Unser Ziel ist es, einen groben Überblick über Strukturen und Entwicklungen in den Kulturindustrien, anhand der Musikindustrie und des Fernsehmarktes, zu geben. Wir möchten einen Einstieg in die Thematik bieten und auf interessante Aspekte hinweisen.
Unter Kulturindustrien werden jene Industrien verstanden, die das Produkt Kultur über marktliche Kanäle anbieten. Dabei unterscheidet man zwischen Massenmedienunternehmen wie Presse oder Rundfunk, der Musikindustrie, dem Verlagswesen, den audiovisuellen Industrien, dem Internet ebenso wie der Werbung und der bildenden und darstellenden Kunst.
Audiovisuelle Industrien zeichnen sich im allgemeinen durch die gleichzeitige Bereitstellung von Ton und bewegten Bildern aus. Man unterscheidet dabei zwischen den sogenannten Content-Providern einerseits und den Distributern andererseits. Die Content-Provider erstellen das audio-visuelle Gut während die Distributer dieses vertreiben.
Inhaltsverzeichnis
2. Einleitung
3. Historische Entwicklung
3.1. Einleitung
3.2. Einschneidende historische Daten
3.3. Entwicklung des Rundfunks in Österreich
3.3.1. ORF
3.3.1.1. Programm
3.3.1.2. Finanzierung
3.4. Historische Entwicklung der Musikindustrie
4. Aktuelle Situation
4.1. Die Rolle des Marketings
4.2. Fernsehwerbung in Österreich
4.3 Bestimmende Faktoren für die Fernsehwerbung am Beispiel Österreich
5. Trends in den Marktstrukturen von Kulturindustrien
5.1 Überblick über die Medienglobalisierung
5.2 Zukünftige Trends
5.2.1 Digitalisierung und HDTV
5.2.2 Trend Internetradio
5.2.3 10 Thesen zur Entwicklung des Medienmarktes
6. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Strukturen und Entwicklungen innerhalb der Kulturindustrien, wobei der Fokus auf der Musikindustrie und dem österreichischen Fernsehmarkt liegt. Ziel ist es, den Lesern einen fundierten Einstieg in die Thematik zu bieten und zentrale Aspekte sowie Herausforderungen dieses Sektors aufzuzeigen.
- Historische Entwicklung des Fernsehens und des Rundfunks in Österreich.
- Die Kommerzialisierung und globale Vernetzung der Medienmärkte.
- Die Rolle des Marketings und der Fernsehwerbung.
- Zukünftige Trends wie Digitalisierung, HDTV und Internetradio.
- Strukturwandel durch neue technische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen.
Auszug aus dem Buch
3.2. Einschneidende historische Daten
Im Bereich des Fernsehens gelang im Jahre 1863 ein entscheidender Schritt, als es erstmals dem Physiker Giovanni Caselli mit Hilfe von Morsetelegrafieleitungen gelang, Bilder zwischen Paris und Lyon auszutauschen. Dazu wurde ein mit isolierender Tinte auf eine Metallfolie gezeichnetes Bild von einem stromleitenden Griffel abgetastet, und beim Empfänger auf ein Papier wiedergegeben, das sich durch chemische Reaktion beim Kontakt mit einem elektrischen Griffel verfärbte. Sender und Empfänger wurden durch jeweils zwei Meter lange und 18 kg schwere Pendel und Synchronisationssignale im Gleichgewicht gehalten. (Diese Signale werden noch heute in abgewandelter Form für das Fernsehen benutzt.)
Am 5. Juni 1891 wurde bekannt gegeben, dass T.A. Edison mit einem von ihm sogenannten ``Kinethograph'' fotografisch aufgenommene Szenen wieder belebt vorführen konnte.
