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Der Pazifismus bei Bündnis 90/Die Grünen. Das Ausmaß eines ideologischen Wandels

Titre: Der Pazifismus bei Bündnis 90/Die Grünen. Das Ausmaß eines ideologischen Wandels

Dossier / Travail , 2020 , 18 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Jannik Rickert (Auteur)

Politique - Fondements et Généralités
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Diese Arbeit fokussiert sich auf den Aspekt der Gewaltfreiheit und auf den Pazifismus bei den Grünen. Dieser hat seit 1980 einen enormen Wandel erfahren. 1980 erschien es noch unmöglich für die Grünen, in irgendeiner Weise der deutschen Beteiligung an einem militärischen Konflikt zuzustimmen. Nun ist die Partei schon seit vielen Jahren der Auffassung, dass ein völkerrechtlich legitimierter Einsatz von Gewalt akzeptabel und notwendig sein kann, um eine drohende oder bereits andauernde militärische Eskalation zu verhindern.

Diese Arbeit setzt bereits als Tatsache voraus, dass es einen parteipolitischen Wandel bei den Grünen gegeben hat, wie Pazifismus aufgefasst und interpretiert wird, aber auch allgemein hinsichtlich des Verhältnisses zu Themenkomplexen wie Bundeswehr, Rüstungskontrolle, NATO, Rüstungsexporten oder Konfliktprävention. Es soll sich im Rahmen dieser Arbeit mit der Fragestellung befasst werden, als wie stark dieser Wandel zu bezeichnen ist und worin die Ursachen dafür liegen.

Diese Fragestellung ist besonders deswegen relevant, weil die Grünen gerade im Kontext von möglichen Regierungsbeteiligungen ihre antimilitaristische Grundhaltung stets überdacht haben und demnach verteidigungspolitische Aspekte auch bei der Bundestagswahl 2021 eine Rolle spielen werden. Zum anderen lässt sich anhand einer solchen Frage angemessen untersuchen, wie Parteien ideologische Leitlinien im Zuge von Globalisierung, neuen Sicherheitsbedrohungen oder voranschreitender europäischer Integration immer wieder neu überarbeiten oder womöglich teilweise auch ablegen müssen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die pazifistischen Wurzeln bei Bündnis 90/Die Grünen

3. Die Entwicklung der grünen Sicherheits- und Friedenspolitik seit 1980

3.1. Das Bundesprogramm 1980

3.2. Die Politischen Grundsätze 1993

3.3. Das Grundsatzprogramm 2002

3.4. Ausblick auf das Grundsatzprogramm 2020

4. Das Verhältnis der Grünen zu ausgewählten Bereichen der Sicherheitspolitik

4.1. Die Grünen und die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik

4.2. Die Grünen und Militäreinsätze mit Bundeswehrbeteiligung

4.3. Die Grünen und das Verhältnis zu den Vereinten Nationen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert den fundamentalen Wandel des pazifistischen Selbstverständnisses der Partei Bündnis 90/Die Grünen seit ihrer Gründung im Jahr 1980. Ziel ist es, die Ursachen für die Abkehr von einer strikten antimilitaristischen Grundhaltung hin zu einer pragmatischeren Sicherheitspolitik zu identifizieren und den Grad dieser Transformation zu bewerten.

  • Historische pazifistische Wurzeln der Grünen
  • Chronologische Analyse der Parteiprogramme von 1980 bis 2020
  • Positionierung zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik
  • Veränderungen im Verhältnis zur Bundeswehr und Militäreinsätzen
  • Rolle und Stellenwert der Vereinten Nationen in der grünen Außenpolitik

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Unsere Politik wird von langfristigen Zukunftsaspekten geleitet und orientiert sich an vier Grundsätzen: sie ist ökologisch, sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei“1. Mit diesen Worten beschrieb die neue westdeutsche Partei „Die Grünen“ ihr politisches Leitbild für die Bundestagswahl 1980, der ersten, bei der die Partei antrat. Diese Arbeit fokussiert sich auf den Aspekt der Gewaltfreiheit, genauer auf den Pazifismus bei den Grünen, welcher seit 1980 einen enormen Wandel erfahren hat. Während es 1980 noch unmöglich für die Grünen erschien, in irgendeiner Weise der deutschen Beteiligung an einem militärischen Konflikt zuzustimmen, ist die Partei nun schon seit vielen Jahren der Auffassung, dass ein völkerrechtlich legitimierter Einsatz von Gewalt akzeptabel und notwendig sein kann, um eine drohende oder bereits andauernde militärische Eskalation zu verhindern2.

