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Das Münchhausen-by-Proxy-Syndrom. Wenn Mutterliebe krank macht

Titre: Das Münchhausen-by-Proxy-Syndrom. Wenn Mutterliebe krank macht

Dossier / Travail , 2020 , 20 Pages , Note: 1.5

Autor:in: Klara Dittmar (Auteur)

Psychologie - Diagnostiques
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Résumé Extrait Résumé des informations

In der vorliegenden Hausarbeit soll es um das Münchhausen-by-Proxy-Syndrom gehen, welches auch als Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom bezeichnet wird. Zum ersten Mal stieß ich auf den Begriff, als ich einen Einsatz in einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie hatte und ein Buch sah, welches die Thematik behandelte. Ich fing an, mich immer mehr mit psychiatrischen Krankheitsbildern auseinanderzusetzen und fand es dabei sehr interessant tiefer in die Thematik einzusteigen, da sich die Literaturrecherche auch nach ausgiebiger Suche als recht schwierig erwies und die meisten vorliegenden empirischen Daten nicht mehr ganz aktuell waren. Meiner Meinung nach ist eine Auseinandersetzung mit der Thematik gut, wenn man eine Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin macht. Deswegen ist das Ziel der vorliegenden Hausarbeit einen tiefen Einblick in das Krankheitsbild zu gewinnen und sich somit im pflegerischen Alltag für Patientinnen, Patienten und mögliche Situationen zu sensibilisieren, in denen einem das Krankheitsbild im realen Leben begegnen kann. Rückblickend fiel mir tatsächlich auch die Behandlung einer Patientin ein, bei der einige, der im Folgenden genannten, Kriterien und Symptome zutrafen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Münchhausen-by-Proxy-Syndrom - Begriffserklärung

2.1. Definition, Epidemiologie & Ätiologie

2.2. Merkmale und Warnhinweise der Erkrankung

2.3. Diagnostik

3. Die Initiatoren

3.1. Die Triebkräfte der Mütter

3.2. Vorgehensweisen und Manipulationstechniken

3.3. Warnsignale im mütterlichen Verhalten

4. Die Opfer

4.1. Warnsignale der betroffenen Kinder

4.2. Folgen für die kindliche Entwicklung

5. Strategien für eine erleichterte Diagnosestellung in stationären Einrichtungen

6. Möglichkeiten eines adäquaten pflegerischen Umgangs mit dem MbPS

7. Fazit:

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis für das Münchhausen-by-Proxy-Syndrom (MbPS) zu entwickeln, um medizinisches Fachpersonal für dieses komplexe Krankheitsbild im pflegerischen Alltag zu sensibilisieren und Handlungskompetenzen für den Umgang mit betroffenen Familien zu schaffen.

  • Definition, Ursachen und Entstehungshintergründe des MbPS.
  • Diagnostische Kriterien und Herausforderungen in der medizinischen Praxis.
  • Typologien von Täterinnen sowie deren Manipulations- und Vorgehensweisen.
  • Warnsignale bei betroffenen Kindern und Folgen für deren Entwicklung.
  • Strategien für professionelles Handeln und Beziehungsaufbau in stationären Settings.

Auszug aus dem Buch

Vorgehensweisen und Manipulationstechniken

Kindesmisshandlung ist oft gekennzeichnet durch direkte Gewalteinwirkung. Bei Vorliegen eines Münchhausen-by-Proxy-Syndroms gestaltet sich diese Misshandlung allerdings oft kontrollierter und geplanter (Filchner, 2017, S.50). Sie lässt sich in verschiedene Schweregrade einteilen, die sich aus den einzelnen Manipulationstechniken der Mütter ergeben. Sie sind nicht klar voneinander trennbar, sondern verlaufen teilweise parallel oder verschwimmen miteinander. Außerdem ist wichtig zu erwähnen, dass sich die Manipulationstechniken der Mütter nicht zwangsläufig an dem Stufenschema orientieren, sondern partiell auch ausgesprochen anders verlaufen können (Filchner, 2017, S.50). Es findet eine Abstufung dahingehend statt, ob die Mutter Symptome simuliert oder selbst erzeugt. Die erste Stufe zeichnet sich durch übertriebene Schilderung von vermeintlichen Schmerzen oder anderen Beschwerden des Kindes aus (Filchner, 2017, S.51). In der nächsten Stufe kommt es dazu, dass die Mutter den Ärzten falsche Angaben über Symptome des Kindes liefert und es so zu nicht nötigen ärztlichen Untersuchungen und Interventionen kommt. Gerade in diesen ersten Phasen ist es unglaublich schwer für Ärzte und Pflegepersonal ein Münchhausen-by-Proxy-Syndrom zu erkennen, sodass es häufig übersehen wird (Majda et al., 2019, S.395). Die mäßige Phase des Kindesmissbrauchs bei einem Münchhausen-by-Proxy-Syndrom ist gekennzeichnet durch die aktive Verfälschung von Werten oder Untersuchungsmaterialien, beispielsweise durch das Beimengen fremder Substanzen (Filchner, 2017, S.51) und durch das bewusste Herbeiführen von Symptomen (Majda et al., 2019, S. 395). In der letzten und damit schlimmsten Phase der Ausprägung, kommt es dazu, dass die Mütter die Kinder aktiv manipulieren und ihnen Verletzungen zufügen, welche in nicht wenigen Fällen bis zum Tod der Kinder führen können (Filchner, 2017, S.51).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Verfasserin begründet ihre Wahl des Themas aus einem pflegerischen Interesse heraus und skizziert den Aufbau der Hausarbeit zur Sensibilisierung für dieses Krankheitsbild.

