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Die Kritik Eckart Liebaus in "Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen". Ist diese Kritik an den Erkenntnissen Pierre Bourdieus gerechtfertigt?

Titre: Die Kritik Eckart Liebaus in "Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen". Ist diese Kritik an den Erkenntnissen Pierre Bourdieus gerechtfertigt?

Dossier / Travail , 2020 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sarah Junginger (Auteur)

Pédagogie - Général
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit geht folgender Fragestellung nach: Ist laut Eckart Liebau eine Kritik der Pädagogen an den Erkenntnissen Pierre Bourdieus gerechtfertigt?

Liebau verfasste einen Beitrag mit dem Titel „Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen“ im Sammelband „Reflexive Erziehungswissenschaft. Forschungsperspektiven im Anschluss an Pierre Bourdieu.“, der erstmals im Jahr 2006 erschien. Der Text soll zur Beantwortung der Fragestellung hermeneutisch nach den Kriterien der qualitativen Forschung erschlossen werden. Im genannten Beitrag werden die Kommentare Liebaus zu den Kritikpunkten der Pädagogen an Bourdieu analysiert und somit sein Standpunkt zu dieser Kritik herausgearbeitet. Um den Text besser verstehen zu können, ist es nötig weitere Grundinformationen dazu zu kennen.

Deshalb wendet sich das zweite Kapitel dieser Arbeit den Informationen zum Autor Eckart Liebau, seiner persönliche Entdeckung Bourdieus und weiterführenden Angaben des zu analysierenden Textes zu. Dies ist hilfreich, um den Text unter anderem in seinem zeitlichen und kulturellen Entstehungskontext zu verstehen. Diese Erkenntnisse werden dann zu späteren Analysen herangezogen. Daraufhin werden einige, für die Fragestellung relevante, Theorien Bourdieus vorgestellt.

Hierfür wurden das Konzept des Habitus und die Kapitalsorten ausgewählt, da der begrenzte Umfang dieser Arbeit nicht sämtliche Theorien Bourdieus umfassen kann. Das anschließende vierte Kapitel stellt den Hauptteil dieser Arbeit dar. Hier werden auf Basis von Liebaus Beitrag im oben genannten Sammelband die Hauptkritikpunkte der Pädagogen an Bourdieu beschrieben und anschließend Eckart Liebaus Meinung zu dieser Kritik mit dem vorliegenden Text und weiterführender Literatur herausgearbeitet. In einem Fazit und Ausblick soll schließlich die Fragestellung beantwortet und das methodische Vorgehen der Arbeit reflektiert werden. Darüber hinaus wird eine methodische Alternative der Analyse des Beitrags von Liebau vor-geschlagen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundinformationen zum Text „Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen“ von Eckart Liebau

2.1 Informationen über Eckart Liebau

2.2 Zusatzinformationen zum Text „Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen“ von Eckart Liebau

3. Grundlegende Erkenntnisse von Pierre Bourdieu

3.1 Die Theorie des Habitus

3.2 Die Kapitalsorten

4. Liebaus Ansicht der Kritik der Pädagogen an Bourdieu

4.1 Hauptkritikpunkte der Pädagogen

4.2 Liebaus Meinung zur Kritik der Pädagogen an Bourdieu

5. Fazit und Ausblick

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf hermeneutische Weise die kritische Stellungnahme von Eckart Liebau gegenüber der pädagogischen Ablehnung der soziologischen Erkenntnisse Pierre Bourdieus. Ziel ist es, Liebaus Argumentation zu analysieren, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob die Kritik der Pädagogen an Bourdieu aus Sicht von Liebau gerechtfertigt ist.

  • Grundlagen der Bourdieu'schen Theorie (Habitus und Kapitalsorten)
  • Die kritische Auseinandersetzung pädagogischer Fachkräfte mit Bourdieu
  • Analyse der von Liebau identifizierten „Illusionen“ in der Pädagogik
  • Verhältnis zwischen Selektion, Chancengleichheit und Bildungssystem
  • Konstruktive Vorschläge für einen pädagogischen Umgang mit Bourdieu

Auszug aus dem Buch

4.1 Hauptkritikpunkte der Pädagogen

Die Konzepte Bourdieus stoßen bei Pädagogen immer wieder auf heftige Kritik (vgl. Liebau 2009, S. 44). Im Folgenden soll diese Kritik dargestellt und begründet werden.

Liebau stellt in seinem Essay „Klasse, Haut, Kultur oder: Bourdieu für Pädagogen“ aus der Sozialwissenschaftlichen Literaturrundschau einen ersten Kritikpunkt dar. Es handelt sich hierbei um die Illusion der freien pädagogischen Vernunft. Diese beinhält die fehlende Beeinflussbarkeit kultureller Formen und Normen sowie den scheinbaren Determinismus von Bourdieus Theorien. Pädagogen kritisieren diese Aspekte, da diese Punkte sich gegen die grundlegenden pädagogischen Annahmen stellen, dass kulturelle Formen und Normen sich begründen lassen und Subjekte selbst über sich entscheiden können. Ein weiterer Grund für die Provokation der Pädagogen ist das empirische Fundament, auf dem Bourdieus Ansichten beruhen, die dadurch sehr tragfähig sind. Hierbei spricht Liebau sogar von Aggressionen, die bei den pädagogischen Fachkräften ausgelöst werden (vgl. Liebau 1987b, S. 87).

