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Die Individualität in der Skulptur des Mittelalters am Beispiel der Kathedralen in Reims und Bamberg

Título: Die Individualität in der Skulptur des Mittelalters am Beispiel der Kathedralen in Reims und Bamberg

Trabajo , 2016 , 24 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Alexandra Roszkowski (Autor)

Arte - Escultura, plástica
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Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit allen Fragen, die im Zusammenhang mit der Individualität der Skulptur im Mittelalter auftreten. So wird zu Anfang versucht, eine Einschätzung des Begriffes Individualität, auch im Hinblick auf den Künstler im Mittelalter, zu geben. Danach folgt ein kurzer Überblick über die Geschichte der Skulptur, da nur so verstanden werden kann, auf welcher Basis sich Individualität in der Skulptur ausdrücken konnte. Dies wird im darauffolgenden Teil beschrieben, in dem es speziell um Individualität und Skulptur geht. Zur Veranschaulichung der theoretischen Auseinandersetzung mit der Thematik dienen die beiden skulpturalen Verzierungen der Kathedralen Reims und Bamberg. Nach einer Zusammenfassung der Ergebnisse der einzeln betrachteten Kathedralen wird noch auf die Problematik bezüglich der Individualität in der Skulptur des Mittelalters eingegangen. Hier fließen letztendlich alle ausgeführten Beobachtungen zusammen und es stellt sich die Frage der tatsächlichen Individualität des Kunstwerkes und auch des Künstlers.

Beschäftigt man sich mit der Individualität in der Skulptur im Mittelalter fällt auf, wie schwierig der Begriff zu fassen und definieren ist. Die Individualität einer Skulptur wird bestimmt von ihrem Bildhauer, also ihrem Erschaffer. Dieser bedient sich bestimmter Formen und Motive, die sein Schaffen einzigartig machen. Doch auch der Künstler ist nicht frei von Vorbildern und einem Bildervorrat, den er sich angeeignet hat. Es gab somit auch Nachahmungen und Versuche, die Fähigkeiten und Besonderheiten verschiedener Meister zu erreichen. Jedoch ist besonders in den skulpturalen Werken des Mittelalters nicht immer deutlich, wer die ausführende Kraft dahinter war. So gab es, wie auch in vielen anderen Kunstgattungen, oftmals Werkstätten, die zusammen gearbeitet haben und somit einen gemeinsamen Stil innehatten und benutzten.

Hinzu kommt außerdem die Entwicklung von Schablonen, die es gab, um bestimmte Merkmale von Skulpturen zu kopieren und an einer anderen Stelle wiederzugeben. Es finden sich also Formen und Eigenarten von verschiedenen Skulpturen auch bei weiteren an anderen Kathedralen wieder. So lassen sich Beziehungen zwischen den Kirchen und Wanderungen von Werkstätten nachweisen. Bei der Frage der Individualität ist zudem nicht zu vergessen, dass die Tatsache, wie viel Freiheit der Künstler selbst hatte und wie viel vom Bauherrn vorgeschrieben war, meist nicht eindeutig zu klären ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Individualität in der Skulptur des Mittelalters

2.1 Eine Annäherung an den Begriff der Individualität im Mittelalter

2.1.1 Individuum und Gesellschaft

2.1.2 Die Individualität des Künstlers

2.2 Kurzer Überblick über die Geschichte der Skulptur

2.3 Die Individualität in der Skulptur

2.3.1 Allgemeiner Überblick

2.3.2 Zwei Beispiele für individuelle Gestaltung von Skulpturen

2.3.2.1 Die Werkstätten in Reims

2.3.2.2 Die Skulpturen in Bamberg

2.3.2.3 Zusammenfassende Darstellung der Beispiele

3. Abschließende Bemerkung zum Thema Individualität in der Skulptur des Mittelalters

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe Problematik der künstlerischen Individualität in der mittelalterlichen Skulptur, indem sie den Begriff des Individuums historisch einordnet und die tatsächliche Freiheit sowie den gestalterischen Einfluss der Bildhauer kritisch hinterfragt. Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit individuelle Ausdrucksformen jenseits kollektiver Werkstattstrukturen und vorgegebener Traditionen im 13. Jahrhundert nachweisbar sind.

  • Historische Einordnung des Individuums und der Individualität im Mittelalter.
  • Die Rolle und Autonomie des Künstlers in mittelalterlichen Bauhütten.
  • Verhältnis zwischen traditionellen Formen, Auftraggebern und künstlerischer Kreativität.
  • Fallstudien zur Skulptur an den Kathedralen von Reims und Bamberg.
  • Methodische Problematik der Zuweisung künstlerischer Handschriften in der Anonymität der Bauhütten.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Allgemeiner Überblick

„Nichts unterscheidet, sagt man uns, die italienische Kunst (des Mittelalters) so tief von der gotischen Blüte des Nordens, wie das Hervortreten der Künstlerindividualität und die individuelle Abwandlung, die der Grundstil der Epoche in ihren Werken erleidet“, so Vöge. Ihm zufolge lassen sich an den Höhepunkten der Entwicklung herausragende Arbeiten finden. Diese würden den Skulpturen eine Seele geben und etwas Neues hervorheben. Außerdem hätten sie viele Schulen und Nachahmer geschaffen, die nicht an ihre Fähigkeiten herankommen. Diese bedeutenden Meister prägten für Vöge den Zeitstil. Die Gemeinsamkeit der großen Werkstätten hätte ihm zufolge eine ausgleichende Wirkung gehabt. Jedoch solle man dabei zwischen einer individualistischen Tendenz und einer individuellen Begabung unterscheiden. Erstere sei in Italien stärker ausgeprägt gewesen als in Frankreich. In den großen Bauhütten waren Meister mit unterschiedlichen Tendenzen und Begabungen beschäftigt, die sich auch gegeneinander behaupten mussten. „Man entdeckt in der Plastik – im Bereich einer Hütte – neben den großen Stilmeistern, den Monumental-Dekorativen, den Geistvollen der Linie, spezifisch bildhauerisch Begabte, tiefernste Sucher der Form, Entdecker, Wiederentdecker des Individuellen“, so Vöge.

