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Die Organschaft im Umsatzsteuerrecht. Voraussetzungen und Rechtsfolgen

Titel: Die Organschaft im Umsatzsteuerrecht. Voraussetzungen und Rechtsfolgen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 18 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Lisa Siemund (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die umsatzsteuerliche Organschaft ist bis heute für die Praxis von großer Bedeutung. Allerdings ist dieses Rechtsinstrument mit unzähligen Zweifelsfragen versehen. Auch aus diesem Grund befasst sich die Rechtsprechung in regelmäßigen Abständen mit der umsatzsteuerlichen Organschaft i.S.v. § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG. Die Organschaft dient in der Praxis dazu eine Definitivbelastung mit Umsatzsteuer zu vermeiden. Diese entsteht z.B., wenn ein Unternehmen, welches steuerfreie Umsätze ausführt, auf Grund des § 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG nicht berechtigt ist Vorsteuerbeträge aus Rechnungen von anderen Unternehmern geltend zu machen.

In der vorliegenden Arbeit soll es daher im Wesentlichen darum gehen, die Voraussetzungen und Rechtsfolgen der umsatzsteuerlichen Organschaft zu erläutern. In diesem Zusammenhang wird im Grundlagenteil der Arbeit zunächst auf die Voraussetzungen der umsatzsteuerlichen Organschaft eingegangen. Dazu werden einleitend die Begriffe des Organträgers und der Organgesellschaft definiert. Darauf folgend werden die finanzielle, die organisatorische sowie die wirtschaftliche Eingliederung erläutert.

Im weiteren Verlauf der Arbeit soll zu den Rechtsfolgen der umsatzsteuerlichen Organschaft Stellung genommen werden. Es soll beschrieben werden wie sich die umsatzsteuerliche Organschaft im Innenverhältnis, d.h. zwischen den Organgesellschaften und dem Organträger, sowie im Außenverhältnis, d.h. im Verhältnis zu Dritten auswirkt.
Abschließend wird kurz auf die grenzüberschreitenden Rechtsfolgen der umsatzsteuerlichen Organschaft eingegangen. Hier soll der Unterschied zwischen der Ansässigkeit des Organträgers im In- und Ausland analysiert werden.
Im Fazit soll vor allem auf den aktuellen Stand der Rechtsprechung eingegangen werden und es soll kurz dargestellt werden, wie sich die umsatzsteuerliche Organschaft im Falle einer Insolvenz auswirkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Die umsatzsteuerliche Organschaft

2.1. Organträger

2.2. Organgesellschaft

2.3. Finanzielle Eingliederung

2.4. Organisatorische Eingliederung

2.5. Wirtschaftliche Eingliederung

3. Rechtsfolgen

3.1. Organschaft im Innenverhältnis

3.2. Organschaft im Außenverhältnis

4. Grenzüberschreitende Sachverhalte

4.1. Auswirkungen für im Inland ansässige Organträger

4.2. Auswirkungen für im Ausland ansässige Organträger

5. Aktuelle Rechtsprechung und Entwicklung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit erläutert die gesetzlichen Voraussetzungen sowie die daraus resultierenden Rechtsfolgen der umsatzsteuerlichen Organschaft gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG und analysiert deren komplexe Anwendung in der steuerrechtlichen Praxis.

  • Grundlagen zur Bestimmung von Organträger und Organgesellschaft
  • Analyse der Eingliederungskriterien: finanziell, organisatorisch und wirtschaftlich
  • Rechtswirkungen im Innen- und Außenverhältnis
  • Behandlung grenzüberschreitender Sachverhalte im Umsatzsteuerrecht
  • Aktuelle Entwicklungen durch BFH- und EuGH-Rechtsprechung

