Anhand von Adaptionen des Körpers auf die Musik lässt sich vermuten, dass die Muskulatur auf den Reiz der Musik anspringt und somit eventuell ihre Leistung steigern könnte. Wie sollen diese Aspekte der Musik Wirkung auf das Krafttraining ausüben? Im Rahmen der Zielsetzung stellt sich demnach die Frage, ob Musik eine Geschwindigkeitssteigerung beim Schnellkrafttraining bewirkt. Diese quantitative Forschung wird anhand einer konzeptionellen Arbeit für unabhängige Stichproben betrachtet. Gemessen wird der Unterschied unter Einbezug eines Trainingssensors, welcher die Geschwindigkeiten der Testübung aufzeichnet.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER WISSENSTAND
3.1 Definition Musik
3.1.1 Musikgeschichte
3.2 Auswirkung der Musik auf den Menschen
3.2.1 Musikpsychologie
3.2.2 Musikphysiologie
3.2.3 Neuronale Auswirkungen der Musik
3.3 Kraft
3.3.1 Kraftarten
Schnellkraft
Maximalkraft
Kraftausdauer
3.3.2 Trainingsmethoden
Kraftausdauertraining
Maximalkrafttraining
Schnellkrafttraining
3.3.3 Schnellkraft als Teilkomponente der Maximalkrafttrainings
4 METHODIK
4.1 Untersuchungsdesign
4.1.1 Testung mit Beast Sensor und ohne Musik
4.1.2 Testung mit Beast Sensor und Musik
4.2 Operationalisierung
4.3 Stichprobenziehung
4.4 Datenerhebung
4.5 Datenaufbereitung
4.6 Datenanalyse
5 ERGEBNISSE
6 DISKUSSION
6.1 Weitere Anwendungsbereiche
6.2 Alternative Anwendungsbereiche
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der Einsatz von motivierender Musik als externer Reiz einen messbaren Einfluss auf die Schnellkraftleistung bei einem kraftorientierten Training (Bankdrücken) ausübt. Hierzu wird eine quantitative Untersuchung durchgeführt, um zu prüfen, ob sich die Bewegungsgeschwindigkeit bei Musikbegleitung statistisch signifikant von einer Testung ohne Musik unterscheidet.
- Wirkung von Musik auf den menschlichen Körper (psychologisch, physiologisch, neuronal)
- Grundlagen der Kraftfähigkeiten und deren Trainingsmethodik
- Methodische Durchführung einer sportwissenschaftlichen Testreihe mit dem Beast Sensor
- Statistische Auswertung und Signifikanzprüfung des Leistungsunterschieds
- Anwendungsbereiche und Limitationen der musikalischen Motivationssteigerung
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Musikpsychologie
Die menschliche Reaktion auf Musik kann sehr unterschiedlich sein. Sie hängt von Faktoren, wie z.B. Erziehung, Temperament, aktueller Stimmungslage und soziokultureller Umgebung ab. Natürlich auch das Musikwerk an sich hat seine eigene Wirkung. Die Bewertung, ob Musik positive, bzw. negative Wirkung hat, ist eine rein subjektive. (vgl. Luban Plozza, Delli Ponti & Dickhaut, 1988, S.110)
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wäre es demzufolge für Sportler/innen sinnvoll, Musik zu wählen, auf die sie positiv reagieren bzw. die sie als motivierend empfinden. Die beim Musik hören entstehenden Emotionen verursachen Prozesse im Gehirn, die sich auf das vegetative und endokrine Nervensystem auswirken. Diese Prozesse haben wiederum Auswirkungen auf die Organarbeit bzw. das Immunsystem.(vgl. Kölsch, 2020, S.136) die Aktivität in jeder Struktur des Gehirns beeinflussen .(Kölsch, 2020, S.38) Wenn man die Musik auf sportliche Aktiviät bezieht, bezüglich des Tempos beim Sport, kann man dem Sport musikalische Tempi zuordnen. Diese sind musikalisch ausgedrückt beispielsweise allegro, presto oder allegro viviace ( schnell, sehr schnell, lebhaft). Diese können einem Tempo/Takt von 144 Schlägen/Minute entsprechen. Musikalische Rhythmen stehen in Verbindung mit rhythmischer Organisation der Zentren des Hirnstammes. Diese Zentren regulieren wiederum vitale Funktionen des Körpers, wie z.B. den Puls oder die Atmung. Anhand der erhöhten Perspiration (Hautatmung) wird das neurovegetative System durch Musik beeinflusst. (vgl. Luban Plozza, Delli Ponti & Dickhaut, 1988, S.109-113)
Im Normalzustand hat unsere Haut einen bestimmten elektrischen Widerstand. Wenn die Haut feuchter wird, als normal, wie bei einer Emotion, verringert sich dieser Widerstand, da die feuchte Haut ein besserer elektrsicher Leiter ist. Wenn also die Musik den Hautwiderstand beim Stromdurchfluß reduziert, ist dies ein weiterer Beweis, daß die Musik selbst auf mehr oder weniger intensiver Weise das neurovgetative System, welches diese Veränderung vermittelt, stimuliert.( Luban Plozza, Delli Ponti & Dickhaut, 1988, S.109
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Arbeit thematisiert die motivierende Wirkung von Musik im Sport und fragt, ob dieser Einfluss ausreicht, um die Schnellkraftleistung objektiv zu steigern.
