Gesundheitsförderung. Ein Konzept für eine ausgewogene und bedarfsgerechte Essensversorgung von Kindern


Einsendeaufgabe, 2020

14 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Analyse der gesundheitlichen Ausgangssituation
1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
1.1.1 Psychische Störungen/Auffälligkeiten
1.1.2 Somatische Krankheiten
1.1.3 Metabolisches Syndrom
1.1.4 Körperliche Aktivität
1.1.5 Grundschule-Schlüsselsetting der Gesundheitsförderung
1.2 Ableitung von Handlungssätzen

2 Schwerpunktthema für ein Projekt der Gesundheitsförderung im gewählten Setting

3 Recherche Modellprojekt

4 Literaturverzeichnis

5 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
5.1 Abbildungsverzeichnis
5.2 Tabellenverzeichnis

1 Analyse der gesundheitlichen Ausgangssituation

1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage

Durch die Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) der Welle1 und Welle2 können bedeutsame Aspekte herausgefiltert werden. Aus diesen kann man gesundheitsbezogene Daten für Kinder im Setting Grundschule treffen.

Das Robert Koch-Institut und das statistische Bundesamt (2008) geben an, dass „In den letzten Jahrzehnten ist zudem ein deutlicher Wandel des Morbiditätsspektrums bei Kindern und Jugendlichen festzustellen“ (S.43). Des Weiteren gibt das Robert Koch-Institut an, dass sich die Anzahl der Kinder mit chronischen- und psychischen Erkrankungen oder Störungen deutlich gesteigert hat (RKI & Statistisches Bundesamt, 2008, S.43).

1.1.1 Psychische Störungen/Auffälligkeiten

Das RKI (2008) gibt an, dass „Schon im Grundschulalter sind über 10% der Kinder betroffen. 7- bis 10-jährige Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus sind signifikant häufiger betroffen (16,4 %) als solche aus Familien mit mittlerem (8,7%) oder hohem sozialen Status (7,3%)“ (S.123).

Laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung weisen knapp ein Fünftel aller Kinder/Jugendliche, die sich im Alter von 3 bis 17 Jahren befinden, psychische Störungen bzw. Auffälligkeiten auf. Unter Auffälligkeiten zählen vor allem aggressiv-dissoziales und unaufmerksames/hyperaktives Verhalten sowie emotionale Probleme (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2002, S.21).

Diese Aussagen, dass sich die Anzahl der psychischen Krankheiten deutlich gesteigert hat sind kritisch zu betrachten, da man mit psychischen Erkrankungen mehr an das Licht der Öffentlichkeit getreten ist. Des Weiteren sind die Erkrankungen auch besser untersucht worden. Der Umgang mit psychischen Krankheiten ist von der Gesellschaft angenommen worden. Daher gab es vor einigen Jahrzehnten sehr viele Menschen mit diesen Problemen aber wurden nicht diagnostiziert bzw. man verschwieg es. Als Person mit psychischen Erkrankungen ist man nicht an die Öffentlichkeit gegangen und man wurde verpönt, wenn man einen Seelendoktor aufsuchte (DGPPN. 2018. S.10-13)

1.1.2 Somatische Krankheiten

„Die am häufigsten berichteten akuten Erkrankungen im jüngeren Schulalter sind, wie schon im Kleinkind- und später auch im Jugendalter, Erkältungen. Fast 90% aller 7- bis 10-jährigen Schulkinder waren innerhalb der letzten 12 Monate mindestens einmal betroffen. Daneben treten Magen-Darm-Infektionen sehr oft auf, über die Hälfte der Kinder war mindestens einmal erkrankt“ (RKI & Statistisches Bundesamt, 2008, S. 116)

Bei jedem fünften Kind treten folgende Krankheiten in der Altersgruppe von 6 bis 10 Jahren mindestens einmal im Jahr auf: Bronchitis, Angina. Nicht so häufig treten Mittelohrentzündung (8,6%), Blasenentzündung (5,6%), Bindehautentzündung (5,1%) und Lungenentzündung (0,9%) (RKI & Statistisches Bundesamt, 2008, S. 116).

1.1.3 Metabolisches Syndrom

Durch die KiGGS-Datensätze wurde verzeichnet, dass Kinder vermehrt zum Metabolischen Syndrom neigen. Besonders Adipositas kann im Kindesalter zu Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus und oder Herz-Kreislauf führen (RKI & Statistisches Bundesamt, 2008, S. 46). Vor allem Adipositas, Über- und Untergewicht, atopische Krankheiten und allergische Sensibilisierungen sind deutlich mehr zu verzeichnen als vor wenigen Jahrzehnten. Laut dem RKI und dem Statistischen Bundesamt (2008) gibt es in den ersten Lebensmonaten Anzeichen für späteres Übergewicht der Kinder, beispielsweise „[…] ein hohes Geburtsgewicht, eine hohe Gewichtszunahme der Mutter während der Schwangerschaft und das Rauchen der Mutter während dieser Zeit“(S.46) sind Indikatoren für späteres Übergewicht oder Adipositas. Weitere Anzeichen für das Übergewicht von Grundschulkindern sind Bewegungsmangel, eine geringe Schlafdauer sowie unvorteilhafte Essgewohnheiten. Mit Essgewohnheiten ist gemeint, dass die Mahlzeiten schlecht portioniert sind (meist zu groß), Lebensmittel mit einer zu hohen Kaloriendichte angeboten werden und oft gesüßte Getränke gereicht werden (RKI & Statistisches Bundesamt, 2008, S. 46). Ausgehend von den KiGGS-Daten sind 15% der Kinder im Alter von 3-17 Jahren übergewichtig. Ausgehend von der oben genannten Definition und den verwendeten Grenzwerten zeigen die KiGGS-Daten, dass in Deutschland 15% (Mädchen 15,0%, Jungen 15,1%) der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren übergewichtig sind. Von diesen 15% sind 8,7% übergewichtig und 6,3% adipös (Schlaud, Atzpodien, Thierfelder, 2007, S.701-710). Konkretisiert man das Alter auf 7 bis 10 Jahre (Grundschulalter), so gibt das RKI und das Statistische Bundesamt (2008) an, dass „9,0% der Grundschulkinder übergewichtig und weitere 6,4 % adipös sind“ (S.120). Eine große Rolle spielt auch der soziale Status der Kinder bzw. der Familien. Häufiger sind es Kinder der sozialen schwachen Familien bzw. Familien mit Migrationshintergrund die zu Übergewicht neigen (RKI & Statistisches Bundesamt, 2008, S. 46). Des Weiteren wird vom RKI und dem Statistischen Bundesamt angegeben, dass Migranten und Migrantinnen in dieser Altersgruppe ungefähr doppelt so häufig adipös wie Kinder ohne Migrationshintergrund (10,7% vs. 5,4%) sind (RKI & Statistisches Bundesamt, 2008, S.120).

