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Kulturelle, rechtliche und soziale Besonderheiten der Aus- oder Übersiedler seit Ende des 2. Weltkriegs

Title: Kulturelle, rechtliche und soziale Besonderheiten der Aus- oder Übersiedler seit Ende des 2. Weltkriegs

Term Paper , 2001 , 13 Pages

Autor:in: Anne Zeller (Author)

Sociology - Relationships and Family
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„Ost-West-Flucht und legale Ost-West-Zuwanderung haben die Geschichte der Bundesrepublik von Anbeginn an begleitet. Rd. 15 Mio. Vertriebene, Flüchtlinge, Aus- und Übersiedler kamen vom Ende des 2. Weltkriegs bis 1990 ins westliche Nachkriegsdeutschland und in die Bundesrepublik.“ (Bade 1992, S. 401)

„Bis Ende 1950 wurden im westlichen Deutschland rd. 8,1 Mio. Vertriebene und Flüchtlinge, von 1951 bis Ende 1988 rd. 1,6 Mio. Aussiedler aus Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa gezählt. Vom September 1949 bis zum Mauerbau im August 1961 kamen mindestens 2,7 Mio. Menschen aus dem Gebiet der ehemaligen DDR hinzu.“ (Bade 1992, S. 402)

Auf dem Weg zur deutschen Einheit ging der um die Jahreswende 1989/ 90 angeschwollene Übersiedlerstrom Anfang 1990 kontinuierlich zurück: Von im Januar noch 73.729 Übersiedler über 46.241 im März und 19.217 im Mai, sackten die Zahlen im Juni auf unter 11.000.1

Die Zahlen sind weiter rückläufig: Im Juli 2000 wurden 9.374 Spätaussiedler registriert, ein Jahr zuvor, im Juli 1999 waren es sogar nur 7.738 Personen.2

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Rückblick

3. Kulturelle Besonderheiten

4. Rechtliche Besonderheiten

5. Soziale Besonderheiten

6. Ein Erfahrensbericht

7. Allgemeines Fazit für ausländische Kinder und Kinder von Aussiedlern

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die vielschichtige Situation von Aussiedlern in Deutschland seit Ende des Zweiten Weltkriegs, wobei insbesondere auf die historischen, rechtlichen und sozialen Herausforderungen eingegangen wird, denen sich diese Bevölkerungsgruppe bei ihrer Ankunft und Integration gegenübersieht.

  • Historische Hintergründe und Migrationsursachen der Aussiedler
  • Rechtliche Grundlagen und Statusdefinitionen der Betroffenen
  • Soziale Integrationsprobleme und Identitätskrisen in der neuen Heimat
  • Die Rolle der Schule und Bildung für die gelungene Integration
  • Fallbeispiel zur persönlichen Erfahrung von Aussiedlerfamilien

Auszug aus dem Buch

6. Ein Erfahrensbericht

Zu diesem Thema habe ich meine Kommilitonin Agnes befragt: Sie siedelte zusammen mit ihrer Familie 1989 im Alter von 12 Jahren um. Ihre Schwester war zu dem damaligen Zeitpunkt gerade fünf Jahre alt war. Die Familie wohnte in einem Ort namens Schwentochlowitz (Świętochłowice). Dieser Ort liegt bei Königshütte im Süden Polens, im oberschlesischen Industriegebiet.

Ihre Großeltern stammen aus diesem Gebiet und sind daher deutschstämmig. Weder sie noch ihre Eltern sind zweisprachig aufgewachsen, sondern sprachen nur polnisch als sie nach Deutschland emigrierten.

Was war der Grund für die Aussiedlung? Sie gibt an, dass ihre Eltern den Kindern eine bessere Zukunft verschaffen wollten. Durch Erzählungen von Verwandten, die knapp ein Jahr zuvor nach Deutschland eingewandert waren, beschlossen die Eltern für sich und ihre Kinder, dasselbe zu tun. Nach längerer Zeit war der Ausreiseantrag bewilligt. Es wurde nur das Nötigste eingepackt, die Möbel wurden in Schwentochlowitz gelassen und billig verkauft, andere, erst einmal unwichtige Gegenstände bei Verwandten untergestellt. Agnes sagt, dass sie sich sehr auf die Ausreise gefreut hat, dass ihr der Abschied leicht gefallen ist. Im VW-Bus mit noch zwei verwandten Familien ging die große Reise los.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Bietet einen Überblick über die historischen Zuwanderungsströme von Aussiedlern und Vertriebenen seit 1945.

