Die Arbeit stellt die Frage, wie sichtbare Zeichen und das grafische System entstanden sind. Die Ausbildung eines Alphabets war ein langwieriger und enorm komplizierter Prozess, der sich über viele Jahrhunderte hinzog. In den folgenden Kapiteln wird dieser langwierige Prozess anhand sechs ausgewählter Meilensteine kompakt zusammengefasst, um einen Überblick über die Entwicklung der Schrift zu verschaffen. Um weiterzuführen, welche wichtigen Meilensteine nach der endgültigen Entstehung des heutigen Alphabets außerdem noch entstanden sind, geht es abschließend in dieser Hausarbeit um zwei prägende Ereignisse in der Entwicklung der Satzzeichen, nämlich darum, wie die allerersten Schriftarten zustande kamen und wie die Karolingische Minuskel eingeführt wurden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Entwicklung der Schrift
2.1 Die Höhlenmalerei
2.2 Die Sinnbilderschrift
2.3 Die sumerische Keilschrift
2.4 Das phönizische Alphabet
2.5 Das griechische Alphabet
2.6 Das lateinische Alphabet
3 Entwicklung der Schriftzeichen
3.1 Entstehung der Capitalis
3.2 Einführung der Karolingische Minuskel
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Evolution der Schrift und der Schriftzeichen, um aufzuzeigen, wie komplexe grafische Kommunikationssysteme aus den frühesten menschlichen Aufzeichnungen hervorgegangen sind.
- Evolution von piktografischen Darstellungen zur Phonetik
- Entwicklung und Bedeutung der Keilschrift und des phönizischen Alphabets
- Die Entstehung und Verbreitung des griechischen sowie lateinischen Alphabets
- Transformation der Schriftzeichen von der Capitalis zur Karolingischen Minuskel
Auszug aus dem Buch
2.3 Die sumerische Keilschrift
Nun folgt einer der bedeutendsten Meilensteine in der Historie der Schrift. „Fragen wir nach dem Ursprung der Idee des „Schreibens“, so führt uns der Weg zurück ins Zweistromland und an die Schwelle vom 4. ins 3. vorchristliche Jahrtausend. Nach allem, was wir heute wissen, wurde hier, im südlichen Babylonien, unweit der Mündung von Euphrat und Tigris, zum ersten Male in der Menschheitsgeschichte wirklich geschrieben.“ Die Sumerer im südlichen Mesopotamien entwickelten nämlich als erstes Volk die bisher reine Bilderschrift zu einer Silbenschrift um. Somit haben die Sumerer die erste wirkliche Schriftart der Welt erfunden, deswegen handelt es sich hierbei um eine so genannte isolierte Sprache, da keine vorherige Verwandtschaft zu einer anderen Schriftart besteht.
Genutzt wurde zum Schreiben ein Keil aus Schilfrohr oder Holz, jenes an der Spitze dreieckig geschnitzt war. Die Sumerer ritzten hiermit in Ton- und Lehmtafeln. Dadurch erlang die Schrift auch ihren Namen: die Keilschrift. Die vorhandenen Werkzeuge und Materialien einer jeden Epoche hatten somit immer einen großen Einfluss auf den Stil der schriftlichen Form. Es gelang ihnen mithilfe dieser Schriftart die Zeichen mit der Zeit von ca. 2000 auf etwa 500 zu reduzieren, was einen enormen Fortschritt bei der Entwicklung der Schrift darstellte. „Mit der Schrift war der Scheitelpunkt der ersten menschlichen Hochkultur im Zweistromland erreicht.“ Die Sumerer legten deshalb, mit der unten abgebildeten Schreibweise, einen wichtigen Grundstein für die Entstehung der heutigen Schrift.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die fundamentale Bedeutung der Schrift als Errungenschaft der Menschheit und legt den Fokus auf die historische Entstehung der Zeichensysteme.
2 Entwicklung der Schrift: Dieses Kapitel erläutert den technologischen und kulturellen Fortschritt von der Höhlenmalerei bis hin zur Etablierung des lateinischen Alphabets.
3 Entwicklung der Schriftzeichen: Hier wird der Fokus auf die ästhetische und funktionale Ausformung der Buchstabenformen, insbesondere der römischen Capitalis und der Karolingischen Minuskel, gelegt.
4 Fazit: Das Fazit reflektiert die Bedeutung der Schrift im digitalen Zeitalter und unterstreicht den Stellenwert der handschriftlichen Kultur.
Schlüsselwörter
Schriftgeschichte, Keilschrift, phönizisches Alphabet, griechisches Alphabet, lateinisches Alphabet, Capitalis, Karolingische Minuskel, Piktogramme, Silbenschrift, Kommunikationsmittel, Evolution der Schrift, Typografie, Sprachaufzeichnung, Schriftkultur
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung von Kommunikationssystemen, beginnend bei den frühesten prähistorischen Zeichen bis hin zur Entstehung unseres heutigen Alphabets.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Themenfelder umfassen die Höhlenmalerei, die frühe Sinnbilderschrift, die sumerische Keilschrift sowie die Entwicklung des phönizischen, griechischen und lateinischen Schriftsystems.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Meilensteine der Schriftentwicklung kompakt zusammenzufassen und darzulegen, wie grafische Symbole zu komplexen Schriftsystemen wurden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin verwendet eine deskriptive historische Analyse, die auf Fachliteratur zur Typografie und Mediengeschichte basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Bereiche: die chronologische Entwicklung der Schriftsysteme und die spezifische evolutionäre Entwicklung einzelner Schriftzeichenformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Schriftgeschichte, Keilschrift, Alphabetisierung und die Entwicklung von Schriftstilen wie der Capitalis.
Warum war die Einführung der Karolingischen Minuskel so wichtig?
Sie trug entscheidend zur Vereinheitlichung der Schriftlichkeit bei und legte Grundlagen für das uns heute bekannte System aus Groß- und Kleinbuchstaben.
Welche Bedeutung misst die Autorin der handschriftlichen Kultur bei?
Die Autorin plädiert dafür, die manuelle Schreibweise trotz moderner digitaler Technologie beizubehalten, da sie die Motorik und den Lernprozess fördert.
- Citation du texte
- Clara Bernauer (Auteur), 2020, Entwicklung der Schrift und der Schriftzeichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/975409