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Genitalverstümmelung. Leiden als gesellschaftliche Norm

Änderung der Normen als mögliche Lösung für die Abschaffung der Praxis

Título: Genitalverstümmelung. Leiden als gesellschaftliche Norm

Trabajo Escrito , 2020 , 16 Páginas

Autor:in: Salome Kasradze (Autor)

Sociología - Cultura, tecnología, naciones
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Inwiefern entspricht die Theorie von William James der Realität in afrikanischen Ländern, in denen Genitalverstümmelung praktiziert wird und inwieweit kann eine Änderung der Normen die Abschaffung der Genitalverstümmelung bewirken? Wie lässt sich der Glauben an das Ritual erklären?

James Ansatz wird in Kapitel zwei dargestellt und mit Hilfe dessen werden die Motive für die Genitalverstümmelung in einigen Gesellschaften analysiert. Diese werden schließlich in Kapitel 3 erläutert. Zum Schluss wird in Kapitel 4. ein Fazit daraus abgeleitet.

Unicef und Unfpa beschreiben weibliche Genitalverstümmelung als eine schädliche Tradition, welche den Frauen ihr Recht auf den eigenen Körper und das eigene Leben nimmt. Bei der Genitalverstümmelung handelt es sich um eine uralte Tradition, welche die teilweise oder vollständige Entfernung oder Verletzung der weiblichen äußeren Genitalien bedeutet. Dies geschieht jedoch nicht aus therapeutischen Gründen. Stattdessen ist die Praxis Ursache für gesundheitliche, psychische und sexuelle Probleme, welche sogar tödlich sein können. Betroffen von der Genitalverstümmelung sind weltweit schätzungsweise 200 Frauen in 30 afrikanischen Ländern. Die Genitalverstümmelung geschieht aus verschiedenen Gründen, welche die Praxis innerhalb der Gemeinden normalisieren. Daran, die Normen und individuellen Einstellungen zu verändern, was den Frauen Freiheit und Autonomie über ihr eigenes Leben ermöglichen soll, arbeiten verschiedene Menschenrechts- sowie Hilfsorganisationen: unter anderem Terre des Femmes, Unicef und 28 too many. Da die Genitalverstümmelung aus einem uralten Glaubenssystem resultiert, die Praxis stammt aus vorislamischer bzw. vorchristlicher Zeit, erweisen sich ausgewählte Kategorien James Werkes, „Der Wille zum Glauben“ als hilfreich, um die Forschungsfrage zu beantworten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. „Der Wille zum Glauben“ von William James

III. Genitalverstümmelung – Motiven und Folgen

IV. Genitalverstümmelung und uraltes Glaubenssystem nach William James „Der Wille zum Glauben“

V. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Theorie von William James zur Entstehung und Veränderung von Glaubenssystemen auf die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung in afrikanischen Ländern angewendet werden kann, um Ansätze für deren Abschaffung durch eine Transformation sozialer Normen zu identifizieren.

  • Analyse der theoretischen Konzepte von William James („Der Wille zum Glauben“)
  • Untersuchung der soziokulturellen Motive und Folgen der Genitalverstümmelung
  • Verbindung von individuellen Handlungsmotiven und sozialen Normen
  • Evaluation der Rolle von Aufklärung und Normänderung zur Beendigung der Praxis

Auszug aus dem Buch

II. „Der Wille zum Glauben“ von William James

William James plädiert in seinem Essay „Der Wille zum Glauben“ für eine unabgeschlossene Wahrheitssuche in der Wissenschaft und für den Vorrang des Willens und menschlicher Handlungsmotive vor dem Intellekt. Um zu überprüfen, inwiefern William James die Verbindung zwischen gesellschaftlichen Normen und Handlungen erklären kann, muss also „Der Wille zum Glauben“ von William James beleuchtet werden.

James stellt fest, dass Glaube eine Handlungsoption, also eine „lebendige Hypothese“ sein kann (James, 1975:129). Unter Hypothesen versteht James alles, was geglaubt oder abgelehnt wird: „Als Hypothese wollen wir alles bezeichnen, was mit dem Anspruch, geglaubt oder abgelehnt zu werden, an uns herantritt“ (ebd.).

Eine Voraussetzung dafür, ob eine Hypothese vom Individuum als glaubwürdig akzeptiert wird, ist, dass die Hypothese nützlich für die individuellen Handlungen sein muss. Dazu muss erwähnt werden, dass jede Gesellschaft bestimmte Hypothesen als glaubwürdig empfindet, die von anderen Gesellschaften nicht akzeptiert werden. Glaubwürdige Hypothesen beschreibt er als lebendig. Solche Hypothesen machen Handlungen möglich. Dennoch entstehen nicht aus allen Hypothesen, welche als glaubhaft empfunden werden, Handlungen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der weiblichen Genitalverstümmelung als schädliche soziale Norm ein und stellt die Forschungsfrage zur Anwendbarkeit von William James’ Theorie auf diese Praxis.

