Kindliche Perspektive im zweiten Weltkrieg. Der Sprachstil in Ilse Aichingers "Die größere Hoffnung"

Autoritätsumkehr zwischen der erwachsenen und der jungen Generation? Exemplarische Interpretation des Kapitels "Flügeltraum"


Hausarbeit, 2020

24 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil
2.1 Allegorischer und lyrischer Sprachstil in Aichingers Roman
2.1.1 Allgemeine Informationen
2.1.2 Forschungsstand und Praxis
2.1.3 Ein Roman wie kein Zweiter?
2.1.4 Vier Ebenen der Wirklichkeit
2.2 „Flügeltraum“ – Eine Interpretation:

3. SCHLUSSBEMERKUNG

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Unmittelbar nach Kriegsende wird 1948, in Amsterdam im Bermann-Fischer Verlag, ein exzeptionelles Werk publiziert, das die nationalsozialistischen Verbrechen Deutschlands schon verhandelt, bevor sie überhaupt für die Mehrheit dieser und anderer Nationen fassbar wurden.

Die psychischen Prägungen für den ersten und einzigen Roman „Die größere Hoffnung“1 der Österreicherin Ilse Aichinger und nachfolgend wichtigen Repräsentantin der Nachkriegsliteratur begannen in ihrer späten Jugend unter dem Hitlerregime und verweisen auf autobiographische Bezüge des Inhalts2. Als prominentes Mitglied der Gruppe 473, die in der Nachkriegszeit den „Nullpunkt“4 des literarischen Schreibens kennzeichnet und einen radikal neuen Stil forderte, erfuhr die Autorin jedoch eine vergleichsweise schmale Resonanz und Würdigung5. Die Ursachen dafür sollen im Haupttext nachgezeichnet werden.

Eine der frühesten Auseinandersetzungen mit der Shoah verläuft hier in kindlicher Perspektive durch die Schilderung der Geschichte des jungen Mädchens Ellen, in zehn chronologisch angeordneten allegorischen Bildern oder Kapiteln.

Das zu behandelnde Werk ist ein essenzieller Grundbaustein in der Klärung der zentralen Frage der Autoren nach dem Krieg, welche Darstellungsform der Erinnerung gegenüber dem nationalsozialistischen Terror überhaupt literarisch vertretbar sei.6

Während dem mein Hauptaugenmerk im ersten Teil der anschließenden Abhandlung gelten wird und ich untersuchen möchte warum Aichingers Sprache, primär in „ [der] größere[n] Hoffnung“, eine Antwort sein kann, was ihren literarischen Stil von anderen Werken der Trümmerliteratur unterscheidet, soll im zweiten Schritt eine eingängige Interpretation des Kapitels „Flügeltraum“7, herausgestellte diesbezügliche Aspekte nachweisen, veranschaulichen und beispielhaft erklären. Konkret soll es hier um den Beleg oder die Widerlegung der These gehen, dass vor allem dieser Text enorm für die Umkehrung der konventionellen Autoritätsbeziehung zwischen Erwachsenem und Kind steht. Nimmt Ellen nicht eine superiore, abgeklärtere Haltung gegenüber ihrem Verfolger ein und wenn ja, welche stilistischen Mittel und sprachlichen Äußerungen lassen diese Wirkung beim Leser entstehen? Was ist Aichingers Gedanke hinter dieser Darstellung und welches Fazit, welche Konsequenz muss ferner daraus abgeleitet werden?

Relevant ist diese erstens allgemeinere Untersuchung und zweitens die spezifische, weil der Roman eine Deutung der unmittelbaren Auseinandersetzung mit den Kriegsgeschehen aus den unvoreingenommenen und somit unschuldigen8 Augen eines (halb-) jüdischen Kindes ermöglicht. Es ist kein Erfahrungsbericht in der Sichtweise eines Erwachsenen, beispielsweise eines deutschen oder amerikanischen Soldaten. Der Genozid, den das „Dritte Reich“ verübte, bedarf einer umfangreichen Aufarbeitung, die dem Verblassen dieser deutschen Vergangenheit entgegenwirkt. Darüber hinaus, finden sich zwar ausführliche analytische Forschungsarbeiten, die das ganze Werk aus verschiedenen thematischen Perspektiven ausführlich analysieren, doch eine konkrete Kapitelanalyse, mit Schwerpunktsetzung auf der mutmaßlich durchgängig gleichen vertauschten Beziehung der jungen und alten Charaktere zueinander, existiert nicht.

