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Die Problematik der zielgleichen Differenzierung aus der Perspektive von Lehrkräften

Eine qualitative Studie

Titel: Die Problematik der zielgleichen Differenzierung aus der Perspektive von Lehrkräften

Examensarbeit , 2017 , 127 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Leroy Schranz (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Chancen und Problematiken eröffnet die zielgleiche Differenzierung als Handlungspraxis von Lehrkräften im gemeinsamen Unterricht in Sachsen-Anhalt, mit besonderer Betrachtung des Instrumentarium Nachteilsausgleich? Im Kontext der zielgleichen Differenzierung sind Lehrende widersprüchlichen Zielsetzungen ausgesetzt. Die Untersuchung bedarf daher zwingend theoretischer Vorüberlegungen.

Die Untersuchung beschäftigt sich zunächst mit den Adressaten von Bildungsprozessen: den Schülerinnen und Schülern. Über das Phänomen der Heterogenität, in dem Unterschiede zwischen Lernenden im deutschen Bildungssystem charakterisiert werden, wird an erster Stelle ergründet, wie individuelle Merkmalsunterschiede zwischen Lernenden entstehen und welcher Umgang mit diesen programmiert wird.

Den Nachteilsausgleich in dem Konzept der Inneren Differenzierung zu verorten, wird die Aufgabe des folgenden Kapitels, in dessen Zusammenhang die Problematik von zielgleicher Differenzierung perspektivisch aufgearbeitet wird. Das abschließende theoretische Kapitel versucht die zuvor erarbeiteten Erkenntnisse in den Untersuchungsrahmen dieser Studie einzuordnen: den gemeinsamen Unterricht in Sachsen-Anhalt. Schließlich wird die Methode vorgestellt und anschließend werden die Ergebnisse systematisch ausgewertet und diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Heterogenität

2.1 Das Phänomen Heterogenität

2.2 Vier Transformationen von Heterogenität nach Budde (2017)

2.3 Schulleistungen und Leistung als zentrale Heterogenitätskategorie im Rahmen des zielgleichen Unterrichts

3 Differenzierung als Methode um Heterogenität zu begegnen

3.1 Die Unterscheidung von äußerer und innerer Differenzierung

3.2 Homogenisierung durch äußere Differenzierung

3.3 Das Konzept der Inneren Differenzierung

3.3.1 Zieldifferente Differenzierung im schulischen Kontext

3.3.2 Modelle und Formen innerer Differenzierungsmaßnahmen

3.4 Nachteilsausgleich

3.4.1 Begriffsbestimmung und rechtliche Grundlagen

3.4.2 Nachteilsausgleich als pädagogisches Grundprinzip

3.4.3 Nachteilsausgleiche als Formen zielgleicher Differenzierung

3.4.4 Wie soll mit zieldifferenten Differenzierungsmaßnahmen umgegangen werden?

3.4.5 Gewährung eines Nachteilsausgleichs

3.4.6 Formen des Nachteilsausgleichs

4 Der Gemeinsame Unterricht als Zielperspektive für inklusiven Unterricht

4.1 Gemeinsamer Unterricht als Baustein inklusiver Bildung?

4.2 Landesübergreifende Grundsätze des Gemeinsamen Unterrichts

4.3 Gemeinsamer Unterricht in Sachsen-Anhalt

5 Methode

5.1 Stichprobe

5.2 Untersuchungsinstrument und Untersuchungsmaterial

5.3 Durchführung

5.4 Auswertungsmethode

6 Ergebnisse

6.1 Heterogenität der Lerngruppen

6.2 Grundsätzlicher Umgang mit Heterogenität

6.3 Differenzierungspraxis als Reaktion auf die Heterogenität der Lernenden

6.3.1 Allgemeine Differenzierungspraxis

6.3.2 Nachteilsausgleich

6.4 Chancen und Problematiken in der Differenzierungspraxis der Lehrenden

6.4.1 Chancen

6.4.2 Problematiken

6.4.2.1 Allgemeine Problematiken der Differenzierungspraxis

6.4.2.2 Problematiken der Nachteilsausgleichspraxis

7 Abschlussdiskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Chancen und Problematiken der zielgleichen Differenzierung als Handlungspraxis von Lehrkräften im Gemeinsamen Unterricht in Sachsen-Anhalt, wobei der Nachteilsausgleich als zentrales Instrumentarium im Fokus steht.

  • Phänomen Heterogenität im deutschen Bildungssystem
  • Differenzierungsansätze (innere und äußere Differenzierung)
  • Konzept und rechtliche Grundlagen des Nachteilsausgleichs
  • Gemeinsamer Unterricht in Sachsen-Anhalt
  • Empirische qualitative Studie mit Lehrkräften

Auszug aus dem Buch

3.3 Das Konzept der Inneren Differenzierung

Angedeutet wurde bereits, dass das Konzept der Inneren Differenzierung in den Lerngruppen greifen soll, die die äußere Differenzierung hervorbringt. Im gegenwärtigen Heterogenitätsdiskurs wird das Konzept der Inneren Differenzierung häufig der äußeren Differenzierung gegenübergestellt und als Lösungskonzept in Bezug auf den Umgang mit Heterogenität im deutschen Bildungssystem hochstilisiert. Diese Annahme ist keineswegs eine Neue, sondern steht seit den 1970er-Jahren zur Diskussion.

