Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Family Education

Die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern im Kontext häuslicher Gewalt

Title: Die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern im Kontext häuslicher Gewalt

Bachelor Thesis , 2017 , 52 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Aleksandra Krajisnik (Author)

Pedagogy - Family Education
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Thema "häusliche Gewalt". Im Rahmen dieser Arbeit wird unter dem Begriff "häusliche Gewalt" die spezifische Form der Gewalt gegen Frauen verstanden. Im Fokus dieser Arbeit stehen die Kinder als Mitbetroffene von häuslicher Gewalt. Bezüglich dessen werden die Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf die Kinder aufgezeigt und welche Folgen daraus für Kinder als Zeugen von häuslicher Gewalt, entstehen können.

Die Familie stellt die erste soziale Gemeinschaft im Leben eines Säuglings dar. Ein wichtiger Aspekt innerfamilialer Beziehungen ist die Eltern–Kind–Interaktion. Somit haben die Eltern, aber auch andere Institutionen wie Schule und Kindergarten die Aufgabe, die Kinder kindgemäß aufwachsen und sich entwickeln zu lassen und ihnen auch eine soziale Entwicklung zu ermöglichen. Somit wird dem familialen Beziehungssystem große Bedeutung zugeschrieben, da das Beziehungssystem primäre Auswirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern hat. Dem zufolge besitzt die Familie eine große Bedeutung für den Verlauf der kindlichen Entwicklung. Was passiert aber, wenn die Familie keinen sicheren Ort für Kinder mehr darstellt und aufgrund dessen keine kindgerechte Förderung stattfinden kann?

Zunächst werden wichtige Begriffe zum Thema "häusliche Gewalt" erläutert und verschiedene Definitionen aufgeführt. Weiterhin werden die Gewaltformen von häuslicher Gewalt beschrieben, welche nicht getrennt voneinander, sondern vielmehr in Wechselwirkung zueinander betrachtet werden müssen. Anschließend wird in Kapitel 4 ein theoretisches Hintergrundwissen über die kindliche Entwicklung vermittelt, welches grundlegend für das Verständnis der in Kapitel 7 genannten Auswirkungen ist. Weiterhin wird in Kapitel 6 das methodische Vorgehen dargestellt, um die Transparenz für das Vorgehen dieser Arbeit zu sichern.

Im Anschluss daran zeigt diese Arbeit Folgen für Kinder auf, die Zeugen von häuslicher Gewalt sind. Dabei wird auch auf die Folgen von traumatischen Erfahrungen eingegangen, welche bezüglich häuslicher Gewalt entstehen können. Anschließend findet eine Bestätigung dieser Folgen durch angeführte Studien statt, welche die Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf die kindliche Entwicklung aufzeigen und belegen.
Schließlich wird ein Fazit herangezogen, um die unterschiedlichen Blickwinkel im Hinblick auf die Forschungsfrage zu diskutieren und auf eventuell fehlende Forschung hinzuweisen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Problemaufriss

3 Häusliche Gewalt

3.1 Definitionen

3.2 Formen von Häuslicher Gewalt

3.3 Ursachen

3.4 Kreislauf der Gewalt

3.5 Gründe gegen eine Trennung

3.5.1 Innere Gründe gegen eine Trennung

3.5.2 Strukturelle Gründe

4 Sozial-emotionale Entwicklung von Kindern

4.1 Die psychosozialen Stadien nach Erikson

4.2 Bindung

4.2.1 Die Bindungstheorie

4.2.2 Bindungsverhalten

4.2.3 Bindungsqualität

5 Fragestellung

6 Methodisches Vorgehen

7 Kinder und Häusliche Gewalt

7.1 Kinder als Betroffene von Häuslicher Gewalt

7.2 Häusliche Gewalt als Trauma

7.4 Risiko und Schutzfaktoren

7.5 Folgen für Kinder

7.6 Empirische Studien

7.6.1 Studie

7.6.2 STUDIE

8 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf die sozial-emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern, die als Zeugen oder Mitbetroffene in einem gewaltbelasteten familialen Umfeld aufwachsen, und analysiert die daraus resultierenden langfristigen Entwicklungsstörungen.

  • Analyse des "Kreislaufs der Gewalt" und der Gründe für den Verbleib in Misshandlungsbeziehungen.
  • Theoretische Fundierung durch das psychosoziale Stufenmodell nach Erikson und die Bindungstheorie nach Bowlby.
  • Untersuchung von traumatischen Folgestörungen, darunter ADHS, Bindungsstörungen und kognitive Beeinträchtigungen.
  • Empirische Einordnung durch Studien zu Intelligenzminderung und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern aus gewaltbelasteten Familien.
  • Diskussion von Risiko- und Schutzfaktoren sowie Präventionsmöglichkeiten für betroffene Kinder.

Auszug aus dem Buch

3.4 Kreislauf der Gewalt

Dieses Kapitel beschreibt den Ablauf einer Gewalttat. Die amerikanische Psychologin Lenore Walker (Walker 1984) nennt drei Phasen, die bei Häuslicher Gewalt, durchlaufen werden und die sich immer wiederholen und sich zum Teufelskreis entwickeln. Es ist möglich den Kreis zu verlassen und aus den Gewaltumständen auszubrechen, jedoch müssen Frauen viel Kraft und Mut aufbringen, damit ihnen das gelingt.