Ich nähere mich einem Text, der „(…) nicht linear [erzählt, sondern] ein Geflecht aus Traum, Märchen, Mythos und Historie [ist]. Monologe wechseln ab mit Dialogen, auktoriales Erzählen mit personalem“9 und immer wieder verschwindet die sinngebende Instanz des Erzählers hinter der sich ereigneten Handlung, direkter Rede oder Bewusstseinsströmen10. Der Effekt dieser Synthese beim Leser wird ebenfalls beurteilt.

Eine unwirkliche und dennoch so wirklich beschriebene Welt, in der sich die Kleinsten orientieren und zurechtfinden müssen, die gleichzeitig gar nicht für Kinder gemacht ist. Sind die Erwachsenen schon mit sich überfordert, sodass sie Mitglieder ihrer eigenen Gesellschaft zu ihrem „Anderen“11 machen? Eine Erzählung über Fremdheit, bei der sich die Frage stellt, wer sich am Ende am meisten selbst verfremdet.

Aichinger erklärt 1986 in einem Interview mit Manuel Esser, dass für sie die Kindheit und das dazugehörige Spiel den „Höhepunkt der Existenz“12 kennzeichnet. Sie stellt fest:

„Deshalb halte ich den Verlust der Kindheit für einen viel größeren Verlust als das normale Altern. (…) Weil das Spielen und die Kindheit die Welt erträglich machen und sie überhaupt begründen. Wahrscheinlich tauchen deshalb so viele Kinder bei mir auf: weil es ohne sie unerträglich wäre.“13

Sind es letztlich doch gerade diese Kinder, die den unverblendetesten oder klarsten, objektivsten Blick auf das Geschehen zu werfen vermögen?

2. Hauptteil

2.1 Allegorischer und lyrischer Sprachstil in Aichingers Roman

2.1.1 Allgemeine Informationen

Auch wenn sich die literaturwissenschaftliche Analyse von der Autorschaft los spricht14 – ein Werk in seinem selbstreferentiellen und kunstvollen Inhalt schätzt und untersucht15, soll hier zur Annäherung und Einordnung der Thematik nicht ausbleiben, die Qualität des Forschungsgegenstandes von „Die größere Hoffnung“ eingangs in Bezug auf seine Verfasserin hervorzuheben. Dabei soll ohnehin durchgehend objektzentriert gearbeitet werden, das heißt der Text wird isoliert betrachtet. Autor und Erzähler werden nicht gleichgesetzt.

Die Nachkriegsliteratur, oder auch „Trümmer- und Kahlschlagliteratur“16 genannt, verortet nicht nur die Beschäftigung mit den deutschen zerbombten Städten bei Kriegsende, sondern in besonderem Maße auch die zerstörte Psyche der Überlebenden17.

Gespalten durch die politische Teilung Deutschlands, widmeten sich die Autoren im Osten nach Rückkehr aus dem Exil (beispielsweise Bertold Brecht) einer Verarbeitung der NS-Diktatur18. Diejenigen die das Gleiche im Westen unternahmen, mussten sich aber einer Gesellschaft entgegengestellt sehen, deren Bemühung nur in der Verdrängung der unmittelbaren Vergangenheit lag19. Die Träume und Ideale der Mehrheit der deutschen Bürger sind von der Realität des Krieges, von Tod und Elend zerschlagen. Sie leben, doch ihr Geist ist tot. „(…) [A]ls könne es ruhig den Kopf kosten, wenn es nur nicht das Herz kostete.“20 heißt es schon zu Kriegszeiten. Willkommen ist der sich zunehmend nach-vorne-richtende-Blick und nicht die erneute Konfrontation mit dem jüngsten Geschehen21. Vergangenes wird im Kopf des einzelnen ungeschehen gemacht und führt so zu einer kumulativen Ausblendung und Gleichgültigkeit gegenüber der Zerstörung des eigenen Landes, aber auch gegenüber des Holocausts22.

2.1.2 Forschungsstand und Praxis

Verschiedenste Texte setzen sich mit diesem problematischen Stoff auseinander. Jedoch soll hier die andere Art und Weise Aichingers, auf die traumatischen Umstände ihrer Jugend im zweiten Weltkrieg zu reagieren, im Vordergrund stehen. Es entsteht ein Opus der Verarbeitung und Reflexion, nicht der Verdrängung, wie weiter erläutert wird.

Zahlreiche Monografien, Sammelbände oder Magisterarbeiten diskutieren Aichingers Zeilen. Trotz allem bleibt die Forschungsliteratur zu ihr vergleichsweise rar23.

Die Auseinandersetzung mit dem Romaninhalt und der Literatursuche zeigt auf, dass all diese Kritiken und aussagekräftigen Überblicksdarstellungen dabei helfen, das Werk zu erschließen24 und dennoch immer nur ein sekundäres Bild abgeben (können). Sie lehren den Analyseblick aus verschiedenen thematischen Perspektiven und geben schließlich einen intensiv detaillierten Einblick in den „Geist“ der Erzählung. Darüber hinaus sind sie rahmende Instanz für jegliche nachstehende, eigenständige Untersuchung.

Letztendlich kann die Studie der Sekundärliteratur aber einen sehr relevanten Punkt, der die Deutung des Werkes betrifft, nicht gleichsam ersetzen – die eigene Leseerfahrung. Damit ist nicht gemeint, dass das Buch gelesen sein sollte, bevor die Beschäftigung mit dessen Kritik beginnt. Vielmehr als das Geschehen muss sich die Wirkung des Romans beim Leser entfalten können, bevor er diskursive Rückschlüsse anzustellen vermag. Der Rezipient muss sich zeitaufwändig mit dem Text auseinandersetzen, Voraus- und Rückbezüge anstellen, zwischen den Zeilen lesen oder eigentlich eher hinter den Zeilen lesen. Denn Aichinger schreibt nicht nur eine Geschichte, eine kohärente Handlung nieder, sie integriert eine zweite Realität im Text, die verstanden werden muss. Diese innere Botschaft kann vollständigster Weise nur aus dem originalen Material hervorgehen und es ist wohl auch das Verständnis der Autorin, dass nur metasprachlich über den Text gesprochen werden kann, wenn man ihn sich zuvor zum Dialogpartner gemacht hat25. Auch deswegen wird anschließend die konkrete Interpretation des „Flügeltraum[s] vorgelegt.

Aufgrund weiterer Ausführungen muss „ Die größere Hoffnung“ anders behandelt werden.

2.1.3 Ein Roman wie kein Zweiter?

Es kann argumentiert werden, dass nahezu jede Seite eine zweite, tiefere Sicht birgt, praktisch jede Zeile eine Metaphorik26. Jedes Wort ist exakt und absichtlich gewählt27. Jeder Buchstabe ist ernst zu nehmen und alles Nicht-Gesagte sagt mehr aus als würde es fragmentarisch in Worte gekleidet werden – „das Schweigen [wird bewusst zur] (…) anderen Seite der Poesie“28. Aichinger macht verständlich: „Jeder Satz, den man schreibt, muss durch ungeheuer viel ungeschriebene Sätze gedeckt sein, weil er sonst gar nicht da steht“29. Thums schreibt ferner: „‚Die größere Hoffnung’ verdichtet und verschiebt in allegorischen Bildern das traumatisch Verdrängte“30. Weitere Spezifizierungen belegen dies. Folglich kommt Mendelssohns Lob der deutschen Sprache31 hier einmal mehr zum Ausdruck. Aichinger kann als Ausnahmefall der Nachkriegsliteratur gelesen werden. Nicht nur weil sie weniger als jeder andere Autor die Flucht vor der Wirklichkeit32 thematisieren wollte, sondern aufgrund der Art und Weise wie sie es tut.

