Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Jura - Steuerrecht

Umsatzsteuer im Onlinehandel. Vorteile, Nachteile und Nutzen für das deutsche und internationale Steuerrecht

Titel: Umsatzsteuer im Onlinehandel. Vorteile, Nachteile und Nutzen für das deutsche und internationale Steuerrecht

Bachelorarbeit , 2020 , 42 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Daniela Benjamin (Autor:in)

Jura - Steuerrecht
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der Arbeit ist es, die bisherigen und neuen Gesetze zur Regelung der Besteuerung im Onlinehandel zu recherchieren und analysieren, um ihre Vorteile, Nachteile und den Nutzen für das deutsche und internationale Steuerrecht darzustellen.

In den letzten Jahren konnte das Internet sehr stark an Bedeutung gewinnen und gehört damit zum Alltag vieler Menschen. Dies geht aus einer Statistik deutlich heraus, aus der zu entnehmen ist, dass seit dem Jahr 1997 ein stetiges Wachstum in der Internetnutzung zu verzeichnen ist. Demnach gibt es deutschlandweit täglich ca. 30 Millionen Personen, die das Internet mehrmals am Tag nutzen. Aus diesem Grund fanden diesbezüglich in den letzten Jahren viele Veränderungen statt. Unter anderem die Möglichkeit von Zuhause aus, Einkäufe zu tätigen. Einer der wichtigsten Anpassungen am technologischen Fortschritt stellt der Onlinehandel dar. Dennoch entstehen durch den Erfolg des Onlinehandels große Herausforderungen für das Steuerrecht.

Hierbei ergeben sich umsatzsteuerrechtliche und zollrechtliche Schwierigkeiten. Diese wurden in den letzten Jahren von der Europäischen Kommission bearbeitet und hierzu wurden neue Gesetze erlassen. Zudem wurden für die Zukunft neue gesetzliche Regelungen angekündigt. Diese sollen in dieser Arbeit erläutert und analysiert werden. Die Motivation dieser Bachelorarbeit erstreckt sich durch offene Fragestellungen, die im Steuersystem seit langer Zeit teils ungelöste Herausforderungen darstellen. Diese sind beispielsweise: Wie beugt man einen Umsatzsteuerbetrug innerhalb der EU vor? Wie sieht die Besteuerung bei Ländern aus einem Drittlandgebiet aus? Wie sieht die zollrechtliche Regelung diesbezüglich aus?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Allgemeines zur Umsatzsteuer

1.2 Der Onlinehandel und seine Besteuerung

2 Problematik der Umsatzsteuer im Onlinehandel

2.1 Problematik der Identitätsbestimmung der Nutzer von Internetplattformen

2.2 Die fehlende Haftung der Onlinemarktplätze

3 Die steuerliche Prüfung im Onlinehandel nach dem Prüfschema zur Umsatzsteuer

3.1 Die Steuerbarkeit der Umsätze für Lieferungen und sonstige Leistungen im Onlinehandel

3.1.1 Die Lieferungen im Onlinehandel

3.1.2 Die sonstigen Leistungen im Onlinehandel

3.2 Die Steuerpflicht/ Steuerfreiheit für innergemeinschaftliche Lieferungen/ Erwerbe und Ausfuhrlieferungen/ Einfuhren aus dem Drittland im Onlinehandel

3.2.1 Innergemeinschaftliche Erwerbe und Lieferungen

3.2.2 Einfuhren und Ausfuhren

3.3 Die Bestimmung der Bemessungsgrundlage für den Onlinehandel

3.4 Die Gewährung des Vorsteuerabzugs im Onlinehandel

4 MOSS Verfahren

5 Aktuelle gesetzliche Regelungen in Bezug auf den Onlinehandel

5.1 Gesetzliche Regelungen zur Haftung von Marktplatzbetreibern

5.2 Mehrwertsteuersystem für die Besteuerung des Handels zwischen Mitgliedsstaaten und Drittländern

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Bachelor-Arbeit untersucht die komplexen umsatzsteuerlichen Herausforderungen, die durch das stetige Wachstum des Onlinehandels entstehen, und analysiert die Wirksamkeit aktueller sowie geplanter gesetzlicher Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuerbetrug.

