Innovative Gesundheitstechniken und E-Health im modernen Gesundheitsmarkt. Der Innovations-Entscheidungsprozess sowie Kreativitätstechniken im Rahmen neuer Innovationen.
Der Wirtschaftsboom in Deutschland klang Anfang der 70er Jahre zunehmend ab. Politische Entscheidungen, sowie technische Fortschritte im Gesundheitswesen, führten zu Finanzierungsschwierigkeiten des Gesundheitssystems im Land. Dies machte Programme und Maßnahmen zur Kostendämpfung unausweichlich. Der demographische Wandel sowie die Entwicklung in der Medizin führten und führen stetig zu Mehrkosten, so dass in den vergangenen Jahren ein großer Fokus auf Kosteneinsparungen seitens der Politik gelegt wurde.
Aufgrund des komplexen Versorgungssystems sowie der Trennung der Sektoren wurden in den letzten Jahren zunehmend innovative Versorgungsformen im Gesundheitswesen entwickelt. Die neuen Versorgungsformen sollen die sektorale Trennung minimieren und die Abläufe effizienter gestalten. Im Folgenden werden die Gründe für eine Einführung detaillierter erläutert sowie die Ziele dieser Formen betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1 INNOVATIVE VERSORGUNGSFORMEN
1.1 Übergeordneter Zweck der innovativen Versorgungsformen im dt. Gesundheitswesen
1.2 Weitere relevante Entwicklungen
1.3 SGB V – innovative Versorgung & Praxisbeispiel
1.4 Unsicherheiten bei der Einführung innovativer Versorgung
2 INNOVATIONS-ENTSCHEIDUNGS-PROZESS
2.1 Merkmale einer Innovation
2.2 Schwierigkeiten bei der Akzeptanz innovativer Versorgungsformen
3 KREATIVITÄTSTECHNIKEN
3.1 Morphologischer Kasten
3.2 Synektik
4 E-HEALTH
4.1 Ziele der Telemedizin
4.2 Mehrwert für Hauptakteure
4.3 Herausforderungen bei der Umsetzung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit und Umsetzung innovativer Versorgungsformen im deutschen Gesundheitswesen, um auf demografische Herausforderungen und steigende Kosten zu reagieren. Im Fokus steht dabei die Untersuchung, wie Innovationsprozesse durch Kreativitätstechniken gefördert werden können und welche Rolle E-Health sowie die Telemedizin bei der Optimierung der Patientenversorgung spielen.
- Analyse der Gründe für innovative Versorgungsformen (z.B. SGB V).
- Anwendung des Innovations-Entscheidungs-Prozesses nach Rogers.
- Bewertung von Kreativitätstechniken wie dem Morphologischen Kasten und der Synektik.
- Untersuchung von E-Health und Telemedizin als Lösungsansatz zur Sektorenüberwindung.
- Praxisbeispiel der Ärztezentrum Büsum gGmbH.
Auszug aus dem Buch
4.3 Herausforderungen bei der Umsetzung
In diesem Abschnitt konzentrieren wir uns auf die Herausforderungen, welche bei der Umsetzung entstehen.
Zuerst ist es relevant, dass ein funktionierendes System flächendeckend aufgebaut wird. Dies beinhaltet den Aufbau einer digitalen Infrastruktur – zum Beispiel von Software, welche alle Akteure im Gesundheitswesen nutzen können, bzw. müssen. Alle digitalen Möglichkeiten müssen aufeinander abgestimmt sein und untereinander vernetzt werden, damit das System reibungslos funktioniert. Dies ist äußerst zeit- und kostenintensiv und die Umsetzung erfordert eine große Menge an Know-how – sowohl von den technischen Voraussetzungen, als auch von den Abläufen im Gesundheitssystem. Es muss die Frage geklärt werden, wer den Ausbau des digitalen Gesundheitsnetzes organisiert und finanziert.