Eine große Frage war und ist nach wie vor, wie die unmittelbare Geschichte Deutschlands adäquat aufgearbeitet werden kann, wenn sich die Autoren doch der gleichen Sprache bedienen unter der all dies geschah. Oder anders: „Wie lässt sich mit der deutschen Sprache, welche die Sprache der Täter [ist], die Geschichte der Holocaust Opfer erzählen?“33

Die Gruppe 47 findet eine Antwort in dem zusammenfassenden Terminus „Kahlschlagliteratur“, der, geprägt von Wolfgang Weyrauch, auch das „kollektive[] Selbstverständnis der schriftstellernden Publizisten (…)“34 war. Kahlschlag weil alles Bestehende, der bis dahin entworfenen Literatur/ die Poesie in ihr, revidiert werden sollte (Vgl. „ tabula rasa“)35 und das Schreiben, vom kleinsten Fragment an, neu erfunden werden müsse.36 Sie widmet sich der Wirklichkeit, anstatt vor ihr zu flüchten, allerdings insofern, als dass sie ihre Position zwischen Vergangenheit und Zukunft erkennt37. Die Grundlage des „Zusammenbruchs“ und der „Katastrophe“ konstituiert erst ihr eigenes „Gesicht“ und anderen Stil. Kriterium für neue Werke solle in erster Linie der „unbedingte […] Gegenwartsbezug […]“38 sein. Diese erfüllt Aichingers‘ Roman nicht. Die Gruppe 47 kritisiert, dass ihre „musikalische und bildreiche Sprache dem verordneten Realismus widerspricht“39.

„Sie katapultierte sich nicht zuletzt wegen ihres Zugangs zur Sprache ins Abseits, weil die40,Form der Sprach- und Darstellungsreflexion gerade nicht mit einem radikalen Neubeginn gleichzusetzen ist‘41 “.

Ihr fehle die trockene Sachlichkeit42, doch identifiziert sie sich bewusst nicht mit der „Stunde Null“, sondern spricht ihren „Aufruf zum Misstrauen“ aus, der den Menschen Skepsis gegenüber ihrem eigenen Denken lehren soll43. Sie beweist mit „ [der] größere[n] Hoffnung“, dass eine andere Methode der Auseinandersetzung – wortwörtlich der „Gegenentwurf zur Trümmerliteratur“44 – ebenso möglich ist. „Ich wollte zuerst nur einen Bericht schreiben darüber, wie es wirklich war. Das ist dabei herausgekommen (…)“45.

Die Andersartigkeit des Werkes kommt in erster Linie durch seinen differenten Stil zum Tragen. Gewissermaßen erfindet sie eine neue aber nicht die geforderte Sprache innerhalb der Gleichen. Somit gelingt es dem Roman einerseits das Vorurteil zu widerlegen, „kindliche Perspektive verfälsche immer, entweder ins Altkluge oder ins Banale“46, wenn aus den Kinderaugen des Mädchens Ellen wahrgenommen wird. Andererseits kombiniert der Text, entgegen Theodor W. Adornos Diktum47, das Poetische mit Politik. Sie schreibt gleichzeitig über Massenmord und den Mond, ohne dass das eine das andere ausschließen würde48. Es wirkt nicht konträr oder unästhetisch – im Gegenteil. Genau diese Verschmelzung, auch in Bezug auf die wechselnde, oftmals unklare Fokalisierung49, als Abbild der unmittelbaren Realitätswahrnehmung, zeichnet ihren Stil aus. „Sie bleibt in der Gefühlswelt, in den Fantasien, in der Hellsicht und Renitenz eines Kindes (…)“50. Dem Text gelingt es, den Leser die kindliche Perzeption nachfühlen zu lassen, indem es schwer fällt die Geschichte, aufgrund der unstetigen erzählerischen Position, auf ihre Bestandteile von Vorstellung und wirklichem Geschehen zu unterscheiden.

