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Der sozialgeschichtliche Ansatz nach Werner Conze. Inhalte, Themen und Methoden

Título: Der sozialgeschichtliche Ansatz nach Werner Conze. Inhalte, Themen und Methoden

Trabajo Escrito , 2019 , 21 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Sophie Schönherr (Autor)

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Werner Conze war aufgrund seiner entscheidenden programmatischen Anstöße zur Entwicklung einer Sozialgeschichte zweifellos für das Aufkommen der sozialgeschichtlichen Forschung in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945 ausschlaggebend gewesen. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit seinem Forschungsansatz.

Der sozialgeschichtliche Ansatz nach Werner Conze zielte auf eine Frontstellung gegenüber der vorherrschenden Historiographie ab, die auf Individuen, der Politik und dem Staat basierte. Die Konfrontation einer neuen Konzeption gegen die traditionelle Geschichtsschreibung machte er zu seinem persönlichen Projekt. Der daraus entstehende Durchdringungsprozess einer sich selbstständig entwickelnden Sozialgeschichte als eigene Fachrichtung gewann mithilfe von Conzes Ansatz zunehmend an Beachtung. Um die Sozialgeschichte in der Bundesrepublik zu etablieren, entwarf er ein sozialgeschichtliches Konzept, welches als Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit dienen soll. Für die kritische Auseinandersetzung seines sozialgeschichtlichen Ansatzes werden die thematischen, methodischen und theoretischen Aspekte seines sozialgeschichtlichen Konzeptes als Problemgegenstand herangezogen. Innerhalb dieser Untersuchung wird die ideengeschichtliche Methode angewendet, bei der wissenschaftliche Ideen und Ansätze analysiert werden.

Sein neues Forschungsprogramm in den fünfziger Jahren diente dem Ziel, die Sozialgeschichte aus ihrer" Nischenexistenz als Sektorwissenschaft‘‘ zu entheben und somit die primäre Forschungsrichtung der allgemeinen Geschichte hin zur Sozialgeschichte zu verschieben. Werner Conze, geboren im Jahr 1910 und gestorben im Jahr 1986, gehörte zu den Historikern, deren Lebensweg durch eine brüchige Moderne bestimmt und mit einer Identitätssuche verbunden war. Seine Historikergeneration wurde durch die Ereigniskette, Aufbruch, Scheitern und Neubeginn‘ sowohl in ihrer privaten Existenz, als auch in ihrer wissenschaftlichen Wirkung beeinflusst, sodass Conze die Spannung zwischen Aufbruch und Neuerungszwang nach dem Zweiten Weltkrieg als persönliche Lebensaufgabe annahm. Seine neu angenommene Herausforderung übernahm er demnach auch in seine wissenschaftliche Forschungsarbeit, welche er durch seine Neuorientierung der Geschichtswissenschaft hin zu einem sozialgeschichtlichen Ansatz an Ausdruck verlieh.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Voraussetzungen für den Paradigmawechsel in der Historiographie nach 1945 hin zum sozialgeschichtlichen Ansatz

3. Begriffserklärung

4. Der Ausgangspunkt seines sozialgeschichtlichen Ansatzes

5. Inhalte und Themen im sozialgeschichtlichen Ansatz nach Werner Conze

6. Methoden und Arbeitsweisen in Werner Conzes sozialgeschichtlicher Forschung

7. Schlussfolgerung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das sozialgeschichtliche Konzept von Werner Conze, das nach 1945 maßgeblich zur Neuorientierung der westdeutschen Geschichtswissenschaft beitrug. Ziel ist es, die theoretischen, methodischen und thematischen Grundlagen seines Ansatzes zu analysieren, seine Abgrenzung gegenüber der traditionellen Historiographie zu beleuchten und die Entwicklung seiner geschichtswissenschaftlichen Methodik kritisch zu hinterfragen.