Ein nächster Kritikpunkt wird von Eckart Liebau als „Die Illusion der geistigen Bildung“ beschrieben. Hierbei wird die Vorstellung der Pädagogen, dass es bei der Bildung hauptsächlich um das Geistige geht, in Frage gestellt. Die Grundlage der Entwicklung eines Menschen sind die Bedingungen, in denen er aufwächst. Somit haben die impliziten Bildungsprozesse, die vor allem in der Familie durch teilweise unterbewusste Nachahmung geschehen, die wichtigste Lernbedeutung. Diese sind vom Kind selbst jedoch nicht beeinflussbar, da es in die entsprechenden Umstände hineingeboren wird. Es sind keine bewussten Vorgänge, die zur Bildung des Habitus führen. Pädagogen fühlen sich dadurch sehr provoziert, da ihr Bildungsziel der selbstständige Mensch ist, der seine Lebensgeschichte aus eigener Leistung erbringt und aus reiner Rationalität handelt (vgl. Liebau 2009, S. 46-48). Bourdieus Erkenntnisse würden für sie bedeuten, dass sie dieses Ziel der Bildung grundlegend hinterfragen müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der Schriften von Pierre Bourdieu ein und erläutert die Fragestellung der Hausarbeit hinsichtlich der Kritik von Pädagogen an dessen Theorien.

2. Grundinformationen zum Text „Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen“ von Eckart Liebau: Dieses Kapitel stellt Eckart Liebau als Autor vor und liefert den Kontext sowie Entstehungsbedingungen für den zu analysierenden Text.

3. Grundlegende Erkenntnisse von Pierre Bourdieu: Es werden die zentralen theoretischen Konzepte wie der Habitus und die verschiedenen Kapitalsorten dargestellt, um eine Basis für die spätere Analyse zu schaffen.

4. Liebaus Ansicht der Kritik der Pädagogen an Bourdieu: Der Hauptteil beschreibt die Kritikpunkte der Pädagogen an Bourdieu und arbeitet Eckart Liebaus differenzierte Stellungnahme hierzu heraus.

5. Fazit und Ausblick: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Fragestellung und reflektiert kritisch das methodische Vorgehen der Arbeit.

6. Literaturverzeichnis: Hier werden alle in der Arbeit verwendeten Quellen und Sekundärliteratur aufgelistet.

Schlüsselwörter

Pierre Bourdieu, Eckart Liebau, Pädagogik, Habitus, Kapitalsorten, Theorie der Praxis, Reflexive Erziehungswissenschaft, Chancengleichheit, Bildungssystem, Sozialisation, Pädagogische Kritik, Bildungstitel, Symbolische Gewalt, PISA-Studie, Determinismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die kritische Auseinandersetzung des Pädagogen Eckart Liebau mit der verbreiteten Ablehnung soziologischer Konzepte von Pierre Bourdieu innerhalb der Erziehungswissenschaft.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Habitus-Theorie, das Konzept der Kapitalsorten, die Kritik an pädagogischen Illusionen wie der Chancengleichheit sowie die Machtstrukturen im Bildungswesen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist zu klären, ob Eckart Liebau die Kritik der Pädagogen an Bourdieus Erkenntnissen als gerechtfertigt betrachtet oder ob er Bourdieu gegen diese Vorwürfe verteidigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer hermeneutischen Methodik zur Erschließung des Textes von Eckart Liebau unter Berücksichtigung qualitativer Forschungsansätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Kritikpunkte der Pädagogen (z.B. Illusion der freien Vernunft, geistige Bildung, Chancengleichheit) erläutert und anschließend Eckart Liebaus argumentative Widerlegung dieser Punkte dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Bourdieu, Habitus, Pädagogik, Liebau, Chancengleichheit und soziale Reproduktion.

Warum fühlen sich Pädagogen laut Liebau durch Bourdieu provoziert?

Pädagogen fühlen sich provoziert, weil Bourdieus Theorien die Vorstellung eines autonomen, rein rational handelnden Subjekts in Frage stellen und aufzeigen, dass Bildungserfolge stark von unbewussten habituellen Prägungen und sozialen Voraussetzungen abhängen.

Wie bewertet Eckart Liebau die „Illusion der Chancengleichheit“?

Liebau teilt Bourdieus Skepsis und hält die Chancengleichheit für eine Illusion, da er nachweist, dass das Schulsystem durch seinen eigenen Habitus bestehende soziale Ungleichheiten eher reproduziert als abzubauen.

Welche Bedeutung hat das PISA-Ergebnis in diesem Kontext?

Die PISA-Ergebnisse dienen als empirischer Beleg für Liebau, um zu zeigen, dass das Bildungssystem die praktische Beherrschung grundlegender Kompetenzen nicht für alle Schüler sicherstellen kann, was Bourdieus Theorie der ungleichen Startchancen stützt.

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Résumé des informations

Titre
Die Kritik Eckart Liebaus in "Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen". Ist diese Kritik an den Erkenntnissen Pierre Bourdieus gerechtfertigt?
Université
University of Augsburg
Note
1,3
Auteur
Sarah Junginger (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
17
N° de catalogue
V974763
ISBN (ebook)
9783346324108
ISBN (Livre)
9783346324115
Langue
allemand
mots-clé
Texthermeneutik Bourdieu Liebau
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sarah Junginger (Auteur), 2020, Die Kritik Eckart Liebaus in "Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen". Ist diese Kritik an den Erkenntnissen Pierre Bourdieus gerechtfertigt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/974763
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Extrait de  17  pages
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