  • Umsatzsteuerliche Einordnung von Lieferungen und sonstigen Leistungen im E-Commerce.
  • Problematik der Identitätsprüfung von Nutzern auf Internetplattformen.
  • Haftungsregeln für Betreiber von elektronischen Marktplätzen.
  • Funktionsweise und Weiterentwicklung des MOSS- bzw. OSS-Verfahrens.
  • Besteuerung im grenzüberschreitenden Warenverkehr zwischen EU-Mitgliedstaaten und Drittländern.

Auszug aus dem Buch

2.1 Problematik der Identitätsbestimmung der Nutzer von Internetplattformen

Viele Nutzer von diversen Internetplattformen verwenden anstelle ihres echten Namens, sogenannte Benutzernamen. Eine E-Mail- Adresse wird ebenfalls angegeben und somit ist die Registrierung als Privatperson bei einer Internetplattform abgeschlossen. Letztendlich wird kein Nachweis eingereicht, ob der Nutzer eines solchen Kontos tatsächlich eine Privatperson ist. Ohne einen Nachweis über die Identität eines solchen Nutzers, wird keine Umsatzsteuer erhoben, da nicht bekannt ist, von wem sie zu entrichten ist. Dies führt zum Ausfall von Umsatzsteuerzahlungen, da die Erhebung in bestimmten Fällen verpflichtend wäre.

Um solche Ausfälle zu verhindern, wurde zum Jahresbeginn 2019 eine neue Regelung vorgestellt, die für elektronische Marktplatzbetreiber neue Pflichten mit sich bringt. Gemäß §22f Abs. 1 S.1 UStG müssen die Marktplatzbetreiber bestimmte Grunddaten der Händler in einer Bescheinigung erfassen. Auch die Erfassung der Daten von Privatpersonen wurde in dieser Norm geregelt. Wenn solch eine gültige Bescheinigung nicht vorliegt, gemäß §25e Abs. 1 UStG die Marktplatzbetreiber für die zu entrichtende Umsatzsteuer. Auf die Haftung der Marktplatzbetreiber wird im weiteren Verlauf näher eingegangen.

Ein weiteres Problem im Bereich der Identitätsbestimmung der Nutzer tritt hervor, wenn nicht mehr klar zu differenzieren ist, ob es sich um einen privaten oder gewerblichen Nutzer handelt. Grundsätzlich sollte ein Mitglied, das gewerbliche, als auch private Verkäufe auf Internetplattformen tätig, zwei separate Mitgliedskonten erstellen. Da es für die steuerliche Bestimmung einfacher zu erkennen ist, auf welche Transaktionen die Umsatzsteuer tatsächlich anfällt, es ist wichtig, die gewerblichen und privaten Umsätze zu differenzieren. Wenn auf diese Differenzierung keine Rücksicht genommen wird, kann das Finanzamt nicht mehr unterscheiden, welche Umsätze zu versteuern sind und welche nicht versteuert müssen, da es sich um einen Privatverkauf handelt. Aus diesem Grund sollte in jeder privaten Anzeige angegeben werden, dass es sich um einen Privatverkauf handelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die wachsende Bedeutung des Onlinehandels und die daraus resultierenden Herausforderungen für das Steuerrecht sowie die Zielsetzung dieser Arbeit.

2 Problematik der Umsatzsteuer im Onlinehandel: Das Kapitel behandelt die grundlegenden Schwierigkeiten bei der Identitätsfeststellung von Marktplatznutzern und die Problematik der fehlenden Haftung der Plattformbetreiber.

3 Die steuerliche Prüfung im Onlinehandel nach dem Prüfschema zur Umsatzsteuer: Hier werden die Kriterien für die Steuerbarkeit von Lieferungen und sonstigen Leistungen sowie die Besonderheiten bei grenzüberschreitenden Transaktionen und dem Vorsteuerabzug erläutert.

