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Legale Rahmenbedingungen der Elektromobilität in Deutschland und der EU

Title: Legale Rahmenbedingungen der Elektromobilität in Deutschland und der EU

Bachelor Thesis , 2017 , 34 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Tobias Nitsch (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Summary Excerpt Details

Sowohl die Bundesregierung, als auch die Europäische Kommission versuchen, das Angebot an und die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen mit diversen politischen Gestaltungsmaßnahmen signifikant zu erhöhen. Die dazu geschaffenen legalen Rahmenbedingungen sollen innerhalb dieser Arbeit erläutert und analysiert werden. Dabei wird ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, anhand geeigneter Fachliteratur Erklärungsversuche für den immer noch geringen Marktanteil von Elektrofahrzeugen in fast allen europäischen Ländern zu liefern.

Der Transportsektor ist europaweit für 23,2% aller Treibhausgasemissionen verantwortlich, was seit 1990 einen konstanten Anstieg um insgesamt 8,3 Prozentpunkte bedeutet. Dabei wird vor allem die Individualmobilität seit über einem Jahrhundert von Verbrennungsmotoren dominiert. Die negativen Folgen dieser Antriebsform sind vielfältig: Zum einen ökologisch, da der globale Klimawandel auch durch das gestiegene Verkehrsaufkommen weltweit vorangetrieben wird. Zum anderen medizinisch, da erhöhte Feinstaubbelastungen, vor allem in Metropolregionen, ein nicht unerhebliches Risiko für die menschliche Gesundheit darstellen. Des Weiteren bedeutet die Endlichkeit der Ressource Erdöl für die meisten europäischen Staaten eine kritische wirtschaftliche Abhängigkeit von Importen. Deutschland beispielsweise bezieht momentan über 98% seines Mineralölbedarfs aus dem Ausland.

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, werden auf europäischer und nationaler Ebene die Energiewende, also die Abkehr von der Energieerzeugung auf Basis endlicher Ressourcen, und ein Paradigmenwechsel in der Mobilitätsbranche hin zur Elektromobilität stark gefördert.
Die Elektromobilität ermöglicht vor allem in Verbindung mit nachhaltiger Energiegewinnung eine Senkung der verkehrsbedingten Schadstoffemissionen. Dies wird für eine Verlangsamung des weltweiten Klimawandels als notwendig angesehen. Ein weiterer Vorteil ist die reduzierte Abhängigkeit von importiertem Rohöl. Allerdings haben Elektrofahrzeuge in großen Teilen Europas momentan noch keine nennenswerten Marktanteile.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Motivation und wissenschaftlicher Aufbau

1.1 Ziel der Arbeit

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Die legalen Rahmenbedingungen der Elektromobilität

2.1 Allgemeines zur Elektromobilität

2.2 Grundlagen der legalen Rahmenbedingungen

2.2.1 Deutschland: Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität (2009)

2.2.2 EU: Richtlinie 2009/28/EG (Erneuerbare-Energien-Richtlinie)

2.3 Förderung der Nachfrage

2.3.1 Steuererleichterungen (2012)

2.3.2 EmoG – Privilegien im Straßenverkehr (2015)

2.3.3 Der Umweltbonus (2016)

2.4 Förderung des Angebots

2.4.1 Fahrzeugangebot: Verordnung (EG) Nr. 443/2009

2.4.2 Infrastrukturelles Angebot

3 Zusammenfassung und Ausblick

3.1 Empfehlung weiterer Forschungsfelder

3.2 Abschließende Würdigung der rechtlichen Rahmenbedingungen

3.3 Kurzübersicht relevanter Gesetze

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die politischen Gestaltungsmaßnahmen, mit denen die Bundesregierung und die Europäische Kommission das Angebot an sowie die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen zu steigern versuchen. Dabei werden die legalen Rahmenbedingungen analysiert und kritisch gewürdigt, um Erklärungsansätze für den trotz dieser Maßnahmen bisher geringen Marktanteil von Elektrofahrzeugen zu liefern.

  • Analyse nationaler und europäischer Fördermaßnahmen für Elektromobilität.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Kaufprämien wie dem "Umweltbonus".
  • Evaluation der rechtlichen Rahmenbedingungen für das Fahrzeug- und Infrastrukturangebot.
  • Diskussion von Barrieren wie dem "Henne-Ei-Problem" bei Ladestationen.
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit legislativer Eingriffe auf den Massenmarkt.

Auszug aus dem Buch

2.3.3.2 Negative Aspekte der Prämie

Andererseits spricht der Erfolg der Prämie in Norwegen teilweise sogar gegen einer Anwendung in anderen Ländern: So haben Holtsmark und Skonhoft [HoSk14] herausgefunden, dass dort die starke Verbreitung von Elektroautos auf Kosten des öffentlichen Nahverkehrs vorangetrieben wird. Des Weiteren würden Anreize geschaffen, sich einen Zweitwagen anzuschaffen, anstatt herkömmliche PKW durch elektrisch betriebene zu ersetzen. Beide Effekte entsprechen nicht dem Sinn der Prämie, da sie zwar die Verbreitung von Elektrofahrzeugen erhöhen, aber das eigentliche Ziel, den Umweltschutz, verfehlen.

Aus ähnlichen Gründen zweifelt auch Rudolph [Rudo14] an der Vorgehensweise der Bundesregierung: Um möglichst wirksam zu sein, solle die Prämie hauptsächlich darauf abzielen, Konsumenten, die momentan im Besitz eines Fahrzeuges mit hohem CO2-Ausstoß sind, zu einem Umstieg auf ein Elektrofahrzeug zu bewegen. Tatsächlich spreche die Prämie aber vor allem Konsumenten an, die momentan noch gar kein eigenes Kraftfahrzeug besitzen. Somit werde ein Hauptziel der Prämie, nämlich reduzierte Schadstoffemissionen, verfehlt. Im Gegenteil sei die direkte Unterstützung sogar kontraprodutktiv, da kein Wechsel zu Elektrofahrzeugen hin stattfindet. Stattdessen wird eine zusätzliche Nachfrage geschaffen. Dabei muss bedacht werden, dass auch Elektrofahrzeuge keinesfalls CO2-neutral sind [ScGK15].

In Anbetracht dieser Gründe schlagen Canzler und Wittowsky [CaWi16] eine Abwrackprämie ähnlich der aus dem Jahre 2009 vor: Einen Bonus, der nur dann ausgezahlt wird, wenn ein PKW mit Verbrennungsmotor durch ein Elektroauto ersetzt wird. Aufgrund der genannten Problemfelder könnte sich eine solche Anpassung des Umweltbonus als durchaus sinnvoll erweisen und negative Aspekte der Prämie in ihrer jetzigen Form verhindern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Motivation und wissenschaftlicher Aufbau: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Transportsektors ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit zur Analyse der legalen Rahmenbedingungen der Elektromobilität.

2 Die legalen Rahmenbedingungen der Elektromobilität: Hier werden die legislativen Maßnahmen auf EU- und Bundesebene, inklusive Förderungen von Nachfrage und Angebot, detailliert dargestellt und kritisch diskutiert.

3 Zusammenfassung und Ausblick: Das Schlusskapitel resümiert die bisherigen Entwicklungen, gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsfelder und fasst die relevanten Gesetze zusammen.

Schlüsselwörter

Elektromobilität, legale Rahmenbedingungen, Umweltbonus, Elektromobilitätsgesetz, EmoG, Ladeinfrastruktur, Treibhausgasemissionen, Kaufprämie, Flottenemissionen, Energiewende, Fahrzeugangebot, Nachfrageförderung, Reichweitenangst, CO2-Reduktion, Verkehrssektor.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit befasst sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen, die von der Bundesregierung und der Europäischen Union geschaffen wurden, um die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in Deutschland und der EU zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die staatliche Nachfrageförderung (z.B. Steuererleichterungen, Kaufprämien), die Angebotsregulierung (CO2-Emissionsgrenzwerte für Hersteller) und die regulatorischen Herausforderungen bei der Bereitstellung öffentlicher Ladeinfrastruktur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die politischen Gestaltungsmaßnahmen zu erläutern und zu analysieren, um Erklärungen für den trotz dieser Förderungen bisher nur schleppenden Markterfolg von Elektrofahrzeugen zu finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Gesetze, Verordnungen und wissenschaftliche Fachliteratur zur Elektromobilität kritisch gewürdigt und diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Instrumenten zur Nachfragesteigerung, wie den Umweltbonus und steuerliche Anreize, sowie Maßnahmen zur Angebotsförderung, wie die EU-PKW-Emissionsverordnungen und die rechtliche Einordnung der Ladeinfrastruktur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Elektromobilität, rechtliche Rahmenbedingungen, Umweltbonus, Ladeinfrastruktur, CO2-Emissionen und die staatliche Absatzförderung.

Warum wird die Wirksamkeit des Umweltbonus kritisiert?

Kritiker führen an, dass die Prämie oft Konsumenten erreicht, die ohnehin ein Elektrofahrzeug kaufen würden oder gar kein Auto besitzen, anstatt Fahrer emissionsstarker Verbrenner zu einem Umstieg zu bewegen.

Welche Herausforderung besteht bei der Ladeinfrastruktur?

Es besteht ein "Henne-Ei-Problem": Aufgrund hoher Fixkosten und geringer Zulassungszahlen scheuen Anbieter Investitionen, während potentielle Kunden aufgrund fehlender Lademöglichkeiten vom Kauf eines Elektroautos absehen.

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Details

Title
Legale Rahmenbedingungen der Elektromobilität in Deutschland und der EU
College
University of Mannheim
Grade
1.3
Author
Tobias Nitsch (Author)
Publication Year
2017
Pages
34
Catalog Number
V962746
ISBN (eBook)
9783346315076
ISBN (Book)
9783346315083
Language
German
Tags
legale rahmenbedingungen elektromobilität deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Nitsch (Author), 2017, Legale Rahmenbedingungen der Elektromobilität in Deutschland und der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962746
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