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Der gesunde Übergewichtige. Ein metabolisches Phänomen?

Ein narrativer Review

Título: Der gesunde Übergewichtige. Ein metabolisches Phänomen?

Tesis (Bachelor) , 2018 , 50 Páginas , Calificación: 1,4

Autor:in: Isabella Jülch (Autor)

Salud - Fitness y salud
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Ziel der Arbeit ist es, mittels geeigneter wissenschaftlicher Literatur den Begriff „Metabolically Healthy Obesity“ zu definieren und aufzuzeigen, welche physiologischen Gegebenheiten dazu führen könnten, dass Übergewicht nicht notwendigerweise mit metabolischen Auffälligkeiten einhergehen muss. Es sollen die Unterschiede zwischen metabolisch gesunden und kranken Übergewichtigen herausgearbeitet werden. Abschließend ist eine Aussage über die gesundheitliche Langzeitprognose bei „gesundem Übergewicht“ zu treffen.

Unsere heutige Gesellschaft ist geprägt von Bewegungsmangel und zu hoher Energiezufuhr über die Nahrung. Dies führt langfristig von Übergewicht bis hin zu Adipositas, was zahlreiche gesundheitliche Komplikationen mit sich bringt. So nimmt nach der Deutschen Diabetes Gesellschaft ab einem BMI von 27 bis 30 die Mortalität an Herz-Kreislauferkrankungen und Karzinomen zu. Dem geht einher, dass immer mehr Menschen übergewichtig und adipös sind. Dabei ist Adipositas nicht nur ein nationales, sondern ein globales Problem. 1980 waren 857 Millionen Menschen weltweit übergewichtig oder adipös, 2013 waren es schon ca. 2,1 Millionen. Neue Studien zeigen nun, dass starkes Übergewicht bzw. Adipositas nicht zwingend mit metabolischen Anomalien einhergehen muss. Dieses neue Konzept wird als metabolisch gesunde Adipositas (“Metabolically Healthy Obesity“) bezeichnet und ist bislang in der Wissenschaft noch umstritten. So weisen nach Brinkmann (2013) 20 % der adipösen Menschen kein erhöhtes Risiko für metabolische Krankheiten auf. Im Rahmen der Bachelorarbeit soll nun untersucht werden, welche Merkmale gesundes Übergewicht ausmachen und was einen gesunden Übergewichtigen von einem krankhaften Übergewichtigen unterscheidet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG

2 ZIELSETZUNG

3 METHODIK

3.1 Forschungsfrage

3.2 Untersuchungsobjekte

3.3 Datenerhebung

3.4 Auswertung der Literaturquellen

4 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND

4.1 Physiologische Bedeutung des Fettgewebes

4.2 Definition und Diagnose von Übergewicht/Adipositas

4.3 Prävalenz von Übergewicht/Adipositas

4.4 Ursachen von Übergewicht/Adipositas

4.5 Definition „Metabolically Healthy Obesity“ und dessen physiologischen Gegebenheiten

5 ERGEBNISSE

5.1 Querschnittsstudien zum Zusammenhang zwischen Adipositas und metabolischen Risikofaktoren

5.2 Längsschnittstudien zur Prognose von anfänglich gesundem Übergewicht auf das Risiko für kardiometabolische Erkrankungen und Typ-2 Diabetes mellitus

6 DISKUSSION

6.1 Kritische Betrachtung der eigenen Vorgehensweise

6.2 Kritische Betrachtung der Ergebnisse

6.3 Interpretation der Ergebnisse

6.4 Weitere Forschungsfragen

7 ZUSAMMENFASSUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das wissenschaftlich kontroverse Konzept der "metabolisch gesunden Adipositas" (Metabolically Healthy Obesity, MHO). Ziel ist es, den Begriff präzise zu definieren, physiologische Mechanismen hinter der Abwesenheit metabolischer Auffälligkeiten bei Übergewichtigen zu beleuchten und eine fundierte Einschätzung zur gesundheitlichen Langzeitprognose für diesen Phänotyp anhand aktueller Literatur zu treffen.

  • Definition und physiologische Grundlagen der metabolisch gesunden Adipositas
  • Unterscheidung zwischen metabolisch gesunden und kranken Übergewichtigen
  • Analyse des kardiovaskulären Risikoprofils und des Diabetesrisikos bei MHO
  • Beurteilung der zeitlichen Stabilität des MHO-Zustands anhand von Längsschnittstudien

Auszug aus dem Buch

4.1 Physiologische Bedeutung des Fettgewebes

„Fettgewebe ist eine spezialisierte Form des Bindegewebes, das primär der Speicherung von Triacylglyceriden dient“ (Ströhle & Worm, 2014, S. 57). Das Fettgewebe wird unterschieden in braunes und weißes Fettgewebe. Das weiße Fettgewebe fungiert als Isolierfett, Speicherfett oder auch als Baufett und macht damit „den größten Anteil am Gesamtkörperfett“ (Ströhle & Worm, 2014, S. 57) aus. Das Fettgewebe speichert und mobilisiert Energie. Die Speicherung wird als Lipogenese bezeichnet. Diese findet statt, wenn dem Körper zu viel Energie zugeführt wird. Die Energiefreisetzung wird als Lipolyse bezeichnet. Das Hormon Insulin ist Kontrolleur dieser beiden Vorgänge, in dem es eine hemmende Wirkung auf die Lipase-Aktivität im Fettgewebe hat. Die Lipase ist für die Hydrolyse der Triglyceride zu freien Fettsäuren zuständig. Noradrenalin und Adrenalin haben dabei eine fördernde Wirkung auf die Lipase-Aktivität (Ganong, 2013, S. 290).

