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Das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial und seine wirtschaftlichen Auswirkungen

Einflussfaktoren und mögliche Ursachen sowie Ansätze für die Zukunft

Título: Das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial und seine wirtschaftlichen Auswirkungen

Tesis de Máster , 2020 , 71 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Jonas Heinken (Autor)

Economía política - Economía laboral
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Was sind die Ursachen für das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial? Welche wirtschaftlichen Auswirkungen bringt das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial mit sich? Welche Maßnahmen müssen ergriffen werden, um das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial weiter zu verringern?

Mittlerweile hat sich bezüglich der Einstellung zu Gleichberechtigung und Frauenrechten in der Gesellschaft viel verändert. Beide Themen haben in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit erhalten und die Öffentlichkeit wurde stark für diese Themen sensibilisiert. Dennoch sind Frauen nach wie vor in fast allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens mit Benachteiligungen aufgrund ihres Geschlechts konfrontiert. Besonders ausgeprägt ist diese Benachteiligung bei der Besetzung von Führungspositionen durch Frauen und bei geschlechtsspezifischen Einkommensunterschieden, die trotz aller Bekenntnisse zur Gleichberechtigung immer noch bestehen.

Die Richtlinien 2006/54/EC, die am 05. Juli 2006, durch das Europäische Parlament und den Europäischen Rat verabschiedet worden sind, schreiben Chancengleichheit und die Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Arbeit und Bildung vor. Damit machen sie die Reduzierung des Gender-Pay-Gaps zu einem der wichtigsten Themen der EU-Gender Kommission. In dieser Arbeit gilt es herauszufinden, wo die Ursachen für das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial liegen, welche wirtschaftlichen Auswirkungen dieses mit sich bringt und was getan werden kann und muss, um das Differenzial in Zukunft abzubauen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial

2.1 Definition

2.2 Der unbereinigte Gender Pay Gap

2.3 Der bereinigte Gender Pay Gap

3. Aktuelle Kennzahlen

3.1 Datengrundlage

3.2 Betrachtung aktueller Daten

3.2.1 Unbereinigter Gender Pay Gap

3.2.2 Bereinigter Gender Pay Gap

4. Einflussfaktoren und mögliche Ursachen

4.1 Segregation

4.1.1 Horizontale Segregation

4.1.2 Vertikale Segregation

4.2. Erwerbsunterbrechungen

4.3. Beschäftigungsumfang

4.4. Wettbewerbsverhalten (unbereinigter)

4.5. Unterschiedliches Verhandlungsverhalten (bereinigter)

5. Wirtschaftliche Auswirkungen

5.1 Auswirkung auf die Gesamtwirtschaft

5.2 Altersarmut

5.3 Einflüsse auf das Humankapital

5.4 Unternehmensproduktivität

6. Ansätze für die Zukunft

6.1 Lohntransparenz

6.2 Erwerbsunterbrechungen

6.3 Segregation

6.4 Allgemeine Änderung der Arbeitsstrukturen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen des geschlechtsspezifischen Lohndifferenzials, analysiert dessen wirtschaftliche Konsequenzen und leitet Maßnahmen zu dessen langfristigem Abbau ab.

  • Strukturelle Ursachen wie Segregation und Erwerbsunterbrechungen
  • Einfluss von individuellem Wettbewerbs- und Verhandlungsverhalten
  • Gesamtwirtschaftliche Folgen und Altersvorsorgeproblematik
  • Politische und unternehmerische Lösungsansätze

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Seit 1957 ist das Recht auf gleiche Bezahlung unabhängig vom Geschlecht in den Europäischen Verträgen festgelegt. „Jeder Mitgliedstaat wird während der ersten Stufe den Grundsatz des gleichen Entgelts für Männer und Frauen bei gleicher Arbeit anwenden und in der Folge beibehalten.“(Art. 119 Abs. 1, EWG-Vertrag, 1957/58) Bis heute ist dieser Grundsatz gleich geblieben. Aktuell ist er in Artikel 157 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) zu finden. Obwohl die Diskriminierung in Berufen in vielen Ländern, so auch in Deutschland, gesetzlich verboten ist, gab es in der Vergangenheit immer wieder Meldungen darüber. Ein bekanntes Beispiel in der Literatur ist eine im Jahr 2000 durchgeführte Studie. In dieser Studie wurden die Auswirkungen von Blindanhörungen1 bei Orchesterbewerbungen mehrerer Symphonieorchester untersucht. Bei dieser Art der Anhörung besteht kein Sichtkontakt zwischen dem Bewerber und der Jury, wodurch jegliche optische Beeinflussung verhindert werden und der Fokus nur auf den musikalischen Qualitäten der Bewerber liegen soll.