Das Münchhausen-by-Proxy-Syndrom - Begriffserklärung: Hier werden Definitionen, epidemiologische Daten sowie theoretische Erklärungsmodelle und allgemeine Warnsignale vorgestellt.

Die Initiatoren: Dieses Kapitel beleuchtet die Motive der Mütter, unterteilt sie in verschiedene Typologien und beschreibt die Art ihrer Manipulationen.

Die Opfer: Hier werden die spezifischen Warnsignale bei Kindern sowie die schwerwiegenden psychischen und physischen Entwicklungsfolgen analysiert.

Strategien für eine erleichterte Diagnosestellung in stationären Einrichtungen: Das Kapitel liefert Lösungsansätze zur Verbesserung der Erkennung des Syndroms durch Fachpersonal im Krankenhaus.

Möglichkeiten eines adäquaten pflegerischen Umgangs mit dem MbPS: Es werden Leitlinien für den sensiblen Beziehungsaufbau zu Opfern sowie für das professionelle Verhalten gegenüber den Müttern definiert.

Fazit:: Die Autorin reflektiert ihren persönlichen Lernprozess und die Herausforderungen bei der Auseinandersetzung mit dem Thema.

Schlüsselwörter

Münchhausen-by-Proxy-Syndrom, MbPS, Kindesmisshandlung, Artifizielle Störung, Pflege, Diagnostik, Manipulation, Täter-Opfer-Beziehung, Kindeswohl, Traumatisierung, Warnsignale, pädiatrischer Kontext, Prävalenz, Symptomtäuschung, stationäre Versorgung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Münchhausen-by-Proxy-Syndrom, einer Form der Kindesmisshandlung, bei der Eltern, meist die Mutter, bei ihrem Kind Symptome vortäuschen oder aktiv erzeugen.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen, diagnostische Herausforderungen, die Rolle und Motive der Täterinnen, Anzeichen bei den Opfern sowie Strategien für ein professionelles pflegerisches Handeln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, für das Krankheitsbild zu sensibilisieren und dem pflegerischen Personal konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, um MbPS frühzeitig zu erkennen und adäquat zu reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Aufarbeitung aktueller Studien sowie Fachbeiträge zur Thematik.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse von Manipulationstechniken, die Identifikation von Warnsignalen bei Eltern und Kindern sowie die Entwicklung von Strategien für den Klinikalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Münchhausen-by-Proxy-Syndrom, Kindesmisshandlung, pflegerische Diagnostik und der Schutz des Kindeswohls.

Wie lassen sich die Mütter in dieser Arbeit typologisch einteilen?

Die Autorin unterscheidet zwischen den "Help-seekers" (hilfesuchend), den "Active inducers" (aktiv schädigend) und den "Doctor-Addicts" (missbräuchlich im Kontext des medizinischen Systems).

Welche Rolle spielt die Trennung von Mutter und Kind bei der Diagnostik?

Eine Trennung wird als wichtiger diagnostischer Schritt empfohlen, da bei einem MbPS häufig eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustands des Kindes eintritt, sobald die Interaktion mit der Täterin unterbunden wird.

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Résumé des informations

Titre
Das Münchhausen-by-Proxy-Syndrom. Wenn Mutterliebe krank macht
Note
1.5
Auteur
Klara Dittmar (Auteur)
Année de publication
2020
Pages
20
N° de catalogue
V978249
ISBN (ebook)
9783346334855
ISBN (Livre)
9783346334862
Langue
allemand
mots-clé
münchhausen-by-proxy-syndrom wenn mutterliebe
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Klara Dittmar (Auteur), 2020, Das Münchhausen-by-Proxy-Syndrom. Wenn Mutterliebe krank macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978249
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Extrait de  20  pages
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