In dieser Arbeit wird eine Übersicht über ausgewählte Studienergebnisse geliefert, die in einer Matrix dargestellt werden. Diese Matrix gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung. Mithilfe der Ergebnismatrix sollen zukünftige Gründer die wichtigsten Erfolgsfaktoren auf einen Blick erfassen können und so ihren Ressourceneinsatz besser planen können. Die Ergebnismatrix identifiziert die am häufigsten genannten Erfolgsfaktoren von Start-ups und kann deshalb Erkenntnisse für die Unternehmensgründer ableiten. Darüber hinaus können anhand der Ergebnismatrix Forschungslücken erkannt werden.
Zentrale Fragestellung dieser Forschungsarbeit ist die Frage, ob es möglich ist, einen Erfolgsfaktor zu identifizieren, der in allen Studien benannt wird oder in einer signifikanten Mehrheit der Studien genannt wird. Zudem soll die Frage beantwortet werden, welcher Erfolgsfaktor am häufigsten identifiziert wird. Jedes Unternehmen will erfolgreich sein.
Auch die Gründer von Start-ups haben das Ziel, einen großen Erfolg mit ihrer innovativen Idee zu erreichen. Dafür soll das Unternehmen zu einem Unicorn gemacht werden. Generell hat unternehmerisches Handeln immer zum Ziel, möglichst großen Erfolg zu erlangen. Notwendig dafür ist das Wissen darüber, wie man ein Unternehmen zum Erfolg führt. Die Existenz der Erfolgsfaktorenforschung ist daher selbsterklärend - das Management kann sie als Grundlage für zukünftige Entscheidungen nutzen und im späteren Verlauf können die Ergebnisse als Kontrollsystem genutzt werden.
Die Gründung eines Unternehmens ist mit hohen wirtschaftlichen Risiken verbunden, circa 90% aller Start-ups scheitern. Zudem lässt sich in Deutschland eine negative Steigung der Gründerquote beobachten. Dennoch gehört Deutschland zu einem der gründungsstärksten Länder der Welt und lag im Jahr 2017 mit einer Gründerquote von 3,4% hinter den USA (9,4%), Großbritannien (4,4%) und China (3,7%) auf Platz 4 im weltweiten Vergleich.
Es besteht also ein allgemeines Interesse, erfolgreiche Start-ups in Deutschland anzusiedeln. Daher wurden zahlreiche staatliche Förderprogramme bereitgestellt, um dieses Ziel weiter voranzutreiben. Doch nur durch eine finanzielle Förderung ist der Erfolg eines Start-ups noch lange nicht gesichert, es gehört auch eine erfolgreiche Unternehmensführung dazu.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einführung in die Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Herangehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Erfolgsfaktoren
2.2 Erfolgsfaktorenforschung
2.3 Start-up
3. Allgemeine Erfolgsfaktorenforschung
3.1 Die PIMS-Studie
3.2 Das 7-S-Modell
3.3 Die 6 Erfolgsfaktoren des Unternehmens nach Nagel
3.4 Zusammenfassung der Werke
4. Studien zur Erfolgsfaktorenforschung von Start-ups
4.1 Innovative Unternehmensgründungen von Picot, Laub und Schneider
4.2 Der Erfolg neugegründeter Betriebe von Brüderl, Preisendörfer und Ziegler
4.3 Erfolgsfaktoren im Business-to-Consumer E-Commerce von Böing
4.4 Erfolgsfaktoren junger Unternehmen in der New Economy von Hack, Jost und Jost
4.5 Erfolgschancen der Geschäftsmodelle von Start-ups im E-Commerce von Kowallik
4.6 Erfolgsfaktoren von Internet-Start-Ups von Kroiß
4.7 Entrepreneurship in Wachstumsunternehmen von Harms
4.8 Erfolgsfaktoren bei der Unternehmensgründung von Jacobsen
4.9 The Single biggest reason why Startups succeed von Bill Gross
4.10 Erfolgsfaktoren von Wachstumsunternehmen von Zimmermann
5. Ergebnismatrix
5.1 Diskussion der Ergebnisse
5.2 Kritik
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, den aktuellen Stand der Erfolgsfaktorenforschung für Start-ups durch eine systematische Analyse ausgewählter Studien zu erfassen. Dabei soll untersucht werden, ob sich ein übergreifender Erfolgsfaktor identifizieren lässt, der in einer signifikanten Mehrheit der Studien bestätigt wird, um Gründern eine evidenzbasierte Orientierungshilfe für ihren Ressourceneinsatz zu bieten.
- Systematische Analyse von nationalen und internationalen Erfolgsfaktorenstudien.
- Identifikation und Kategorisierung der am häufigsten genannten Erfolgsfaktoren.
- Entwicklung einer Ergebnismatrix zur Darstellung und Vergleichbarkeit der Studienergebnisse.
- Kritische Reflexion der Anwendbarkeit allgemeiner Erfolgsfaktorenforschung auf Start-ups.
- Ableitung von Handlungsempfehlungen für Unternehmensgründer basierend auf den identifizierten Faktoren.
