Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Erzählstruktur in "Römischer Carneval" von Johann Wolfgang von Goethe

Eine Analyse

Titel: Erzählstruktur in "Römischer Carneval" von Johann Wolfgang von Goethe

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2018 , 31 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Elisabeth Monika Hartmann (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Abhandlung soll der Frage beziehungsweise Problemstellung nachgegangen werden, wie und mit welchen Stilmitteln in der "Römische Carneval" Johann Wolfgang von Goethe hier erzählt und somit eine Struktur aufgebaut. Es werden historische, teils biografische und textimmanente Methoden angewandt, das bedeutet, dass anhand konkreter Textstellen Goethes Erzählweise genauer analysiert wird. Es findet jedoch eine Beschränkung auf die wichtigsten tableaux statt, da Goethe teilweise minimalistisch arbeitet. Der Schwerpunkt liegt dabei auf literaturwissenschaftlichen Vorgehensweisen, wie der Konstruktion von Figuren, der Allegorese, der Wiederholung, dem fiktionalem und faktualem Erzählen, den Raumdarstellungen und insbesondere auf dem szenischen und situativem Erzählen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Der Aufbau und historische Kontext des Römischen Carnevals von Goethe

2 Die Beschreibung und Erzählstruktur der einzelnen tableaux

2.1 Die Menschenmenge des Corsos und die Darstellung der Masse

2.2 Die Maskerade

2.3 Aschermittwoch

3 Erzähltheoretische Reflexion

3.1 Der Römische Carneval als Allegorie

3.2 Faktuales Erzählen im Römischen Carneval

3.3 Erzählstruktur

3.3.1 Iteratives Erzählen im Reisebericht über den Römischen Carneval

3.3.2 Szenen unseres Lebens

3.3.3 Wechselnde Blicke: Perspektive im Film und in der Literatur

3.4 Erzähloberfläche

3.4.1 Im Reden Handeln: Die Bildung der Figuren- und Figurengruppen des Römischen Carnevals

3.4.2 Die Darstellung des Corsos als Raum

3.4.3 Wie wird insgesamt dargestellt?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Goethes "Das Römische Carneval" hinsichtlich seiner erzähltheoretischen Struktur und der verwendeten Stilmittel. Dabei wird analysiert, wie der Autor das chaotische, massenhafte Treiben des Karnevals in eine geordnete, literarische Form überführt und welche Rolle dabei die Konzepte von Allegorie, Fiktionalität und Raumdarstellung spielen.

  • Literarische Konstruktion von Massendarstellungen bei Goethe
  • Einsatz von tableaux als Medium der Weltdeutung
  • Interaktion zwischen faktualem und fiktionalem Erzählen
  • Die Funktion von Raum und Perspektive in der Erzählung
  • Einfluss rhetorischer Stilmittel auf die Dynamik des Textes

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung des Corsos als Raum

Topologisch sei laut Martinez/ Scheffel der Raum der erzählten Welt durch Oppositionen wie hoch versus tief, links versus rechts oder innen versus außen differenziert (vgl. Jurij M. Lotman: Oppositionsstruktur räumlicher Ordnung in literarischen Texten). Genau das trifft auch auf den Corso zu. Durch die Lokaladverbiale „in“ wird dies zu Beginn der Erzählung verdeutlicht:

„Das römische Carneval versammelt sich in dem Corso. Diese Straße beschränkt und bestimmt die öffentliche Feierlichkeit dieser Tage. (...) Die Straße geht von der Piazza del Popolo schnur gerade bis an den venezianischen Palast. Sie ist ungefähr viereinhalbtausend Schritte lang und von hohen meistenteils prächtigen Gebäuden eingefasst. Ihre Breite ist gegen ihre Länge und gegen die Höhe der Gebäude nicht verhältnismäßig“ (S. 219).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der Aufbau und historische Kontext des Römischen Carnevals von Goethe: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte des Textes, seinen Auftrag durch das "Journal des Luxus und der Moden" sowie die Interaktion zwischen Chaos und Ordnung im Werk.

2 Die Beschreibung und Erzählstruktur der einzelnen tableaux: Hier wird Goethes Einsatz des "tableaux" als Methode der Weltdeutung analysiert, wobei insbesondere der Umgang mit Massendarstellungen und der Maskerade beleuchtet wird.

3 Erzähltheoretische Reflexion: Dieses Kapitel untersucht die erzählerischen Verfahren, wie Allegorese, faktuales Erzählen, Iteration und die räumliche Darstellung im Corso, und setzt diese in Bezug zu moderner Erzähltheorie.

Schlüsselwörter

Goethe, Das Römische Carneval, Tableau, Italienische Reise, Erzähltheorie, Allegorie, Massendarstellung, Mimesis, Raumdarstellung, Faktuales Erzählen, Literaturwissenschaft, Perspektive, Rom, Maskerade, Semiotik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Goethes "Das Römische Carneval" literaturwissenschaftlich, um aufzuzeigen, wie das unüberschaubare Volksfest in eine strukturierte, ästhetisch geordnete Textform gebracht wurde.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentral sind die Konstruktion von Figuren und Räumen, das Verhältnis von Ordnung und Chaos sowie die narrativen Techniken, die den Übergang von der bloßen Beobachtung zur literarischen Darstellung beschreiben.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die spezifischen Stilmittel und erzähltheoretischen Konzepte (wie das tableau) zu identifizieren, durch die Goethe das ereignishafte Geschehen des Karnevals in eine konsistente Erzählstruktur überführt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es werden historische, biografische und textimmanente Methoden kombiniert, wobei ein starker Fokus auf literaturwissenschaftlichen Ansätzen wie der Erzähltheorie und Rhetorik liegt.

Was wird primär im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der "tableaux", die erzähltheoretische Reflexion über Allegorie und Faktizität sowie die Untersuchung von Raumdarstellungen und Figurenbildung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Schlüsselbegriffe sind "Tableau", "Allegorie", "Italienische Reise", "Massendarstellung" und "Erzähltheorie", da diese das theoretische Gerüst der Analyse bilden.

Welche Rolle spielt der Begriff "tableau mouvant" bei Goethe?

Goethe bezeichnete seine Karnevalsschrift so, um zu verdeutlichen, dass er das flüchtige, bewegte Geschehen des Karnevals in einem (gedachten) optischen Rahmen festhalten wollte, ohne die Dynamik zu verlieren.

Wie bewertet der Autor die Schlussbetrachtung zum Aschermittwoch?

Der Autor des Buches sieht die abschließende Aschermittwochsbetrachtung als eine notwendige, wenn auch etwas dünne und abstrakte Allegorese, die versucht, die zuvor geschilderten sinnlichen Eindrücke symbolisch zu deuten.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erzählstruktur in "Römischer Carneval" von Johann Wolfgang von Goethe
Untertitel
Eine Analyse
Hochschule
Universität Konstanz  (Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Rom in der deutschen Literatur
Note
2,0
Autor
Elisabeth Monika Hartmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
31
Katalognummer
V963369
ISBN (eBook)
9783346315328
ISBN (Buch)
9783346315335
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Goethes Römischer Carneval
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elisabeth Monika Hartmann (Autor:in), 2018, Erzählstruktur in "Römischer Carneval" von Johann Wolfgang von Goethe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/963369
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  31  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum