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Non-formales Lernen. Konzept des Inverted Classroom Model für den Instrumentalunterricht Jugendlicher an Musikschulen

Titre: Non-formales Lernen. Konzept des Inverted Classroom Model für den Instrumentalunterricht Jugendlicher an Musikschulen

Dossier / Travail , 2017 , 22 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Petra Amasreiter (Auteur)

Pédagogie - Général
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit lotet die Möglichkeiten des Inverted Classroom Model am Beispiel des Instrumentalunterrichts an Musikschulen aus. Dabei befasst sich das zweite Kapitel mit den didaktischen Anforderungen des instrumentalen Einzel- und Kleingruppenunterrichts an Musikschulen sowie den damit verbundenen strukturellen, motivationalen und volitionalen Aspekten des häuslichen Übens, Anschließend werden konstruktivistische Übungsansätze aus der Sicht der Lernenden verglichen.

Zielgruppe sind hierbei Jugendliche, die regelmäßig (das bedeutet in der Regel einmal wöchentlich) Instrumentalunterricht an einer Musikschule erhalten. Hierbei wird die erste These formuliert: Es wird vermutet, dass Überforderung und motivationale Probleme beim häuslichen Üben zu Unterrichtsabbrüchen führen.

Im dritten Kapitel wird das Inverted Classroom Model (ICM) vorgestellt, sowie didaktische Vorgehensweisen und lerntheoretische Hintergründe im Rahmen des Konstruktivismus beleuchtet. Im Anschluss werden am Beispiel des Modelleinsatzes im Hochschulbereich Vor- und Nachteile für die Lernenden und Lehrenden herausgearbeitet. Daraus leitet sich die zweite These ab: Es wird vermutet, dass sich die Anwendung des ICM im Unterricht positiv auf die Motivation der Lernenden, zu üben, auswirkt.

Das vierte Kapitel stellt nun den Vergleich zwischen instrumentalen Übungsansätzen und dem didaktischen Aufbau des ICM her, betrachtet Gemeinsamkeiten und Unterschiede für die Lernenden und Lehrenden beider Bildungsbereiche und leistet den Transfer des ICM in den Musikschulunterricht anhand eines didaktischen Entwurfs.

Unter der Forschungsfragestellung, welches Potenzial die Anwendung des ICM auf den instrumentalen Einzel- und Kleingruppenunterricht Jugendlicher an Musikschulen für die Strukturierung und Motivationssteigerung des häuslichen Übens birgt, erfolgt im letzten Kapitel eine Zusammenfassung der aus der Literaturanalyse abgeleiteten Ergebnisse zum jetzigen Forschungsstand sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten des ICM in der Instrumentaldidaktik.

Das ICM erfreut sich als neue, stark technologisch fundierte Lehrmethode zunehmender Beliebtheit bei Lehrenden verschiedener Bildungsbereiche. In Schule und Hochschule wird es bereits vielfach angewendet, erforscht und dokumentiert; wohingegen sich sein Einsatz im Bereich des non-formalen Lernens eher zögerlicher gestaltet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Situation Jugendlicher an Musikschulen

2.1 Fachdidaktik des Instrumentalunterrichts

2.2 Motivationale und strukturelle Probleme des häuslichen Übens

2.3 Konstruktivistisch ausgerichtete Übungsmethoden

3 Vorstellung des Inverted Classroom Model (ICM)

3.1 Begriffsdefinition und lerntheoretische Einordnung

3.2 Anwendungsbeispiel im Bildungsbereich Hochschule

3.3 Vor- und Nachteile des Modells

4 Transfer des ICM auf den Instrumentalunterricht an Musikschulen

4.1 Üben in beiden Bildungsbereichen: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

4.2 Modellhafte Anwendung des ICM im Instrumentalunterricht

4.3 Potentiale und Konsequenzen für Unterricht und häusliches Üben

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial des Inverted Classroom Models (ICM) zur Strukturierung und Motivationssteigerung des häuslichen Übens im instrumentalen Einzel- und Kleingruppenunterricht an Musikschulen, um dem Problem der hohen Unterrichtsabbruchquoten entgegenzuwirken.

