Das Internet und seine Kommunikationsmöglichkeiten bieten zahlreiche Chancen für das soziale Miteinander und ist sozusagen zum Abbild unserer Gesellschaft geworden.
Demzufolge manifestieren sich auch im digitalen Zusammenleben die Probleme des analogen Alltags.
Hatespeech, Shitstorms, Cybermobbing sind alltägliche Phänomene im Internet. Insbesondere Heranwachsende leiden unter Cybermobbing, da sich ein Großteil ihres alltäglichen Lebens im Internet abspielt. Sie nutzen die digitalen Medien und ihre Kommunikationsmöglichkeiten zur sozialen Interaktion und Sozialisation.
Das vorliegende Workshop-Konzept wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit entwickelt und thematisiert die Problematik des Cybermobbings.
Als Zielgruppe werden Jugendliche im Alter von 14 - 16 Jahren adressiert. Der Workshop soll die Teilnehmenden für das Thema sensibilisieren, ihre medialen, sozialen und reflexiven Kompetenzen stärken und Lösungswege vorschlagen. Das Konzept soll zur Medienkompetenz-Vermittlung in Bildung- und Jugendeinrichtungen eingesetzt werden.
In der theoretischen Fundierung des Workshops werden die Themen Mediatisierung, Mediensozialisation, Cybermobbing, kompetenzfördernde Mediendidaktik, Internetnutzungskompetenz, Lerntheorie und die Emotion und Kognition der Zielgruppe behandelt. Im Anschluss wird das Konzept vorgestellt und im Fazit die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst.
Der Workshop richtet sich inhaltlich nach vier zentralen Kompetenzschwerpunkten, die die Medienkompetenz der Heranwachsenden untermauern sollen: Soziale Interaktion & Selbstregulation, Wissensvermittlung, Stärkung des Selbstbewusstseins, Reflexion & kritische Analyse.
Diese Schwerpunkte sollen die Heranwachsenden dazu befähigen, ihr Medienhandeln sozial, reflektiert, informiert und selbstbewusst zu gestalten und zu regulieren. Als Methoden werden u.a. stumme Impulse, Reflexionsrunden, Rollenübungen, Standbilder, Clustering, Mindmaps, anonyme Erlebnisbilder und kreative Medienarbeit genutzt.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1. Zielsetzung
- 1.2. Quellenkritik
- 1.3. Aufbau und Vorgehensweise
- 2. Das Leben im digitalen Zeitalter
- 2.1. Mediatisierung
- 2.2. Mediensozialisation
- 2.3. Internetnutzungskompetenz
- 3. Das Phänomen Cybermobbing
- 3.1. Arten des Cybermobbings
- 3.2. Dynamik, Phasen & Rollen
- 3.3. Ursachen von digitalem Mobbing
- 3.4. Täter- und Opferprofil
- 3.5. Folgen für Opfer
- 3.6. Lösungen
- 3.6.1. Präventive Maßnahmen
- 3.6.2. Schutz- und Gegenmaßnahmen
- 3.6.3. Gesetzliche Strafbestände
- 4. Didaktische & pädagogische Grundlagen
- 4.1. Kompetenzfördernde Didaktik nach Weinert & Lersch
- 4.2. Der kognitive & emotionale Entwicklungsstand der Zielgruppe
- 4.2.1. Emotionaler Entwicklungsstand
- 4.2.2. Kognitiver Entwicklungsstand
- 5. Das Konzept
- 5.1. Zielgruppe & Zielsetzung
- 5.2. Didaktischer Aufbau & medienpädagogisches Konzept
- 5.3. Rahmenbedingungen & Ressourcen
- 5.3.1. Räumlichkeiten
- 5.3.2. Zeitmanagement
- 5.3.3. Gruppengröße
- 5.3.4. Ressourcen
- 5.4. Digitaler Workshop
- 5.5. Methoden
- 5.6. Pädagogische Anleitung zur Workshop-Umsetzung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Workshop-Konzeptes zum Thema Cybermobbing, das die Medienkompetenz von Jugendlichen im Alter von 14-16 Jahren fördern soll. Das Konzept soll in Bildungseinrichtungen eingesetzt werden und die Teilnehmenden sensibilisieren, ihre medialen und sozialen Kompetenzen stärken und Lösungswege gegen Cybermobbing aufzeigen.
- Die mediale und soziale Vernetzung von Jugendlichen im digitalen Raum.
- Die Gefahren und Herausforderungen von Cybermobbing für Heranwachsende.
- Die Förderung von Medienkompetenz durch das Vermitteln von Wissen, Fähigkeiten und Einstellungen.
- Der Einsatz von interaktiven Methoden und digitalen Ressourcen in der Workshop-Umsetzung.
- Die Relevanz von Präventivmaßnahmen und dem Aufbau von digitaler Selbstverteidigungskompetenz.
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema Cybermobbing und dessen Relevanz für die Medienpädagogik dar. Es werden die Ziele der Bachelorarbeit und die Vorgehensweise bei der Konzeption des Workshops erläutert.
- Kapitel 2: Das Leben im digitalen Zeitalter: Dieses Kapitel befasst sich mit der Mediatisierung und Mediensozialisation im Kontext des digitalen Wandels. Es werden verschiedene Aspekte der Internetnutzungskompetenz diskutiert, die für die Medienkompetenzförderung von Jugendlichen relevant sind.
- Kapitel 3: Das Phänomen Cybermobbing: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Arten von Cybermobbing, seine Dynamik und die beteiligten Rollen. Es geht auf die Ursachen, Täterprofile, Folgen für Opfer und mögliche Lösungswege ein, die durch präventive Maßnahmen und Schutzmechanismen realisiert werden können.
- Kapitel 4: Didaktische & pädagogische Grundlagen: Dieses Kapitel beleuchtet die didaktischen und pädagogischen Grundlagen, die bei der Entwicklung des Workshops berücksichtigt werden müssen. Es werden Konzepte der Kompetenzförderung nach Weinert & Lersch sowie der kognitive und emotionale Entwicklungsstand der Zielgruppe analysiert.
- Kapitel 5: Das Konzept: Das Kapitel stellt das medienpädagogische Workshop-Konzept vor. Es beschreibt die Zielgruppe, Zielsetzung, den didaktischen Aufbau und das medienpädagogische Konzept. Es werden die Rahmenbedingungen und Ressourcen, die für die Durchführung des Workshops benötigt werden, erläutert.
Schlüsselwörter
Die Bachelorarbeit konzentriert sich auf die Themen Cybermobbing, Medienkompetenzförderung, Internetnutzungskompetenz, Mediensozialisation, Digital Natives, kompetenzfördernde Mediendidaktik, Jugendliche, Konzept, Workshop, Internet, Selbstregulation, Präventive Maßnahmen und Online-Kommunikation. Die Arbeit beleuchtet die Herausforderungen der digitalen Welt und wie Jugendliche mit diesen umgehen können.
- Arbeit zitieren
- Stefanie Schary (Autor:in), 2020, Entwicklung eines Workshop-Konzeptes zum Thema Cybermobbing. Medienkompetenzförderung von Jugendlichen im Alter von 14 - 16 Jahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/967490