II. „Der Wille zum Glauben“ von William James: Dieses Kapitel erläutert die pragmatistische Theorie von William James, insbesondere die Begriffe der „lebendigen Hypothese“, der Handlungsoptionen und der Verbindung zwischen Glauben und gesellschaftlichen Normen.

III. Genitalverstümmelung – Motiven und Folgen: Hier werden die historischen Ursprünge, die religiösen sowie soziokulturellen Motive der Genitalverstümmelung sowie die massiven gesundheitlichen Konsequenzen für die betroffenen Mädchen und Frauen analysiert.

IV. Genitalverstümmelung und uraltes Glaubenssystem nach William James „Der Wille zum Glauben“: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen aus Kapitel II mit der Empirie der Genitalverstümmelung, um zu zeigen, wie soziale Normen und Verlustängste die Fortsetzung der Praxis trotz ihrer Schädlichkeit begründen.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass die Theorie von William James die Realität der Genitalverstümmelung treffend beschreibt und dass eine Transformation durch öffentliche Erklärungen und Normänderungen möglich ist.

Schlüsselwörter

Genitalverstümmelung, William James, Soziale Normen, Der Wille zum Glauben, Pragmatismus, Tradition, Weibliche Autonomie, Handlungsoptionen, Religionsphilosophie, Gesellschaftlicher Wandel, Unicef, Aufklärungsarbeit, Gesundheitliche Folgen, Patriarchat, Normtransformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung und sucht nach Erklärungsmodellen für deren Fortbestand, wobei sie die philosophischen Konzepte von William James auf die soziokulturelle Realität anwendet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die philosophische Theorie des Pragmatismus nach William James, die soziologischen Hintergründe von sozialen Normen sowie die Praxis und gesundheitlichen Auswirkungen der weiblichen Genitalverstümmelung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist herauszufinden, ob und inwieweit die Theorie von William James dazu dienen kann, die Fortsetzung der Genitalverstümmelung als soziale Norm zu erklären und welche Wege eine Normänderung zur Abschaffung dieser Praxis ermöglichen könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine theoretisch-analytische Methode, bei der sie die philosophischen Kategorien von William James aus seinem Essay „Der Wille zum Glauben“ auf aktuelle empirische Daten und Studien zu Genitalverstümmelung überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Konzepte von James dargelegt, anschließend die Motive und Folgen der Verstümmelung untersucht und schließlich beide Bereiche synthetisiert, um die Rolle von „echten Optionen“ und sozialen Erwartungen bei der Aufrechterhaltung der Praxis zu erörtern.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie „lebendige Hypothese“, „soziale Normen“, „Statuszuweisung“ und „Transformation“ geprägt, die den theoretischen Rahmen und das humanitäre Ziel der Arbeit verbinden.

Warum wird die Praxis der Genitalverstümmelung trotz des Wissens um die Schädlichkeit fortgesetzt?

Laut der Arbeit wird sie fortgesetzt, weil sie als „nützliche“ soziale Norm wahrgenommen wird, die für die Integration und den Status der Frau in der Gemeinschaft als essenziell gilt, während die negativen gesundheitlichen Folgen oft nicht direkt mit dem Ritus verknüpft werden.

Welche Rolle spielt die Angst bei der Entscheidung für die Verstümmelung?

Die Angst spielt eine zentrale Rolle: Viele Eltern, die innerlich gegen die Praxis sind, lassen ihre Töchter dennoch verstümmeln, um den sozialen Ausschluss aus der Gemeinschaft (die „Sanktion“) zu vermeiden, da die Verletzung der sozialen Moral als schwerwiegender empfunden wird als die körperliche Verletzung.

Wie kann laut der Untersuchung eine Änderung herbeigeführt werden?

Eine Änderung kann durch eine kollektive Transformation der sozialen Normen erreicht werden, bei der durch Bildung und öffentliche Erklärungen ein Konsens in der Gemeinde geschaffen wird, der es Familien ermöglicht, die Praxis aufzugeben, ohne soziale Nachteile befürchten zu müssen.

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Detalles

Título
Genitalverstümmelung. Leiden als gesellschaftliche Norm
Subtítulo
Änderung der Normen als mögliche Lösung für die Abschaffung der Praxis
Universidad
University of Marburg
Curso
Einführung in das Wissenschaftliche Arbeiten
Autor
Salome Kasradze (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
16
No. de catálogo
V978548
ISBN (Ebook)
9783346334893
ISBN (Libro)
9783346334909
Idioma
Alemán
Etiqueta
genitalverstümmelung leiden norm änderung normen lösung abschaffung praxis
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Salome Kasradze (Autor), 2020, Genitalverstümmelung. Leiden als gesellschaftliche Norm, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978548
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