Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Beispiele für das Gelingen der doppelten Transformation


Hausarbeit, 2020

17 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung
1.1 Ziel und Methodik
1.2 Struktur der Arbeit

2 Einführung in das Thema Nachhaltigkeit
2.1 Begriffsdefinition und Ursprung der Nachhaltigkeit
2.2 Dimensionen der Nachhaltigkeit
2.2.1 Soziale Nachhaltigkeit
2.2.2 Ökologische Nachhaltigkeit
2.2.3 Ökonomische Nachhaltigkeit

3 Digitalisierung und digitaler Wandel
3.1 Begriffsdefinition und Herausforderung
3.2 Aktuelle Bereiche
3.2.1 Big Data
3.2.2 Internet der Dinge
3.2.3 Blockchain

4 Nachhaltigkeit und Digitalisierung
4.1 Zusammenhang zwischen Digitalisierung und Nachhaltigkeit
4.1.1 Soziale Folgen der Digitalisierung
4.1.2 Ökologische Vor- und Nachteile durch Digitalisierung
4.1.3 Ökonomische Aspekte durch Digitalisierung
4.2 Beispiele für das Gelingen der doppelten Transformation
4.2.1 Arbeiten im Home Office
4.2.2 Softwareeinsatz im Supply Chain Management

5 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einführung

Wir leben in turbulenten Zeiten, heutzutage spielen die durch den digitalen Fortschritt hervorgerufenen Innovationen eine immer wichtigere Rolle. Digitalisierung und der damit einhergehende Wandel bedeutet einen Umbruch in fast allen Lebensberei­chen. So verändert die Digitalisierung unsere Wirtschaft aber auch unser Entschei­dungsverhalten und unsere Wahrnehmung, indem diese Dinge in ganz neue Ver­hältnisse bringt. Um unseren Wohlstand und unsere Lebensqualität auf vielfältige Weise zu verbessern, müssen wir verantwortungsbewusst mit den neuen Möglich­keiten, die sich uns bieten umgehen. Ob diese Innovationen immer gut sind oder auch negative Aspekte beinhalten hängt ganz allein vom individuellen Standpunkt des Beobachters ab.1 Um die technischen Neuerungen durch die Digitalisierung bes­ser bewerten zu können, eignen sich als Beurteilungsmaßstab die Zielsetzungen in der Nachhaltigkeit. Hierbei wird versucht Soziales, Ökonomie und Ökologie zu ver­binden. Angesichts der aktuellen Berichte über den Klimawandel, Ressourcenknapp­heit und zunehmende soziale Ungleichheit ist eine Betrachtung nur aus ökonomi­scher Sicht nicht mehr sinnvoll. Unternehmen und andere gesellschaftliche Teilneh­mer sollten dieses erweiterte Zielsystem bei Entscheidungen berücksichtigen. Des- weitern zahlt es sich aus, wenn Unternehmen auf umweltfreundliche Weise produ­zieren, fair gegenüber Mitarbeitern, Verbrauchern und Lieferanten handelt und sich außerhalb seines Kerngeschäfts für soziale und ökologische Fragen einsetzt. Daher erscheint es angebracht, die beiden Hauptthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu kombinieren. Ziel muss es sein, die Digitalisierung nachhaltig zu gestalten, um einen positiven Beitrag zur Lösung der oben genannten Herausforderungen zu leis- ten.2

1.1 Ziel und Methodik

Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit der Digitalisierung unserer Wirtschaft stellt in den nächsten Jahren einen Schwerpunkt dar. Es gewinnen dabei innovative Metho­den des Wissenstransfers und der innovativen Informationsgewinnung immer weiter an Bedeutung. Wie kann es gelingen, die neuen Impulse der Digitalisierung auch für das Thema Nachhaltigkeit zu nutzen? Und welche Modelle gibt es schon, die die Arbeitswelt von morgen zum Wohle der Arbeitnehmer aber auch der Gesellschaft prägen?3

Die vorliegende Arbeit setzt sich als Ziel Möglichkeiten aufzuzeigen wie mit Hilfe der digitalen Transformation, auch die Transformation in Unternehmen zu mehr Nach­haltigkeit gelingen kann.

Die wissenschaftlichen Überlegungen dieser Arbeit stützen sich größtenteils auf vorhandene Fachbücher und diverse Onlinequellen.

1.2 Struktur der Arbeit

Nach der Einführung in das Thema werden im zweiten und dritten Punkt dieser Aus­arbeitung die Themengebiete Nachhaltigkeit und Digitalisierung der Reihe nach vor­gestellt. Hierbei werden in beiden Punkten zuerst Begriffsdefinitionen vorgenommen. Im Punkt Nachhaltigkeit wird nach der begrifflichen Definition noch auf dessen Ur­sprung und geschichtlichen Hintergrund eingegangen. Im Anschluss werden die Di­mensionen der Nachhaltigkeit vorgestellt und jede Dimension einzeln vorgestellt. Beim Themengebiet der Digitalisierung verhält es sich ähnlich. Nach der Begriffsde­finition wird hier im Anschluss auf die künftigen Herausforderungen eingegangen und aktuelle Teilbereiche der Digitalisierung einzeln vorgestellt beziehungsweise näher erklärt. Im letzten Kapitel dieser Ausarbeitung werden nun beide Themenfelder zu­sammengeführt und anhand von zwei Beispielen aufgezeigt, wie die doppelte Trans­formation von Digitalisierung und Nachhaltigkeit gelingen kann. Abschließend wer­den die Ergebnisse der Arbeit im Fazit zusammengefasst und kritisch betrachtet.

2 Einführung in das Thema Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit, ein Begriff, der heutzutage einen hohen Stellwert genießt und uns in allen Lebensbereichen begegnet. In wirtschaftlichen, sozialen und politischen Berei­chen hat sich Nachhaltigkeit zu einer Schlüsselterminologie entwickelt, die Projekte als gewissenhaft, moralisch vernünftig und verantwortungsbewusst erscheinen lässt.4 Ob es sich um eine nachhaltige Finanzierung, einen nachhaltigen Flugzeug­bau oder um den nachhaltigen Wohnungsbau handelt, nichts scheint unmöglich. Nachhaltige Entwicklung ist in der Gesellschaft angekommen. Jedoch bewirkt die inflationäre Verwendung des Begriffs das dieser an Wichtigkeit verliert. Wenn von Nachhaltigkeit die Rede ist, entstehen häufig Missverständnisse, weil nicht jeder un­ter dem Begriff dasselbe versteht. Was also genau wird darunter verstanden, wenn von Nachhaltigkeit die Rede ist? Um diese Frage zu klären wird in den folgenden Punkten auf die geschichtliche Herleitung, auf unterschiedliche Definitionen und die verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit eingegangen.5

2.1 Begriffsdefinition und Ursprung der Nachhaltigkeit

Der Begriff Nachhaltigkeit ist nicht klar definiert. In unserer Zeit bedeutet das Konzept der Nachhaltigkeit, dass sich die Menschen zunehmend bewusstwerden, dass die Grundlage der menschlichen Existenz bedroht oder zumindest eingeschränkt ist. So­wohl menschliches als auch wirtschaftliches Verhalten können diese Grundlage rau­ben. Neben der Zeitdimension im langfristigen Sinne umfasst die Definition des Nachhaltigkeitsbegriffs auch die drei voneinander abhängigen Dimensionen Sozio­logie, Ökologie und Ökonomie.6

Der Ursprung der Nachhaltigkeit entspringt nach allgemeiner Auffassung in der Forstwirtschaft. Im Jahr 1713 hatte von Carlowitz die Idee vertreten, dass die wirt­schaftlichen Aktivitäten der Forstwirtschaft an den Schutz der natürlichen Ressour­cen angepasst werden müssen, um sich nicht selbst das Fundament zu nehmen. Aus damaliger Sicht bezog sich Nachhaltigkeit also auf den langfristigen Erhalt eines natürlichen Ressourcenbestandes. Mit der Zeit hat sich das Grundkonzept der Nach­haltigkeit sehr verändert und erneuert. Das heutige Verständnis zielt darauf ab von einer Ressource sogar weniger zu beziehen als benötigt wird. In der Forstwirtschaft wird beispielweise weniger Holz geschlagen, als auf natürlichem Wege nachwächst. Der Wald hat auf diese Weise die Möglichkeit das Holz zu generieren das in der Vergangenheit übermäßig gerodet wurde.7