Zusätzlich beweist Aichinger, dass sehr wohl „[unmittelbar] auf zeitgeschichtliche, politische Ereignisse […] literarisch reagier[t] [werden] kann“51 und es keinen „Abstand“ brauche. „Nicht der Zeitpunkt des Schreibens ist das Kriterium, sondern die richtige Entscheidung über Ästhetik, Stil, Perspektive“52. Diese Punkte beinhalten als wichtigen Aspekt auch die Tatsache, dass das Buch geschilderte Situationen, eingebettet ins Kriegsgeschehen, deutlich transportiert, ohne sich auch nur ein einziges Mal der konkreten NS-Terminologie zu bedienen. Diese existiert im Wortschatz des Kindes nicht. Was existiert sind Bilder der Wahrnehmung und Bilder wissen mehr auszusagen als die ausführlichsten Worte. Diese weiß Aichinger zu beschreiben. „Begriffe sind in Empfindungen, Terror ist in Bilder übersetzt, Träume und Ängste in Sprache“53. Somit ist „ Die größere Hoffnung“ „eine Übersetzung des Deutschen ins Deutsche“54.

[...]


1 Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung. 14. Aufl. Berlin: Fischer Taschenbuch, 1991.

2 Vgl. Künzel, Christine/ Schönert, Jörg (Hg.): Autorinszenierungen. Autorschaft und literarisches Werk im Kontext der Medien. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2007, S. 95.

3 Vgl. hierzu: Arnold, Heinz Ludwig: Die Gruppe 47. Ein kritischer Grundriss. Sonderband. München: edition text + kritik, 1980.

4 Ebd. S. 50.

5 Vgl. Hofferberth, Nina Jeanette: Kindheit und Kinderblick in Ilse Aichingers „Die größere Hoffnung“. München: GRIN, 2008, S. 1.

6 Vgl. Erll, Astrid: „The social life of texts“ – Erinnerungsliteratur als Gegenstand der Sozialgeschichte (11.07.2011). https://doi.org/10.1515/iasl.2011.017 (Zugriff am 25.02.2020).

7 Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung. S. 184.

8 Vgl. Hetzer, Tanja: Kinderblick auf die Shoah. Formen der Erinnerung bei Ilse Aichinger, Hubert Fichte und Danilo Kiŝ. Zürich: Königshausen & Neumann, 1999, S. 10.

9 Welle, Florian: Licht in einem dunklen Haus. Ilse Aichinger: „Die größere Hoffnung“. In: Süddeutsche Zeitung, 15.09.2007.

10 Vgl. Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung. S. 184, 193, 194, 202, 212.

11 Vgl. Said, Edward W.: Orientalism. New York: Vintage Books, 1979./ Bhabha, Homi K.: Die Frage des Anderen: Stereotyp, Diskriminierung und der Diskurs des Kolonialismus. In: Die Verortung der Kultur. Tübingen: Stauffenberg Verlag, 2011, S. 97-124.

12 Esser, Manuel: „Die Vögel beginnen zu singen, wenn es noch finster ist“. In: Ilse Aichinger. Materialien zu Leben und Werk. Hg. v. Samuel Moser. Frankfurt a. M: Fischer, 1995, S.55.

13 Ebd.

14 Vgl. Barthes, Roland: Der Tod des Autors. In: Texte zur Theorie der Autorschaft. Hg. v. Fotis Jannidis u. a. Stuttgart: Reclam, 2009, S. 181-193.

15 Vgl. Eagleton, Terry: Einführung in die Literaturwissenschaft. 5. Aufl. Bd. 246. Weimar: J. B. Metzler, 2012.

16 Vgl. Arnold, Heinz Ludwig: Die Gruppe 47. Ein kritischer Grundriss, S. 75.

17 Vgl. Stuckatz, Katja: Ernst Jandl und die internationale Avantgarde. Über einen Beitrag zur modernen Weltdichtung. Berlin/ Boston: De Gruyter, 2016, S. 13.

