Die folgende Einsendeaufgabe aus dem Modul "Klinische Psychologie 1 (Grundlagen)" erläutert folgende Themen:
Die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren für die Entstehung von psychischen Störungen. Den Einfluss sozialer Unterstützung und dysfunktionaler Kognitionen auf die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen. Anhand eines ausgewählten Beispiels werden die einzelnen Schritte des diagnostischen Prozesses im Rahmen psychotherapeutischer Interventionen erläutert.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabe 1
1.1. Risikofaktoren
1.2. Schutzfaktoren
1.3. Empirische Ergebnisse
Aufgabe 2
2.1 Soziale Unterstützung
2.1 Dysfunktionale Kognitionen
Aufgabe 3
3.1 Der diagnostische Prozess: ein Überblick
3.2 Der diagnostische Prozess: Ein Fallbeispiel: Lena J.
3.2.1 Diagnostik und Klassifikation
3.2.2 Medizinische Diagnostik
3.2.3 Biographische Anamnese
3.2.4 Der Therapieplan von Lena J.
3.2.5 Verlauf und Prognose
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit setzt sich zum Ziel, die ätiologischen Grundlagen psychischer Störungen zu beleuchten, indem sie die Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren analysiert, die Rolle sozialer Unterstützung und dysfunktionaler Kognitionen bei der Stressverarbeitung und Depressionsentstehung untersucht sowie den diagnostischen Prozess anhand einer detaillierten Fallstudie zur Anorexia nervosa verdeutlicht.
- Identifikation und Differenzierung von biopsychosozialen Risiko- und Schutzfaktoren
- Analyse des Einflusses sozialer Unterstützung auf das psychische Wohlbefinden
- Untersuchung kognitiver Fehler und deren Rolle bei depressiven Störungen
- Praxisorientierte Darstellung des diagnostischen Prozesses bei Essstörungen
Auszug aus dem Buch
3.2 Der diagnostische Prozess: Ein Fallbeispiel: Lena J.
Lena J. ist 18 Jahre alt, 1,71 m groß und wiegt nur noch 40 kg. Ihre Mutter brachte sie zum Hausarzt, welcher sie in eine Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie überweist. Sie wird zur diagnostischen Abklärung und Therapie aufgenommen. Im Vorgespräch stellte die Fachärztin ihr die Frage, was sie in die Klinik führe. Lena J. antwortet, dass sie schon länger Schwäche- und Schwindelanfälle habe. Nun wurden aber auch Herzrhythmusstörungen festgestellt. Sie habe nun eingesehen, dass sie Hilfe in Anspruch nehmen muss, wenn sie in einem halben Jahr mit ihrem Studium beginnen möchte. Außerdem möchte sie wieder mehr in ihrem Sportverein tätig sein, der Sport fehle ihr sehr. Lena gibt auch zu, dass sie wisse, dass sie gerade wenig wiege und sie auch wieder mehr essen sollte. Aber sie fühle sich gerade sehr wohl mit ihrem Körper.
Die Fachärztin fragt sie, ob sie besonders auf Ernährung achte, weil das ja viele Sportler tun? Lena bestätigt, dass sie sich sehr gesund ernähre und auch viel Sport treibe. Früher war sie sehr dick, gibt sie nachdenklich zu. Sie wolle nie mehr so dick sein, daher achte sie nun auf ihre Figur und auf ihre Ernährung. Sie hat das Gefühl, dass jede Kalorie zu viel ihrem Körper nicht guttue. Lenas Eltern sind bei dem Aufnahmegespräch anwesend. Sie sind in großer Sorge um ihre Tochter und machen sich auch Vorwürfe, es nicht schon früher gemerkt zu haben. Ihre Mutter beschreibt Lena als ein angespanntes, aber fleißiges Mädchen. Ihr Vater gibt zu Protokoll, dass sie immer gern gegessen habe und auch eine völlig normale Figur hatte. Sie haben auch gerne zusammen Sport gemacht. Ihre erste Diät machte Lena mit 16 Jahren. Sie verzichtete schrittweise immer mehr auf kalorienreiche Speisen.
Zusammenfassung der Kapitel
Aufgabe 1: Dieses Kapitel erläutert die Ätiologie psychischer Störungen durch die Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren und stellt das Vulnerabilitäts-Stress-Modell sowie empirische Längsschnittstudien zur Resilienz vor.
Aufgabe 2: Hier wird die Rolle sozialer Unterstützung als Puffer bei Stressbelastungen untersucht und die Entstehung depressiver Störungen durch dysfunktionale kognitive Schemata und Denkfehler nach Aaron Beck analysiert.
Aufgabe 3: Dieses Kapitel beschreibt den diagnostischen Prozess in der klinischen Psychologie theoretisch und verdeutlicht ihn praxisnah anhand des Falls von Lena J., bei der eine Anorexia nervosa diagnostiziert und ein entsprechender Therapieplan erstellt wurde.
Schlüsselwörter
Psychische Störungen, Risikofaktoren, Schutzfaktoren, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Resilienz, soziale Unterstützung, Haupteffektmodell, Pufferhypothese, dysfunktionale Kognitionen, Depression, Anorexia nervosa, klinische Diagnostik, Anamnese, kognitive Verhaltenstherapie, Therapieplan.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit klinisch-psychologischen Grundlagen, insbesondere der Ätiologie psychischer Erkrankungen, den protektiven Mechanismen bei Stress und der praktischen Durchführung der Diagnostik.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Bedeutung von Risiko- und Schutzfaktoren, dem Einfluss sozialer Unterstützung auf die psychische Gesundheit sowie der kognitiven Theorie bei Depressionen und der Diagnostik von Essstörungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen zu verstehen und den diagnostischen Prozess von der Erfassung bis zur Therapieplanung anhand eines Fallbeispiels nachzuvollziehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse auf Basis aktueller klinischer Forschung sowie die exemplarische Fallkonzeption nach gängigen Standards der psychologischen Diagnostik.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung von Stressverarbeitung und kognitiven Prozessen sowie die detaillierte Darstellung des diagnostischen Vorgehens bei einer Patientin mit Anorexia nervosa.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Resilienz, Vulnerabilität, psychische Störungen, soziale Unterstützung, Kognition und diagnostischer Prozess zusammenfassen.
Warum ist das Fallbeispiel von Lena J. für die Arbeit wichtig?
Es dient der praktischen Veranschaulichung, wie theoretische diagnostische Schritte bei einer konkreten Störung wie der Anorexia nervosa in die Klinik integriert und angewendet werden.
Wie unterscheiden sich das Puffereffekt- und das Haupteffektmodell bei der sozialen Unterstützung?
Während das Haupteffektmodell einen allgemein positiven Einfluss auf das Wohlbefinden postuliert, wirkt die soziale Unterstützung im Puffereffektmodell spezifisch als Schutz bei auftretenden Stressoren.
Welche Rolle spielen dysfunktionale kognitive Schemata bei der Depression?
Sie dienen als Grundlage für depressive Störungen, indem sie das Denken des Individuums in einer sich selbst aufrechterhaltenden, negativen Weise steuern und zu kognitiven Fehlern führen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2020, Einflussfaktoren auf die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/974661