Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern


Hausarbeit, 2015

21 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Sowjetische Alkoholpolitik vor Gorbatschow

2 Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern
2.1 Die Notwendigkeit der Kampagne
2.2 Die Elemente der Kampagne
2.3 Die Gründe für das Scheitern der Kampagne

3 Zusammenfassung und Russlands aktuelle Alkoholpolitik

Quellen- und Literaturverzeichnis

1 Sowjetische Alkoholpolitik vor Gorbatschow

Die Bekämpfung des Alkoholismus war durchaus ein stetiger Bestandteil der politischen Agenda in der Sowjetunion, auch wenn einzelne Maßnahmen oft nicht lange anhielten. Dabei hatten alle Bemühungen im Wesentlichen denselben Charakter: So führte Lenin harte Strafen gegen die Schwarzbrennerei ein, die von Stalin durch Verkaufsbeschränkungen von Alkohol und einem breiten Propagandaprogramm ergänzt wurden. Chruschtschow erhöhte 1958 die Preise von alkoholischen Getränken und unter Breschnew wurde in der Praxis kaum etwas an der bisherigen Alkoholpolitik verändert. Andropow startete eine Arbeiterdisziplinierungskampagne, die Trunkenheit am Arbeitsplatz unterbinden sollte, aber senkte u.a. aufgrund fiskalischer Probleme zum ersten Mal seit Lenin die Preise für Wodka.1

In dieser Arbeit soll es um Gorbatschows Kampagne (1985-1988) gehen, die von vielen Historikern aufgrund ihrer langen Dauer sowie ihrer Intensität als die bedeutendste der sowjetischen Alkoholpolitik gesehen wird.2 Die genaue Fragestellung lautet dabei: Was sind die wesentlichen Elemente der Anti-Alkohol-Kampagne von Gorbatschow (Teil 1) und wieso ist sie gescheitert (Teil 2)?

Zur Gorbatschows Alkoholpolitik erhält man durchaus sehr viel Literatur, wobei es im angloamerikanischen Raum ein größeres Interesse zu geben scheint. So findet man in deutscher Sprache weniger Literatur zu dem Thema und meistens wird die Anti-Alkohol-Kampagne innerhalb von wenigen Seiten abgearbeitet entweder als ein Teil von Gorbatschows Reformbemühungen3 oder als eine Etappe in seiner politischen Karriere4. Da ich kein Russisch beherrsche, kann die russisch-sowjetische Forschung hier nur bedingt berücksichtigt werden.5 Obgleich bei den verschiedenen Forschern einzelne Ursachen anders gewichtet werden, ist man sich im Großen und Ganzen über die Gründe für das Scheitern der Kampagne einig.6 Ein immer noch oft zitiertes und ein ebenso für die Fragestellung äußerst hilfreiches Buch ist das von Stephen White aus dem Jahr 1996.7 Chronologisch – aber innerhalb der Kapitel auch thematisch – analysiert er Gorbatschows Kampagne, indem er dafür viele Quellen, Studien oder Interviews heranzieht. Die aktuellste Monographie zur Rolle des Alkohols in der russischen Geschichte mit einem Kapitel zur Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne stammt von Mark Schrad aus dem Jahr 2014.8

Im ersten Teil der vorliegenden Arbeit soll es zunächst um die Kampagne selbst gehen. Nachdem kurz ihre Notwendigkeit aus ideologischer, ökonomischer sowie gesundheitlicher Sicht begründet worden ist, stehen die Elemente der Kampagne im Mittelpunkt. Dabei wird thematisch vorgegangen: Nach der Betrachtung der Ziele folgt eine Zusammenstellung von wesentlichen Maßnahmen, die sich analog zu den Hauptzielen in drei Kategorien unterteilen lassen: 1) Regulierung und Einschränkung der Verfügbarkeit von alkoholischen Getränken, 2) Vorbeugung von Alkoholmissbrauch und Behandlung von Abhängigen sowie 3) Aufklärung und Propaganda im Bereich der Gesundheitsbildung. Um Wiederholungen im zweiten Teil der Arbeit zu vermeiden, werden die Maßnahmen hinsichtlich ihrer Logik oder Effektivität nicht bewertet, sondern lediglich vorgestellt. Abschließend geht es um die wichtigsten Ergebnisse der Bestrebungen – sowohl um die positiven als auch die negativen.