18 Vgl. Schmitz, Walter: Literatur ‚zwischen den Staaten‘. Deutsch-deutsche Exilerfahrung nach 1945*. In: Deutsch-deutsches Literaturexil. Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus der DDR in der Bundesrepublik. Hg. v. Walter Schmitz/ Jörg Bernig. Dresden: Thelem, 2009, S. 21.

19 Vgl. Arendt, Hannah: The Aftermath of Nazi Rule. Report from Germany. In: Commentary, 1950/ Okt., S. 342.

20 Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, S. 186.

21 Vgl. Hirsch, Anja: Unerkundbar, undurchschaubar (01.11.2011). https://www.deutschlandfunk.de/unerkundbar-undurchschaubar.700.de.html?dram:article_id=85284 (Zugriff am 27.02.2020).

22 Vgl. Arendt, Hannah: The Aftermath of Nazi Rule. Report from Germany, S. 342.

23 Frei, Norbert: Ilse Aichinger: Topographie, Erinnerung und Gedächtnis. In: Ilse Aichinger. Misstrauen als Engagement?. Hg. v. Ingeborg Rabenstein-Michel u. a. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2009, S. 87.

24 Vgl. hierzu: Thums, Barbara: „Den Ankünften nicht glauben wahr sind die Abschiede“. Mythos, Gedächtnis und Mystik in der Prosa Ilse Aichingers. Freiburg im Breisgau: Rombach Verlag KG, 2000. / Rosenberger, Nicole: Poetik des Ungefügten. Zur Darstellung von Krieg und Verfolgung in Ilse Aichingers Roman „Die größere Hoffnung“. Wien: Wilhelm Braumüller Verlag, 1998.

25 Vgl. Gadamer, Hans-Georg: Hermeneutik II. Wahrheit und Methode. Tübingen: J. C. B. Mohr, 1986.

26 Vgl. Aichinger, Ilse: Die größere Hoffnung, S. 197.

27 Vgl. Hirsch, Anja: Unerkundbar, undurchschaubar.

28 Strob, Florian: Widerstand und Tradition. Das Schweigen der Dichterinnen und wie wir es Lesen können (06.06.2011). https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=15645 (Zugriff am 26.02.2020).

29 Komfort-Hein, Susanne: „Vom Ende her und auf das Ende hin“. Ilse Aichingers Ort des Poetischen jenseits einer ,Stunde Null‘. In: „Was wir einsetzen können, ist Nüchternheit“. Hg. v. Britta Herrmann/ Barbara Thums. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2001, S. 34.

30 Thums, Barbara: „Den Ankünften nicht glauben wahr sind die Abschiede“. Mythos, Gedächtnis und Mystik in der Prosa Ilse Aichingers, S. 225.

31 Vgl. Briefe, die Neueste Literatur betreffend, Bd. 4, S. 163. zit. nach. Straßner, Erich: Deutsche Sprachkultur. Von der Barbarensprache zur Weltsprache. Tübingen: Max Niemeyer Verlag, 1995, S. 179.

32 Vgl. Hirsch, Anja: Unerkundbar, undurchschaubar.

33 Hofferberth, Nina Jeanette: Kindheit und Kinderblick in Ilse Aichingers „Die größere Hoffnung“, S. 2.

34 Arnold, Heinz Ludwig: Die Gruppe 47. Ein kritischer Grundriss, S. 76.

35 Ebd. S. 75.

36 Vgl. Ebd.

37 Vgl. Ebd. S. 77.

38 Vgl. Ebd.

39 Thums, Barbara: „Den Ankünften nicht glauben wahr sind die Abschiede“. Mythos, Gedächtnis und Mystik in der Prosa Ilse Aichingers, S. 215.

40 Kadluba, Pia: „Spiel und Realität: Darstellung der kindlichen Welt im Gegensatz zur Welt der Erwachsenen in Ilse Aichingers Roman ‚Die größere Hoffnung‘“. Diplomarbeit Universität Wien, 2011, S. 57.

41 Thums, Barbara: „Den Ankünften nicht glauben wahr sind die Abschiede“. Mythos, Gedächtnis und Mystik in der Prosa Ilse Aichingers, S. 214. zit. nach. Kadluba, Pia: „Spiel und Realität: Darstellung der kindlichen Welt im Gegensatz zur Welt der Erwachsenen in Ilse Aichingers Roman ‚Die größere Hoffnung‘“, 2011, S. 57.