  • Didaktische Anforderungen des Instrumentalunterrichts
  • Motivationale und volitionale Aspekte des häuslichen Übens
  • Konstruktive Übungsmethoden und deren Weiterentwicklung
  • Struktur und Funktionsweise des Inverted Classroom Models
  • Transfer des ICM-Konzepts in den Musikschulkontext

Auszug aus dem Buch

2.2 Motivationale und strukturelle Probleme des häuslichen Übens

Üben wird nach Oser und Baeriswyl verstanden als ein „didaktisches Gesamtarrangement von Anforderungssituationen zur Ausbildung und Automatisierung von Fähigkeiten“ (Gebauer, 2006, S.96). In der Gruppe der 14-19jährigen spielten 26% der Befragten ein Instrument; aber nicht einmal die Hälfte (12,3%) davon gab an, mehrmals die Woche zu üben (Deutsches Musikinformationszentrum, 10/2014). Anselm Ernst nimmt sowohl Lehrkräfte als auch Eltern in die Pflicht, das häusliche Üben und Musizieren als „sinnvolle Freizeitgestaltung“ zu etablieren; wobei der Unterricht dazu dient, „Übemethodik und gleichzeitig Übemotivation zu vermitteln“. Das „Üben zu üben“ ist zentrale Aufgabe der Lehrenden, während es den Eltern übertragen wird, „den Kindern regelmäßiges Üben abzuverlangen und eine positive, förderliche Atmosphäre entstehen zu lassen.“ (vgl. Ernst, A., 2003, S.8). Die o.g. statistischen Daten lassen eine Diskrepanz zwischen dem zitierten Soll und dem durch Befragung erhobenen Ist-Zustand erkennen, wenn nicht einmal die Hälfte der musikausübenden Jugendlichen das regelmäßige Üben praktiziert. Roth und Sokolowski untersuchten mittels Übetagebüchern Aspekte der Motivation und Volition bei 15-16jährigen Musikschülerinnen und -schülern sowie Schulmusikstudierenden, da sie einen direkten Zusammenhang zwischen Übelust bzw. -unlust und Unterrichtserfolg oder -abbruch vermuteten. Grundlage für diese Auswahl war der Gedanke, „dass Jugendliche mit der Pubertät mehr und mehr Selbstverantwortung für ihre musikalische Entwicklung übernehmen, das Üben zunehmend selbstbestimmt stattfindet und immer weniger durch die Steuerung der Eltern external gelenkt wird.“ (Roth & Sokolowski, 2014, S.114)

Geschieht das Üben aus Lust, spricht man von einer „motivationalen Steuerungslage“, die zur Aktivität in Hinblick auf ein persönlich favorisiertes Ziel (z.B. Spielen eines Lieblingsstücks, Spielen des Trauminstruments) führt. Positiv besetzte Ziele korrespondieren hierbei mit einem appetitiven Motivationssystem; negativ besetzte (z.B. Angst vor Tadel, schlechtes Gewissen) dagegen mit einem aversiven Motivationssystem. Wird der Übevorgang trotz Unlust begonnen, so muss der Übende willentlich den inneren Widerstand überwinden – er beginnt das Üben trotz Unlust aus einer „volitionale Steuerungslage“ heraus (ebd., S.113).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Inverted Classroom Models für das non-formale Lernen und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Motivationssteigerung durch ICM im Instrumentalunterricht.

2 Situation Jugendlicher an Musikschulen: Dieses Kapitel analysiert die Problematik von Unterrichtsabbrüchen, die Rolle motivationaler Faktoren und die Bedeutung von Übungsmethoden für Jugendliche.

