Die Arbeit befasst sich mit der Kirche St. Lorenz in Nürnberg. Neben der Topographie der Stadt wird die Geschichte des Baus sowie seine architektonischen Eigenheiten näher betrachtet - sowohl außen als auch innen. Zum Schluss beschäftigt sich die Arbeit mit der Zerstörung der Kirche im Zweiten Weltkrieg und ihrem Wiederaufbau.
Die evangelische Pfarrkirche St. Lorenz in Nürnberg ist aus dem heutigen Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Ihre Architektur besticht besonders durch die Einzigartigkeit. Man entdeckt bei näherem Hinsehen beispielsweise an den Stützen der Kirche Unterschiede, die im Verlauf dieser Arbeit beschrieben werden. Zunächst wird jedoch die Topographie der Stadt sowie eine Auswahl historischer Daten dargelegt. Im Hauptteil wird der Grundriss des Baus sowie seine Außen – und Innenansicht beschrieben. Dies erfolgt von West nach Ost. Abschließend soll in groben Zügen die Zerstörung der Kirche im Zweiten Weltkrieg und ihr Wiederaufbau dargelegt werden.
Die Stadt Nürnberg liegt etwa 100 km nordwestlich von Regensburg im Regierungsbezirk Mittelfranken in Bayern und befindet sich an der Pegnitz. Im Spätmittelalter war die Stadt eine der wichtigsten Städte des "Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation". Auch zu späteren Zeiten verlor Nürnberg nicht an Bedeutung, weshalb nicht verwunderlich ist, dass die St. Lorenzkirche mit Werken von bedeutenden Künstlern ausgestattet ist. Als Beispiel dafür sind der "Englische Gruß", auch "Engelsgruß" genannt, von Veit Stoß und das Sakramentshaus von Adam Kraft zu nennen.
Inhaltsverzeichnis
1. Topographie und Bedeutung der Stadt Nürnberg
2. Historische Daten zur Architektur der St. Lorenzkirche in Nürnberg
3. Architektonische Beschreibung der Kirche
3.1 Der Grundriss
3.2 Die Außenansicht
3.2.1 Die Westfassade
3.2.2 Die Südseite des Langhauses
3.2.3 Der Chor
3.2.4 Die Nordseite des Langhauses
3.3 Die Innenansicht
3.3.1 Das westliche Bauteil
3.3.2 Das Langhaus
3.3.3 Die Sakristei
3.3.4 Der Hallenchor
4. Die Zerstörung der St. Lorenzkirche im Zweiten Weltkrieg und ihr Wiederaufbau
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine detaillierte kunsthistorische Beschreibung der Architektur der St. Lorenzkirche in Nürnberg zu liefern, ihre baugeschichtliche Einordnung vorzunehmen und abschließend die Auswirkungen der Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs sowie den anschließenden Wiederaufbau zu beleuchten.
- Topographische Einordnung und historische Bedeutung der Kirche
- Detaillierte Analyse von Grundriss, Außen- und Innenansicht
- Beschreibung architektonischer Besonderheiten wie Emporen und Portale
- Dokumentation der Kriegszerstörungen und der Rekonstruktionsmaßnahmen
Auszug aus dem Buch
3.1 Der Grundriss
Betrachtet man den Grundriss (vgl. Abb. 2) der Kirche, entdeckt man im Westen zwei Türme, zwischen denen das Hauptportal und ein Joch liegt. Diese sind im Grundriss quadratisch.7 Zu ihrer beider Seiten ist jeweils ein Treppenturm.
