeitsumfeld und Betriebsklima, Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten oder eine hohe Vergütung, können auch Themen wie das Gesundheitsmanagement im Unternehmen, Work-Life-Balance oder auch ein starker Social Media Auftritt von Vorteil für die Unternehmen sein.
In erster Linie wird die Employer Value Proposition eines Unternehmens an die Mitarbeiter und Bewerber kommuniziert mit dem Ziel der Mitarbeitermotivation, Mitarbeiterbindung sowie die Gewinnung neuer potentieller Talente.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorwort: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Arbeitgeberattraktivität im Wandel des Arbeitsmarktes ein und erläutert die zentrale Rolle der Employer Value Proposition.
2 Hintergrund: Hier wird der Wandel des Arbeitsmarktes durch sinkende Arbeitslosenraten und den digitalen Wandel thematisiert sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für Unternehmen im Werben um Talente dargestellt.
3 Begriffsabgrenzungen: In diesem Abschnitt werden die Begriffe Corporate Brand, Employer Branding und Employer Value Proposition definiert und in den Kontext der strategischen Unternehmensführung gesetzt.
4 Praxistransfer: Dieses Kapitel wendet die theoretischen Erkenntnisse auf das Startup Skylandwealth GmbH an und zeigt den Prozess von der Analysephase bis zur Definitionsphase einer EVP auf.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine authentische EVP und strukturiertes Employer Branding entscheidend für den langfristigen Erfolg im Wettbewerb um Personal sind.
Schlüsselwörter
Employer Value Proposition, Employer Branding, Arbeitgebermarke, Arbeitsmarkt, Startup, Personalmarketing, Mitarbeiterbindung, Unternehmensidentität, Unternehmenswerte, Unternehmenskultur, Arbeitgeberattraktivität, Fachkräftemangel, Positionierung, Personalrecruiting, Skylandwealth GmbH
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strategische Bedeutung einer Employer Value Proposition für Startups und wie diese zur Gewinnung und Bindung von Fachkräften eingesetzt werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder sind die Analyse des Arbeitsmarktes, die Definition von Employer Branding Strategien und der praktische Transfer auf ein konkretes Startup-Unternehmen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie ein Unternehmen durch eine klar definierte EVP seine Arbeitgebermarke stärken und sich von Wettbewerbern abheben kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Fundierung sowie eine Fallstudie (Praxistransfer) zur Anwendung der Konzepte auf ein spezifisches Startup.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Begriffsdefinitionen und den praktischen Praxistransfer, inklusive einer Analyse- und Definitionsphase für die EVP.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Employer Value Proposition, Arbeitgebermarke, Personalbindung, Unternehmensidentität und Wettbewerbsdifferenzierung.
Warum ist die EVP gerade für Startups besonders wichtig?
Startups müssen oft gegen etablierte Unternehmen bestehen und können durch eine starke, authentische EVP frühzeitig ihre Arbeitgebermarke aktiv gestalten.
Welche Rolle spielen "weiche" Faktoren bei der EVP?
Neben harten Faktoren wie Gehalt sind "weiche" Aspekte wie Arbeitsklima, Work-Life-Balance und die Identifikation mit den Unternehmenswerten entscheidend für die Attraktivität eines Arbeitgebers.
- Quote paper
- Lea Göppert (Author), 2018, Entwicklung einer Employer Value Proposition für ein Startup Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962520