Nach der Vorstellung der Kampagne können anschließend die Gründe für ihr Scheitern analysiert werden. Während sich das erste Kapitel (Stellenwert des Alkohols) mit psychologischen und sozio-kulturellen Faktoren beschäftigt, werden im zweiten Abschnitt (ineffektive Maßnahmen) Beispiele für Maßnahmen genannt, die aus verschiedenen Gründen wenig Erfolg bringend waren. Daraufhin wird die zwiespältige Haltung des Staates zum Alkohol thematisiert. Als einen anderen wesentlichen Grund für das Scheitern der Kampagne kann man schlussendlich die Schwarzbrennerei sehen. Bei der Analyse der vier Gründe wird keine hierarchische Ordnung angenommen. Es wird vielmehr von einem engen Zusammenwirken ausgegangen, das um weitere, untergeordnete Faktoren wie das schlechte Timing der Kampagne und die überhöhten Ansprüche der Politiker ergänzt werden.9 Ein kurzer Blick auf die aktuelle Alkoholpolitik Russlands bildet gemeinsam mit einer Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse den Abschluss der Arbeit.

2 Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern

2.1 Die Notwendigkeit der Kampagne

Der Bekämpfung von Alkoholismus wurde eine große Bedeutung beigemessen – sei es aus vorwiegend ideologischen Gründen, weil man Sozialismus und Trunkenheit für unvereinbar hielt oder aus ökonomischen, weil Alkoholmissbrauch sich negativ auf die Arbeitsproduktivität auswirkt.10 So kamen laut Umfragen sowjetische Fabrikarbeiter regelmäßig angetrunken zur Arbeit; der Wert des Schadens für die Produktivität betrug 15-20% der gesamten sowjetischen Wirtschaftsleistungen.11

Bei Gorbatschows Kampagne stand der gesundheitliche Aspekt im Vordergrund: Nach staatlichen Angaben stieg nämlich der jährliche Pro-Kopf-Konsum von alkoholhaltigen Getränken von 1960 bis 1984 um etwa 115% auf 8,4 Liter pures Ethanol,12 was eine Senkung der durchschnittlichen Lebenserwartung um ca. drei Jahren auf 62,9 Jahren zur Folge hatte.13 Die Notwendigkeit für eine neue Anti-Alkohol-Kampagne war also gegeben, sodass Anfang Mai 1985 der Beschluss ,Über die Maßnahmen zur Überwindung der Trunksucht und des Alkoholismusʻ veröffentlicht wurde.14 Obwohl Jegor Ligatschow und Michail Solomenzew als Initiatoren dieser Kampagne galten und für die Kontrolle der Ausführung verantwortlich waren, wird die Kampagne als die erste Initiative Gorbatschows gesehen.15 Im Folgenden sollen zunächst die wesentlichen Elemente der Kampagne genauer betrachtet werden, um einen Eindruck von der bedeutendsten Anti-Alkohol-Kampagne der sowjetischen Geschichte zu gewinnen.

2.2 Die Elemente der Kampagne

2.2.1 Ziele

Im Gegensatz zu den vorherigen Bestrebungen lag der Fokus von Gorbatschows Alkoholpolitik nicht nur auf ökonomischen, sozialen oder ideologisch-erzieherischen Bereichen des Alkoholproblems, sondern man berücksichtigte ebenfalls demographische, medizinische, psychologische und kulturelle Faktoren.16 Deswegen waren die Maßnahmen auf die Erfüllung folgender drei Hauptziele gerichtet:

1. die Regulierung sowie Einschränkung der Erhältlichkeit von alkoholhaltigen Getränken,
2. die Vorbeugung von Alkoholmissbrauch sowie die Behandlung von Abhängigen und
3. die Aufklärung der Bevölkerung über schädliche Effekte des extremen Alkoholkonsums.17

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Daraus resultieren weitere (Unter-) Ziele wie die Senkung der Alkoholproduktion sowie des -verkaufs und die Bekämpfung von Schwarzbrennerei (1.). So war ursprünglich eine Reduktion des Alkoholverkaufs von 11% pro Jahr geplant.18 Die Vergrößerung von Freizeitangeboten, die Einrichtung von Gesundheitszentren und strengere Bestrafungen für Gesetzesbrecher (2.) oder die Änderung des hohen Stellenwerts von Alkohol in der Gesellschaft (3.) können als weitere Beispiele für die Ziele der Kampagne herangeführt werden.19 Eine strikte Unterteilung dieser Vorhaben in Kategorien erweist sich als etwas problematisch, da sie sich z.T. überschneiden oder sich gegenseitig bedingen (siehe Abbildung 1).20 Dies zeigt zum einen die Komplexität des Alkoholproblems, zum anderen auch die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit der entsprechenden Institutionen auf.