Eine zweite Herausforderung sind die Voraussetzungen im Bereich des Datenschutzes. Die Übermittelung und Speicherung der patientenbezogenen Daten – sei es auf der elektronischen Gesundheitskarte oder beim Übertragen der Vitaldaten eines Patienten an die Leistungserbringer – erfordern ein hohes Maß an Datensicherheit. In der Vergangenheit wurde im Rahmen der elektronischen Gesundheitskarte über dieses Thema bereits ausführlich diskutiert, da jeder Leistungserbringen alle patientenbezogenen Daten einsehen konnte und kann. Hier entstand eine Diskussion darüber, wie die Daten geschützt werden können und welche Daten für die Leistungserbringer standartmäßig einsehbar sein sollen. Auch hier entstehen Herausforderungen, welche unter anderem von politischer Seite genau geklärt werden müssen. Es sollte ebenfalls sichergestellt sein, dass digital übertragene und hochsensible Patientendaten ausreichend geschützt sind und nicht abgefangen werden können. Die Daten könnten für missbräuchliche Nutzung verwendet werden und somit spielen Datenschutz und Sicherheit eine große Rolle bei der Umsetzung.
Zusammenfassung der Kapitel
1 INNOVATIVE VERSORGUNGSFORMEN: Erläutert die Hintergründe der Kostendämpfung im Gesundheitssystem und die Notwendigkeit neuer Versorgungsstrukturen unter Berücksichtigung des SGB V.
2 INNOVATIONS-ENTSCHEIDUNGS-PROZESS: Beschreibt das Modell von Rogers zur Einführung von Innovationen und analysiert die Faktoren, die die Nutzerakzeptanz beeinflussen.
3 KREATIVITÄTSTECHNIKEN: Bewertet Methoden wie den Morphologischen Kasten und die Synektik hinsichtlich ihrer Eignung zur Entwicklung neuer Versorgungsmodelle.
4 E-HEALTH: Untersucht die Rolle der Telemedizin, den Mehrwert für Hauptakteure sowie die organisatorischen und datenschutzrechtlichen Herausforderungen bei der Umsetzung digitaler Versorgungsformen.
Schlüsselwörter
Gesundheitsmanagement, Innovative Versorgungsformen, SGB V, Innovations-Entscheidungs-Prozess, Rogers, Kreativitätstechniken, Morphologischer Kasten, Synektik, E-Health, Telemedizin, Telemonitoring, Digitalisierung, Sektorenüberwindung, Patientenversorgung, Datensicherheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Notwendigkeiten und Herausforderungen bei der Einführung innovativer Versorgungsformen im deutschen Gesundheitswesen und beleuchtet dabei moderne Lösungsansätze.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen das Innovationsmanagement im Gesundheitswesen, kreative Methoden zur Problemlösung sowie die Implementierung von E-Health und Telemedizin.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie neue Strukturen durch Innovationen geschaffen werden können, um das Gesundheitssystem trotz demografischer Herausforderungen und finanzieller Belastungen effizienter zu gestalten.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf theoretische Modelle wie den Innovations-Entscheidungs-Prozess nach Rogers sowie die Bewertung und Gegenüberstellung von Kreativitätstechniken und praxisorientierten Fallbeispielen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden rechtliche Rahmenbedingungen wie das SGB V, der Innovationsprozess, spezifische Kreativitätstechniken und die praktischen Anwendungen von Telemedizin detailliert erörtert.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gesundheitsmanagement, innovative Versorgung, Innovations-Entscheidungs-Prozess, E-Health, Telemedizin und Sektorenüberwindung charakterisiert.
Warum ist das Praxisbeispiel des Ärztezentrums Büsum relevant?
Das Beispiel verdeutlicht, wie durch eine kommunale Trägerschaft und moderne Kooperationen der drohenden Unterversorgung einer Region entgegengewirkt werden kann.
Welche Bedenken bestehen bezüglich der Telemedizin?
Wichtige Bedenken betreffen den Datenschutz bei der Übermittlung sensibler Patientendaten, die Gefahr eines Vertrauensverlustes zwischen Arzt und Patient sowie die Komplexität der Abrechnungsmodelle.
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- Anonym (Author), 2020, Innovative Versorgungsformen und E-Health im Gesundheitsmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/962760