Die Arbeit behandelt, eine Leadership-Erfahrung im Sinne des Qualitätsmanagements aufbauend auf dem Deming-Kreis zu reflektieren und Verbesserungspotential zu erkennen. Dazu wird im ersten Kapitel die ausgewählte Leadership-Erfahrung, die mit Schülerinnen und Schülern durchgeführte Sprachprojektwoche in Dublin vorgestellt sowie der PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) nach Deming genauer erklärt. In weiterer Folge wird das Projekt in Hinblick auf die Ausführung von Management und Leadership mithilfe der Phasen des Deming-Kreises analysiert. Im Fazit sollen diese Erfahrungen nochmals zusammengefasst reflektiert werden.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
1 PROJEKT UND ANALYSE
1.1 SPRACHREISE DUBLIN
1.2 PDCA-ZYKLUS
2 PLAN
2.1 DEFINIEREN DER LEHR- UND LERNZIELE
2.2 ABWICKLUNG MIT DEM REISEBÜRO
2.3 ABKLÄRUNG MIT SCHÜLERINNEN UND SCHÜLERN UND DEREN ELTERN
2.4 FÖRDERUNGEN
3 DO
3.1 ORGANISATIONSFORM
3.2 FÜHRUNG UND MANAGEMENT
3.3 MOTIVATION
4 CHECK
4.1 EVALUATION SEITENS DER SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER
4.2 EVALUATION DURCH DIE LEHRKRÄFTE
4.3 FEEDBACK AN DAS REISEBÜRO
5 ACT
5.1 CHANGE MANAGEMENT
5.2 ÄNDERUNG VON PROGRAMMPUNKTEN
5.3 ÄNDERUNGEN IN DER ORGANISATION
6 ZUSAMMENFASSUNG UND REFLEXION
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit reflektiert die Durchführung einer Sprachprojektwoche in Dublin aus der Perspektive des Qualitätsmanagements. Ziel ist es, die pädagogische und organisatorische Erfahrung kritisch zu beleuchten und durch die Anwendung des PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) Optimierungspotenziale für zukünftige Schulveranstaltungen zu identifizieren.
- Analyse von Leadership-Erfahrungen im schulischen Kontext
- Anwendung des Deming-Kreises (PDCA) auf Projektorganisation
- Optimierung von Führungsstilen zwischen Kooperation und Autorität
- Evaluation von Programmpunkten und Schülermotivation
Auszug aus dem Buch
3.2 Führung und Management
Der Führungsstil in diesem Projekt kann über weite Phasen als kooperativ bezeichnet werden. Dieser kennzeichnet sich dadurch, dass Entscheidungen in der Arbeitsgruppe diskutiert und gemeinsam getroffen werden und das Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geprägt ist von Offenheit und Partnerschaftlichkeit. (Baumgarten, 2019, S. 39f)
Kooperative Führung hat laut Jäger (2014, S. 48) den Vorteil, dass Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gefördert werden. Allerdings bedeutet dies auch, dass die Führungskraft den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Verantwortung überträgt und die Kontrolle abgeben muss. Damit ist Vertrauen in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabdingbar. Nachteilig wirkt sich aus, dass Entscheidungsprozesse oft länger dauern, was beispielsweise bei der Besprechung des Besichtigungsprogramms und der Entscheidung für bestimmte Programmpunkte der Fall war.
Bei der Auswahl der Themen, die die Schülerinnen und Schüler für die anschließende Dokumentation bearbeiten wollten, hat sich dieser Führungsstil durchaus bewährt, da sie dadurch mit mehr Motivation bei der Arbeit waren. Auch was die Dokumentation anbelangt, hatten die Schülerinnen und Schüler große Freiräume inwieweit sie Fotos (und welche Fotos) verwenden wollten und wie viel sie in Textform festhalten wollten.
Situativ jedoch wurde ein autoritärer Führungsstil gewählt, um Entscheidungen rasch zu treffen, zum Beispiel als die Besichtigung des Croke Park Stadium aufgrund einer falschen Buchung durch das Reisebüro auf einen anderen Tag verlegt werden musste. Auch Entscheidungen, die keine direkte Auswirkung auf die Schülerinnen und Schüler hatten, beispielsweise Flug- und Busbuchungen, wurden autoritär getroffen.
Zusammenfassung der Kapitel
PROJEKT UND ANALYSE: Dieses Kapitel stellt das Projekt der Sprachprojektwoche in Dublin vor und erläutert den theoretischen Rahmen des PDCA-Zyklus als Methode zur Prozessverbesserung.
PLAN: Hier werden die Vorbereitungsphase, die Definition von SMARTen Lernzielen, die Abwicklung mit dem Reisebüro sowie die Kommunikation mit Beteiligten detailliert beschrieben.
DO: Das Kapitel analysiert die praktische Umsetzung unter Berücksichtigung der Organisationsform, des Führungsstils und der Faktoren, die die Motivation der Schülerinnen und Schüler beeinflussten.
CHECK: Der Fokus liegt auf der Evaluation der Reise durch Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte sowie der Identifikation von Optimierungsbedarf mittels Fragebögen.
ACT: In diesem Abschnitt werden Maßnahmen des Change Managements diskutiert, um Prozesse basierend auf den Evaluationsergebnissen anzupassen und strukturelle Verbesserungen umzusetzen.
ZUSAMMENFASSUNG UND REFLEXION: Die Autorin reflektiert ihre persönliche Entwicklung vom autoritären zum kooperativen Führungsstil und zieht Lehren für ihr zukünftiges pädagogisches Wirken.
Schlüsselwörter
Sprachprojektwoche, Dublin, Leadership, Deming-Kreis, PDCA-Zyklus, Qualitätsmanagement, Führungsstil, Kooperative Führung, Change Management, Motivation, Evaluation, Schulentwicklung, Projektmanagement, Bildungsmanagement, Lehrerrolle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit reflektiert eine durchgeführte Sprachprojektwoche in Dublin aus der Perspektive von Leadership und Qualitätsmanagement.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentral sind die Phasen des PDCA-Zyklus, moderne Führungsstile im Schulalltag, die Motivation von Schülern sowie Methoden der Prozessevaluation.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die kritische Reflexion einer konkreten Leadership-Erfahrung, um durch den PDCA-Kreislauf Verbesserungen für zukünftige Schulprojekte abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt den PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) nach Deming als methodisches Gerüst zur Analyse und kontinuierlichen Verbesserung des Projekts.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Phasen Planung, Durchführung, Überprüfung und Anpassung der Sprachprojektwoche sowie die Analyse von Führungstechniken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wesentlichen Begriffe sind Sprachprojektwoche, Leadership, PDCA-Zyklus, kooperative Führung und Qualitätsmanagement.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen kooperativem und autoritärem Führungsstil in ihrem Beispiel?
Kooperativer Stil wurde bei der kreativen Dokumentationsarbeit angewandt, während ein autoritärer Stil bei akuten Problemen wie kurzfristigen Umbuchungen notwendig war.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich ihrer eigenen Rolle als Lehrkraft?
Die Autorin erkennt den Mehrwert kooperativer Führung, reflektiert aber auch die Schwierigkeit, die Kontrolle an Schüler abzugeben, was einen bewussten Lernprozess darstellt.
- Citar trabajo
- Bianca Lehner (Autor), 2020, Reflexion einer Leadership-Erfahrung. Eine Sprachprojektwoche Dublin, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/964701