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Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern

Título: Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern

Trabajo Escrito , 2015 , 21 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Historia de Europa - Europa desde la Guerra Fría
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In dieser Arbeit geht es um Gorbatschows Kampagne (1985-1988), die von vielen Historikern aufgrund ihrer langen Dauer sowie ihrer Intensität als die bedeutendste der sowjetischen Alkoholpolitik gesehen wird. Die genaue Fragestellung lautet dabei: Was sind die wesentlichen Elemente der Anti-Alkohol-Kampagne von Gorbatschow und wieso ist sie gescheitert?

Die Bekämpfung des Alkoholismus war durchaus ein stetiger Bestandteil der politischen Agenda in der Sowjetunion, auch wenn einzelne Maßnahmen oft nicht lange anhielten. Dabei hatten alle Bemühungen im Wesentlichen denselben Charakter: So führte Lenin harte Strafen gegen die Schwarzbrennerei ein, die von Stalin durch Verkaufsbeschränkungen von Alkohol und einem breiten Propagandaprogramm ergänzt wurden. Chruschtschow erhöhte 1958 die Preise von alkoholischen Getränken und unter Breschnew wurde in der Praxis kaum etwas an der bisherigen Alkoholpolitik verändert. Andropow startete eine Arbeiterdisziplinierungskampagne, die Trunkenheit am Arbeitsplatz unterbinden sollte, aber senkte u.a. aufgrund fiskalischer Probleme zum ersten Mal seit Lenin die Preise für Wodka.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Sowjetische Alkoholpolitik vor Gorbatschow

2 Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern

2.1 Die Notwendigkeit der Kampagne

2.2 Die Elemente der Kampagne

2.3 Die Gründe für das Scheitern der Kampagne

3 Zusammenfassung und Russlands aktuelle Alkoholpolitik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die von Michail Gorbatschow initiierte Anti-Alkohol-Kampagne (1985-1988) in der Sowjetunion, wobei die wesentlichen Elemente der Maßnahmen sowie die Ursachen für das letztliche Scheitern der Kampagne im Fokus stehen.

  • Historische Einordnung der sowjetischen Alkoholpolitik
  • Analyse der Ziele und Maßnahmen der Gorbatschow-Kampagne
  • Psychologische und sozio-kulturelle Faktoren des Alkoholkonsums
  • Untersuchung der strukturellen und fiskalischen Gründe für das Scheitern
  • Vergleich mit der aktuellen Alkoholpolitik im modernen Russland

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Stellenwert des Alkohols

„[M]obilising the old command system against such a deeply rooted habit as the taste for vodka stood little chance of succeeding.“

Wie Tarschys oder auch andere Historiker anmerken, ist der hohe gesellschaftliche Stellenwert des Alkohols ein Grund für das Scheitern der Kampagne. Es gibt im Wesentlichen zwei Erklärungen dafür, wie Alkohol zu einer solchen „tief verwurzelten Gewohnheit“ werden konnte: Erstens war Alkohol „ein bequemes Schmerzmittel gegen die Übel der sowjetischen Gesellschaft“ wie gegen die schlechten Lebensbedingungen, Güterknappheit, gegen die fehlenden Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung oder zur Erholung und gegen eingeschränkte Meinungsfreiheit – um nur ein paar Schlagworte zu nennen. Alkohol hilft aufgrund seiner berauschenden Wirkung, die eigenen Sorgen für eine kurze Zeit zu vergessen und – meistens zusammen mit anderen Trinkern in einer Gruppe – Illusionen zu erschaffen. So glauben Menschen unter Alkoholeinfluss bessere Ergebnisse in kognitiven Aktivitäten erzielen zu können, weil sie ihrer Meinung nach effizienter arbeiten – eine mögliche Erklärung, warum manche Sowjets es bevorzugten, betrunken zur Arbeit zu gehen. In Wirklichkeit aber nehmen Alkoholische nur weniger Informationen als im nüchternen Zustand auf. Laut der Handlungsregulationstheorie erzeugt Alkohol außerdem das Gefühl, ein Ziel ohne große Anstrengungen erreichen zu können. Da es sich dabei jedoch um kurzfristige Effekte handelt, wird das Verlangen geweckt, sich nochmals zu betrinken, sodass eine Art Teufelskreis entsteht. Besonders nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte sich das Sich-Betrinken zur „behavioral norm“ in der UdSSR.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Sowjetische Alkoholpolitik vor Gorbatschow: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die historischen Bemühungen der sowjetischen Führung, den Alkoholismus zu bekämpfen, und ordnet Gorbatschows Kampagne in diesen Kontext ein.