Das Problem der Trennung trifft dabei genauso auf die aus der Zielsetzung resultierenden Maßnahmen zu, die im nächsten Gliederungspunkt um einer besseren Übersichtlichkeit willen dennoch einzeln betrachtet werden.

2.2.2 Maßnahmen

2.2.2.1 Regulierung und Einschränkung

Die naheliegendste Strategie, um die Verfügbarkeit von Alkohol zu verringern, ist die Senkung der Alkoholproduktion, wofür der Staat das Monopol besaß. Die Wodka- und Schnapsproduktion sank innerhalb eines Jahres um 33%, die von Traubenwein um 32%, von Cognac um 44% und von Frucht-/Beerenwein sogar um 68%.21 Auch wenn die Produktion nach 1986 z.T. wieder stieg, blieb 1988 zumindest die Menge an produziertem Wodka, Schnaps sowie Traubenwein unter der von 1985.22 Indem Weinberge und auch Frucht-/Beerenplantagen zerstört wurden, hatte man zugleich „das Potential für die zukünftige Produktion“23 verkleinert. Um den Erwerb von Alkohol zu erschweren, wurden außerdem im Wesentlichen folgende Maßnahmen getroffen: an Jugendliche unter 21 durften keine alkoholhaltigen Getränke ausgegeben werden; der Spirituosenverkauf war nur zwischen 14-19 Uhr möglich und an Wochenenden sogar komplett verboten; die Kaufmenge pro Person durfte nur 1 Liter Wodka betragen; und die Anzahl von Spirituosengeschäften wurde gesenkt.24 Die 1986 eingeführte Maßnahme der Preiserhöhung war im Beschluss eigentlich nicht vorgesehen, dennoch veränderte in den folgenden Jahren der Staat immer wieder die Preise. Während Spirituosen deutlich teurer wurden, senkte man die Preise von alkoholfreien Getränken und etlichen Konsum- sowie Haushaltswaren, damit das überschüssige Geld anderweitig ausgegeben werden konnte.25 Gegen das Herstellen von schwarzgebranntem Alkohol (russisch , samogonʻ) führte man strengere Strafen ein, sodass überdies der Erwerb von samogon gesetzlich verboten wurde.26 Als letztes Beispiel sei noch das Verbot erwähnt, auf öffentlichen Plätzen und auch in der Nähe von z.B. Schulen, Touristenorten oder Rehabilitationszentren Alkohol zu trinken oder zu verkaufen.27

2.2.2.2 Vorbeugung und Behandlung

Eine eingeschränkte Verfügbarkeit von alkoholhaltigen Getränken in Verbindung mit Preissteigerungen allein reicht zum Erzielen von langfristigen Erfolgen nicht aus. Das Verlangen nach Alkohol muss ebenfalls verringert werden, um wiederholtem bzw. zukünftigem Alkoholmissbrauch vorzubeugen. Dafür wollte man die gesellschaftliche Haltung zu Alkohol verändern. Dafür wurden zum einen Politiker unter Druck gesetzt, sich an die Einstellung des maßvollen Trinkens zu halten – andernfalls mussten sie mit negativen Konsequenzen wie mit dem Ausschluss von der Partei rechnen.28 Dieser „élite approach“29 hatte nicht nur eine Vorbildfunktion, sondern man hoffte zudem, dass die Regierung an Autorität gewann, sodass andere Regierungsmaßnahmen von der Bevölkerung mehr akzeptiert werden. Zum anderen erweiterte man das Angebot an Freizeiteinrichtungen, an alkoholfreien Cafés und Restaurants. Vor allem junge Leute sollten auf diese Weise lernen, ihre Freizeit mit sportlichen, kulturellen, künstlerischen, technischen Aktivitäten zu verbringen, kurz „[with] anything which would divert resources and energies away from the consumption of alcohol“30. Diese Maßnahmen „gegen die Tristheit und Langeweile des Alltags“31 wurde von der Organisation ,Freiwillige Gesellschaft für den Kampf für Nüchternheitʻ32 (FGKN) unterstützt, die eng mit den einzelnen Ministerien zusammenarbeitete. Ihre Aufgaben waren u.a. die Entwicklung von Freizeiteinrichtungen und die Organisation von Aktivitäten wie z.B. von Museumsbesuchen oder Lesungen. Ihre Zeitschrift ,Nüchternheit und Kulturʻ veröffentlichte Beiträge rund um das Thema ,Nüchternheit / gemäßigtes Trinkenʻ.33 Zusätzlich zu diesen Mitteln wurden die Strafen für Rechtsverstöße, wie etwa betrunken Auto fahren, verschärft mit dem Ziel Wiederholungs- und Nachahmungstaten zu verhindern.34