Zusätzlich fungiert das weiße Fettgewebe als endokrines Organ und bildet damit über 100 Hormone und Mediatoren (Ströhle & Worm, 2014, S. 57). Das braune Fettgewebe ist für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur zuständig, weshalb es „bei allen Säugern während der Neugeborenenphase“ (Ströhle & Worm, 2014, S. 57) vorkommt. Neue Studien haben nun gezeigt, dass auch Erwachsene das braune Fettgewebe noch besitzen, wie z. B. zwischen der Lunge und der Wirbelsäule (Ströhle & Worm, 2014, S. 57). Durch Kältereize werden die Lipolyse und ein Entkopplungsprotein namens Thermogenin, welches in der inneren Mitochondrienmembran liegt, aktiviert. Mithilfe des Thermogenins wird die oxidative Energie nicht in ATP, sondern in Wärme umgewandelt (Lexikon der Biologie – Spektrum der Wissenschaft, Zugriff am 12.06.18).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung beleuchtet die globale Zunahme von Übergewicht und Adipositas und führt das wissenschaftlich umstrittene Konzept der "metabolisch gesunden Adipositas" als zentrales Untersuchungsthema ein.

2 ZIELSETZUNG: Ziel ist die Definition von MHO, die Identifikation physiologischer Gegebenheiten für metabolische Gesundheit bei Adipositas sowie die Bewertung der Langzeitprognose.

3 METHODIK: Das Kapitel beschreibt die strukturierte Literaturrecherche, Ein- und Ausschlusskriterien für die Datenerhebung in Datenbanken wie PubMed und SpringerLink sowie die Systematik der Auswertung.

4 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Es werden grundlegende physiologische Zusammenhänge des Fettgewebes, Definitionen, Prävalenzdaten, Ursachen von Übergewicht und das Krankheitsbild der MHO detailliert dargestellt.

5 ERGEBNISSE: Dieser Hauptteil analysiert Querschnitts- und Längsschnittstudien zum Zusammenhang zwischen Adipositas und metabolischen Risikofaktoren sowie zur langfristigen Entwicklung von MHO.

6 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch hinterfragt, Vorgehensweisen bewertet, Studienergebnisse interpretiert und offene Fragen für die weitere Forschung identifiziert.

7 ZUSAMMENFASSUNG: Das Fazit fasst die Kernaussage zusammen, dass MHO kein stabiler Langzeitzustand ist und präventive Maßnahmen essentiell bleiben.

Schlüsselwörter

Metabolisch gesunde Adipositas, MHO, Übergewicht, Adipositas, metabolisches Syndrom, kardiovaskuläres Risiko, Typ-2 Diabetes mellitus, Fettgewebe, Längsschnittstudie, Prävalenz, Insulinresistenz, ektopisches Fett, Lebensstil, physiologische Gegebenheiten, Gesundheitsvorsorge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Thesis befasst sich mit der Frage, ob Übergewichtige trotz hoher Fettmasse einen "gesunden" Stoffwechselzustand aufweisen können, der nicht mit den üblichen Risiken wie Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen korreliert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die physiologischen Grundlagen von Fettgewebe, die Abgrenzung von metabolisch "gesunden" zu "kranken" Übergewichtigen sowie die langfristige Stabilität dieses Zustands durch die Analyse epidemiologischer Studien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, ob das Phänomen des "gesunden" Übergewichtigen wissenschaftlich beweisbar ist und wie es sich kurz- und langfristig vom krankhaften Übergewicht abgrenzen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um ein narratives Review. Die Autorin hat systematisch wissenschaftliche Literatur und aktuelle epidemiologische Langzeitstudien aus Datenbanken wie PubMed recherchiert, analysiert und ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der aktuelle Kenntnisstand (Physiologie, Ursachen) dargelegt und anschließend Ergebnisse aus Querschnitts- und Längsschnittstudien hinsichtlich metabolischer Risikofaktoren und Langzeitprognosen (CVD/Diabetes) gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind "Metabolisch gesunde Adipositas" (MHO), "metabolisches Syndrom", "kardiovaskuläres Risiko" und "Stabilität des Phänotyps".

Gibt es einen "gesunden" Übergewichtigen als stabilen Zustand?

Die Ergebnisse der analysierten Längsschnittstudien zeigen übereinstimmend, dass der MHO-Zustand meist vorübergehend ist und mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in einen metabolisch ungesunden Zustand übergeht.

Wie beeinflusst Fettverteilung das Risiko?

Die Arbeit verdeutlicht, dass insbesondere das viszerale Bauchfett (im Gegensatz zum subkutanen Fett) ein entscheidender Prädiktor für eine spätere metabolische Verschlechterung und ein höheres kardiovaskuläres Risiko ist.

Final del extracto de 50 páginas  - subir

Detalles

Título
Der gesunde Übergewichtige. Ein metabolisches Phänomen?
Subtítulo
Ein narrativer Review
Universidad
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Calificación
1,4
Autor
Isabella Jülch (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
50
No. de catálogo
V975874
ISBN (Ebook)
9783346320681
ISBN (Libro)
9783346320698
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fitness Gesundheit Ernährung Fitnessökonomie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Isabella Jülch (Autor), 2018, Der gesunde Übergewichtige. Ein metabolisches Phänomen?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/975874
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Extracto de  50  Páginas
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