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Die Naturgefahren Indiens. Ein Überblick über Auslöser ausgewählter Naturgefahren und -katastrophen

Titel: Die Naturgefahren Indiens. Ein Überblick über Auslöser ausgewählter Naturgefahren und -katastrophen

Seminararbeit , 2020 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jasmin Haddad (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in die vielfältigen Auslöser ausgewählter Naturgefahren und -katastrophen zu gewähren und der Frage nachzugehen, inwiefern Indiens Gesellschaft und Regierung in der Lage sind, mit diesen Gefahren und deren potentiellen Folgen umzugehen. Im ersten Kapitel wird zunächst ein Überblick über die häufigsten Naturgefahren Indiens gegeben. Im Hauptteil wird dann genauer auf Überschwemmungen, Zyklone und Erdbeben eingegangen, deren Folgen und anschließende Maßnahmen anhand ausgewählter Beispiele aufgezeigt werden. Im Fokus des sechsten Kapitels steht das Katastrophenmanagement Indiens. Ein Fazit und ein kurzer Ausblick auf mögliche Lösungsansätze beschließen die Arbeit.

Die erstaunliche Vielfalt Indiens spiegelt sich nicht nur in den zahlreichen Sprachen, Religionen und Lebensstilen des Landes wider, sondern auch in seinen einzigartigen klimatischen Bedingungen und den daraus resultierenden Naturräumen. Die Gefahren, die die Natur Indiens birgt, sind aufgrund dieser Faktoren, verbunden mit der extrem großen Fläche des Landes, ebenso vielfältig.

Am Anfang einer jeden Naturgefahr steht immer das eigentliche, natürliche Ereignis, welches exogenen oder endogenen Ursprung haben kann. Wenn dieses Ereignis im Stande ist, potentiellen Schaden anzurichten, spricht man von einer Naturgefahr. Um eine Naturkatastrophe handelt es sich erst dann, wenn eine Gefahr eingetreten ist und erhebliche Schäden mit sich gezogen hat, die von den Betroffenen nicht ohne Hilfe von außen bewältigt werden können. Naturkatastrophen können sich außerdem in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen wiederholen. Der Begriff des Risikos und die damit verbundene Risikobewertung und -analyse spielen eine zentrale Rolle hinsichtlich der Einschätzung der Stärke und des Ausmaßes von Naturkatastrophen. Aus Indiens Lage am arabischen Meer im Westen und dem Golf von Bengalen im Osten sowie den vielseitigen Einflüssen der großen Gebirgszüge, der verzweigten Flusssysteme und des Monsuns resultieren Naturgefahren, die das ganze Land betreffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Naturgefahren

3 Überschwemmungen

3.1 Mumbai 2005

4 Zyklone

4.1 Odisha 2013

5 Erdbeben

5.1 Gujarat 2001

6 Katastrophenmanagement

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Einblick in die vielfältigen Auslöser ausgewählter Naturgefahren in Indien zu gewähren und zu untersuchen, wie die indische Gesellschaft und Regierung auf diese Bedrohungen sowie deren sozioökonomische Folgen reagieren.

  • Analyse der klimatischen und geographischen Ursachen für Naturgefahren in Indien.
  • Untersuchung spezifischer Ereignisse wie Überschwemmungen in Mumbai, Zyklone in Odisha und das Erdbeben in Gujarat.
  • Evaluierung des indischen Katastrophenmanagements und der Wirksamkeit staatlicher Maßnahmen.
  • Bewertung des anthropogenen Einflusses auf das Ausmaß von Naturkatastrophen.
  • Identifikation von Lösungsansätzen zur Verbesserung der Resilienz gegenüber zukünftigen Katastrophen.

Auszug aus dem Buch

Mumbai 2005

Im Juli 2005 ereignete sich die schlimmste Überschwemmung Mumbais Geschichte, die die Stadt selbst, aber auch große Teile des Staates Maharashtras traf und einen geschätzten Schaden von 1,7 Billionen US Dollar verursachte (Ranger et al. 2011: 141). Diese Überschwemmungen sind jedoch nicht allein durch den Monsunregenfall ausgelöst worden, sondern durch ein Extremwetterereignis mit unaufhörlichem, großflächigen Regen (Bhagat 2006: 338). Dieser entstand dadurch, dass starker, feuchter Wund vom arabischen Meer auf das Festland zuwehte. Die Westghats stellten ein Hindernis dar, das den Wind nach Norden lenkte und zum Aufstieg zwang, was in bis zu 15km hohen Wolkentürmen resultierte (Bhagat 2006: 338). Der Regen fiel extrem lokalisiert über Mumbai und der näheren Umgebung (siehe Abb. 2).

Da die enormen Wassermassen den öffentlichen Verkehr lahmlegten, war das Stadtzentrum im Süden Mumbais mit seinen 2 Millionen Einwohnern vom Festland abgeschnitten (Government of Maharashtra 2006: 15). Insgesamt waren sogar 2,5 Millionen Menschen von der Überschwemmung eingeschlossen (ebd.). Des Weiteren war auch der regionale Transport und damit die Bewegung von Mensch, Gütern und Notfallversorgung tagelang komplett stillgelegt (Beresford & O’Hare 2012: 40). 450 Menschen sind durch die Fluten, Erdrutsche, das Einstürzen von Gebäuden und Stromschläge, vor allem in Slums, ums Leben gekommen (Government of Maharastra 2006: 247).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die klimatische und geographische Vielfalt Indiens ein und definiert die zentralen Begriffe Naturgefahr und Naturkatastrophe als Ausgangspunkt für die Forschungsfrage.

2 Naturgefahren: Das Kapitel bietet einen Überblick über die verschiedenen Naturgefahren in Indien, wobei die Anfälligkeit der Landmasse für Erdbeben, Überschwemmungen und Zyklone statistisch belegt wird.

3 Überschwemmungen: Hier werden die Ursachen von Überschwemmungen erläutert, wobei neben dem Monsun insbesondere anthropogene Faktoren wie Flächenversiegelung und mangelnde Abfallwirtschaft hervorgehoben werden.

3.1 Mumbai 2005: Dieses Kapitel analysiert das katastrophale Überschwemmungsereignis von 2005 in Mumbai als Fallbeispiel für die Folgen extremer Wetterereignisse in hochverdichteten städtischen Räumen.

4 Zyklone: Es wird die Entstehung tropischer Wirbelstürme im Indischen Ozean beschrieben und die besondere Verwundbarkeit der dicht besiedelten indischen Ostküste thematisiert.

4.1 Odisha 2013: Anhand des Zyklons Phailin wird aufgezeigt, wie durch moderne Warnsysteme und Vorbereitungsmaßnahmen die Opferzahlen bei einem schweren Sturm minimiert werden konnten.

5 Erdbeben: Dieses Kapitel widmet sich der seismischen Aktivität an der Grenze zwischen dem indischen Subkontinent und Asien und erläutert die tektonischen Hintergründe.

5.1 Gujarat 2001: Das Erdbeben in Gujarat wird als Beispiel für die verheerenden Auswirkungen eines Intraplatten-Erdbebens auf industrialisierte Regionen untersucht.

6 Katastrophenmanagement: Hier wird der institutionelle Rahmen des indischen Katastrophenmanagements, insbesondere die Rolle der National Disaster Management Authority (NDMA), kritisch beleuchtet.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass anthropogene Faktoren die Hauptursache für die Schwere der Katastrophen sind und betont die Notwendigkeit von Bildung und nachhaltigen sozialen Strategien.

Schlüsselwörter

Indien, Naturkatastrophen, Überschwemmungen, Zyklone, Erdbeben, Katastrophenmanagement, Monsun, Mumbai 2005, Odisha 2013, Gujarat 2001, anthropogener Einfluss, Prävention, Risikobewertung, Klimawandel, Urbanisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Arten von Naturgefahren in Indien und analysiert, wie Gesellschaft und Politik mit deren katastrophalen Folgen umgehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die thematischen Schwerpunkte liegen auf Überschwemmungen, Zyklonen und Erdbeben sowie den übergeordneten Strukturen des Katastrophenmanagements in Indien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ermitteln, ob die indische Regierung und Bevölkerung in der Lage sind, präventiv auf Naturgefahren zu reagieren und wie effektiv die Bewältigung der Folgen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung von Fallbeispielen zu vergangenen Katastrophenereignissen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der drei genannten Naturgefahren, ergänzt durch spezifische Fallstudien (Mumbai, Odisha, Gujarat), und schließt mit der Untersuchung der aktuellen Katastrophenschutzstrategien ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Naturgefahren, Katastrophenmanagement, Resilienz, Prävention und anthropogene Ursachen charakterisieren.

Warum waren die Folgen der Überschwemmung in Mumbai 2005 so gravierend?

Neben dem extremen Regenfall waren eine mangelhafte Stadtplanung, die Zerstörung natürlicher Schutzbarrieren wie Mangroven und ein überlastetes sowie blockiertes Entwässerungssystem ausschlaggebend.

Welche Lehren wurden aus dem Zyklon Phailin in Odisha gezogen?

Das Ereignis zeigte, dass moderne Kommunikationssysteme und eine verbesserte Vorwarnkultur die Überlebenschancen der Bevölkerung signifikant erhöhen können, auch wenn ländliche Gebiete weiterhin mit der langfristigen Wiederherstellung kämpfen.

Warum wird Erdbeben politisch weniger Aufmerksamkeit geschenkt als Überschwemmungen?

Da Erdbeben in Indien seltener vorkommen als Überschwemmungen, wird ihnen in der politischen Planung oft weniger Priorität eingeräumt, was die Entwicklung systematischer Vorsorgemaßnahmen behindert.

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Details

Titel
Die Naturgefahren Indiens. Ein Überblick über Auslöser ausgewählter Naturgefahren und -katastrophen
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Geographisches Institut)
Note
1,0
Autor
Jasmin Haddad (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
18
Katalognummer
V976080
ISBN (eBook)
9783346327246
ISBN (Buch)
9783346327253
Sprache
Deutsch
Schlagworte
naturgefahren indiens überblick auslöser
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jasmin Haddad (Autor:in), 2020, Die Naturgefahren Indiens. Ein Überblick über Auslöser ausgewählter Naturgefahren und -katastrophen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/976080
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