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Tiergestützte Pädagogik. Möglichkeiten und Grenzen im Kontext traumatisierter Kinder und Jugendlicher

Título: Tiergestützte Pädagogik. Möglichkeiten und Grenzen im Kontext traumatisierter Kinder und Jugendlicher

Tesis (Bachelor) , 2018 , 52 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Mirjam Franke (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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Diese Bachelorarbeit handelt von Möglichkeiten und Grenzen tiergestützter Pädagogik im Kontext traumatisierter Kinder und Jugendlicher.

Traumatisierte Kinder und Jugendliche haben eine schwere Last mit sich zu tragen, was sich oft im Verhalten widerspiegelt. Seit drei Jahrzehnten gewinnen die Erkenntnisse der Psychotraumatologie an Bedeutung und bei psychisch oder sozial verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen wird vermehrt die Möglichkeit einer Traumatisierung mit in Betracht gezogen. Auch in der Pädagogik spielen belastende Lebenserfahrungen in der Vorgeschichte der betroffenen Person mittlerweile eine große Rolle.

In den letzten zehn Jahren hat sich somit der Fachbereich der Traumapädagogik entwickelt. Diese steht noch in ihren Anfängen. Sie baut auf den Erkenntnissen der Psychotraumatologie auf und entwickelt auf deren Basis und durch die Evaluation von Trauma pädagogischer Konzepte durchgehend weitere Konzepte und Möglichkeiten zur Unterstützung traumatisierter Kinder und Jugendlicher in der pädagogischen Arbeit.

Eine mögliche Unterstützung wurde bisher kaum mit einbezogen, könnte jedoch durchaus helfen: Die tiergestützte Pädagogik. Seit einiger Zeit werden immer mehr Tiere in die pädagogische Arbeit integriert, wie z. B. am vermehrten Einsatz von Tieren verschiedenster Art in der Schule erkennbar wird.

Bisher ist die tiergestützte Pädagogik jedoch kein offizielles Fachgebiet in Deutschland und die Effektivität wird von einigen Seiten immer noch angezweifelt. Sowohl die Traumapädagogik als auch die tiergestützte Pädagogik sind noch junge und aktuelle Forschungsfelder, was sie zu relevanten Themengebieten für die Gegenwart macht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Traumapädagogik

2.1 Definition Trauma

2.2 Traumafolgestörungen

2.3 Definition Traumapädagogik

2.4 Ziele und Aufgaben der Traumapädagogik

2.5 Grundbedürfnisse traumatisierter Kinder und Jugendlicher

2.5.1 Orientierung/Kontrolle und Sicherheit

2.5.1.1 Regeln und Strukturen

2.5.1.2 Der sichere Ort

2.5.2 Lustgewinn/Unlustvermeidung durch neue Erfahrungen

2.5.3 Selbstwerterleben/Selbstbemächtigung

2.5.4 Bindung und Beziehungen

2.6 Arbeitsfelder der Traumapädagogik

2.7 Beispiel: Arbeitsfeld Schule

3 Tiergestützte Pädagogik

3.1 Definition und begriffliche Abgrenzung Tiergestützte Pädagogik

3. 2 Mögliche Praxisfelder Tiergestützter Pädagogik

3.3 Beispiele Tiergestützter Pädagogik und ihre Wirkung auf traumatisierte Kinder und Jugendliche

3.3.1 Beispiel Esperanza- Zentrum für Tiergestützte Pädagogik: Eine Einrichtung der Jugendhilfe

3.3.2 Beispiele Tiergestützter Pädagogik in der Schule

3.3.2.1 Unterstützung traumatisierter Kinder durch Hunde in der Schule

3.3.2.2 Konzept der Tiergestützten Heilpädagogik- TGHP von Andrea Vanek-Gullner

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den potenziellen Nutzen tiergestützter Pädagogik als ergänzenden Ansatz in der Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, inwiefern Tiere dazu beitragen können, die pädagogische Arbeit in diesem speziellen Kontext zu unterstützen und die Lebensqualität sowie Stabilisierung der Betroffenen zu fördern.

  • Grundlagen der Traumapädagogik und spezifische Bedürfnisse traumatisierter Heranwachsender.
  • Definition und Differenzierung der tiergestützten Pädagogik von anderen Interventionsformen.
  • Analyse der Wirkung von Tieren als „Brückenbauer“ in Bindungs- und Kommunikationsprozessen.
  • Praxisbeispiele zur Anwendung tiergestützter Interventionen in der Jugendhilfe und im schulischen Kontext.
  • Diskussion von Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes von Tieren in pädagogischen Settings.

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Beispiel Esperanza- Zentrum für tiergestützte Pädagogik: Eine Einrichtung der Jugendhilfe

Das Esperanza- Zentrum für tiergestützte Pädagogik ist eine Einrichtung der Jugendhilfe, die für Heranwachsende zur Verfügung steht, welche aufgrund von äußeren oder persönlichen Umständen nicht in ihren Familien leben können (vgl. Kotzina 2011, S.177 ff.). Auf dem Hof von Esperanza wohnen bis zu neun Jungen und Mädchen oft mehrere Jahre mit über 70 Tieren, darunter Esel, Pferde, Schweine, Enten, Hühner, Fische, Hunde, Katzen, Wellensittiche usw., zusammen und werden im Alltag von einem „Expertenteam aus den Bereichen Pädagogik, Sozialarbeit, Psychologie, Therapie, Tierpflege, Handwerk, Haus-und Landwirtschaft“(Kotzina 2011, S.177) begleitet (vgl. ebd.). Diese Expert*innen bieten sozialpädagogische und therapeutische Einzelmaßnahmen an, machen tiergestützte pädagogische Angebote im ambulanten und stationären Bereich, sowie Berufsvorbereitungsmaßnahmen, Arbeitstraining und sie bieten eine dreijährige Lehre als Tierpfleger*in an (vgl. ebd.).

Da die Tiere täglich versorgt werden müssen und der Haushalt in der Gruppe geführt wird, müssen die Kinder und Jugendlichen zeitlichen Strukturen im Alltag folgen (vgl. Kotzina 2011, S.179). Die Verbindung zu den Tieren motiviert sie dazu, sich an die Pflegezeiten und die weiteren Vorgaben zu halten (vgl. ebd., S.181).

Wie in Kapitel 2.5.1.2 erläutert wurde, sind Struktur und klare Rahmenbedingungen im Alltag ein wichtiger Aspekt für die Orientierung traumatisierter Kinder und Jugendliche im Leben und vermitteln Sicherheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Traumapädagogik sowie die theoretische Verknüpfung mit tiergestützten Interventionen ein und stellt die zentrale Forschungsfrage der Arbeit vor.

2 Traumapädagogik: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Traumapädagogik, definiert traumatische Ereignisse sowie deren Folgen und beleuchtet die spezifischen Grundbedürfnisse traumatisierter Kinder und Jugendlicher.

3 Tiergestützte Pädagogik: Der Abschnitt bietet eine Einführung in das Feld der tiergestützten Pädagogik, grenzt diese methodisch ab und illustriert anhand konkreter Praxisbeispiele, wie Tiere in der Jugendhilfe und Schule therapeutisch wirken können.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Möglichkeiten und Grenzen des tiergestützten Ansatzes zusammen und reflektiert den Nutzen für die pädagogische Arbeit mit traumatisierten jungen Menschen.

Schlüsselwörter

Traumapädagogik, Tiergestützte Pädagogik, Traumafolgestörungen, Bindung, Jugendliche, Kinder, Jugendhilfe, Schule, Selbstbemächtigung, Resilienz, Stabilisierung, Psychotraumatologie, Intervention, Tiere, Orientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration tiergestützter Interventionen in die pädagogische Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit verknüpft die beiden Fachbereiche Traumapädagogik und tiergestützte Pädagogik und untersucht deren synergetische Wirkung.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet: Worin liegt der Nutzen der tiergestützten Pädagogik für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Traumapädagogik?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die mittels eines texthermeneutischen Vorgehens verschiedene Fachdisziplinen und Literaturquellen verknüpft und auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Analyse traumapädagogischer Konzepte und eine detaillierte Betrachtung der Praxis, inklusive Fallbeispielen zur Tierinteraktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind unter anderem Traumapädagogik, Tiergestützte Pädagogik, Bindung, Resilienz und Stabilisierung.

Warum spielt die Umgebung im Konzept von "Esperanza" eine Rolle?

Die Struktur und die tägliche Verantwortung für Tiere vermitteln traumatisierten Kindern notwendige Sicherheit und Orientierung im Alltag.

Welche Rolle spielt der Hund im pädagogischen Setting laut dem Konzept von Andrea Vanek-Gullner?

Der Hund fungiert als emotionaler Unterstützer, der durch seine Präsenz Aggressionen mindert und als Anker zur Realität für geistig abwesende Schüler dienen kann.

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Detalles

Título
Tiergestützte Pädagogik. Möglichkeiten und Grenzen im Kontext traumatisierter Kinder und Jugendlicher
Universidad
Christian-Albrechts-University of Kiel
Calificación
1,3
Autor
Mirjam Franke (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
52
No. de catálogo
V976719
ISBN (Ebook)
9783346373700
ISBN (Libro)
9783346373717
Idioma
Alemán
Etiqueta
Tiergestützte Pädagogik Traumapädagogik traumatisierte Kinder traumatisierte Jugendliche
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mirjam Franke (Autor), 2018, Tiergestützte Pädagogik. Möglichkeiten und Grenzen im Kontext traumatisierter Kinder und Jugendlicher, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/976719
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