Mit Hilfe einer sich drehenden Scheibe, die mit spiralförmig angeordneten Löchern versehen war, zerlegte Paul Nipkow 1883/84 bei der Projektion Bilder in Punkte; damit gelang ihm die erste elektrische Bildübertragung. Dieses Ereignis wird heute als Beginn des Fernsehens angesehen und Paul Nipkow als sein Erfinder bezeichnet. In seiner beim Kaiserlichen Patentamt in Berlin hinterlegten Patentschrift über sein ``Elektrisches Teleskop'' heißt es: ``Der hier zu beschreibende Apparat hat den Zweck, eine am Ort A befindliches Objekt an einem beliebigen anderen Ort B sichtbar zu machen.''
Zusammenfassung der Kapitel
2. Einleitung: Diese Einleitung definiert den Begriff der Kulturindustrien und legt das Ziel der Arbeit fest, einen Überblick über die Strukturen der Musik- und Fernsehbranche zu geben.
3. Historische Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet den Weg der audiovisuellen Medien von der Höhlenmalerei bis zur technischen Revolution der Bildübertragung im 19. und 20. Jahrhundert nach.
4. Aktuelle Situation: Hier werden die zunehmende Globalisierung des Mediensystems, die Bedeutung von Marketingstrategien und die spezifischen Herausforderungen des österreichischen Fernsehmarktes analysiert.
5. Trends in den Marktstrukturen von Kulturindustrien: Dieses Kapitel widmet sich den zukünftigen Entwicklungen, insbesondere dem Einfluss der Digitalisierung, der Bedeutung von Internetradio und den Auswirkungen neuer Technologien auf den Medienmarkt.
6. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, dass sich die Medienwelt trotz globaler Machtkonzentrationen in einem komplexen und nicht rein linearen Prozess ständiger Anpassungen befindet.
Schlüsselwörter
Kulturindustrien, Musikindustrie, Fernsehmarkt, Rundfunk, Medienglobalisierung, Digitalisierung, HDTV, Internetradio, Medienbudget, Fernsehwerbung, Content-Provider, Distributionskanäle, Marktstruktur, Medienkonzentration, Unterhaltungsindustrie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Strukturen, die historische Entwicklung und die aktuellen sowie zukünftigen Trends in den Kulturindustrien, wobei insbesondere die Musikindustrie und der Fernsehmarkt als Beispiele dienen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Evolution der Rundfunk- und Fernsehtechnik, die Rolle der globalen Medienkonzerne, die Bedeutung von Fernsehwerbung und die Auswirkungen digitaler Technologien auf Konsumverhalten und Geschäftsmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die ökonomischen und strukturellen Rahmenbedingungen zu geben, die den aktuellen Medienmarkt maßgeblich beeinflussen und verändern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert primär auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die den historischen Kontext, aktuelle Marktdaten und strategische Entwicklungen der Branche zusammenführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung des Fernsehens und Rundfunks in Österreich, die Rolle internationaler Medienkonzerne, die Bedeutung von Marketing und Werbefenstern sowie Zukunftstrends wie Digitalisierung und Internetradio.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kulturindustrien, Medienglobalisierung, Digitalisierung, Fernsehmarkt, Medienstruktur und technischer Wandel charakterisiert.
Wie hat sich die Rolle des ORF im Laufe der Zeit verändert?
Der ORF wandelte sich von einer staatlich dominierten Monopolinstitution zu einem modernen, wirtschaftlich orientierten Medienunternehmen, das verstärkt auf publikumsnahe Programmformate und neue digitale Angebote setzt.
Was ist der Kern der "10 Thesen zur Entwicklung des Medienmarktes"?
Die Thesen postulieren, dass die Medienbranche vor fundamentalen Veränderungen steht, geprägt durch die Digitalisierung, einen neuen Fokus auf "Triple-Play"-Plattformen und die Herausforderung durch den Umstieg von physischen auf virtuelle Formate in der Filmindustrie.
- Arbeit zitieren
- Heike Schreiner (Autor:in), 2003, Internationale Trends in den Marktstrukturen der Kulturindustrien (anhand der Musikindustrie und des Fernsehmarktes), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9639