2. Geschichtlicher Rückblick: Analysiert die historische Genese der deutschstämmigen Bevölkerung im Osten und die Gründe für deren Rückkehrbewegung nach Deutschland.

3. Kulturelle Besonderheiten: Beleuchtet die kulturellen Differenzen und Identitätsprobleme durch die Migration nach 1989/1990.

4. Rechtliche Besonderheiten: Erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere das Bundesvertriebenengesetz, zur Definition von Aussiedlern.

5. Soziale Besonderheiten: Diskutiert die sozialen Herausforderungen, Integrationsschwierigkeiten und das Schicksal der jüngeren Generation in Deutschland.

6. Ein Erfahrensbericht: Präsentiert ein persönliches Interview einer Aussiedlerin, das den Prozess der Migration und Eingewöhnung veranschaulicht.

7. Allgemeines Fazit für ausländische Kinder und Kinder von Aussiedlern: Fasst die pädagogischen Erfordernisse und die Bedeutung der frühkindlichen Sprachförderung zusammen.

Schlüsselwörter

Aussiedler, Spätaussiedler, Integration, Identität, Migration, Bundesvertriebenengesetz, Sprachförderung, Kultur, Sozialisation, Assimilation, DDR-Flüchtlinge, Bildungschancen, Minderheiten, Zweisprachigkeit, Aussiedlerfamilien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die kulturellen, rechtlichen und sozialen Besonderheiten von Aussiedlern, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs nach Deutschland migriert sind.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen historische Hintergründe, die rechtliche Definition als Statusdeutsche, soziale Integrationsprozesse sowie bildungspolitische Anforderungen an die Integration.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Lebenssituation und die spezifischen Herausforderungen von Aussiedlerfamilien und deren Kindern in der deutschen Gesellschaft zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Neben einer theoretischen Analyse der historischen und rechtlichen Gegebenheiten wird eine empirische Komponente durch ein Fallbeispiel (Interview) integriert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in geschichtliche Ursachen, rechtliche Statusfragen, soziologische Aspekte der Eingliederung und eine konkrete Fallstudie zur Schulerfahrung.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Aussiedler, Migration, soziale Integration, Identitätsfindung und Sprachförderung.

Welche Rolle spielt die Sprache im Integrationsprozess laut der Autorin?

Sprachkenntnisse werden als essenzielle Voraussetzung für Kontakte zu Einheimischen und für die schulische Teilhabe identifiziert, wobei mangelnde Sprachkenntnisse oft zu Isolation führen.

Wie werden die Erfahrungen der Aussiedlerkinder im Schulalltag beschrieben?

Die Arbeit beschreibt den Übergang als einen belastenden Prozess, der durch Anpassungsdruck, mögliche Identitätskrisen und den Bedarf an spezifischen Sprachförderprogrammen geprägt ist.

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Details

Title
Kulturelle, rechtliche und soziale Besonderheiten der Aus- oder Übersiedler seit Ende des 2. Weltkriegs
College
University of Hildesheim  (Institut für Sachunterricht, Erziehunswissenschaft und ihre Didaktik)
Course
Interkulturelles Lernen im Sachunterricht
Author
Anne Zeller (Author)
Publication Year
2001
Pages
13
Catalog Number
V9714
ISBN (eBook)
9783638163446
ISBN (Book)
9783656479598
Language
German
Tags
Interkulturelles Lernen im Sachunterricht Aussiedler Spätaussiedler Übersiedler
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Zeller (Author), 2001, Kulturelle, rechtliche und soziale Besonderheiten der Aus- oder Übersiedler seit Ende des 2. Weltkriegs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/9714
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