Die erste Phase ist der Spannungsaufbau, auch „tension-building“ genannt. In dieser Phase bilden äußere Faktoren wie Stress bei der Arbeit den Auslöser für verbale Angriffe. Die Stimmung im Haus ist angespannt. In dieser Phase unterdrückt die Frau ihre Gefühle und versucht nach den Wünschen ihres Mannes zu agieren, um die Spannung abzubauen. Trotz des Versuches, dem Mann „alles recht zu machen“, steigt die Spannung weiter an, da sich der Mann nicht beruhigen lässt. Die Täter provozieren in dieser Phase den Ausbruch von Gewalt, sowohl durch psychische Verletzungen als auch durch leichte physische Verletzungen.

Als zweite Phase nennt Walker (1984) den Gewaltausbruch, auch „acutte battering incident“ genannt. In dieser Phase hat der Spannungsaufbau seinen Höhepunkt erreicht und führt zu Gewaltausbrüchen. Es kann dabei sowohl zu körperlichen als auch zu sexuellen Übergriffen kommen. Die Frau hat hierbei keinen Einfluss auf das Ausmaß der Gewalt und fühlt sich hilflos. Die Frau hat Angst zu handeln, denn jede weitere Handlung könnte zu einem weiteren Gewaltausbruch führen. In dieser Phase sind Frauen am besten erreichbar für Hilfe und Unterstützungsangebote.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität und die verschiedenen Formen von Gewalt ein und verdeutlicht, dass Gewalt nicht nur physisch, sondern auch psychisch tiefgreifende Verletzungen hinterlässt.

2 Problemaufriss: Der Abschnitt definiert den Fokus auf die Familie als sozialen Kontext und beleuchtet die Rolle von Kindern als Mitbetroffene in gewaltbelasteten Haushalten.

3 Häusliche Gewalt: Hier werden Definitionen, Gewaltformen, Ursachen sowie der als Teufelskreis beschriebene Ablauf der Gewalt inklusive Trennungsbarrieren detailliert dargelegt.

4 Sozial-emotionale Entwicklung von Kindern: Das Kapitel bietet eine theoretische Basis durch das Acht-Stufen-Modell nach Erikson und die Bindungstheorie, um kindliche Entwicklungsprozesse zu verstehen.

5 Fragestellung: Hier wird die zentrale Forschungsfrage formuliert und durch drei Hypothesen konkretisiert, die den Zusammenhang zwischen Gewalt und kindlicher Entwicklung untersuchen.

6 Methodisches Vorgehen: Diese Beschreibung erläutert das methodische Vorgehen als rein theoretische Literaturarbeit und die Recherchestrategien in Bibliotheken und Datenbanken.

7 Kinder und Häusliche Gewalt: Dieser Hauptteil analysiert spezifische Folgen, Traumata sowie Risiko- und Schutzfaktoren und belegt diese durch zwei empirische Studien.

8 Diskussion: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage sowie Ausblick auf Präventionsmaßnahmen und die Bedeutung von Resilienz.

Schlüsselwörter

Häusliche Gewalt, Sozial-emotionale Entwicklung, Kindeswohlgefährdung, Bindungstheorie, Trauma, Erikson, Psychosoziale Entwicklung, Gewaltanwendung, Kindesmisshandlung, Resilienz, Verhaltensstörungen, Bindungsqualität, Teufelskreis, Externalisierung, Internalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen häuslicher Gewalt auf die sozial-emotionale und kognitive Entwicklung von Kindern, die in einem gewaltbelasteten familiären Umfeld aufwachsen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von häuslicher Gewalt, der kindlichen Bindungstheorie nach Bowlby, den psychosozialen Stadien nach Erikson sowie den konkreten psychischen Folgen für Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wie sich die miterlebte häusliche Gewalt auf die Entwicklung eines Kindes auswirkt, und dabei insbesondere die Frage nach Verhaltensauffälligkeiten, Intelligenzentwicklung und Bindungsqualität zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit (Literaturarbeit), die auf einer fundierten Auswertung aktueller Forschungsliteratur und empirischer Studien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Mechanismen häuslicher Gewalt, die traumatischen Folgen für Kinder (z.B. als Zeugen), die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren sowie zwei konkrete empirische Studien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind häusliche Gewalt, Bindung, Trauma, psychosoziale Entwicklung, Resilienz und Verhaltensstörungen.

Wie beeinflusst die "projektive Identifikation" die Mutter-Kind-Bindung?

Die Arbeit erläutert, dass Mütter, die selbst Gewalt erfahren haben, dazu neigen, ihre eigenen unerfüllten Bedürfnisse oder traumatischen Erfahrungen auf das Kind zu projizieren, was eine desorganisierte Bindung begünstigen kann.

Welche Rolle spielen Risiko- und Schutzfaktoren für die Resilienz?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Faktoren wie eine stabile Bindung zu einer Bezugsperson oder ein robustes Temperament die Resilienz stärken können, um trotz belastender Lebensumstände eine normale Entwicklung zu fördern.

Excerpt out of 52 pages  - scroll top

Details

Title
Die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern im Kontext häuslicher Gewalt
College
University of Education in Schwäbisch Gmünd
Grade
1,5
Author
Aleksandra Krajisnik (Author)
Publication Year
2017
Pages
52
Catalog Number
V974518
ISBN (eBook)
9783346323026
ISBN (Book)
9783346323033
Language
German
Tags
entwicklung kindern kontext gewalt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Aleksandra Krajisnik (Author), 2017, Die sozial-emotionale Entwicklung von Kindern im Kontext häuslicher Gewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/974518
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  52  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint