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Intrauterine Frühtraumatisierungen. Auswirkungen auf die Emotionsregulation von Jugendlichen

Titel: Intrauterine Frühtraumatisierungen. Auswirkungen auf die Emotionsregulation von Jugendlichen

Hausarbeit , 2019 , 20 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stella Falkenberg (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der intrauterinen Frühtraumatisierung und den Auswirkungen dieser auf die Emotionsregualtionsfähigkeit von Jugendlichen. Wie wirken sich einschneidende Erlebnisse während der Schwangerschaft auf die Entwicklung des Gehirns aus? Welche Folgen hat das auf die Emotionsregulationsfähigkeiten in der Adoleszenz, während der das Gehirn völlig umstrukturiert wird? Diesen Fragen soll durch die Konzeption einer hypothetischen Studie nachgegangen werden. In dieser sollen Ideen entworfen werden, wie man den Zusammenhang zwischen diesen traumatischen, intrauterinen Einflüssen und den Auswirkungen auf die Emotionsregulationsfähigkeiten von Jugendlichen messbar machen könnte.

In dem Moment, in welchem Ei- und Samenzelle miteinander verschmelzen, beginnt die Entwicklung des Menschen im Körper der Mutter. Die ersten drei Monate entscheiden über Leben oder Tod und auch später ist die Gefahr noch nicht gebannt. Was geschieht mit dem Embryo und später Fötus, wenn der sich gerade entwickelnde Mensch intrauterinen Traumatisierungen ausgesetzt wird? Welche Auswirkungen haben Drogen, epigenetische und Umwelt-Einflüsse, Gewalteinwirkungen oder Krankheiten der Mutter auf das ungeborene Kind?

Bisher vorliegende Studien zum Thema Emotionsregulation bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gehen zumeist nur auf Frühtraumatisierungen durch physische, psychische oder sexuelle Gewalt, sowie Vernachlässigung im Säuglings-, Kindes- bzw. Jugendalter ein, also zu einem postnatalen Zeitpunkt. Yılmazer hat zum Thema Emotionsregulationsstörungen bei schwer traumatisierten Individuen einen Übersichtsartikel verfasst, in dem die Autorin acht verschiedene Studien zu diesem Thema aus den Jahren 2009 bis 2016 mit insgesamt 6677 Personen im Alter zwischen 7.5 und 90 Jahren auswertete.

Sie stellte dabei fest, dass die Belastung durch Misshandlungen im Kindesalter deutlich mit späterer Emotionsdysregulation
im Jugendalter korreliert ist. Das Fehlen der Fähigkeit zur Regulation von Emotionen ist hierbei ein kritischer Faktor bei der Verarbeitung der Auswirkungen von Traumata und Vernachlässigung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Einleitung

Theoretische Grundlagen

Der Unterschied zwischen seelischem Trauma und seelischer Verletzung

Die Frühtraumatisierung

Die intrauterine Frühtraumatisierung

Emotionen

Emotionsregulation

Störungen der Emotionsregulation

Hypothesen

Hypothetische Studie

Methoden

Diskussion & Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Zusammenhänge zwischen intrauterinen Frühtraumatisierungen und der späteren Entwicklung von Emotionsregulationsfähigkeiten bei Jugendlichen. Das primäre Ziel besteht darin, ein Konzept für eine hypothetische Langzeitstudie zu entwickeln, um diese komplexen entwicklungspsychologischen Auswirkungen messbar zu machen.

  • Definition und Abgrenzung von Traumatisierung im Vergleich zu seelischen Verletzungen
  • Die intrauterine Phase als kritische Periode für die Gehirnentwicklung
  • Neurobiologische Folgen von Stress und Traumata im frühen Lebensalter
  • Methoden zur Erfassung von Emotionsregulation bei Jugendlichen im Kontext von Längsschnittstudien

Auszug aus dem Buch

Die intrauterine Frühtraumatisierung

Laut Nilsson und Hamberger (1990) gibt es verschiedene Auffassungen für den Beginn des Lebens im weiblichen Körper. Dabei gehen sie auf religiöse, juristische und biologische Aspekte ein. Der Einfachheit halber beziehen sich die Autoren auf die Definition, dass der Embryo ein Nervensystem haben sollte, um etwas empfinden zu können (S. 75). Ohne Empfindung kann der werdende Mensch auch kein Trauma erfahren.

Etwa drei Wochen nach der Befruchtung werden aus dem Keimblatt das Rückenmark, Gehirn und Nerven gebildet. Es entstehen in diesem Zyklus primitive Nervenzellen, die noch keine Verbindungen zueinander haben. Dadurch können auch noch keine Nervenimpulse übertragen werden. Diese Entwicklung findet später statt. In diesem Zeitraum hat der Embryo definitiv noch kein Bewusstsein. Ab der vierten Schwangerschaftswoche sind deutliche Anlagen des Gehirns und des Rückenmarks zu erkennen. Das Herz pumpt dann schon Blut zur Leber und Hauptschlagader (S. 78). Das würde bedeuten, dass der Embryo erste Empfindungen erfahren könnte. Dies ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt und dient zur Verdeutlichung des Zeitraumes, ab welchem traumatische Erlebnisse theoretisch wahrgenommen werden könnten.