Durch den wirtschaftlichen Aufschwung und der fortschreitenden Industrialisierung in den 1960er und 1970er Jahren gewann der Begriff wieder zunehmend an Bedeu­tung. Der erste Schritt zur modernen Nachhaltigkeitsdebatte kam von Club of Rome aus dem Jahre 1972, der den Titel „Grenzen des Wachstums“ trug. Zu dieser Zeit war die Wirtschaft auf der einen Seite sehr stark, andererseits machte die Ölkrise die Gesellschaft auf die Grenzen fossiler Brennstoffe aufmerksam. Ein weiteres wichti­ges Ereignis war der Brundlandt-Bericht von 1987 der den Titel trug "Unsere gemein­same Zukunft". Die Definition der nachhaltigen Entwicklung lautet wie folgt: „Nach­haltig ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürf­nisse zu befriedigen und ihren Lebensstil zu wählen. Die Forderung, diese Entwick­lung dauerhaft zu gestalten, gilt für alle Länder und Menschen. Die Möglichkeit kom­mender Generationen, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, ist durch Umwelt­zerstörung ebenso gefährdet wie durch die Unterentwicklung in der Dritten Welt“.

Auch wenn das Thema Nachhaltigkeit ökologische Themen wie den Umweltschutz stark anspricht, so wird im weiteren Verlauf darauf eingegangen, dass Nachhaltigkeit nicht nur ökologische Aspekte umfasst.8

2.2 Dimensionen der Nachhaltigkeit

Das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung ist es, Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt in Einklang zu bringen. Hierbei stehen alle drei Dimensionen auf derselben Stufe nebeneinander. Diese drei Dimensionen bilden das sogenannte Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit. Unterschiedliche Meinungen gibt es was die Gewichtung der Di­mensionen angeht, darüber hinaus kommt es oft zu Zielkonflikten. Diese Konflikte treten dann auf, wenn sich zwei Ziele aus den drei Dimensionen schlecht vereinba­ren lassen oder sich gegenseitig sogar ausschließen. Tritt ein solcher Fall auf gilt es Prioritäten abzuwägen oder festzulegen.9

2.2.1 Soziale Nachhaltigkeit

Bei der Dimension der sozialen Nachhaltigkeit geht es sowohl um persönliche als auch gesellschaftliche Belange. Das Thema, die Frage nach einem guten Leben, steht im Mittelpunkt einer nachhaltigen sozialen Entwicklung. Wichtig hierbei ist, die Grundbedürfnisse sicherstellen, die Menschenwürde zu respektieren, die freie Ent­wicklung der Persönlichkeit zu gewährleisten ein gewisses Maß an Fairness in der Verteilung zu schaffen und aufrechtzuerhalten. Die Themen, um die es hierbei geht sind zum Beispiel Armutsbekämpfung oder den demografischen Wandel.10

2.2.2 Ökologische Nachhaltigkeit

Die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit umfasst die dauerhafte Gewährleis­tung der Stabilität des Ökosystems und die Erhaltung erneuerbarer und nicht erneu­erbarer Ressourcen. Insbesondere die Widerstandsfähigkeit und Reproduktionsfä­higkeit unseres Ökosystems spielen eine entscheidende Rolle. Wirtschaftlich ausge­drückt, solle eher von den Zinsen gelebt werden und nicht vom Naturkapital selbst. Der Schwerpunkt liegt hier auf Themen wie Umweltschutz, Ressourcenschonung und Erhaltung der biologischen Vielfalt.11

2.2.3 Ökonomische Nachhaltigkeit

Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung erfordert ein Wirtschaftssystem, das im öko­logischen Bereich lange bestehen kann. Ein System, das gezwungen ist, permanent unbegrenzt zu wachsen kann in einer endlichen Welt nicht dauerhaft existieren. Nachhaltiges wirtschaftliches Handeln, bedeutet keine Ressourcen auszubeuten, es generiert keine Schulden und verursacht im Allgemeinen keinen irreparablen Scha­den für zukünftige Generationen.12