Ein Ergebnis dieser Studie war, dass der Frauenanteil der untersuchten Orchester, die Blindanhörungen verwendeten um rund 25 Prozentpunkte höher war, als in denen, die auf Blindanhörungen verzichteten. Außerdem konnte durch die Blindanhörungen ein Großteil der seit 1970 angestiegenen Frauenquote in Orchestern erklärt werden (Vgl. Goldin & Rouse, 2000, p. 21 ff.). Zwar ist diese Studie nicht mehr unbedingt Zeitgemäß, so zeigt sie dennoch deutlich, wie Diskriminierung bewusst oder unterbewusst stattfinden und ein optimales Ergebnis verhindern kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Gleichbehandlungsgrundsatzes und verdeutlicht anhand von Studienbeispielen, wie Diskriminierung auch heute noch Chancengleichheit in der Berufswelt behindern kann.

2. Das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Gender Pay Gaps dargelegt, insbesondere die Differenzierung zwischen dem unbereinigten und dem bereinigten Indikator sowie deren Berechnungsmethoden.

3. Aktuelle Kennzahlen: Das Kapitel analysiert die Datenbasis für Gender Pay Gap-Untersuchungen und betrachtet die aktuelle Situation in Deutschland und Europa anhand empirischer Kennzahlen.

4. Einflussfaktoren und mögliche Ursachen: Dieser Hauptteil untersucht detailliert die verschiedenen Ursachen für Lohnunterschiede, wie horizontale und vertikale Segregation, Erwerbsunterbrechungen sowie unterschiedliche Verhaltensweisen im Wettbewerb und bei Lohnverhandlungen.

5. Wirtschaftliche Auswirkungen: Hier wird der Einfluss des Lohndifferenzials auf die Gesamtwirtschaft, die Altersarmut, das Humankapital und die Produktivität von Unternehmen analysiert.

6. Ansätze für die Zukunft: Das Kapitel diskutiert konkrete Maßnahmen wie Lohntransparenz, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Strukturänderungen, um das Lohndifferenzial langfristig abzubauen.

7. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die eingangs aufgestellten Forschungsfragen zu Ursachen, Auswirkungen und Lösungsstrategien.

Schlüsselwörter

Gender Pay Gap, Lohndifferenzial, Erwerbsunterbrechung, Segregation, Humankapital, statistische Diskriminierung, Lohntransparenz, Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit, Altersarmut, Gehaltsverhandlungen, Beschäftigungsumfang, Wettbewerbsverhalten, Gleichstellung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser wissenschaftlichen Untersuchung?

Die Arbeit analysiert die Ursachen des geschlechtsspezifischen Lohndifferenzials, beleuchtet dessen Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft und bewertet mögliche Strategien zu dessen Reduzierung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt ein breites Spektrum ab, von ökonomischen Theorien über statistische Datenanalysen bis hin zu soziologischen Aspekten wie Rollenbildern und Arbeitsmarktstrukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu ergründen, warum Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen, welche Folgen dies für die Gesamtwirtschaft hat und wie diese Lücke effektiv verringert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine Literaturanalyse bestehender Studien und die Auswertung offizieller Statistiken, um Modelle wie die Regressionsanalyse und Dekompositionsverfahren zu erläutern.

Was steht im inhaltlichen Mittelpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Identifikation von Einflussfaktoren wie Segregation am Arbeitsmarkt, die Folgen von Erwerbsunterbrechungen durch familiäre Aufgaben und geschlechtsspezifische Verhaltensunterschiede bei Verhandlungen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Gender Pay Gap, Humankapitaltheorie, statistische Diskriminierung, horizontale/vertikale Segregation und der Gender Care Gap.

Welchen Einfluss haben Kinder auf das Einkommen laut der Analyse?

Die Arbeit zeigt auf, dass Kinderbetreuung oft zu längeren Erwerbsunterbrechungen bei Frauen führt, was sowohl das Humankapital verringert als auch den Wiedereinstieg erschwert und somit maßgeblich zur Lohnlücke beiträgt.

Warum wird die Konstante in der Regressionsanalyse kritisch betrachtet?

Die Konstante bildet den unerklärten Teil des Lohnunterschieds ab, darf jedoch nicht isoliert als reines Diskriminierungsmaß interpretiert werden, da sie auch andere, nicht erfasste Einflussfaktoren enthalten kann.

Final del extracto de 71 páginas  - subir

Detalles

Título
Das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial und seine wirtschaftlichen Auswirkungen
Subtítulo
Einflussfaktoren und mögliche Ursachen sowie Ansätze für die Zukunft
Universidad
University of Hannover  (Arbeitsökonomik)
Calificación
2,0
Autor
Jonas Heinken (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
71
No. de catálogo
V967972
ISBN (Ebook)
9783346362490
ISBN (Libro)
9783346362506
Idioma
Alemán
Etiqueta
lohndifferenzial auswirkungen einflussfaktoren ursachen ansätze zukunft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Jonas Heinken (Autor), 2020, Das geschlechtsspezifische Lohndifferenzial und seine wirtschaftlichen Auswirkungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/967972
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