Miller (2011a) stellt in diesem Zusammenhang heraus: „Heute wird die innere Differenzierung eigentlich immer als die didaktisch-methodische Zauberformel für den allseits geforderten Umgang mit Heterogenität in der Schule verwandt. Die entsprechenden Differenzierungsaspekte und -möglichkeiten haben sich jedoch mit Ausnahme einiger Akzentverschiebungen nicht wesentlich verändert, weshalb durchaus auch auf die Literatur der 1970er- und 1980er-Jahre verwiesen werden kann“ (ebd., 219).

Die eingebrachten Begründungen ähneln den der 1970er-Jahre, in denen bereits das Problem der Homogenisierung von Lerngruppen festgestellt wurde, weshalb eine innere Differenzierung als Lösungskonzept gefordert wurde (vgl. Trautmann & Wischer, 166). Die Debatte um die innere Differenzierung und der damit verbundenen Hoffnung, der Heterogenität der Schülerinnen und Schüler angemessen zu begegnen, scheint die Wissenschaft und Forschung seit Jahrzehnten zu beschäftigen. „Binnendifferenzierung“ wird in der Literatur in diesem Zusammenhang weitgehend synonym verwendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema, Darlegung der Problemstellung sowie Formulierung der übergeordneten Forschungsfrage bezüglich der zielgleichen Differenzierung.

2 Heterogenität: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Heterogenität und dessen Transformationen im Bildungssystem.

3 Differenzierung als Methode um Heterogenität zu begegnen: Detaillierte Darstellung von Differenzierungskonzepten sowie eine tiefgehende Analyse des Nachteilsausgleichs als Instrument.

4 Der Gemeinsame Unterricht als Zielperspektive für inklusiven Unterricht: Einordnung des Gemeinsamen Unterrichts in den Kontext inklusiver Bildung, unter Berücksichtigung landesübergreifender und spezifischer Vorgaben für Sachsen-Anhalt.

5 Methode: Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns, der Stichprobenwahl sowie der Datenauswertung.

6 Ergebnisse: Systematische Auswertung der Experteninterviews zu den Themen Heterogenität, Differenzierungspraxis sowie den Chancen und Problematiken.

7 Abschlussdiskussion: Zusammenführende Diskussion der Forschungsergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage.

Schlüsselwörter

Heterogenität, Differenzierung, Nachteilsausgleich, Inklusion, Gemeinsamer Unterricht, Leistungsheterogenität, Schulleistung, Bildungsstandards, Innere Differenzierung, Qualitative Studie, Sachsen-Anhalt, Lehrerhandeln, individuelle Förderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, mit denen Lehrkräfte bei der Gestaltung von zielgleichem Unterricht in heterogenen Lerngruppen konfrontiert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Phänomen Heterogenität, Methoden der inneren und äußeren Differenzierung sowie die Rolle und Praxis des Nachteilsausgleichs.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist es, Chancen und Problematiken der zielgleichen Differenzierung als Handlungspraxis von Lehrkräften im Gemeinsamen Unterricht in Sachsen-Anhalt aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign mit leitfadengestützten Experteninterviews bei vier Lehrkräften an zwei Schulen in Sachsen-Anhalt angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlegungen zu Heterogenität und Differenzierung, die Spezifizierung des Gemeinsamen Unterrichts in Sachsen-Anhalt sowie die methodische und ergebnisorientierte Analyse der geführten Interviews.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Heterogenität, Nachteilsausgleich, Differenzierung und Inklusion charakterisieren.

Warum ist der Nachteilsausgleich in dieser Arbeit so bedeutend?

Der Nachteilsausgleich dient als Instrumentarium, um bei zielgleichem Unterricht trotz Leistungsheterogenität Barrierefreiheit und Chancengerechtigkeit zu gewährleisten.

Welche Rolle spielt der Standort Sachsen-Anhalt für die Ergebnisse?

Die Ergebnisse sind spezifisch auf die landesinternen Regelungen und Aktionspläne des Bundeslandes Sachsen-Anhalt bezogen und reflektieren die dortige Umsetzung der Inklusion.

Ende der Leseprobe aus 127 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Problematik der zielgleichen Differenzierung aus der Perspektive von Lehrkräften
Untertitel
Eine qualitative Studie
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
1,0
Autor
Leroy Schranz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
127
Katalognummer
V967043
ISBN (eBook)
9783346318749
ISBN (Buch)
9783346318756
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Nachteilsausgleich Inklusion Differenzierung Zielgleich Zieldifferenz Differenzierungspraxis Schule Förderschule Leroy Schranz Individuelle Förderung Heterogenität Sonderpädagogik Individualisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Leroy Schranz (Autor:in), 2017, Die Problematik der zielgleichen Differenzierung aus der Perspektive von Lehrkräften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/967043
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Leseprobe aus  127  Seiten
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