Gesundheitsförderung und Prävention in der Grundschule. Analyse eines Modellprojekts zum Thema gesunde Ernährung


Einsendeaufgabe, 2020

9 Seiten, Note: 1,4


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATION
1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
1.2 Ableitung von Handlungsansätzen

2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITS­ FÖRDERUNG IM GEWÄHLTEN SETTING

3 RECHERCHE MODELLPROJEKT

4 LITERATURVERZEICHNIS

5 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
5.1 Tabellenverzeichnis

1 Analyse der gesundheitlichen Ausgangssituation

1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage

Anschließend wird im Bezug auf das Setting Grundschule die aktuelle Datenlage analy­siert und dargestellt. Hierbei liegt der Fokus auf den zentralen Gesundheitsproblemen und dem Gesundheitsverhalten der Grundschulkinder. In der Regel besuchen Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren die Grundschule.

Gesundheitsverhalten : Im Bezug auf das Gesundheitsverhalten der Grundschulkinder liefert eine bundesweite Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KiGGS) aufschlussreiche Ergebnisse. So treiben 63% der Jungen und 68,4% der Mädchen im Al­ter von drei bis sechs Jahren Sport. Gesamt treiben 65,6% der Kinder von drei bis sechs Jahren Sport, wobei nur 51,5% die Empfehlungen der WHO erfüllt. Im Alter von sieben bis zehn Jahren treiben 82,7% der Jungen und 80,8% der Mädchen Sport. Hier wirdje- doch nur 31% der WHO Empfehlung erfüllt. Außerdem fällt auf das der sozioökonomi­sche Status (SES) der aus dem Haushaltsnettoeinkommen und der Beruflichen Ausbi- lung der Eltern berechnet wird , eine entschiedene Rolle spielt. In der Alterspanne von 3 bis 17 treiben 62% der Mädchen mit niedrigem sozialen Status Sport, wohingegen 86,5% der Mädchen mit hohem sozialen Status Sport treiben. Bei den Jungen treiben 70,4% mit niedrigem sozialen Status und 87,7% mit einem hohen sozialen Status Sport. So lässt sich im Bezug auf die Körperliche Aktivität das Fazit ziehen, dass die Mehrheit der Kinder sportlich aktiv sind. Ein großer Teil der Kinder istjedoch inaktiv, wobei der Soziale Status und der SES der Elternteile eine entschiedene Rolle spielt. Ebenfalls lässt sich festhalten, dass der Umfang der körperlichen Aktivität zu niedrig ist, was bedingt das die Bewegungsempfehlungen der WHO nicht erreicht werden (Manz et al., 2014). Auch im Hinblick auf das Ernährungsverhalten der Kinder liefert die KiGGS Studie aussagekräftige Fakten. Denn nur 10,7% der Kinder im Alter von 3-10 Jahren verzehren die empfohlene Menge von 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag. Zudem ist auch hier der sozioökonomische Status zu erwähnen, denn Kinder aus Familien mit hohem Sozi­alstatus verzehren erheblich häufiger fünf Portionen Obst und Gemüse als Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus. Das steht unmittelbar in Verbindung mit dem Übergewicht. Denn eine ausgewogene Ernährung ist für Kinder besonders essenziell, da die Aufnahme von Vitaminen,Mineralstoffen und andere Sekundäre Pflanzenstoffen das physische und geistige Wachstum beeinflusst und fördert. Außerdem kann die empfoh­lene Obst und Gemüse Aufnahme dazu beitragen , dass Übergewicht vermieden wird, da Obst und Gemüse verhältnismäßig Kalorienarm ist (Robert Koch-Institut [RKI],