42 Vgl. Arnold, Heinz Ludwig: Die Gruppe 47. Ein kritischer Grundriss, S. 75.

43 Vgl. Komfort-Hein, Susanne: „Vom Ende her und auf das Ende hin“. Ilse Aichingers Ort des Poetischen jenseits einer ,Stunde Null‘, S. 28.

44 Seibert, Ernst: Kriegs- und Nachkriegskindheit in Autobiographien österreichischer Autorinnen und Autoren. In: Kriegs- und Nachkriegskindheiten. Studien zur literarischen Erinnerungskultur für junge Leser. Hg. v. Gabriele von Glasenapp/ Hans-Heino. Frankfurt a. M.: Peter Lang, 2008, S. 96.

45 Esser, Manuel: „Die Vögel beginnen zu singen, wenn es noch finster ist“. In: Ilse Aichinger. Materialien zu Leben und Werk. Hg. v. Samuel Moser. Frankfurt a. M: Fischer, 1995, S. 50.

46 Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland. Hg. v. Helmut Böttinger u. a. Bd. 2. Göttingen: Wallstein Verlag, 2009.

47 Vgl. Laermann, Klaus: Die Stimme bleibt. Theodor W. Adornos Diktum – Überlegungen zu einem Darstellungsverbot (27.03.1992). https://www.zeit.de/1992/14/die-stimme-bleibt (Zugriff am 20.02.2020).

48 Vgl. Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland.

49 Vgl. hierzu: Martinez, Matias/ Scheffel, Michael: Einführung in die Erzähltheorie. München: Beck, 1999, S. 63.

50 Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland.

51 Ebd.

52 Ebd.

53 Ebd.

54 Ebd.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Kindliche Perspektive im zweiten Weltkrieg. Der Sprachstil in Ilse Aichingers "Die größere Hoffnung"
Untertitel
Autoritätsumkehr zwischen der erwachsenen und der jungen Generation? Exemplarische Interpretation des Kapitels "Flügeltraum"
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Institute for German and General Literary Studies)
Veranstaltung
Einführungsseminar NDL
Note
1,3
Autor
Jahr
2020
Seiten
24
Katalognummer
V978267
ISBN (eBook)
9783346334916
ISBN (Buch)
9783346334923
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Über diese Note bei unserem anspruchsvollen und renommierten Professor durfte ich mich sehr freuen. Die Arbeit entstand in ausführlichster Auseinandersetzung mit dem Stoff und Sekundärliteratur.
Schlagworte
Ilse Aichinger, Literaturwissenschaft, Germanistik, Nachkriegsliteratur, Die größere Hoffnung, Kindliche Perspektive im zweiten Weltkrieg, Weltkrieg, Kinder, Flügeltraum, Autoritätsumkehr, poetologische Sprache, Nationalsozialismus, Soldaten, Wirklichkeit, Realität, Traum, Vergangenheit, Roman, Alternative, literarischer Neustart, Stunde Null, Metapher, Holocaust, Krieg, Konzentrationslager, Verarbeitung, Perspektive, Dichte, Menschlichkeit, Überlegenheit, Kunst, Unschuld, Realitätszugang, Kindersprache, Kinderbuch, Buch über Kinder, lyrischer Text, Prosa, Anderartigkeit, Ästhetik, Stil, Gruppe 47, Kahlschlagliteratur, Ein Roman wie kein Zweiter, Schweigen, Poesie, Trauma, Ausnahme, Allegorie, Trümmerliteratur, Auseinandersetzung, Erzählung, Ellen, Bilder, Erinnerung, Sprache, Hausarbeit, Literatur- und Sprachwissenschaft, jüdisch, Juden, Verfolgung
Arbeit zitieren
Chiara Schumann (Autor), 2020, Kindliche Perspektive im zweiten Weltkrieg. Der Sprachstil in Ilse Aichingers "Die größere Hoffnung", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978267

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