4 MOSS Verfahren: Dieses Kapitel widmet sich dem „Mini-One-Stop-Shop“-Verfahren als Instrument zur Vereinfachung der umsatzsteuerlichen Abwicklung bei elektronischen Dienstleistungen für Privatkunden.

5 Aktuelle gesetzliche Regelungen in Bezug auf den Onlinehandel: Die Ausführungen konzentrieren sich auf neue Gesetzesnormen zur Haftung von Marktplatzbetreibern und die Modernisierung des Mehrwertsteuersystems für den Handel zwischen EU und Drittstaaten.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der untersuchten Regelungen zusammen und gibt einen Ausblick auf die notwendige kontinuierliche Anpassung der Gesetzgebung an den dynamischen Onlinehandel.

Schlüsselwörter

Umsatzsteuer, Onlinehandel, E-Commerce, Steuerbetrug, Marktplatzbetreiber, Haftung, MOSS-Verfahren, OSS-Verfahren, grenzüberschreitende Lieferung, Vorsteuerabzug, Identitätsbestimmung, Drittland, EU-Recht, Steuerpflicht, Versandhandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den steuerrechtlichen Rahmenbedingungen im Onlinehandel, insbesondere mit der Problematik der Umsatzsteuererhebung bei Transaktionen über elektronische Marktplätze.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die Haftung von Plattformbetreibern, die Identifizierung von Händlern, die umsatzsteuerliche Behandlung von Lieferungen und Dienstleistungen sowie die Vereinfachungsverfahren MOSS und OSS.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aktuelle gesetzliche Regelungen zur Besteuerung im Onlinehandel zu analysieren, deren Vor- und Nachteile aufzuzeigen und die Wirksamkeit der Maßnahmen gegen Steuerbetrug zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse aktueller Gesetze, Richtlinien der EU sowie einschlägiger Rechtsprechung und Fachliteratur zur steuerlichen Einordnung von Sachverhalten im Onlinehandel.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prüfung der Steuerbarkeit von Umsätzen, die spezifischen Regelungen für grenzüberschreitende Lieferungen, die Haftung der Marktplatzbetreiber und die Details der Verfahren für elektronisch erbrachte Dienstleistungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Umsatzsteuerbetrug, Marktplatzhaftung, Lieferschwelle, Reverse-Charge-Verfahren und grenzüberschreitender elektronischer Warenverkehr geprägt.

Wie trägt die Neuregelung gemäß §22f UStG zur Betrugsbekämpfung bei?

Die Regelung verpflichtet Marktplatzbetreiber dazu, Grunddaten von Händlern zu erfassen und zu bescheinigen, was die Identifizierbarkeit der Händler verbessert und dem Finanzamt die Kontrolle über die Steuerentrichtung ermöglicht.

Warum ist die Differenzierung zwischen gewerblicher und privater Nutzung so schwierig?

Da Nutzer auf Plattformen oft dasselbe Mitgliedskonto für beide Zwecke verwenden und keine eindeutige Trennung vornehmen, entstehen Schwierigkeiten bei der steuerlichen Zuordnung, was zu Steuerausfällen führen kann.

Was ist die Bedeutung des MOSS-Verfahrens für den Onlinehandel?

Das MOSS-Verfahren (bzw. zukünftig OSS) dient dazu, den Verwaltungsaufwand für Unternehmen zu senken, indem sie ihre Umsatzsteuerpflichten für elektronische Dienstleistungen in verschiedenen EU-Ländern über eine zentrale Stelle im Inland abwickeln können.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Umsatzsteuer im Onlinehandel. Vorteile, Nachteile und Nutzen für das deutsche und internationale Steuerrecht
Hochschule
Hochschule Mainz
Note
2,3
Autor
Daniela Benjamin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
42
Katalognummer
V978489
ISBN (eBook)
9783346335005
ISBN (Buch)
9783346335012
Sprache
Deutsch
Schlagworte
umsatzsteuer onlinehandel vorteile nachteile nutzen steuerrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniela Benjamin (Autor:in), 2020, Umsatzsteuer im Onlinehandel. Vorteile, Nachteile und Nutzen für das deutsche und internationale Steuerrecht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978489
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  42  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum