Von Februar bis April 2019 wurden in Marscheid Amphibien gesammelt um den Bestand zu analysieren. Die vorliegende Arbeit fasst die Ergebnisse dieser Forschung aus den letzten Jahren zusammen, wobei sie sich vor allem auf die Teichmolche konzentriert.
Teichmolche bevorzugen Gräben, Bäche mit geringer Fließgeschwindigkeit, Kanäle, große Weiher, große Teiche und Seen in Laubwäldern. Sie kommen aber auch in Ortschaften, Gärten, Parks und Friedhöfen vor. Zum Laichen suchen sie meist stehende, kleinere, sonnenexponierte, vegetationsreiche Gewässer auf. Der Teich in Marscheid entspricht nach diesen Merkmalen relativ gut dem von Teichmolchen bevorzugtem Laichgewässer. Der Teich ist relativ groß, sehr vegetationsreich und der Sonne ausgesetzt.
Inhaltsverzeichnis
Ergebnisse
Diskussion
Wanderverhalten der Teichmolche
Wanderung der Teichmolche in Abhängigkeit zur Temperatur
Sammeldaten der Teichmolche im Vergleich Jahre 2009–2019
Geschlechterverhältnis der Teichmolche in den Jahren 2009–2019
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wanderverhalten und die Populationsentwicklung des Teichmolchs (Lissotriton vulgaris) am Standort Marscheid unter Berücksichtigung von Witterungsbedingungen und Temperaturverläufen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern äußere Umweltfaktoren die Wanderaktivität beeinflussen und welche Ursachen für den langfristigen Rückgang der lokalen Population verantwortlich sein könnten.
- Analyse des Wanderverhaltens in Korrelation zu Temperatur und Witterung
- Vergleich der jährlichen Bestandszahlen von 2009 bis 2019
- Untersuchung des Geschlechterverhältnisses zur Beurteilung der Fortpflanzungsfähigkeit
- Diskussion anthropogener und natürlicher Gefährdungsfaktoren für die Population
Auszug aus dem Buch
Wanderverhalten der Teichmolche
TM bevorzugen Gräben, Bäche mit geringer Fließgeschwindigkeit, Kanäle, große Weiher, große Teiche und Seen in Laubwäldern (vgl. Glandt 2018, 40/41). Sie kommen aber auch in Ortschaften, Gärten, Parks und Friedhöfen vor. Zum Laichen suchen sie meist stehende, kleinere, sonnenexponierte, vegetationsreiche Gewässer auf (vgl. Glandt 2018, 144). Der Teich in Marscheid entspricht nach diesen Merkmalen relativ gut das von TM bevorzugte Laichgewässer. Der Teich ist relativ groß, sehr vegetationsreich und der Sonne ausgesetzt.
Über den Winter befinden sich die TM meist an Land in frostsicheren Erdhöhlen, Steinhaufen, Baumstämmen, Wurzeltellern, Mauern oder auch Gebäuden (vgl. Brunken 2004, 4). Abhängig von der Temperatur wandern TM schon ab Februar, spätestens ab Mitte März zu ihrem Laichgewässer (vgl. Glandt 2018, 145). Dabei legen TM im Durchschnitt kurze Wanderstrecken von 300–800 m zurück, max. 1200 m (vgl. Glandt 2016, 56). Nach der Fortpflanzung verlassen die Erwachsenen Tiere das Gewässer, die letzten meist Ende Juli, und leben für das restliche Jahr an Land. Die Jungtiere wandern von Juli bis Oktober aus dem Gewässer zum Überwintern an Land (vgl. Brunken 2004, 2). In Deutschland wird der TM als ungefährdet eingestuft, in der Schweiz jedoch als stark gefährdet.
Zusammenfassung der Kapitel
Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Sammeldaten der Amphibienwanderung 2019 in Marscheid und dokumentiert die Anzahl der Teichmolche im Verhältnis zu Temperatur und Witterung.
Diskussion: Hier werden das Wanderverhalten, die langfristige Populationsentwicklung zwischen 2009 und 2019 sowie das Geschlechterverhältnis kritisch analysiert und mögliche Ursachen für den festgestellten Bestandsrückgang diskutiert.
Schlüsselwörter
Teichmolch, Lissotriton vulgaris, Amphibienwanderung, Marscheid, Bestandsentwicklung, Wanderverhalten, Populationsrückgang, Witterungseinfluss, Laichgewässer, Naturschutz, Geschlechterverhältnis, Monitoring, Amphibienschutz, Umweltfaktoren
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Beobachtung und wissenschaftlichen Auswertung des Wanderverhaltens von Teichmolchen am Standort Marscheid sowie deren Populationsentwicklung über ein Jahrzehnt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind der Einfluss von Witterung und Temperatur auf die Wanderung, die quantitative Entwicklung der Population von 2009 bis 2019 sowie die Analyse des Geschlechterverhältnisses.
Was ist das primäre Ziel der Studie?
Das Ziel ist es, Daten über die lokale Teichmolch-Population zu sammeln, den Rückgang der Bestände zu dokumentieren und mögliche Ursachen für diese Entwicklung zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Datengewinnung verwendet?
Die Datengewinnung basiert auf einer aktiven Sammelaktion der Amphibien während der Wanderungszeit 2019, deren Ergebnisse anschließend statistisch und im Vergleich mit Vorjahresdaten ausgewertet wurden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sammelergebnisse für 2019 sowie eine umfassende Diskussion, die biologische Verhaltensweisen, historische Bestandsvergleiche und Gefährdungsursachen abdeckt.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Teichmolch-Wanderung, Populationsrückgang, Marscheid-Monitoring und ökologische Einflussfaktoren charakterisiert.
Welchen Einfluss hat die Witterung laut der Studie auf die Wanderung?
Die Studie zeigt, dass trotz kühlerer Temperaturen feuchte Witterung die Tiere zur Wanderung animieren kann, wobei die Temperatur als limitierender Faktor für die Wanderaktivität eine zentrale Rolle spielt.
Lässt sich der Rückgang der Population auf ein Ungleichgewicht der Geschlechter zurückführen?
Nein, die Auswertung des Geschlechterverhältnisses von 2009 bis 2019 zeigt, dass über die Jahre hinweg ein weitgehend ausgeglichenes Verhältnis zwischen Männchen und Weibchen bestand, wodurch dieses als Ursache für den Rückgang ausgeschlossen werden kann.
- Arbeit zitieren
- Ronja Bastian (Autor:in), 2019, Abschlussbericht Amphibienprojekt. Teichmolche in den Marscheider Teichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/975460