Für diesen doch tiefgreifenden politischen Wechsel führen die Grünen selbst verschiedene Gründe an, etwa die Veränderung geopolitischer Machtverhältnisse, die eine vollständige Blockierung militärischer Intervention unmöglich machen, aber auch Zugeständnisse an andere Parteien für mögliche Regierungsbeteiligungen im Bund, etwa in der rot-grünen Koalition ab 1998. Diese Arbeit setzt bereits als Tatsache voraus, dass es einen parteipolitischen Wandel bei den Grünen gegeben hat, wie Pazifismus aufgefasst und interpretiert wird, aber auch allgemein hinsichtlich des Verhältnisses zu Themenkomplexen wie Bundeswehr, Rüstungskontrolle, NATO, Rüstungsexporten oder Konfliktprävention. Es soll sich im Rahmen dieser Arbeit mit der Fragestellung befasst werden, als wie stark dieser Wandel zu bezeichnen ist und worin die Ursachen dafür liegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, wie sich der Pazifismus bei Bündnis 90/Die Grünen seit 1980 gewandelt hat und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussten.

2. Die pazifistischen Wurzeln bei Bündnis 90/Die Grünen: Dieses Kapitel erläutert die historischen Ursprünge der Partei in der Friedens- und Anti-Atomkraft-Bewegung sowie deren Ablehnung gegen die Westintegration und Wiederbewaffnung in den 1950er Jahren.

3. Die Entwicklung der grünen Sicherheits- und Friedenspolitik seit 1980: Es erfolgt eine chronologische Analyse der Parteiprogramme, die den schrittweisen Abschied von radikal-pazifistischen Forderungen zugunsten einer pragmatischen Sicherheitspolitik aufzeigt.

4. Das Verhältnis der Grünen zu ausgewählten Bereichen der Sicherheitspolitik: Dieser Teil vertieft die Analyse an konkreten Beispielen, wie der ESVP, dem Umgang mit Bundeswehreinsätzen und der Rolle der Vereinten Nationen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Partei ihre ursprünglichen pazifistischen Ideale zwar abgewandelt hat, aber dennoch ein Kern an gewaltfreier Leitlinie und globaler Verantwortung erhalten blieb.

Schlüsselwörter

Bündnis 90/Die Grünen, Pazifismus, Sicherheitspolitik, Bundeswehr, NATO, Friedensbewegung, Außenpolitik, Europäische Union, Vereinte Nationen, Menschenrechte, Militäreinsätze, Parteiprogramme, Wertewandel, Internationale Kooperation, Konfliktprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Wandel der sicherheitspolitischen Haltung der Grünen von ihrer Gründung im Jahr 1980 bis zur Gegenwart.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen der Pazifismusbegriff, die Rolle der NATO, der Umgang mit Auslandseinsätzen der Bundeswehr und die Positionierung zur EU und den UN.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll analysiert werden, warum und in welchem Ausmaß die Grünen ihre ursprünglich strikt antimilitaristische Grundhaltung aufgegeben haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer chronologischen Analyse offizieller Parteiprogramme, ergänzt durch relevante Forschungsliteratur und Parteiveröffentlichungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine programmatische Historie seit 1980 sowie eine detaillierte Betrachtung der Positionen zur ESVP, zur Bundeswehr und zum Verhältnis zu den Vereinten Nationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Pazifismus, Bündnis 90/Die Grünen, Sicherheitspolitik, Menschenrechte und internationale Kooperation.

Warum war der Kosovokrieg ein Wendepunkt?

Der Kosovokrieg zwang die Grünen innerhalb der rot-grünen Regierung dazu, erstmals einem NATO-Einsatz mit Bodentruppen zuzustimmen, was als Zäsur für das pazifistische Selbstverständnis gilt.

Wie stehen die Grünen heute zur NATO?

Die NATO wird inzwischen zwar kritisch betrachtet, aber als notwendiges Verteidigungsbündnis für die europäische Sicherheitsarchitektur anerkannt.

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Résumé des informations

Titre
Der Pazifismus bei Bündnis 90/Die Grünen. Das Ausmaß eines ideologischen Wandels
Université
University of Göttingen
Note
2,3
Auteur
Jannik Rickert (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
18
N° de catalogue
V974848
ISBN (ebook)
9783346321879
ISBN (Livre)
9783346321886
Langue
allemand
mots-clé
pazifismus bündnis grünen ausmaß wandels
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jannik Rickert (Auteur), 2020, Der Pazifismus bei Bündnis 90/Die Grünen. Das Ausmaß eines ideologischen Wandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/974848
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Extrait de  18  pages
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