1.1.4 Körperliche Aktivität

In der folgenden Abbildung wird die Häufigkeit der Sportausübung bei Kindern im Grundschulalter dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Häufigkeit der Sportausübung von 7-bis 10-jährigen Mädchen und Jungen nach Organisationsform, Anteile (%) (Robert Koch-Institut, KiGGS, Elternangaben. (2008)

Die signifikanten Unterschiede sind in der Tabelle hervorgehoben (fettgedruckt) (RKI & Statistisches Bundesamt, 2008, S.129). Zusammenfassend lässt sich sagen das über ein Drittel der Kinder innerhalb oder außerhalb eines Vereins seltener als einmal oder nie sich sportlich betätigen. Dieser Bericht stammt aus dem Jahre 2008 und spiegelt die Ergebnisse der KiGGS-Welle 1 wider. Wenn man sich die aktuelle Lage zum Thema Digitalisierung und Technischer Fortschritt anschaut ist diese Zahl der Kinder deutlich gestiegen. Demzufolge machen noch weniger Kinder Sport bzw. betätigen sich körperlich in oder außerhalb eines Vereins.

Kinder und Jugendliche aus Familien mit niedrigem Sozialstatus sind seltener sportlich aktiv und auch weniger häufig in Sportvereinen als Kinder und Jugendliche mit mittlerem bzw. hohem Sozialstatus. Verbringen Kinder und Jugendliche der Altersgruppe von 11 bis 17 Jahre viel Zeit vor Fernseher, Spielkonsole oder Computer, sinkt die Chance, dass sie Sport treiben. (RKI, 2014, S.3)

1.1.5 Grundschule-Schlüsselsetting der Gesundheitsförderung

Warum ist die Grundschule ein Schlüsselsetting der Gesundheitsförderung? In dem Kindesalter wird schon bestimmt wie Kinder sich später entwickeln werden bzw. wie sie manche Dinge sehen und wie sie zu gewissen Punkten stehen. Letztendlich prägt die Grundschule die Kinder für ihr späteres Leben. Ein großes Ziel ist das Metabolische Syndrom zu vermeiden bzw. die typischen Erkrankungen zu vermeiden und vorzubeugen. Dies muss vor allem durch die ersten beiden Argumente erfolgen.

- Es sollte klar an dem Ernährungsverhalten der Kinder appelliert und gefördert werden. Die Kinder sollen wissen was „gut“ und was „schlecht“ für sie ist. Den Kindern soll bewusst werden was sie essen. Wo in etwa was enthalten ist und wie viel, beispielsweise Würfelzucker in einer Flasche Cola enthalten ist. Ob das dann im familiären Umfeld so eingehalten wird ist dann auch die Aufgabe der Familie.
- Die körperliche Aktivität sollte erhöht werden, um Krankheiten vorzubeugen und die körperliche Entwicklung der Kinder zu stärken. Denn Kindern soll den Spaß am Sport vermittelt werden und mit dem Apell das sich bewegen, egal in welcher Art und Weise gut für den Körper ist.
- Dadurch das man im Umgang mit psychischen Auffälligkeiten offener geworden ist sollte man die Kinder, die jeweilige Auffälligkeiten besitzen, innerhalb der Schule unterstützen. Man sollte mehr sich um die Kinder kümmern, die beispielsweise unter großen Druck stehen oder sich allgemein unwohl in der Schule fühlen. Auch Kinder, die an psychischen Auffälligkeiten leiden sollten, mehr betreut werden. Die Kinder sollen merken das Sie mit ihren Problemen nicht allein sind und Vertrauen aufbauen können.

1.2 Ableitung von Handlungssätzen

In der nachfolgenden Tabelle werden drei Handlungssätze dargestellt, die aus der Analyse von Aufgabe 1.1 sich ableiten lassen.

Tab. 1: Übersicht der ausgewählter Handlungsansätze im Setting Grundschule

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Gesundheitsförderung. Ein Konzept für eine ausgewogene und bedarfsgerechte Essensversorgung von Kindern
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V968073
ISBN (eBook)
9783346316561
ISBN (Buch)
9783346316578
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kinder, Diabetis, Metabolisches Syndrom, Setting, Gesundheitsförderung, Lebenswelten
Arbeit zitieren
Jonas Kopp (Autor), 2020, Gesundheitsförderung. Ein Konzept für eine ausgewogene und bedarfsgerechte Essensversorgung von Kindern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/968073

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