Das Langhaus ist dreischiffig, wobei jedes der Schiffe je neun Joche besitzt. Die westlichsten Joche werden von den Turmhallen eingenommen. Die des Mittelschiffs sind rechteckig und die der Seitenschiffe quadratisch.8 Diese Joche sind alle mit einem Kreuzrippengewölbe überspannt.9
Die ursprüngliche Basilika war zwar zum Ende des 14. Jahrhunderts bereits errichtet, jedoch folgten nahtlos, gegen 1400, Umbauarbeiten an den Seitenschiffen. Dabei wurden die Außenwände bis zur Vorderkante der Strebepfeiler hinausgerückt. Dies sollte unter anderem zur Vergrößerung des Innenraumes dienen, da somit Kapellen eingebaut werden konnten.10 Bereits im Grundriss lässt sich an der südlichen Langhauswand ab dem vierten Joch von Osten ein Stützenwechsel beobachten.11 Dieser wird bei der Innenbeschreibung genauer dargestellt.
Östlich des Langhauses grenzt unmittelbar der Chor an, da kein Querhaus vorhanden ist. Der ursprüngliche Chor hatte dieselbe Breite wie das Mittelschiff, ein Joch und einen 5/8 - Schluss.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Topographie und Bedeutung der Stadt Nürnberg: Dieses Kapitel stellt die geographische Lage Nürnbergs und die historische Relevanz der Stadt im Spätmittelalter dar.
2. Historische Daten zur Architektur der St. Lorenzkirche in Nürnberg: Hier werden die archäologischen Befunde zum Vorgängerbau und die Datierungsansätze für den Bau der Basilika diskutiert.
3. Architektonische Beschreibung der Kirche: Dieser umfangreiche Hauptteil analysiert detailliert den Grundriss, die Außenfassaden sowie die Innenraumgestaltung, inklusive der verschiedenen Kapellen und Emporen.
4. Die Zerstörung der St. Lorenzkirche im Zweiten Weltkrieg und ihr Wiederaufbau: Das Kapitel beschreibt die kriegsbedingten Schäden von 1943 bis 1945 und die darauffolgenden Restaurierungs- und Wiederaufbauarbeiten bis in die Gegenwart.
Schlüsselwörter
St. Lorenzkirche, Nürnberg, Architektur, Gotik, Basilika, Grundriss, Hallenchor, Westfassade, Netzrippengewölbe, Zweiter Weltkrieg, Wiederaufbau, Sakristei, Portal, Strebepfeiler, Kunstgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die kunsthistorische Analyse der St. Lorenzkirche in Nürnberg mit Fokus auf deren architektonische Struktur und ihre Baugeschichte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die baugeschichtliche Entwicklung, die architektonische Gliederung des Außen- und Innenraums sowie der Umgang mit Kriegszerstörungen durch Wiederaufbau.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Ziel ist eine fundierte Beschreibung der Kirche von West nach Ost unter Berücksichtigung sowohl der ursprünglichen gotischen Konzeption als auch der modernen Restaurierungsgeschichte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine beschreibende kunsthistorische Methodik angewandt, die sich auf Bauanalysen, Grundrissstudien und historische Quellen stützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der detaillierten architektonischen Untersuchung des Grundrisses, der Fassadengestaltung und der Innenraumkomponenten wie den verschiedenen Jochen und Emporen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Nürnberger Sakralarchitektur, Gotik, Rekonstruktion und Baugeschichte charakterisieren.
Welche Rolle spielt der Vorgängerbau für die aktuelle Kirche?
Bei Grabungen 1929 wurden Reste der Laurentius-Kapelle von 1235 gefunden, was die lange baukulturelle Kontinuität des Standorts belegt.
Was ist das Besondere an der Konstruktion des Hallenchores?
Der Hallenchor entstand zwischen 1439 und 1477 und zeichnet sich durch polygonale Pfeiler aus, die kapitellos in die Gewölberippen übergehen.
Wie wirkten sich die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs auf die Substanz aus?
Luftmineneinschläge im Jahr 1943 vernichteten weite Teile der Gewölbe und führten 1945 zum fast vollständigen Verlust der Dachkonstruktion.
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- Alexandra Roszkowski (Author), 2012, Die Pfarrkirche St. Lorenz in Nürnberg. Ihre Baugeschichte und architektonischen Besonderheiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/976750