In der achten Schwangerschaftswoche wird der Embryo zum Fötus. In diesem Stadium der Entwicklung sind alle Organe angelegt und es fehlt nur noch das Wachstum, um das weiterzuentwickeln was bereits vorhanden ist. Körperfunktionen werden im Folgenden verfeinert und die verschiedenen Systeme werden ausprobiert (S. 92). In dieser Phase ist es besonders wichtig, dass die Mutter des entstehenden Kindes einen gesunden Lebensstil führt, um die Weiterentwicklung nicht zu stören. Nimmt die werdende Mutter in dieser Zeit keine Rücksicht auf das ungeborene Kind, konsumiert sie Drogen (Rauchen, Alkohol, Medikamente oder illegale Drogen), versucht gar ihr Kind abzutreiben, z.B. durch exzessiven Sport, oder wird sie selber Opfer von Misshandlungen, so wird der Fötus in diesem Moment traumatisiert.

Zusammenfassung der Kapitel

Zusammenfassung: Einführung in das Thema der intrauterinen Traumatisierung und Erläuterung der Intention der hypothetischen Studie.

Einleitung: Darstellung des Forschungsstands zu Emotionsregulation und Traumata bei Kindern und Jugendlichen sowie die Begründung für die Notwendigkeit der vorliegenden Untersuchung.

Theoretische Grundlagen: Fundamentale Begriffe werden definiert, wobei der Fokus auf der Abgrenzung von seelischen Verletzungen zum Trauma und den spezifischen Folgen der intrauterinen Belastung liegt.

Hypothesen: Formulierung von vier zentralen Hypothesen, die sich mit der Stressreaktivität und den Regulationsmechanismen bei betroffenen Jugendlichen befassen.

Hypothetische Studie: Entwurf eines Studiendesigns, das eine Langzeituntersuchung von der Schwangerschaft bis zum Jugendalter vorsieht.

Methoden: Vorstellung geeigneter diagnostischer Verfahren wie Fragebögen und physiologische Stressmessungen zur Erfassung der Emotionsregulationsfähigkeiten.

Diskussion & Ausblick: Kritische Reflexion der Rekrutierungsmöglichkeiten, der Zusammenarbeit mit Medizinern und der Bedeutung für die Prävention in der Schwangerschaftsvorsorge.

Schlüsselwörter

Intrauterine Frühtraumatisierung, Emotionsregulation, Jugendlichen, pränatale Einflüsse, Traumatisierung, Stressreaktivität, HPA-Achse, Entwicklungspsychologie, Langzeitstudie, Affektregulation, Cortisol, Gehirnentwicklung, Schwangerschaft, Psychopathologie, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Verbindung zwischen pränatalen traumatischen Einflüssen und der späteren Entwicklung von Emotionsregulationsfähigkeiten bei Jugendlichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Traumata im frühen Lebensalter, die Auswirkungen von mütterlichem Stress oder Substanzkonsum auf den Fötus sowie die diagnostische Erfassung emotionaler Kompetenzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Konzeption einer hypothetischen Langzeitstudie, um den Zusammenhang zwischen intrauterinen Belastungen und der späteren Emotionsregulationsfähigkeit von Jugendlichen messbar zu machen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden für das Studiendesign vorgeschlagen?

Es wird ein Längsschnitt-Ansatz empfohlen, der sowohl psychologische Fragebögen (Selbstberichte) als auch physiologische Messungen wie den Trierer Sozial Stress Test (TSST-C) und bildgebende Verfahren zur Untersuchung der Gehirnaktivität umfasst.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Trauma-Begriffen, die physiologische Entwicklung des Kindes im Mutterleib sowie die darauffolgende Definition von Hypothesen und methodischen Erhebungsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind intrauterine Frühtraumatisierung, Emotionsregulation, Stressreaktivität und pränatale Einflüsse.

Warum wird die intrauterine Phase als so kritisch für die Emotionsregulation angesehen?

Da in diesem frühen Entwicklungsstadium die Gehirnstruktur und wichtige Körpersysteme angelegt werden, können traumatische Stressoren laut Arbeit gravierende und langfristige Veränderungen verursachen, die das spätere Emotionsmanagement beeinträchtigen.

Welche Rolle spielt die Pubertät in dieser Untersuchung?

Die Pubertät wird als eine Phase der massiven Gehirnumstrukturierung betrachtet, in der sich bereits existierende Entwicklungsstörungen oder Traumafolgen durch eine erhöhte emotionale Reaktivität besonders deutlich zeigen können.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Intrauterine Frühtraumatisierungen. Auswirkungen auf die Emotionsregulation von Jugendlichen
Hochschule
Universität Trier  (Psychologie)
Veranstaltung
Vertiefungsseminar Differentielle Psychologie
Note
1,0
Autor
Stella Falkenberg (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
20
Katalognummer
V976507
ISBN (eBook)
9783346328465
ISBN (Buch)
9783346328472
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Frühtraumatisierung Emotionsregulationsstörung intrauterine Frühtraumatisierung Jugendliche Emotionsregulationsfähigkeiten Emotionsregulation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stella Falkenberg (Autor:in), 2019, Intrauterine Frühtraumatisierungen. Auswirkungen auf die Emotionsregulation von Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/976507
Blick ins Buch
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