  • Historischer Kontext und Paradigmenwechsel in der Nachkriegs-Historiographie
  • Konzeptualisierung von „Strukturgeschichte“ und „Sozialgeschichte“ bei Conze
  • Verhältnis von Sozialgeschichte zu Politikgeschichte und Soziologie
  • Methodische Dreiteilung: begriffsgeschichtliche, biographische und statistische Methode
  • Die Rolle der Begriffsgeschichte als Indikator für sozialen Wandel

Auszug aus dem Buch

6. Methoden und Arbeitsweisen in Werner Conzes sozialgeschichtlicher Forschung

Werner Conzes methodische Hinweise gehen auf eine Dreiteilung der sozialgeschichtlichen Arbeitsweise zurück. Dabei führen die begriffsgeschichtliche, die biographische und die statistische Methode zur historischen Erkenntnis in der Sozialgeschichte. Jedoch legte er vorher grundlegend als Voraussetzung fest, dass die ,,in der Geschichtswissenschaft allgemein gültige historisch-kritische und historisch verstehende Methode‘‘ in der Sozialgeschichte fest verankert sein sollten. Damit verfolgte Conze das Ziel, einerseits eine historische Quelle kritisch in ihren historischen Kontext einzuordnen und andererseits diese historischen Quellen in ihren Sinnzusammenhang zu reflektieren und zu verstehen. Bei der Anwendung dieser beiden Methoden sollte typologisierend verfahren werden, sodass eine Systematisierung von unterschiedlichen Grundmustern entsteht. Diese Unterscheidungen zeigen sich innerhalb von ,,Struktur-, Verlaufs- und Gestalttypen‘‘. Obwohl die Gefahr von Generalisierungen nicht zu unterschätzen ist, sei der Nutzen der typologisierenden Methode nach Werner Conze für die Sozialgeschichte von erheblichem Wert, da sie der präzisen historischen Individualisierung dient.

Der eben schon erwähnte Dreischritt der sozialgeschichtlichen Vorgehensweise beginnt mit der begriffsgeschichtlichen Methode. Als Voraussetzung für diese Anwendung beschrieb Conze den begriffsgeschichtlichen Wandel seit der Revolution, in der ,,seit dem 18. Jahrhundert, unsere politisch-sozialen Traditionsbegriffe durchweg im Wirbel der ideologischen Auseinandersetzungen ihrer Tradition entkleidet und mehr oder weniger radikal umgedeutet oder verwandelt worden, während Neologismen zusätzlich dazu dienen mußten, die neue soziale Welt zu bezeichnen oder das gewandelte soziale Bewußtsein auszudrücken‘‘. Die daraus entstehende Ambiguität und Unklarheit der Begriffe führten nicht zuletzt zur Untauglichkeit der politisch-sozialen Begriffe zur Zeit der Revolution, sondern stellen ebenfalls die Historiker in der heutigen Situation vor der Aufgabe, die begriffsgeschichtliche Methode in ihrem Bewusstsein fest zu verankern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Leben und Wirken von Werner Conze ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, sein sozialgeschichtliches Konzept kritisch zu untersuchen.

2. Die Voraussetzungen für den Paradigmawechsel in der Historiographie nach 1945 hin zum sozialgeschichtlichen Ansatz: Das Kapitel analysiert die Faktoren, wie den Zusammenbruch des Nationalsozialismus und neue Impulse aus den Sozialwissenschaften, die zur Neuorientierung der deutschen Geschichtsschreibung führten.

3. Begriffserklärung: Hier werden die Begriffe Struktur- und Sozialgeschichte sowie deren theoretische Abgrenzung und Konjunktur bei Conze erläutert.

4. Der Ausgangspunkt seines sozialgeschichtlichen Ansatzes: Es wird der historische Wendepunkt der Trennung von Staat und Gesellschaft im 19. Jahrhundert als Ausgangspunkt für Conzes wissenschaftliches Programm dargelegt.