Gesundheitsprobleme/Situation : Laut den Ergebnissen der KiGGS Studie sind etwa 15% der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3-17 Jahren Übergewichtig (Holling et al., 2012) und davon 6,3% adipös (Ellert, Brettschneider & Ravens-Sieberer, 2014). Be­zogen auf das Grundschulalter von 7-10 Jahren sind 6,4% adipös Tendenz steigend (Kurth & Schaffrath Rosario, 2007). Auch der sozioökonomische Status spielt hier eine wichtige Rolle , denn das Risiko für einen mäßigen bis schlechten allgemeinen Gesund­heitszustand sind bei Kindern die aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Sta­tus kommen um das 3,4 - 3,7-Fache erhöht (Lampert, Müters, Stolzenberg & Kroll, 2014). Diese Zahlen und einhergehenden Probleme lassen sich mit den Fakten aus dem Gesundheitsverhalten verknüpfen, denn mangelnde körperliche Aktivität führt zu Über­gewicht und Adipositas. Dies veranschaulicht wie erforderlich eine Präventivmaßnahme im Bereich Ernährung und Bewegung ist. Auch akute Erkrankungen spielen im Grund­schulalter eine Rolle, denn durch den ständigen Kontakt mit Menschen in Grundschulen ist die Infektionschance erhöht. Am häufigsten sind akute infektiöse Atemwegserkran­kungen wie grippalen Infekten mit 88,5%, Bronchitis mit 19,9% und Mandelentzündun­gen mit 18,5%. Nach den Atemwegserkrankungen wurden als zweithäufigster Erkran­kungsgrund Magen-Darm-Infekte mit 46,8% angegeben (Kamtsiuris, Atzpodien, Ellert, Schlack & Schlaud, 2007).

Tabelle 1: Grundschule : Schlüsselsetting der Gesundheitsförderung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2 Ableitung von Handlungsansätzen

Anschließend wird aus der recherchierten Datenlage und einhergehenden Problematik des Gesundheitsverhaltens und der Gesundheitsprobleme von Grundschulkindern der Bedarf von drei Handlungsansätzen präsentiert und deren Priorität dargestellt.

Tabelle 2: Handlungsansatz : Förderung eines positivenEmährungsverhaltens

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3: Handlungsansatz : FörderungvonKörperlicher Aktivitätundderen Aufrechterhaltung

Handlungsansatz : Förderung von Körperlicher Aktivität und deren Aufrechterhaltung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4: Handlungsansatz : Förderung eines Gesundheitsbewussten Hygieneverhaltens

Handlungsansatz : Förderung eines Gesundheitsbewussten Hygieneverhaltens

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Schwerpunktthema für ein Projekt zur Gesundheitsförderung im gewählten Setting

Die Zielgruppe der geplanten Gesundheitsförderungsmaßnahme sind Schüler der Grundschule, in dem Setting Grundschule.

Folgende Darstellung konkretisiert die Zielgruppe.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Maßnahme zur Gesundheitsförderung richtet sich an Grundschulkinder in der Al­tersspanne 6-11. Da die Grundschulzeit die erste sensible Phase zur Sozialisation von Gesundheitskompetenzen anzusehen ist , sind die Kinder dort am Aufnahmefähigsten. Die Maßnahme richtet sich an alle Grundschulkinder unabhängig von Sozialstatus und Gesundheitszustand. Jedoch ist diese Maßnahme besonders wichtig für die Kinder die aus Sozial schwachen Familien kommen , da damit Fehlernährung oft einher geht. Ebenfalls profitieren Kinder mit bereits vorhandenen Gesundheitlichen Problemen wie Übergewicht besonders davon. Bei der Zielgruppe der Grundschulkinder besteht ein be­sonders großer Interventionsbedarf, da gesundheitswirksame Verhaltensweisen gebildet und gesundheitliche Faktoren sowie Risikofaktoren maßgeblich beeinflusst und geformt werden können. Zudem sind in dieser Alterspanne Chronische Erkrankungen noch nicht manifestiert und somit ebenfalls beeinflussbar. Im folgenden werden Maßnahmen der Verhaltens und Verhältnisprävention unter einem Übergeordneten Interventionsziel und den daraus entstandenen Teilzielen und Inhalten veranschaulicht.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Gesundheitsförderung und Prävention in der Grundschule. Analyse eines Modellprojekts zum Thema gesunde Ernährung
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,4
Autor
Jahr
2020
Seiten
9
Katalognummer
V973872
ISBN (eBook)
9783346322937
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheitsförderung, Prävention, Lebenswelten, Gesundheit, Setting, Schule, Kinder, Ernährung, Bewegung, Handlungsansatz
Arbeit zitieren
Justin Pankuweit (Autor:in), 2020, Gesundheitsförderung und Prävention in der Grundschule. Analyse eines Modellprojekts zum Thema gesunde Ernährung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/973872

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