Auszug aus dem Buch

2.4. Organisatorische Eingliederung

Die organisatorische Eingliederung ergänzt die Regelungen der finanziellen Eingliederung der Organgesellschaft in das Unternehmen des Organträgers und steht mit dieser somit in einem engen Zusammenhang. Während die finanzielle Eingliederung, wie bereits beschrieben, die Mehrheit der Stimmrechte an der Organgesellschaft erfordert, bedingt die organisatorische Eingliederung die Beherrschung der Organgesellschaften durch die Ausübung der Geschäftsführung. Entscheidend für die organisatorische Eingliederung ist dabei, dass die Ausübung der Geschäftsführung nicht nur in der Theorie möglich wäre, sondern tatsächlich wahrgenommen wird. Maßgebend ist in diesem Zusammenhang das Innenverhältnis zwischen Organträger und Organgesellschaften. Eine organisatorische Eingliederung liegt somit vor, wenn die Muttergesellschaft die Tochtergesellschaft in ihrer laufenden Geschäftsführung beherrscht. Diese Beherrschung ist nur durch das Halten von Stimmrechtsmehrheiten möglich. Somit ist ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen finanzieller und organisatorischer Eingliederung zu sehen. Die Organgesellschaft hat sich dem Willen des Organträgers unterzuordnen. Die Unterordnung basiert in diesem Zusammenhang auf der Geschäftsführung durch den Organträger.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Einführung in die Relevanz der umsatzsteuerlichen Organschaft und Definition der Zielsetzung der Arbeit unter Berücksichtigung der gesetzlichen Grundlage § 15 Abs. 2 UStG.

2. Die umsatzsteuerliche Organschaft: Detaillierte Darstellung der Voraussetzungen für eine Organschaft, unterteilt in die Bestimmung von Organträger und Organgesellschaft sowie die Kriterien der finanziellen, organisatorischen und wirtschaftlichen Eingliederung.

3. Rechtsfolgen: Untersuchung der steuerrechtlichen Konsequenzen der Organschaft im Verhältnis zwischen Organträger und Organgesellschaft (Innenverhältnis) sowie gegenüber Dritten (Außenverhältnis).

4. Grenzüberschreitende Sachverhalte: Analyse der Unterschiede in der umsatzsteuerlichen Behandlung, abhängig davon, ob der Organträger im Inland oder im Ausland ansässig ist.

5. Aktuelle Rechtsprechung und Entwicklung: Reflexion über den aktuellen Stand der Rechtsprechung, insbesondere hinsichtlich der Insolvenz einer Organgesellschaft und der Einbeziehung von Nichtunternehmern.

Schlüsselwörter

Umsatzsteuer, Organschaft, Organträger, Organgesellschaft, Finanzielle Eingliederung, Organisatorische Eingliederung, Wirtschaftliche Eingliederung, Vorsteuerabzug, Umsatzsteuergesetz, Innenverhältnis, Außenverhältnis, Grenzüberschreitende Sachverhalte, Steuerrecht, BFH, EuGH

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Konstruktion der umsatzsteuerlichen Organschaft gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 2 UStG und deren praktische Bedeutung für Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die gesetzlichen Voraussetzungen (Eingliederungskriterien), die Rechtsfolgen im Innen- und Außenverhältnis sowie die Besonderheiten bei grenzüberschreitenden Unternehmensstrukturen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die komplexen Anforderungen an eine Organschaft transparent zu machen und aufzuzeigen, wie sich diese auf die Umsatzsteuerpflichten der beteiligten Einheiten auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auslegung von Gesetzestexten, Kommentarliteratur sowie der aktuellen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs und des Europäischen Gerichtshofs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Definition der Organschaft, die drei Eingliederungsmerkmale, die Auswirkungen auf Umsatz- und Vorsteuer sowie die rechtlichen Unterschiede bei Inlands- und Auslandsbeziehungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Organschaft, Organträger, Eingliederung, UStG und Steuerrecht.

Wie wirkt sich eine Insolvenz auf die organisatorische Eingliederung aus?

Die Arbeit thematisiert, dass die Bestellung eines Insolvenzverwalters dazu führen kann, dass die organisatorische Eingliederung entfällt, da der Organträger seinen Willen nicht mehr gegen den Verwalter durchsetzen kann.

Welche Rolle spielt der EuGH bei der Einbeziehung von Nichtunternehmern?

Der EuGH hat entschieden, dass entgegen nationaler engerer Auslegung auch Nichtunternehmer (wie bestimmte Holdinggesellschaften) unter bestimmten Voraussetzungen in den Organkreis einbezogen werden können.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Organschaft im Umsatzsteuerrecht. Voraussetzungen und Rechtsfolgen
Hochschule
Hochschule Aalen
Note
2,3
Autor
Lisa Siemund (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
18
Katalognummer
V962738
ISBN (eBook)
9783346314666
Sprache
Deutsch
Schlagworte
organschaft umsatzsteuerrecht voraussetzungen rechtsfolgen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Siemund (Autor:in), 2014, Die Organschaft im Umsatzsteuerrecht. Voraussetzungen und Rechtsfolgen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962738
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Leseprobe aus  18  Seiten
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