Auszug aus dem Buch
1.1 Einführung in die Problemstellung
Jedes Unternehmen will erfolgreich sein. Auch die Gründer von Start-ups haben das Ziel, einen großen Erfolg mit ihrer innovativen Idee zu erreichen. Dafür soll das Unternehmen zu einem Unicorn gemacht werden. Generell hat unternehmerisches Handeln immer zum Ziel, möglichst großen Erfolg zu erlangen. Notwendig dafür ist das Wissen darüber, wie man ein Unternehmen zum Erfolg führt. Die Existenz der Erfolgsfaktorenforschung ist daher selbsterklärend - das Management kann sie als Grundlage für zukünftige Entscheidungen nutzen und im späteren Verlauf können die Ergebnisse als Kontrollsystem genutzt werden.
Die Gründung eines Unternehmens ist mit hohen wirtschaftlichen Risiken verbunden, circa 90% aller Start-ups scheitern. Zudem lässt sich in Deutschland eine negative Steigung der Gründerquote beobachten. Dennoch gehört Deutschland zu einem der gründungsstärksten Länder der Welt und lag im Jahr 2017 mit einer Gründerquote von 3,4% hinter den USA (9,4%), Großbritannien (4,4%) und China (3,7%) auf Platz 4 im weltweiten Vergleich. 2016 wurden in Deutschland 378.000 neue Unternehmen gegründet. Diese Unternehmen haben das Potenzial, einen positiven Mehrwert für die deutsche Wirtschaft zu erzielen, denn Unternehmensgründungen sind ein wichtiger Bestandteil einer Wirtschaftsnation. Sie schaffen neue Arbeitsplätze und können die Wirtschaft durch innovative Ansätze nachhaltig stärken. Es besteht also ein allgemeines Interesse, erfolgreiche Start-ups in Deutschland anzusiedeln. Daher wurden zahlreiche staatliche Förderprogramme bereitgestellt, um dieses Ziel weiter voranzutreiben. Doch nur durch eine finanzielle Förderung ist der Erfolg eines Start-ups noch lange nicht gesichert, es gehört auch eine erfolgreiche Unternehmensführung dazu. Dieses Thema ist schon lange ein zentrales Anliegen der Managementlehre und wird, obwohl es schon seit vielen Jahren diskutiert wird, immer wichtiger. In den letzten Jahren wurden besonders Erfolgsfaktoren für Start-ups intensiver erforscht. In der Literatur existiert bereits eine Vielzahl an Forschungsarbeiten zum Thema Erfolgsfaktoren von Start-ups.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Relevanz der Erfolgsfaktorenforschung für Start-ups angesichts hoher Scheiternquoten und definiert die Zielsetzung sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten wie "Erfolg", "Erfolgsfaktor" und "Start-up" definiert und theoretisch eingeordnet, um eine Basis für die nachfolgende Analyse zu schaffen.
3. Allgemeine Erfolgsfaktorenforschung: Dieses Kapitel analysiert klassische Managementmodelle wie die PIMS-Studie, das 7-S-Modell und die Ansätze von Kurt Nagel auf ihren Beitrag zur Erfolgsfaktorenforschung.
4. Studien zur Erfolgsfaktorenforschung von Start-ups: In diesem Hauptteil werden zehn spezifische Forschungsarbeiten zu Erfolgsfaktoren von Start-ups chronologisch und systematisch untersucht.
5. Ergebnismatrix: Die Ergebnisse der untersuchten Studien werden in einer Matrix zusammengeführt, kategorisiert und kritisch diskutiert, um Heterogenität und Trends aufzudecken.
6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungsansätze.
Schlüsselwörter
Erfolgsfaktorenforschung, Start-up, Unternehmensgründung, Erfolgsfaktoren, PIMS-Studie, 7-S-Modell, Entrepreneurship, Wachstumsunternehmen, Ergebnismatrix, Geschäftserfolg, Unternehmensführung, Innovationsmanagement, Teamgründung, Kooperationen, Businessplan.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Untersuchung von Erfolgsfaktoren, die für das Gelingen von Start-up-Unternehmen maßgeblich sind.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Grundlagen der Erfolgsfaktorenforschung, die Analyse klassischer Managementmodelle sowie die spezifische Untersuchung von empirischen Studien zu Start-ups.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es zu identifizieren, ob es einen universellen Erfolgsfaktor gibt, der in der Mehrheit der untersuchten Studien als entscheidend für den Erfolg von Start-ups benannt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Untersuchung verwendet?
Die Autorin nutzt eine systematische Literaturanalyse und vergleichende Untersuchung, deren Ergebnisse in einer Ergebnismatrix zusammengeführt werden.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zehn spezifische Studien (von den 1980er Jahren bis 2017) analysiert, wobei Untersuchungsmethodik, Objekt und die identifizierten Erfolgsfaktoren im Mittelpunkt stehen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Erfolgsfaktoren, Start-up-Management, Entrepreneurship und empirische Erfolgsfaktorenforschung charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Kooperation für den Erfolg eines Start-ups nach den Ergebnissen dieser Arbeit?
Die Kooperation wird als wichtigster Erfolgsfaktor identifiziert, da sie von 60% der untersuchten Studien als erfolgssteigernd für junge Unternehmen eingestuft wird.
Inwieweit lässt sich das "Timing" als Erfolgsfaktor bewerten?
Obwohl Bill Gross das Timing als den "Single biggest reason" für den Erfolg bezeichnet, zeigen die anderen untersuchten Studien kaum Bezugnahme auf diesen Faktor, was die methodische Heterogenität der Forschung unterstreicht.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2018, Start-ups und ihre Erfolgsfaktoren. Eine Analyse der Erfolgsfaktorenforschung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/972494