3 Vorstellung des Inverted Classroom Model (ICM): Hier wird das Konzept des Inverted Classroom erläutert, lerntheoretisch eingeordnet und anhand eines Hochschulbeispiels mit seinen Vor- und Nachteilen dargestellt.

4 Transfer des ICM auf den Instrumentalunterricht an Musikschulen: Das Kapitel vergleicht mathematische und instrumentale Lernprozesse und entwickelt einen praktischen didaktischen Entwurf für die Anwendung des ICM im Musikschulalltag.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Potenziale sowie die notwendige zukünftige Forschung und Implementierung des Konzepts.

Schlüsselwörter

Inverted Classroom Model, Musikschule, Instrumentalunterricht, häusliches Üben, Motivation, Volition, Konstruktivismus, Didaktik, Lernbegleitung, Scaffolding, Fading, Flow-Erleben, Musikpädagogik, Schülerbindung, Blended Learning.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie das Inverted Classroom Model (ICM) genutzt werden kann, um den Instrumentalunterricht an Musikschulen zu modernisieren und die Abbruchquoten bei Jugendlichen durch eine bessere Strukturierung des häuslichen Übens zu senken.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Zentrale Themen sind die didaktischen Anforderungen im Musikschulunterricht, die Motivation und Volition bei Jugendlichen, die lerntheoretischen Grundlagen des Konstruktivismus sowie die Übertragung moderner E-Learning-Konzepte in den Bereich der Musikpädagogik.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Welches Potenzial birgt die Anwendung des ICM auf den instrumentalen Einzel- und Kleingruppenunterricht Jugendlicher an Musikschulen für die Strukturierung und Motivationssteigerung des häuslichen Übens?“

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die theoretische Grundlagen aus der Pädagogik und Musikpädagogik mit bestehenden Erkenntnissen über das Inverted Classroom Model verknüpft, um einen neuen Transferansatz zu entwickeln.

Was ist Inhalt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der aktuellen Situation an Musikschulen, die theoretische Fundierung des ICM und die konkrete Ausarbeitung einer Modellsequenz für den Instrumentalunterricht.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Inverted Classroom, Übemotivation, konstruktivistische Übungsmethoden, Blended Learning und Musikpädagogik charakterisiert.

Warum ist laut der Arbeit die Pubertät ein kritischer Faktor?

Die Pubertät führt oft zu einer motivationalen Krise und einer Phase, in der Jugendliche mehr Autonomie suchen; traditionelle, von Eltern gesteuerte Übe-Strukturen werden in dieser Zeit oft als demotivierend empfunden.

Wie definiert die Autorin die Rolle des Lehrenden im ICM?

Die Lehrkraft wandelt sich vom reinen Dozenten zum Lernbegleiter (Coach), der Materialien strukturiert bereitstellt, Scaffolding-Hilfen anbietet und den Fokus auf den individuellen Lernprozess des Schülers legt.

Welchen Stellenwert nimmt das "Flow-Erleben" ein?

Das Flow-Erleben gilt als hochwirksame Form der motivationalen Steuerung; die Autorin zeigt auf, wie durch gezielte Übungsgestaltung und Feedback diese motivierenden Zustände beim Üben häufiger erreicht werden können.

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Résumé des informations

Titre
Non-formales Lernen. Konzept des Inverted Classroom Model für den Instrumentalunterricht Jugendlicher an Musikschulen
Université
University of Hagen  (Mediale Bildung und Medienkommunikation)
Note
2,3
Auteur
Petra Amasreiter (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
22
N° de catalogue
V973993
ISBN (ebook)
9783346320186
ISBN (Livre)
9783346320193
Langue
allemand
mots-clé
Inverted Classroom Model ICM Non-formales Lernen Instrumentalunterricht Jugendliche Musikschulen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Petra Amasreiter (Auteur), 2017, Non-formales Lernen. Konzept des Inverted Classroom Model für den Instrumentalunterricht Jugendlicher an Musikschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/973993
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Extrait de  22  pages
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