3 Digitalisierung und digitaler Wandel

Die Fortschritte im digitalen Bereich sind in vollem Gange und führen zu grundlegen­den Veränderungen in allen Lebensbereichen. Die Technologie entwickelt sich ra­sant und verändert die Art und Weise, wie wir kommunizieren, arbeiten, studieren und leben. Um mit der zunehmenden Vernetzung und der zunehmenden Komplexität der modernen digitalen Welt fertig zu werden, brauchen Gesellschaft, Wirtschaft und Politik neue Denkweisen. Der Umbruch oder Wandel in der Wirtschaft wird unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefasst.13 Unternehmen stehen hier vor großen Her­ausforderungen, sehen einige Firmen die Digitalisierung als Chance, so sehen andere Unternehmen eher die negativen Aspekte. Egal was passiert, es ist klar, dass dies der entscheidende Erfolgsfaktor ist, der die langfristige Rentabilität des Unter­nehmens bestimmt. Um den digitalen Transformationsprozess erfolgreich voranzu­treiben und zu bewältigen muss genug Wissen generiert werden, darüber was Digi­talisierung eigentlich ist und aus welchen Elementen diese sich zusammensetzt.

In dritten Punkt dieser Arbeit wird zunächst näher auf die Begriffe und Herausforde­rungen in Verbindung mit der Digitalisierung eingegangen, ehe dann die technische Basis der Digitalisierung als wichtigstes Element von Informationssystemen genauer beschrieben wird.14

3.1 Begriffsdefinition und Herausforderung

Da eine allgemeine Definition des Begriffs Digitalisierung bisher nicht festgelegt wurde, werden mögliche Interpretationsmethoden erörtert, um eine inhaltliche Annä­herung an den Begriff zu ermöglichen. Im ursprünglichen Sinne bezieht sich Digita­lisierung auf die Umwandlung von analogen Informationen in ein digitales Format. Der etwas modernere Ansatz beschreibt die Digitalisierung als eine Form der Teil­automatisierung, die durch den Einsatz von Informationstechnologie ermöglicht wird.15

Der Begriff digitale Transformation entspricht heute häufig dem Begriff Digitalisie­rung. Die durch die Informationstechnologie verursachten Veränderungen können nun in fast allen Lebensbereichen beobachtet werden. Mit anderen Worten, der di­gitale Transformationsprozess kann als Ergebnis der Digitalisierung beschrieben werden. Das Unternehmen muss sich auch ändern oder an diese Änderung anpas­sen. Daher sollten beispielsweise Kernbetriebsprozesse, Geschäftsmodelle, beste­hende Managementstrukturen oder Kundenbeziehungen überdacht und geändert werden.16

[...]


1 Vgl. Erner, M. (2019), S. 4

2 Vgl. Jacob, M. (2019), S. V

3 Vgl. Fabisch, N. / Brigitte Spieß (2017), S. 4

4 Vgl. https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/nachhaltigkeit-20/ Zugriff am 25.07.2020

5 Vgl. Kropp, A. (2019), S. 1

6 Vgl. Wolgang, R. (2018), S. 9

7 Vgl. Kropp, A. (2019), S. 7

8 Vgl. Jacob, M. (2019), S. 13

9 Vgl. Osranek, R. (2017), S. 43ff.

10 Vgl. Kropp, A. (2019), S. 11

11 Vgl. Osranek, R. (2017), S.45

12 Vgl. Langer, G. (2011), S. 23

13 Vgl. https://www.tatsachen-ueber-deutschland.de/de/digitaler-wandel Zugriff am 01.08.2020

14 Vgl. Hildebrandt, A. / Landhäußer, W. (2017), S. 3ff.

15 Vgl. Fink, C / Kunath, O. (2019), S.196

16 Vgl. https://www.enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de/lexikon/technologien-metho- den/Informatik--Grundlagen/digitalisierung Zugriff am 04.07.2020

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Beispiele für das Gelingen der doppelten Transformation
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Nürnberg früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Jahr
2020
Seiten
17
Katalognummer
V967970
ISBN (eBook)
9783346316431
ISBN (Buch)
9783346316448
Sprache
Deutsch
Schlagworte
nachhaltigkeit, digitalisierung, beispiele, gelingen, transformation
Arbeit zitieren
Alexander Adelmann (Autor:in), 2020, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Beispiele für das Gelingen der doppelten Transformation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/967970

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