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Die Economic Partnership Agreements. Stellen die EPAs eine entwicklungspolitische Maßnahme bis 2008 dar?

Titel: Die Economic Partnership Agreements. Stellen die EPAs eine entwicklungspolitische Maßnahme bis 2008 dar?

Hausarbeit , 2020 , 21 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Zeynep Kut (Autor:in)

Politik - Thema: Europäische Union
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Hausarbeit werden die Economic Partnership Agreements in Bezug auf folgende Fragestellung thematisiert: „Stellen Economic Partnership Agreements eine entwicklungspolitische Maßnahme bis 2008 dar?“. Der Gegenstand dieser Arbeit ist die Analyse der bisherigen Erfahrungen und Kritiken zu den im Cotonou-Abkommen verankerten EPAs.

Der erste Teil befasst sich somit mit den EPAs. Unter Einbindung der Vorgeschichte und der Entwicklung dieser bis 2008 werden die theoretischen Hintergründe der Arbeit festgehalten. Welche Problematiken und Gefahren die EPAs mitführen, werden in einem Untergliederungspunkt aufgeführt. Dabei werden die Anpassungskosten und ihre Auswirkungen, wie die Handelseffekte, analysiert. Es können erhebliche Kosten bei der Umsetzung der EPAs verursacht werden. Die Auswirkungen der EPAs in Bezug auf den Handel können gegebenenfalls Gefahren für die AKP-Staaten darstellen. Die AKP-Staaten streben eine autonome regionale Integration vor der Aushandlung von bilateralen Freihandels- Abkommen an. So wird darauffolgend thematisiert, welche potenziellen Auswirkungen die EPAs auf die regionale Integration haben. Im zweiten Teil der Hausarbeit folgt ein Fallbespiel zur besseren Darstellung der Thematik.

Das ausgewählte Fallbeispiel bezieht sich auf Westafrika und befasst sich mit der Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (ECOWAS). Begründet es eine reale und neue Partnerschaft mit den afrikanischen Ländern, wie sie von angekündigt wurde oder handelt es sich vielmehr um das Aufblühen neo-kolonialistischer Strömungen? Eine weitere zentrale Frage dabei ist, ob das Handelsabkommen tatsächlich eine Chance für die afrikanischen Staaten darstellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Economic Partnership Agreements

2.1 Evolution und Stand der EPA-Verhandlungen bis 2008

2.2 Anpassungskosten und Auswirkungen

2.3 Regionales Integrationsbestreben

3. Fallbeispiel: Westafrika und ECOWAS

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Economic Partnership Agreements (EPAs) im Verhandlungszeitraum bis 2008 als entwicklungspolitische Maßnahme zu bewerten sind, und analysiert hierbei kritisch die Erfahrungen sowie Auswirkungen auf die betroffenen AKP-Staaten.

  • Analyse der historischen Entwicklung und theoretischen Hintergründe der EPAs.
  • Untersuchung von Anpassungskosten und Handelseffekten für die AKP-Staaten.
  • Evaluation der Auswirkungen auf die regionale Integration in Afrika.
  • Fallstudie zur Rolle der ECOWAS und den spezifischen Problemlagen in Westafrika.
  • Kritische Reflexion der Partnerschaft zwischen der EU und den AKP-Ländern.

Auszug aus dem Buch

2.2 Anpassungskosten und Auswirkungen

Die Umsetzung der EPAs in ihrer Form können erhebliche Anpassungskosten hervorrufen (vgl. Oxfam International 2006: S. 5f.). Die Zollpolitik spielt eine enorm wichtige Rolle für die wirtschaftliche Lage in vielen Länder. Durch internationale Handelsströmungen erwirtschaften die Länder hohe Anteile des durch die Zolleinnahmen, da diese in der Regel hoch angesetzt sind. Das Aussetzen der Einnahmen durch die Zollpolitik kann zu ausschlaggebenden Einkommensverlusten in den AKP-Staaten führen. Die Einschränkung wird folgendermaßen beschrieben:

„Die EPAs werden die Fähigkeit der AKP-Regierungen, die Zollpolitik in dieser Art und Weise anzuwenden, stak einschränken. AKP-Länder werden nur solche Produkte von der vollen Liberalisierung ausnehmen können, die weniger als 20 Prozent des Gesamtwerts des Handels mit der EU ausmachen.“ (Oxfam International 2006: S. 6).