2 ZIELSETZUNG: Es wird die Forschungsfrage formuliert, ob Musik eine quantitative Geschwindigkeitssteigerung beim Schnellkrafttraining bewirkt, gemessen mittels eines Trainingssensors.
3 GEGENWÄRTIGER WISSENSTAND: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen, physiologischen und neuronalen Grundlagen der Musikwirkung auf den Menschen sowie die theoretischen Grundlagen von Kraft und Schnellkrafttraining.
4 METHODIK: Hier wird das Untersuchungsdesign beschrieben, welches den Vergleich von Bankdrücken mit und ohne Musik bei einer männlichen Probandengruppe mittels Beast Sensor umfasst.
5 ERGEBNISSE: Die statistische Auswertung der Daten wird tabellarisch präsentiert und die zentralen Messwerte der beiden Testreihen gegenübergestellt.
6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, wobei festgestellt wird, dass kein signifikanter Leistungsunterschied durch Musik nachgewiesen werden konnte, trotz subjektiv wahrgenommener Motivation.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Die Arbeit rekapituliert das Ziel der Untersuchung, das methodische Vorgehen und die Schlussfolgerung, dass die Musik zwar motiviert, aber keine Leistungssteigerung der Schnellkraft bewirkt.
Schlüsselwörter
Musik, Sport, Schnellkraft, Leistungssteigerung, Motivation, Beast Sensor, Krafttraining, Bankdrücken, Musikpsychologie, Musikphysiologie, Neuronale Auswirkungen, Statistik, T-Test, Trainingsmethodik, motorische Leistung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, ob die psychologische Motivationssteigerung durch Musik einen messbaren, direkten Einfluss auf die physische Leistung in Form von Bewegungsgeschwindigkeit beim Schnellkrafttraining hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Wirkung von Musik auf das zentrale Nervensystem, die physiologischen Grundlagen des Krafttrainings sowie die sportwissenschaftliche Testmethodik zur Leistungsanalyse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob der Einsatz von Musik beim Schnellkrafttraining zu einer signifikanten Steigerung der Bewegungsgeschwindigkeit (Meter pro Sekunde) führt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein quantitatives Untersuchungsdesign mit einem T-Test für unabhängige Stichproben angewendet, wobei die Daten mittels eines Beast Sensors am Sportgerät (Langhantel) erhoben wurden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil deckt den theoretischen Wissensstand zu den Auswirkungen von Musik auf den Körper, die Definition und Physiologie verschiedener Kraftarten sowie die detaillierte Beschreibung der durchgeführten Experimentalserie ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Musik, Schnellkraft, Motivation, Leistungssteigerung, Krafttraining, Beast Sensor, Musikphysiologie und statistische Signifikanzanalyse.
Welche Rolle spielt der Beast Sensor in der Studie?
Der Sensor dient als objektives Messinstrument, das die Bewegungsgeschwindigkeit der Langhantel in der konzentrischen Phase präzise in Metern pro Sekunde erfasst und an ein Smartphone übermittelt.
Warum konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden?
Obwohl die Probanden angaben, durch Musik motivierter zu sein, ergab die statistische Analyse (T-Test), dass die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Testreihen mit und ohne Musik statistisch nicht signifikant waren.
Welche Störfaktoren könnten das Ergebnis beeinflusst haben?
Der Autor führt verschiedene Störgrößen an, wie z.B. die Tagesform der Probanden, den zeitlichen Abstand zwischen den Testungen, den Konsum von koffeinhaltigen Getränken oder Muskelkater durch vorangegangene Belastungen.
- Citar trabajo
- Jonas Kopp (Autor), 2020, Hat motivierende Musik einen messbaren Einfluss auf Krafttraining? Empirische Untersuchung eines kraftorientierten Schnellkrafttrainings, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/968062