Die Behandlung von Alkoholabhängigen war ebenfalls ein Bestandteil der Kampagne. Dafür sollten einerseits die Behandlungsmethoden sowie Qualifikationen von Fachärzten verbessert, andererseits die Anzahl von medizinischen Therapiezentren und die Summe der finanziellen Unterstützung erhöht werden.35 So stieg beispielsweise die Anzahl von Spezialkliniken innerhalb von vier Jahren um das 3,5-fache.36

2.2.2.3 Aufklärung und Propaganda

Die präventiven Maßnahmen stehen in einem engen Zusammenhang mit den aufklärerischen.37 Nur wer die die gesundheitsgefährdenden Effekte des übermäßigen Alkoholkonsums kennt, kann die Notwendigkeit des maßvollen Trinkens und die einer Anti-Alkohol-Kampagne nachvollziehen. Als eine Aufklärungsmaßnahme diente dabei die Veröffentlichung von lange geheim gehaltenen Gesundheitsstatistiken, was schon als Beginn von Gorbatschows g lasnost -Politik verstanden werden kann.38 Die FGKN trug z.B. mit Artikeln in ihrer Zeitschrift ebenso zur Gesundheitsbildung der sowjetischen Bürger bei. Des Weiteren wurden einige Propagandamaßnahmen zur Belehrung eingesetzt: Alkoholwerbung wurde verboten, Alkohol verherrlichende Filme oder Fernsehprogramme zensiert und Zeitungen berichteten über Verhaftungen von alkoholisierten Arbeitern. Indem man Propagandaplakate oder andere Mittel wie Briefmarken einsetzte, die entweder die Gefahren des Alkohols in sämtlichen Lebensbereichen darstellten oder eine nüchterne Lebensweise stilisierten, hoffte man das Gesundheitsempfinden der Menschen sensibilisieren und gleichzeitig Intoleranz gegenüber Trunkenheit schaffen zu können.39 Gewissermaßen wurde der Spruch „Nüchternheit ist die Norm des Lebens“40 zum Leitsatz aller Maßnahmen.

2.2.3 Ergebnisse

„The effects, positive or negative,41 […], have clearly been of greatest interest and worry“42 – denn die Ergebnisse geben an, ob die Kampagne Erfolg hatte oder nicht. Betrachtet man zunächst die anfänglichen Effekte, so könnte man von einer erfolgreichen Kampagne sprechen: Die Geburtenrate stieg, während die Sterberate im Vergleich zu 1984 um 15% fiel; die Lebenserwartung für beide Geschlechter verbesserte sich 1987 um mehr als drei Jahre für Männer und um mehr als einem Jahr für Frauen; während des zweiten Jahres der Kampagne (1986) reduzierte sich die Kriminalitätsrate um ein Viertel und die Arbeitsfehlzeiten um ein Drittel; die Zahl der neuen von Alkohol hervorgerufenen Krankheitsdiagnosen fiel um 29%43 – man nimmt an, dass die Gesamtzahl der durch die Kampagne geretteten Menschenleben zwischen 600.000 und 1.000.000 beträgt.44 Jedoch scheinen die positiven Effekte insgesamt eher von kurzfristiger Natur zu sein und obendrein von negativen Ergebnissen überwogen zu werden: Zwar sank der jährliche Pro-Kopf-Konsum von alkoholhaltigen Getränken, aber die staatlichen Statistiken berechneten oft den Konsum von schwarzbegranntem Alkohol nicht mit ein. Die Zahl der Verhaftungen fürs Schwarzbrennen verdoppelte sich fast kontinuierlich jedes Jahr, was ebenso einen Anstieg der kriminellen Aktivitäten zur Folge hatte; 1987 betrug die Gesamtzahl der Rechtsbrüche aller Art zehn Millionen – dieser Wert lag über dem von 1985. Im Laufe der Kampagne machte der Staat Verluste von etwa 28 Milliarden Rubel – und das allein bei den Steuereinnahmen. Außerdem nahmen die Zahlen von Patienten in Behandlung kaum ab.45 Alles in allem kam nach einer Hochphase der Kampagne ab 1987 schnell die Ernüchterungsphase und führte schließlich Oktober 1988 zum Ende von Gorbatschows Alkoholpolitik, auch wenn vereinzelte Maßnahmen noch nachwirkten.46