5. Inhalte und Themen im sozialgeschichtlichen Ansatz nach Werner Conze: Dieses Kapitel thematisiert die Vernetzung von Sozialgeschichte, Soziologie und Politikgeschichte in Conzes Verständnis.

6. Methoden und Arbeitsweisen in Werner Conzes sozialgeschichtlicher Forschung: Das Kapitel stellt die methodische Dreiteilung Conzes vor, bestehend aus begriffsgeschichtlicher, biographischer und statistischer Methode.

7. Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung von Conzes Wirken für die Etablierung der Sozialgeschichte.

Schlüsselwörter

Werner Conze, Sozialgeschichte, Strukturgeschichte, Historiographie, Paradigmenwechsel, Begriffsgeschichte, Politikgeschichte, Methodik, Strukturwandel, Nachkriegszeit, Ideengeschichte, Gesellschaftsbildung, historische Forschung, Soziologie, Verfassungsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem sozialgeschichtlichen Ansatz von Werner Conze, einem einflussreichen deutschen Historiker des 20. Jahrhunderts, und dessen Bedeutung für die Neuorientierung der Geschichtswissenschaft nach 1945.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Begründung der Sozialgeschichte bei Conze, die Abgrenzung zur traditionellen Politikgeschichte sowie die Anwendung spezifischer Methoden zur Erfassung historischer Strukturen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Untersuchung und Analyse der thematischen, methodischen und theoretischen Aspekte des sozialgeschichtlichen Konzepts von Werner Conze.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt primär die ideengeschichtliche Methode, um wissenschaftliche Ansätze und Texte von Conze zu analysieren und deren Einordnung in den zeitgenössischen Forschungskontext vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der historischen Voraussetzungen für den Wandel, eine Begriffsklärung der Fachterminologie, die Darstellung des Ausgangspunkts seines Ansatzes, die inhaltliche Ausrichtung sowie die detaillierte Beschreibung der angewandten Methoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialgeschichte, Strukturgeschichte, Historiographie, Begriffsgeschichte und das Wirken Werner Conzes in der Bundesrepublik Deutschland.

Warum lehnte Werner Conze die strikte Trennung von Sozialgeschichte und Politikgeschichte ab?

Conze argumentierte, dass soziale und politische Verfassungen untrennbar miteinander verbunden sind, weshalb eine isolierte Betrachtung zu einer verzerrten Darstellung der geschichtlichen Wirklichkeit führen würde.

Welche Rolle spielt die „begriffsgeschichtliche Methode“ in Conzes Werk?

Sie dient Conze als ein zentrales Analysewerkzeug, um den Bedeutungswandel von Begriffen (wie „Pöbel“ zu „Proletariat“) als Indikator für tiefgreifende soziale Veränderungen zu nutzen.

Wie unterscheidet sich Conzes Ansatz von dem seines Kollegen Otto Brunner?

Während Conze eine interdisziplinäre „Integrationswissenschaft“ mit soziologischen Einflüssen anstrebte, lehnte Brunner diesen Trennungsgedanken ab und betrachtete Sozialgeschichte eher von „innen“ als reinen Aspekt der Geschichtswissenschaft.

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Detalles

Título
Der sozialgeschichtliche Ansatz nach Werner Conze. Inhalte, Themen und Methoden
Universidad
Humboldt-University of Berlin
Calificación
2,3
Autor
Sophie Schönherr (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
21
No. de catálogo
V978171
ISBN (Ebook)
9783346337252
ISBN (Libro)
9783346337269
Idioma
Alemán
Etiqueta
Conze Koselleck Sozialgeschichte Strukturgeschichte Politikgeschichte Wirtschaftsgeschichte Begriffsgeschichte Werner Conze Geschichtliche Grundbegriff
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sophie Schönherr (Autor), 2019, Der sozialgeschichtliche Ansatz nach Werner Conze. Inhalte, Themen und Methoden, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978171
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