Diese Arbeit gibt einen Einblick zum Hormon- und Nervensystem, bevor die Thematik "Neurofeedback" detailliert dargestellt wird.
Egal, ob das Hormonsystem oder das Nervensystem - der Körper hat direkte und indirekte Effekte auf die menschliche Psyche. Die biologische Psychologie beschäftigt sich daher mit Ursachen und Wirkungen auf der physischen Ebene, die Zusammenhänge zu psychischen Prozessen aufweisen.
Inhaltsverzeichnis
DAS NERVENSYSTEM
DAS HORMONSYSTEM
NEUROFEEDBACK
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen fundierten Überblick über die zentralen anatomischen und physiologischen Grundlagen der biologischen Psychologie, wobei insbesondere die Funktionsweise des Nerven- und Hormonsystems sowie deren praktische Anwendung im Rahmen von Neurofeedback-Methoden im Fokus steht.
- Anatomie und funktionelle Gliederung des Nervensystems (ZNS/PNS)
- Regulierungsprozesse durch Sympathikus und Parasympathikus
- Endokrine Steuerung über die Hypothalamus-Hypophysen-Achse
- Wirkungsweisen spezifischer Hormone wie Oxytocin, ACTH, ADH und GH
- Grundlagen, Anwendungsgebiete und Trainingsverfahren des Neurofeedbacks
Auszug aus dem Buch
Das Nervensystem
Das Nervensystem ist verantwortlich für die Verbindung zwischen reizaufnehmenden und reizbeantwortenden Organen und die dementsprechende Informationsverarbeitung. Seine Aufgabe ist es, durch diese Vorgänge, Bewegungen und Organfunktionen zu steuern. Zudem gilt es als Sitz des Gedächtnisses, des Denkens, der Empfindungen und des Bewusstseins. Dieser Prozess durchläuft mehrere Schritte. Die Rezeptoren des Körpers registrieren Reize, welche vom Nervensystem aufgenommen werden. Dieses wandelt die Reize in Impulsfolgen um und leitet sie an reizbeantwortende Organe sog. Erfolgsorgane weiter. Interaktionen zwischen dem Lebewesen und der Außenwelt aber auch zwischen den einzelnen Teilen des Lebewesens werden vom Nervensystem geregelt und eingehende sowie ausgehende Informationen weitergegeben und verarbeitet. Folglich kann das Nervensystem als Überwachungs- und Regulationsorgan bezeichnet werden.
Bei Wirbeltieren, zu denen neben den Menschen u.A. Beuteltiere, Vögel, Reptilien, Haie und Rochen zählen, kann das Nervensystem topografisch in das zentrale Nervensystem (ZNS) und das periphere Nervensystem (PNS) eingeteilt werden. ZNS sowie PNS werden nachfolgend genauer erläutert.
Das ZNS besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark, dessen Leitungsbahnen die verschiedenen Zentren miteinander verbinden und die sog. peripheren Nerven bilden, die zu den Organen hin und von den Organen wegführen. Aufgabe des Gehirns ist es, Informationen auszuwerten und eine dementsprechende Reaktion wie bspw. eine Anpassung der Organfunktionen oder eine Bewegung zu veranlassen. Das Gehirn arbeitet hier mit sog. „höheren Funktionen“ wie u.A. dem Erinnern, dem Denken, dem Fühlen.
Zusammenfassung der Kapitel
DAS NERVENSYSTEM: Dieses Kapitel erläutert die anatomische Gliederung in zentrales und peripheres Nervensystem sowie die funktionellen Unterschiede zwischen somatischem und autonomem Nervensystem inklusive der Rolle von Sympathikus und Parasympathikus bei der Homöostase.
DAS HORMONSYSTEM: Hier wird die endokrine Signalübertragung beschrieben, insbesondere der Regelkreis der Hypothalamus-Hypophysen-Achse und die spezifische Wirkung verschiedener Hormone wie Oxytocin, ACTH, ADH und Wachstumshormone auf den Organismus.
NEUROFEEDBACK: Dieses Kapitel stellt Biofeedback und Neurofeedback als Methoden zur Steigerung der Selbstregulation vor, erklärt die Bedeutung der Gehirnaktivitätsmessung mittels EEG und beschreibt Anwendungsbeispiele wie die Tinnitus-Therapie.
Schlüsselwörter
Biologische Psychologie, Nervensystem, ZNS, Hormonsystem, Hypothalamus, Hypophyse, Homöostase, Sympathikus, Parasympathikus, Oxytocin, Neurofeedback, Biofeedback, EEG, Selbstregulation, Tinnitus
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die physiologischen Grundlagen des menschlichen Körpers mit Fokus auf das Nerven- und Hormonsystem sowie deren therapeutische Nutzung durch Neurofeedback.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind die anatomische Struktur des Nervensystems, die hormonelle Steuerung durch das endokrine System und die Methoden der Gehirnaktivitätssteuerung durch Neurofeedback.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen biologischen Prozesse zu schaffen, die menschliches Verhalten und körperliche Funktionen steuern, und aufzuzeigen, wie diese durch Training beeinflusst werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Aufarbeitung anatomischer und psychologischer Fachliteratur basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Nervensystem, Hormonsystem und Neurofeedback, wobei anatomische Grundlagen mit physiologischen Funktionsweisen und praktischen Anwendungsbeispielen verknüpft werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Biologische Psychologie, ZNS, Hormonsystem, Homöostase, Neurofeedback und Selbstregulation.
Wie unterscheidet sich die Wirkung von Sympathikus und Parasympathikus?
Der Sympathikus bereitet den Körper auf "Fight or Flight"-Reaktionen vor (ergotrop), während der Parasympathikus für Ruhe, Regeneration und den Aufbau von Energiereserven zuständig ist (trophotrop).
Wie funktioniert das Neurofeedback-Training am Beispiel Tinnitus?
Beim Neurofeedback-Training wird mittels EEG die Hirnaktivität visualisiert, sodass der Patient lernt, spezifische Frequenzmuster (wie erhöhte Beta-Wellen) durch Selbstregulation gezielt zu beeinflussen.
- Quote paper
- Nina H. (Author), 2020, Das Nerven- und Hormonsystem und Neurofeedback. Eine psychologische Sichtweise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/963020