Die Kampagne war offensichtlich gescheitert, ihre wenigen, z.T. kurzfristigen Erfolge werden daher von Daniel Tarschys als „success of a failure“47 bezeichnet. Doch wie kam es zu dem Misserfolg? Zur Beantwortung dieser Frage sollen im zweiten Teil der Arbeit die vier Hauptgründe für das Scheitern der Kampagne erläutert werden.

[...]


1 Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird hier und im Folgenden die Kurzform der Literaturangaben verwendet; eine vollständige Angabe findet sich wie üblich hinten im Literaturverzeichnis: vgl. Schrad: Vodka politics, 257, Tarschys: The success of a failure, 17 f., Treml: Gorbachev´s anti-drinking campain, 301. Für ausführlichere Untersuchungen zum Thema ,swojetische Alkoholpolitikʻ siehe Herlihy: The alcoholic empire (späte Imperial-Zeit), Joyce: The battle continues, 95-98 (die Jahre 1917 bis 1985) und Schrad: Vodka politics (vom Mittelalter bis heute).

2 Vgl. Joyce: The battle continues, 99, Reitan: The operation failed, 242, Treml: Gorbachev´s anti-drinking campain, 303

3 Siehe z.B. Aigner: Reformbestrebungen und Zerfall, Brown: Der Gorbatschow-Faktor.

4 Siehe z.B. Dalos: Gorbatschow.

5 Wie wenn russische Autoren auf Englisch schreiben oder ihre Publikationen ins Englische übersetzt werden (z.B. Nemtsov: A contemporary history of alcohol).

6 Dabei wird die Kampagne allerdings je nach Fragestellung verschieden bewertet. Zur unterschiedlichen Bewertung, die auch von ihrer Datierung abhängig ist, siehe Reitan: The operation failed, 245 f. / 253 ff.

7 White: Russia goes dry.

8 Schrad: Vodka politics (vgl. Anm.1). Zu den für die Fragestellungen relevanten Literaturtiteln kann man noch die Publikationen von z.B. Ivanets / Lukomskaya: The USSR´s new alcohol policy, Joyce: The battle continues, Nemtsov: A contemporary history of alcohol und Treml: Drinking and alcohol abuse zählen.

9 Aus Platzgründen können nicht alle möglichen Faktoren in der Arbeit erläutert werden, vgl. zu den genannten Punkten z.B. Dalos: Lebt wohl, Genossen! 58, Nemtsov: A contemporary history of alcohol, 106, Tarschys: The success of a failure, 23, White: Russia goes dry, 140.

10 Vgl. Herlihy: The alcoholic empire, 157, Joyce: The battle continues, 95.

11 Vgl. Schrad: Vodka politics, 265. Dies ist nur ein Grund für die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, weitere Kosten entstehen z.B. durch Schwarzbrennerei, Verbrechen oder Unfälle unter Alkoholeinfluss.

12 Vgl. Ivanets / Lukomskaya: The USSR´s new alcohol policy, 247.

13 Vgl. Tarschys: The success of a failure, 25.

14 Vgl. Dalos: Gorbatschow, 63.

15 Vgl. Brown: Der Gorbatschow-Faktor, 238, Gorbačev: Erinnerungen, 330, Schrad: Vodka politics, 262.

16 Vgl. Ivanets / Lukomskaya: The USSR´s new alcohol policy, 249.

17 Vgl. ebd. 247 / 249. In diesem Aufsatz werden nur von „two key ingredients“ (247) gesprochen, wobei der wichtige Punkt ,Aufklärung und Propagandaʻ etwas unterzugehen scheint. Deshalb werden hier drei Hauptziele sowie Maßnahmen genannt statt nur zwei.

