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Anpassung des Wahlrechts. Eine Nutzenüberlegung zur Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre in Deutschland

Title: Anpassung des Wahlrechts. Eine Nutzenüberlegung zur Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre in Deutschland

Seminar Paper , 2020 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniela Winkler (Author)

Politics - Basics and General
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Wie können wir mehr Demokratie wagen, um die Demokratie zu stabilisieren? Ein möglicher Weg stellt dabei eine weitere Anpassung des Wahlrechts an die modernen Gegebenheiten dar. Es ist möglich, die politische Begeisterung der Jugend durch eine Senkung des Wahlalters zu nutzen.

Eines der wichtigsten Grundrechte einer Demokratie stellt eine repräsentative Wahl dar, denn dadurch können Bürgerinnen und Bürger ihr Umfeld direkt mitbestimmen. Erst 1918 erhielten alle Bürger über 20 Jahre und somit erstmals auch Frauen das aktive und passive Wahlrecht. Über ein weiteres halbes Jahrhundert später wurde das Wahlalter auf 18 Jahre gesenkt. Bei der Ankündigung der Senkung des Wahlalters von 21 auf 18 Jahre hat der damalige Bundeskanzler Willy Brandt folgendes proklamiert: „Wir wollen mehr Demokratie wagen“. Seitdem ist in unserem Grundgesetz Art. 38 Abs. 2 folgendes unverändert verankert: „Wahlberechtigt ist, wer das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat; wählbar ist, wer das Alter erreicht hat, mit dem die Volljährigkeit eintritt.“ Über 50 Jahre nach der Rede von Willy Brandt müssen wir uns allerdings wieder mit denselben Fragestellungen beschäftigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Herabsetzung des Wahlalters

2.1. Nutzenüberlegungen zur Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre in Deutschland

2.1.1. Steigerung der Generationengerechtigkeit

2.1.2. Steigerung der Diversität der Wahlberechtigten

2.1.3. Zugang zur demokratischen Mitgestaltung

2.1.4. Stärkung der Demokratie

2.1.5. Stärkung der politischen Bildung

2.1.6. Steigerung der Wahlbeteiligung

2.2. Wahlvergleichsprognose bei Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre auf Basis der Bundestagswahl 2017

3. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Auswirkungen einer Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre in Deutschland. Dabei wird insbesondere analysiert, inwieweit eine solche Reform die demokratische Teilhabe stärken, die Generationengerechtigkeit verbessern und auf die politische Bildung wirken kann, wobei die Ergebnisse anhand einer Vergleichsprognose zur Bundestagswahl 2017 eingeordnet werden.

  • Generationengerechtigkeit und demografischer Wandel
  • Diversität der Wahlberechtigten und Migrationshintergrund
  • Politisches Engagement und Interesse Jugendlicher
  • Stärkung der demokratischen Stabilität durch frühe Teilhabe
  • Empirische Analyse der Auswirkungen auf Wahlergebnisse

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Steigerung der Generationengerechtigkeit

Bereits heute werden politische Entscheidungen zunehmend von älteren Menschen getroffen. Die Interessen von Kindern und Jugendlichen geraten aus dem Blickfeld und die demographische Entwicklung wird dies noch weiter verstärken. Denn bei der nächsten Bundestagswahl 2021 wird jeder dritte Wahlberechtigte über 60 Jahre alt sein. Mitglieder der Sachverständigenkommission warnten im Sechsten Altenbericht der Bundesregierung 2010 vor einer strukturellen Macht der Älteren. Denn Politiker werden, wenn ältere Wähler immer stärken den Wahlausgang beeinflussen, eher Entscheidungen treffen, die von älteren Menschen positiv bewertet werden.

Diese demographische Verschiebung hat sich bereits 2009 angekündigt, als erstmals alle Wahlberechtigten über 50 Jahre die Hälfte aller Gesamtwahlberechtigten stellten. Mittlerweile hat sich dieses Ungleichgewicht noch weiter zu Lasten der jüngeren Wähler verschoben. Die Senkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre würde eine Möglichkeit darstellen, sich der Generationengerechtigkeit wieder anzunähern. Hätten bei der letzten Bundestagswahl 2017 bereits alle 16 und 17-jährigen wählen dürfen, hätten die rund 1,45 Mio. mehr Wahlberechtigten nur ein Gewicht von ca. 2,3% der Gesamtwahlberechtigten gebildet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Entwicklung des Wahlrechts in Deutschland ein und motiviert die Fragestellung nach der Absenkung des Wahlalters als Mittel zur Stabilisierung der Demokratie.

2. Herabsetzung des Wahlalters: Der Hauptteil analysiert verschiedene Argumente für ein Wahlalter ab 16 Jahren, darunter Generationengerechtigkeit, politische Bildung und demokratische Teilhabe, und liefert eine Simulationsrechnung zu den Auswirkungen auf die Bundestagswahl 2017.

3. Schlussbemerkung: Das Fazit fasst die Debatte zusammen und kommt zu dem Ergebnis, dass die Senkung des Wahlalters gesellschaftlich sinnvoll und vertretbar ist, da die Auswirkungen auf die Stimmverteilung nur marginal ausfallen.

Schlüsselwörter

Wahlalter, 16 Jahre, Generationengerechtigkeit, Politische Teilhabe, Demokratie, Wahlbeteiligung, Jugendliche, Erstwähler, Politische Bildung, Bundestagswahl, Demografischer Wandel, Wahlrecht, Diversität, Deutschland, Wahlvergleichsprognose.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Nutzenüberlegungen einer Senkung des aktiven Wahlalters von 18 auf 16 Jahre bei Bundestagswahlen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Generationengerechtigkeit, die politische Teilhabe Jugendlicher, die Wirkung auf die politische Bildung sowie die Auswirkungen auf die prozentuale Stimmverteilung bei Wahlen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu eruieren, ob eine Senkung des Wahlalters zur Stabilisierung der Demokratie beitragen kann und welche quantitativen Folgen für Wahlergebnisse zu erwarten wären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive Analyse sowie eine modellhafte Hochrechnung auf Basis von Wahldaten der Bundestagswahl 2017 und U18-Wahlergebnissen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Nutzenargumente (Demografie, Bildung, Engagement) sowie eine konkrete statistische Wahlvergleichsprognose.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Generationengerechtigkeit, politische Teilhabe, Wahlalter 16 und Demografischer Wandel charakterisiert.

Wie stehen die verschiedenen Bundesländer zum Wahlalter?

In 11 von 16 Bundesländern ist das Wahlalter für Kommunalwahlen bereits auf 16 Jahre gesenkt worden, während es bei Landtagswahlen in einigen Bundesländern ebenfalls bereits umgesetzt wurde.

Was ergibt die Wahlvergleichsprognose für 2017?

Die Prognose zeigt, dass sich die Wahlergebnisse durch die Einbeziehung der 16- und 17-Jährigen nur marginal um etwa 0,03 % bei den Grünen verändern würden.

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Details

Title
Anpassung des Wahlrechts. Eine Nutzenüberlegung zur Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre in Deutschland
College
University of Augsburg
Course
Demokratie und Migration
Grade
1,0
Author
Daniela Winkler (Author)
Publication Year
2020
Pages
25
Catalog Number
V976926
ISBN (eBook)
9783346328489
ISBN (Book)
9783346328496
Language
German
Tags
Demokratie Wahlalter Senkung Wahlalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Winkler (Author), 2020, Anpassung des Wahlrechts. Eine Nutzenüberlegung zur Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/976926
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