Eine wichtige Tatsache über die Skulpturen in gotischen Kathedralen ist, wie bereits angedeutet, dass sie meistens in Bauhütten entstanden. Sie wurden laut Sauerländer nicht von ortsansässigen Werkstätten ausgeführt, im Gegensatz zu Altären der deutschen Spätgotik. Bei diesen hätten sie feste Verträge mit den Auftraggebern gehabt. Es sind auch in den nordfranzösischen Bauhütten des 12. und 13. Jahrhunderts keine Inschriften zu finden. Einzig der Name des „Magister operis“ ist bekannt. Dieser war verantwortlich für das Finanzielle und Praktische des gesamten Bauvorhabens.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Schwierigkeit ein, den Begriff der Individualität bei mittelalterlichen Bildhauern zu definieren, und stellt die zentralen Forschungsfragen der Arbeit vor.

2. Die Individualität in der Skulptur des Mittelalters: Dieses Hauptkapitel beleuchtet theoretische Aspekte des Individuums, die Rolle des Künstlers im Mittelalter sowie die historische Entwicklung der Skulptur und analysiert anhand von Fallbeispielen in Reims und Bamberg die künstlerische Individualität.

3. Abschließende Bemerkung zum Thema Individualität in der Skulptur des Mittelalters: Das Fazit fasst die methodischen und soziologischen Herausforderungen der Thematik zusammen und betont die weiterhin bestehende Unsicherheit bei der Zuweisung individueller Autorschaft an mittelalterliche Skulpturen.

Schlüsselwörter

Individualität, Mittelalter, Skulptur, Bildhauer, Werkstatt, Gotik, Bauhütte, Künstlerbegriff, Reims, Bamberg, Stilentwicklung, Naturstudium, Identität, Kunstgeschichte, Anonymität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Frage, ob und wie man im Mittelalter von „künstlerischer Individualität“ bei Skulpturen sprechen kann, angesichts der kollektiven Strukturen von Bauhütten und der häufigen Anonymität der Bildhauer.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft, die Rolle des Künstlers innerhalb der mittelalterlichen Bauhütten, das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit und traditionellen Vorgaben sowie die Analyse spezifischer Skulpturenstile.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den schwer fassbaren Begriff der Individualität kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit sich die Handschrift einzelner Meister in der monumentalen Skulptur des 13. Jahrhunderts tatsächlich von kollektiven Werkstattprodukten abgrenzen lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Analysen und greift auf forschungsgeschichtliche Diskurse zurück, um die theoretische Definition der Individualität mit praktischen Beobachtungen an konkreten Fallbeispielen zu verknüpfen.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Annäherung an den Individualitätsbegriff, einen Überblick über die Geschichte der Skulptur und eine vertiefende Analyse der Kathedralen von Reims und Bamberg als Beispiele individueller künstlerischer Gestaltung.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit besonders?

Die Arbeit wird durch zentrale Begriffe wie Individualität, Bauhütte, gotische Skulptur, Künstlerautonomie und die Fallbeispiele Reims und Bamberg geprägt.

Warum ist die Identifikation von Künstlern im Mittelalter so schwierig?

Die Zuweisung ist schwierig, da Werke in Bauhütten durch Kollektive entstanden, Bildhauer oft keine Signaturen hinterließen und die künstlerische Produktion stark an traditionelle Musterbücher und Vorgaben von Auftraggebern gebunden war.

Welche Rolle spielten die Bauhütten für die Individualität der Skulpturen?

Bauhütten förderten einerseits eine kollektive Arbeitsweise, die einen gemeinsamen Stil prägte, ermöglichten aber gleichzeitig Raum für einzelne stilistische Nuancen und die Weiterentwicklung technischer Fertigkeiten durch wandernde Meister.

Welche Rolle nehmen Reims und Bamberg in der Argumentation der Autorin ein?

Diese beiden Kathedralen dienen als Fallbeispiele, um zu zeigen, dass trotz gemeinsamer Traditionen und überregionaler Einflüsse spezifische „Individualitäten“ und Eigenheiten in der Skulpturengestaltung nachweisbar sind.

Kann man nach dem Verständnis der Autorin von „künstlerischer Freiheit“ im Mittelalter sprechen?

Die Autorin stellt fest, dass die Freiheit des Künstlers begrenzt war, da sowohl kirchliche Auftraggeber als auch traditionelle Konventionen und die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit in der Bauhütte den individuellen Ausdruck beeinflussten.

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Detalles

Título
Die Individualität in der Skulptur des Mittelalters am Beispiel der Kathedralen in Reims und Bamberg
Universidad
University of Regensburg
Calificación
1,0
Autor
Alexandra Roszkowski (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
24
No. de catálogo
V976740
ISBN (Ebook)
9783346328052
ISBN (Libro)
9783346328069
Idioma
Alemán
Etiqueta
individualität skulptur mittelalters beispiel kathedralen reims bamberg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexandra Roszkowski (Autor), 2016, Die Individualität in der Skulptur des Mittelalters am Beispiel der Kathedralen in Reims und Bamberg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/976740
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