18 Vgl. Nemtsov: A contemporary history of alcohol, 105.

19 Vgl. Ivanets / Lukomskaya: The USSR´s new alcohol policy, 249.

20 So haben z.B. strengere Strafen für Schwarzbrenner eine vorbeugende als auch eine restriktive Funktion oder aufklärerische Maßnahmen können ebenfalls präventive Auswirkungen haben.

21 Vgl. White: Russia goes dry, 102.

22 Vgl. Joyce: The battle continues, 108.

23 Ebd. (im Original: „the potential for future production“).

24 Vgl. Dalos: Gorbatschow, 63, Schrad: Vodka politics, 263.

25 Vgl. Treml: Drinking and alcohol abuse, 130, White: Russia goes dry, 88.

26 Vgl. Ivanets / Lukomskaya: The USSR´s new alcohol policy, 248. Sowohl die Herstellung als auch der bloße Besitz von samogon oder von einer Destillierausrüstung konnte beispielsweise ein Bußgeld von bis zu 300 Rubel oder eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren im Arbeitslager einbringen (vgl. Schrad: Vodka politics, 264).

27 Vgl. Ivanets / Lukomskaya: The USSR´s new alcohol policy, 247, Schrad: Vodka politics, 263.

28 Vgl. Schrad: Vodka politics, 264.

29 Tarschys: The success of a failure, 19.

30 Joyce: The battle continues, 100.

31 Treml: Drinking and alcohol abuse, 129 (im Original: „the drabness and boredom of everyday life).

32 Die Gründung solch einer Organisation war keine komplett neue Idee, bereits unter Stalin gab es 1928-1930 sowohl die ,Gesellschaft für den Kampf gegen Alkoholismusʻ als auch ihre Zeitschrift (vgl. Herlihy: The alcoholic empire, 154). Die Mitgliedschaft der ,neuenʻ Gesellschaft beruhte dagegen auf Freiwilligkeit und die Teilnahme war prinzipiell allen sowjetischen Bürgern über 18 möglich (vgl. White: Russia goes dry, 76).

33 Vgl. White: Russia goes dry, 75-78.

34 Vgl. Reitan: The operation failed, 244.

35 Vgl. Ivanets / Lukomskaya: The USSR´s new alcohol policy, 250. Für weitere Maßnahmen sie ebd.

36 Vgl. Joyce: The battle continues, 109, Nemtsov: A contemporary history of alcohol, 110.

37 Siehe Anm.20, 6.

38 Vgl. Schrad: Vodka politics, 263, Treml: Gorbachev´s anti-drinking campain, 303.

39 Vgl. Treml: Drinking and alcohol abuse, 130, White: Russia goes dry, 72 / 78.

40 Dalos: Lebt wohl, Genossen! 59. Es handelt sich dabei um die deutsche Übersetzung einer Beschriftung auf einer Briefmarke im Wert von fünf Kopeken.

41 Im Folgenden werden – der engen Definition des Kampagne-Zeitraumes folgend – die Ergebnisse der Jahre 1985-1987/88 betrachtet (vgl. Reitan: The operation failed, 245). Regionale sowie ethnische Unterschiede können im Rahmen der Hausarbeit nicht berücksichtigt werden, vgl. dazu z.B. Treml: Gorbachev´s anti-drinking campain, 299 f.

42 Reitan: The operation failed, 248.

43 Vgl. Joyce: The battle continues, 109, White: Russia goes dry, 102 ff.

44 Vgl. Herlihy: The alcoholic empire, 158.

45 Vgl. Tarschys: The success of a failure, 23, Nemtsov: A contemporary history of alcohol, 107, Treml: Drinking and alcohol abuse, 131. White gibt für die ganze UdSSR eine Genesungsrate von 2-3% an (vgl. White: Russia goes dry, 158).

46 Vgl. Nemtsov: A contemporary history of alcohol, 133, White: Russia goes dry, 86.

47 Tarschys: The success of a failure, 22.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,0
Jahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V978275
ISBN (eBook)
9783346334251
ISBN (Buch)
9783346334268
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gorbatschow, Sowjetunion, UdSSR, Alkohol, Schwarzbrennerei, Anti-Alkohol-Kampagne, Propaganda, Politik, 1985-1988, Sowjetunion 1945-1991, Kalter Krieg
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978275

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