Des Weiteren wird betont, dass die 20 Prozent des Handelsvolumens der Zolleinnahmen für den Staatshaushalt und dem Schutz der Existenzgrundlagen Rechnung tragen kann (vgl. Oxfam International 2006: S. 6). Diese Art von Einschränkung stellt enorme Anpassungskosten für die AKP-Staaten auf, da sich dieser Aspekt negativ in den staatlichen Ausgaben bemerkbar machen kann. Beispielhaft sind die Dienstleistungen in den Ländern zu erwähnen, die durch geringere staatliche Ausgaben benachteiligt werden können ( aufgrund der finanziellen Anpassungsvoraussetzungen, die für das Land entstehen).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Zusammenarbeit zwischen EU und AKP-Staaten ein und definiert die Forschungsfrage, ob EPAs als entwicklungspolitische Maßnahme bis 2008 gelten können.

2. Economic Partnership Agreements: Dieses Kapitel erläutert die Genese der EPAs, ihre theoretischen Rahmenbedingungen sowie die damit verbundenen ökonomischen Herausforderungen und Anpassungsprozesse.

3. Fallbeispiel: Westafrika und ECOWAS: Anhand der westafrikanischen Region und der ECOWAS wird konkret illustriert, wie regionalpolitische Integrationsbestrebungen durch die EPA-Vorgaben beeinflusst werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die EPAs zwar Risiken und Chancen bieten, im Untersuchungszeitraum jedoch keine direkte entwicklungspolitische Maßnahme darstellten.

Schlüsselwörter

Economic Partnership Agreements, AKP-Staaten, EU, Handelsliberalisierung, Entwicklungszusammenarbeit, Westafrika, ECOWAS, regionale Integration, Anpassungskosten, Cotonou-Abkommen, Zollpolitik, Freihandel, Handelspräferenzen, Entwicklungspolitik, Außenhandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Economic Partnership Agreements (EPAs) als Instrument der Handels- und Entwicklungspolitik zwischen der EU und den AKP-Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Handelsliberalisierung, regionale Integrationsprozesse in Afrika sowie die finanziellen und sozialen Auswirkungen der Abkommen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern die EPAs bis 2008 tatsächlich als entwicklungspolitische Maßnahmen fungierten oder ob sie eher ökonomische Interessen der EU verfolgten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die offizielle Abkommen, Berichte von NGOs und wissenschaftliche Studien zum Thema Handelsbeziehungen auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Evolution der Handelsverträge, die strukturellen Anpassungskosten für die betroffenen Länder und bietet eine Fallstudie zu Westafrika.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Economic Partnership Agreements, AKP-Staaten, Entwicklungszusammenarbeit und regionale Integration.

Welche Rolle spielt die ECOWAS in dieser Analyse?

Die ECOWAS dient als Fallbeispiel, um die Schwierigkeiten bei der regionalen Integration und dem Verhandlungsdruck durch die EU konkret aufzuzeigen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der 20-Prozent-Grenze?

Die Autorin hebt hervor, dass die Einschränkung der Zollpolitik durch die EPAs für die betroffenen Staaten hohe Anpassungskosten verursacht und ihre fiskalischen Handlungsspielräume einschränkt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Economic Partnership Agreements. Stellen die EPAs eine entwicklungspolitische Maßnahme bis 2008 dar?
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Gesellschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Entwicklungsprobleme und -strategien in Subsahara-Afrika
Note
2,3
Autor
Zeynep Kut (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
21
Katalognummer
V976688
ISBN (eBook)
9783346326799
ISBN (Buch)
9783346326805
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Europäische Union AKP-Staaten Subsahara Entwicklungsproblem Entwicklungspolitik Maßnahmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Zeynep Kut (Autor:in), 2020, Die Economic Partnership Agreements. Stellen die EPAs eine entwicklungspolitische Maßnahme bis 2008 dar?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/976688
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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