2 Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern: Der Hauptteil erläutert die Ziele und Maßnahmen der Kampagne sowie die vielschichtigen Gründe für ihr Scheitern, darunter den tiefen Stellenwert des Alkohols, ineffektive Maßnahmen und fiskalische Probleme.

3 Zusammenfassung und Russlands aktuelle Alkoholpolitik: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und zieht Parallelen zur heutigen Alkoholpolitik in der Russischen Föderation, die nach wie vor mit ähnlichen Herausforderungen kämpft.

Schlüsselwörter

Gorbatschow, Anti-Alkohol-Kampagne, Sowjetunion, Alkoholismus, Wodka, Schwarzbrennerei, Samogon, Reformpolitik, Perestroika, Glasnost, Gesundheitspolitik, Staatsbudget, Prohibition, Russland, Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Anti-Alkohol-Kampagne unter Michail Gorbatschow in den Jahren 1985 bis 1988 und untersucht, warum diese trotz intensiver Bemühungen der sowjetischen Führung letztlich scheiterte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der sowjetischen Alkoholpolitik, die spezifischen regulatorischen und erzieherischen Maßnahmen der Kampagne sowie sozio-kulturelle Faktoren des Alkoholkonsums.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Was waren die wesentlichen Elemente der Anti-Alkohol-Kampagne von Gorbatschow und warum ist diese Kampagne gescheitert?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine chronologische und thematische Analyse zahlreicher Quellen, wissenschaftlicher Studien und Experteninterviews, um die Auswirkungen und das Scheitern der Kampagne zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Notwendigkeit, Ziele und Maßnahmen der Kampagne vorgestellt. Anschließend werden die Gründe für das Scheitern analysiert, darunter der Stellenwert des Alkohols, ineffektive Methoden, politische Ambivalenz und die zunehmende Schwarzbrennerei.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gorbatschow, Anti-Alkohol-Kampagne, Sowjetunion, Schwarzbrennerei (Samogon) und die fiskalische Abhängigkeit des Staates vom Alkoholverkauf.

Welche Rolle spielte die sogenannte "Schwarzbrennerei" beim Scheitern der Kampagne?

Die Schwarzbrennerei (Samogon) entwickelte sich zu einem massiven Problem, da die Bürger die Regulierungsmaßnahmen des Staates durch illegale Eigenproduktion umgingen, was zu einem Verlust des staatlichen Alkoholmonopols und steigender Kriminalität führte.

Wie lässt sich die heutige Situation in Russland im Vergleich zur Kampagne bewerten?

Der Autor zeigt auf, dass sich die grundlegende Problematik des hohen Alkoholkonsums und die daraus resultierenden negativen gesundheitlichen Folgen auch im modernen Russland fortsetzen, wobei die staatlichen Maßnahmen weiterhin mit ähnlichen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

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Detalles

Título
Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern
Universidad
University of Bamberg
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
21
No. de catálogo
V978275
ISBN (Ebook)
9783346334251
ISBN (Libro)
9783346334268
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gorbatschow Sowjetunion UdSSR Alkohol Schwarzbrennerei Anti-Alkohol-Kampagne Propaganda Politik 1985-1988 Sowjetunion 1945-1991 Kalter Krieg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2015, Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne und ihr Scheitern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978275
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