Pflegetheorien werden erst seit etwa 15 Jahren im deutschsprachigen Raum in den Praxisalltag integriert. Mittlerweile gilt, dass der Pflegeberuf einen wissenschaftlich klar definierten Rahmen aufweisen soll. Zwei Expertinnen, die für eine evidenzbasierte Pflege stehen und Pflegetheorien und -modelle für die Pflegepraxis entwickelten, werden in der folgenden Arbeit vorgestellt. Das Pflegemodell der Pflegepädagogin Marit Kirkevold (1997) und jenes der Medizinsoziologin und Pflegewissenschaftlerin Alaf Ibrahim Meleis (1999) werden verglichen und die Gemeinsamkeiten sowie die Gegensätze aufgezeigt. Es erfolgt die Auswahl eines geeigneten Pflegemodells bei Menschen mit Demenz und eine kritische Betrachtung des Analyse-Modells. Darauf folgend wird die Umsetzung des gewählten Modells im Pflegealltag beschrieben und begründet.
Inhaltsverzeichnis
1 Das Modell zur Evaluation von Theorien nach Meleis (1999)
2. Das Modell zur Analyse und Evaluation von Theorien nach Kirkevold (1997)
3. Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede der Pflege-Modelle nach Kirkevold und Meleis
4 Das geeignete Modell zur Analyse für Menschen mit Demenz-Relevanz und Adaptionsbedarf
6 Analyse des Pflegemodells
7 Implementierung des Modells im Pflegealltag
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, zwei wissenschaftliche Analysemodelle für Pflegetheorien kritisch zu vergleichen, um auf dieser Basis ein geeignetes Modell für die Betreuung von Menschen mit Demenz auszuwählen und dessen praktische Anwendung zu begründen.
- Vergleich der Analyse- und Evaluationsmodelle nach Meleis und Kirkevold
- Kriterien für die Auswahl eines Pflegemodells bei Demenzerkrankungen
- Analyse des Validationskonzepts nach Naomi Feil
- Diskussion der praktischen Anwendbarkeit und Implementierung im Pflegealltag
Auszug aus dem Buch
6 Analyse des Pflegemodells
Anhand dem Pflegekonzept „Validation nach Naomi Feil“, das für Demenzerkrankte Personen entwickelt wurde und welches??? in dieser Arbeit zur Auswahl kommt, erfolgen die Analysekriterien nach Kirkevold (1997).
Das Pflegekonzept Validation nach Feil wurde 1982 von der Sozialarbeiterin und Assistenzprofessorin Naomi Feil erstmalig veröffentlicht. Der Begriff „Validation“ ist urheberrechtlich geschützt und die Ausbildung erfolgt über autorisierte Institute. Weltweit orientieren sich etwa 30.000 Einrichtungen an diesem Konzept und mehr als 100.000 Pflegende und Angehörige nahmen bereits an einem Schulungsprogramm zur Anwendung dieses Konzepts teil (Meyer 2014: 79f).
Der Analysevorgang nach Kirkevold (1997) wird im Folgenden beschrieben:
Hauptkomponenten der Theorie
1. Wichtigste Elemente der Untersuchung:
Grundlage der Validationsmethode ist die Theorie, dass alte Menschen an ihrem Lebensende mit unerledigten Lebensangelegenheiten zu kämpfen haben. Mithilfe der Validation ist es möglich, menschliches Verhalten in vier Phasen einzuteilen und damit eine Verschlechterung des jeweiligen Verhaltensbereichs anzuzeigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Das Modell zur Evaluation von Theorien nach Meleis (1999): Dieses Kapitel beschreibt das Modell von Meleis und legt dar, warum die Evaluation von Pflegetheorien für die wissenschaftliche Praxis essenziell ist.
2. Das Modell zur Analyse und Evaluation von Theorien nach Kirkevold (1997): Hier wird das fünfstufige Modell von Kirkevold zur Analyse und Evaluation theoretischer Ansätze in der Krankenpflege vorgestellt.
3. Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede der Pflege-Modelle nach Kirkevold und Meleis: Ein direkter Vergleich der beiden Ansätze, der Gemeinsamkeiten in der Strukturierung und Unterschiede in der Detailtiefe und Ausrichtung herausarbeitet.
4 Das geeignete Modell zur Analyse für Menschen mit Demenz-Relevanz und Adaptionsbedarf: Dieses Kapitel begründet die Auswahl des Analysemodells nach Kirkevold für die spezifische Auseinandersetzung mit der Demenzpflege.
6 Analyse des Pflegemodells: Anwendung des gewählten Analysemodells auf die Validation nach Naomi Feil zur Überprüfung der theoretischen und praktischen Eignung.
7 Implementierung des Modells im Pflegealltag: Zusammenfassende Betrachtung, wie das gewählte Konzept in den Pflegealltag integriert werden kann und welche Faktoren für den Erfolg entscheidend sind.
Schlüsselwörter
Pflegetheorien, Pflegemodelle, Demenz, Validation, Naomi Feil, Kirkevold, Meleis, Pflegepraxis, Theorieanalyse, Evaluation, Pflegequalität, Gesundheitsmanagement, Kommunikation, Lebensqualität, Demenzerkrankung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Pflegemodelle wissenschaftlich analysiert und evaluiert werden können, um sie gezielt in der Pflegepraxis, speziell bei Demenz, einzusetzen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Fundierung der Pflege, die Analyse von Pflegemodellen und deren praktische Anwendbarkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist der Vergleich zweier Analysemodelle (Meleis und Kirkevold) und die Anwendung des Modells von Kirkevold auf das Konzept der Validation nach Naomi Feil.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine komparative Analyse angewendet, bei der zwei verschiedene Evaluationsansätze für Pflegetheorien gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Validationsmethode nach Naomi Feil anhand der Kriterien nach Marit Kirkevold.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Pflegetheorie, Validation, Demenzpflege und wissenschaftliche Evaluation charakterisiert.
Warum wird das Modell nach Kirkevold für die Validation bevorzugt?
Die Autorin bevorzugt Kirkevold aufgrund der klaren Struktur der Analyseschritte, die eine bessere praktische Umsetzbarkeit in der Demenzbetreuung verspricht.
Wie bewertet die Arbeit die wissenschaftliche Basis der Validation?
Die Arbeit merkt kritisch an, dass die wissenschaftliche Belegbarkeit der Validation lückenhaft ist, betont jedoch den hohen praktischen Nutzen und die Bedeutung der darin enthaltenen Grundhaltungen.
- Quote paper
- Andrea Gundolf (Author), 2017, Pflegemodelle und -theorien bei Demenz. Auswahl und Implementierung eines Pflegemodells für Demenzerkrankte im pflegerischen Alltag, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/975543