Diese Arbeit ist im Zusammenhang mit dem Modul Theoriebildung und Theorieansätze in der Sozialen Arbeit entstanden.
Unter anderem behandelt diese Arbeit die Theorieansätze Lebensbewältigung nach Lothar Böhnisch mit einem Fallbeispiel und Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch. Außerdem wird anfangs auf die Definition einer Theorie eingegangen und auf die Bedeutung dieser für die Soziale Arbeit. Abschließend gibt die Studentin noch eine Reflexion über das absolvierte Modul und ihre erworbenen Kenntnisse.
Inhaltsverzeichnis
1. Essay: Was ist eine Theorie? Welche Bedeutungen haben Theorien für die Soziale Arbeit?
2. Darstellung des Lebensbewältungsansatzer (Lothar Böhnisch) anhand eines Fallbeispiels
3. Vergleich zweier Theorieansätze: Lebensbewältigung (Böhnisch) und Lebensweltorientierung (Thiersch)
4. Eigene Reflexion des Moduls
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der theoretischen Fundierung der Sozialen Arbeit auseinander, indem sie grundlegende Theoriebegriffe klärt, den Lebensbewältigungsansatz nach Böhnisch anhand einer Fallstudie anwendet und diesen vergleichend dem Konzept der Lebensweltorientierung nach Thiersch gegenüberstellt.
- Grundlagen des Theorieverständnisses in der Wissenschaft und Sozialen Arbeit
- Analyse des Lebensbewältigungsmodells von Lothar Böhnisch
- Fallbasierte Anwendung sozialpädagogischer Theorieansätze
- Vergleichende Untersuchung: Lebensbewältigung versus Lebensweltorientierung
- Reflexion über die Bedeutung von Theorie und Beratung für das professionelle Handeln
Auszug aus dem Buch
2. Darstellung des Lebensbewältungsansatzes (Lothar Böhnisch) anhand eines Fallbeispiels
Die Soziale Arbeit als Profession orientiert sich wie jede andere Profession an wissenschaftlichen Theorien. Theorien der Sozialen Arbeit gehören zum Selbstverständnis und bilden die Grundlage professionellen Handelns. Für SozialarbeiterInnen und SozialpädagogInnen ist es essentiell, Theorien der Sozialen Arbeit zu kennen, um mit diesen das eigene sozialpädagogische Handeln auf Basis von wissenschaftlichen Theorien begründen zu können (vgl. Engelke, Borrmann und Spatscheck 2018: 13). Im Folgenden wird das Konzept der „Lebensbewältigung“ von Lothar Böhnisch anhand eines Fallbeispiels näher dargestellt.
Der Lebensbewältigungsansatz begreift sich als Theorie-Praxis-Modell, in dem Menschen in kritischen Lebenssituationen im Vordergrund stehen. In der Sozialen Arbeit umfasst dies den Großteil des Adressatenkreises (vgl. Böhnisch 2016a: 11). Im Kern des Ansatzes stehen die verfügbaren sozialen und personalen Ressourcen eines jeden Menschen, die zur Bewältigung von Lebensaufgaben benötigt werden (vgl. Böhnisch 2012: 1). Dabei versteht Böhnisch unter Lebensbewältigung das „Streben nach psychosozialer Handlungsfähigkeit“ (Böhnisch 2016a: 20) in kritischen Lebenssituationen. Als kritisch werden Lebenssituationen dann erlebt, wenn die eigenen gegenwärtigen personalen und sozialen Ressourcen für die Bewältigung einer Situation nicht mehr ausreichen und somit die Handlungsfähigkeit eingeschränkt wird (vgl. ebd.). Im weiteren Verlauf wird der Lebensbewältigungsansatz nun anhand einer fiktiven Fallgeschichte erläutert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Essay: Was ist eine Theorie? Welche Bedeutungen haben Theorien für die Soziale Arbeit?: Dieses Kapitel beleuchtet das komplexe und vielschichtige Verständnis von Theorien und diskutiert deren zentrale Bedeutung als wissenschaftliche Grundlage sowie als Werkzeug für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit.
2. Darstellung des Lebensbewältungsansatzer (Lothar Böhnisch) anhand eines Fallbeispiels: Hier wird das Konzept der Lebensbewältigung von Lothar Böhnisch theoretisch eingeführt und anhand einer Fallgeschichte zur häuslichen Gewalt auf seine Anwendbarkeit in der Beratungspraxis hin untersucht.
3. Vergleich zweier Theorieansätze: Lebensbewältigung (Böhnisch) und Lebensweltorientierung (Thiersch): Dieser Teil vergleicht die Ansätze von Böhnisch und Thiersch hinsichtlich ihrer theoretischen Hintergründe, ihrer Menschenbilder und ihrer jeweiligen methodischen Handlungsaufforderungen für die Soziale Arbeit.
4. Eigene Reflexion des Moduls: Der Autor reflektiert den persönlichen Lernprozess im Modul, setzt sich mit dem erworbenen Verständnis von Theoriebildung und Praxisforschung auseinander und zieht Schlüsse für das eigene professionelle Handeln.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Theoriebildung, Lebensbewältigung, Lebensweltorientierung, Lothar Böhnisch, Hans Thiersch, Handlungsfähigkeit, Beratung, Empowerment, Sozialpädagogik, Praxisforschung, Anerkennung, Alltag, Wissenschaftstheorie, Reflexion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Basis der Sozialen Arbeit, indem sie verschiedene Konzepte vorstellt, anwendet und miteinander vergleicht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Verständnis von Theorien, der Lebensbewältigungsansatz nach Böhnisch sowie die Lebensweltorientierung nach Thiersch.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Bedeutung theoretischer Modelle in der Sozialen Arbeit zu entwickeln und diese in der Beratungspraxis nutzbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt Literaturanalyse, theoriegeleitete Fallanalyse sowie den komparativen Vergleich zwischen verschiedenen Theorieansätzen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung des Lebensbewältigungsansatzes durch ein Fallbeispiel sowie dem systematischen Vergleich dieses Konzepts mit der Lebensweltorientierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Lebensbewältigung, Lebensweltorientierung, Theorie der Sozialen Arbeit, Handlungsfähigkeit und professionelles Handeln.
Welche Rolle spielt die „Abspaltung“ im Modell von Böhnisch?
Die Abspaltung beschreibt das Problem von AdressatInnen, ihre eigene Hilflosigkeit nicht thematisieren zu können, was oft zu selbstdestruktivem Verhalten führt und durch Beratung abgebaut werden soll.
Worin liegt laut Autor der wesentliche Unterschied zwischen den beiden verglichenen Konzepten?
Der Autor arbeitet heraus, dass der Hauptunterschied in der wissenschaftstheoretischen Perspektive liegt: Böhnischs Ansatz ist systematisch-deduktiv geprägt, während Thierschs Lebensweltorientierung phänomenologisch-deskriptiv ausgerichtet ist.
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- Anonym (Autor), 2019, Theoriebildung und Theorieansätze in der Sozialen Arbeit. Lebensbewältigungsansatz und Ansatz zur Lebensweltorientierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/964900