Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Prävention und Gesundheitsförderung im Setting Grundschule. Hierbei liegt der Fokus auf den zentralen Gesundheitsproblemen und dem Gesundheitsverhalten von Grundschulkindern. Dies umfasst in der Regel Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren.
In Bezug auf das Gesundheitsverhalten der Grundschulkinder liefert eine bundesweite Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KiGGS) aufschlussreiche Ergebnisse. So treiben 63 % der Jungen und 68,4 % der Mädchen im Alter von drei bis sechs Jahren Sport. Gesamt treiben 65,6 % der Kinder von drei bis sechs Jahren Sport, wobei nur 51,5 % die Empfehlungen der WHO erfüllt. Im Alter von sieben bis zehn Jahren treiben 82,7 % der Jungen und 80,8 % der Mädchen Sport. Hier wird jedoch nur 31 % der WHO Empfehlung erfüllt.
Außerdem fällt auf, dass der sozioökonomische Status (SES), der aus dem Haushaltsnettoeinkommen und der beruflichen Ausbildung der Eltern berechnet wird, eine entscheidende Rolle spielt. In der Alterspanne von 3 bis 17 treiben 62 % der Mädchen mit niedrigem sozialen Status Sport, wohingegen 86,5 % der Mädchen mit hohem sozialen Status Sport treiben. Bei den Jungen treiben 70,4 % mit niedrigem sozialem Status und 87,7 % mit einem hohen sozialen Status Sport.
So lässt sich in Bezug auf die körperliche Aktivität das Fazit ziehen, dass die Mehrheit der Kinder sportlich aktiv ist. Ein großer Teil der Kinder ist jedoch inaktiv, wobei der soziale Status und der SES der Elternteile eine entscheidende Rolle spielt. Ebenfalls lässt sich festhalten, dass der Umfang der körperlichen Aktivität zu niedrig ist, was bedingt, dass die Bewegungsempfehlungen der WHO nicht erreicht werden.
Auch im Hinblick auf das Ernährungsverhalten der Kinder liefert die KiGGS Studie aussagekräftige Fakten. Denn nur 10,7 % der Kinder im Alter von 3 - 10 Jahren verzehren die empfohlene Menge von fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag. Zudem ist auch hier der sozioökonomische Status zu erwähnen, denn Kinder aus Familien mit hohem Sozialstatus verzehren erheblich häufiger fünf Portionen Obst und Gemüse als Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus.
Inhaltsverzeichnis
1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATION
1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
1.2 Ableitung von Handlungsansätzen
2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM GEWÄHLTEN SETTING
3 RECHERCHE MODELLPROJEKT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit analysiert die gesundheitliche Ausgangslage von Grundschulkindern, um daraus gezielte Maßnahmen zur Gesundheitsförderung abzuleiten, wobei ein besonderer Fokus auf der Prävention von Übergewicht und der Förderung eines bewussten Ernährungsverhaltens liegt.
- Analyse gesundheitsbezogener Daten von Grundschulkindern
- Ableitung von Handlungsansätzen für Schulen
- Fokus auf Ernährungs-, Bewegungs- und Hygieneverhalten
- Vorstellung und Bewertung des Modellprojekts "ALSTERKIDS"
Auszug aus dem Buch
Gesundheitsverhalten
Im Bezug auf das Gesundheitsverhalten der Grundschulkinder liefert eine bundesweite Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KiGGS) aufschlussreiche Ergebnisse. So treiben 63% der Jungen und 68,4% der Mädchen im Alter von drei bis sechs Jahren Sport. Gesamt treiben 65,6% der Kinder drei bis sechs Jahren Sport, wobei nur 51,5% die Empfehlungen der WHO erfüllt. Im Alter von sieben bis zehn Jahren treiben 82,7% der Jungen und 80,8% der Mädchen Sport. Hier wird jedoch nur 31% der WHO Empfehlung erfüllt. Außerdem fällt auf das der sozioökonomische Status (SES) der aus dem Haushaltsnettoeinkommen und der Beruflichen Ausbildung der Eltern berechnet wird , eine entschiedene Rolle spielt. In der Altersspanne von 3 bis 17 treiben 62% der Mädchen mit niedrigem sozialen Status Sport, wohingegen 86,5% der Mädchen mit hohem sozialen Status Sport treiben. Bei den Jungen treiben 70,4% mit niedrigem sozialen Status und 87,7% mit einem hohen sozialen Status Sport. So lässt sich im Bezug auf die Körperliche Aktivität das Fazit ziehen, dass die Mehrheit der Kinder sportlich aktiv sind. Ein großer Teil der Kinder ist jedoch inaktiv, wobei der Soziale Status und der SES der Elternteile eine entschiedene Rolle spielt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ANALYSE DER GESUNDHEITLICHEN AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel stellt die aktuelle Datenlage zum Gesundheitszustand und -verhalten von Grundschulkindern dar und identifiziert daraus notwendige Handlungsansätze.
2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM GEWÄHLTEN SETTING: Hier wird die Zielgruppe definiert und das übergeordnete Interventionsziel für ein Projekt zur Gesundheitsförderung im Setting Grundschule konkretisiert.
3 RECHERCHE MODELLPROJEKT: In diesem Kapitel wird das Praxisprojekt „ALSTERKIDS“ analysiert, um die Erfolgsaussichten von kombinierten Theorie- und Praxisansätzen zu bewerten.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Grundschule, KiGGS-Studie, Ernährungsverhalten, Körperliche Aktivität, Prävention, Sozioökonomischer Status, ALSTERKIDS, Setting-Ansatz, Übergewicht, Gesundheitskompetenz, Infektionsschutz, Hygiene, Lebenswelt, Schulgesundheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Gesundheitsförderung und Prävention im Setting Grundschule unter Berücksichtigung der aktuellen gesundheitlichen Ausgangssituation der Kinder.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind das Ernährungsverhalten, die körperliche Aktivität sowie das allgemeine Hygieneverhalten von Grundschulkindern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, auf Basis der aktuellen Datenlage Handlungsansätze zu entwickeln, um das Gesundheitsbewusstsein und -verhalten von Grundschulkindern nachhaltig zu verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Herleitung verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse basierend auf bundesweiten Studien (wie der KiGGS-Studie) sowie die Untersuchung eines bestehenden Modellprojekts.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Datenlage, die Ableitung von Handlungsempfehlungen und die Evaluierung des Modellprojekts "ALSTERKIDS".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesundheitsförderung, Setting Grundschule, Prävention und Ernährungsverhalten geprägt.
Welche Rolle spielt der sozioökonomische Status für die Gesundheit der Kinder?
Der sozioökonomische Status (SES) ist ein entscheidender Faktor, da Kinder aus Familien mit niedrigem Status häufiger unter Übergewicht leiden und ein ungünstigeres Gesundheitsverhalten aufweisen.
Warum wurde das Projekt "ALSTERKIDS" als Fallbeispiel gewählt?
Es dient als positives Praxisbeispiel dafür, wie die Kombination von Theorie und Praxis durch die Einbeziehung aller Beteiligten (Kinder, Eltern, Schule) Erfolgsaussichten bei der Gesundheitsförderung steigern kann.
- Quote paper
- Justin Pankuweit (Author), 2020, Gesundheitsförderung und Prävention in der Grundschule. Analyse eines Modellprojekts zum Thema gesunde Ernährung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/973872