Der Islam als Mittel zum Zweck


Seminararbeit, 2000
8 Seiten

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Elias Kaufman

Der Islam als Mittel zum Zweck

"Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Klose (SPD) ist zu Besuch in Iran...Klose plädierte dafür, die Schwierigkeiten der Vergangenheit ad acta zu legen... Die englischsparchige Zeitung "Iran News"äußerte sich geradezu enthusiastischüber die Perspektiven der deutsch Iranischen Beziehungen. Unter den europäischen Ländern habe Deutschland, das "niemals eine voreingenommene oder arrogante Politik" gegenüber Iran betrieben habe, wegen seiner "freundlichen Beziehungen" zu Teheran nicht seinesgleichen ...Klose sprach sich für den seit langem geplanten Besuch des iranischen Präsidenten Chatami in Deutschland aus...Klose habe zudem regelm äß ige Treffen mit Vertretern des iranischen Parlaments mindestens einmal im Jahr angeregt. Für Mai sein ein Besuch von Bundestagspräsident Thierse in Iran vorgesehen."

FAZ 13 Januar 2000

Das häufigste Wort in den Repliken der Orientalisten, die sich seit fünf Jahren mit den ,,selbsternannten Orientexperten" auseinandersetzen, ist das ,,Feindbild Islam", das sie nun kraft ihrer akademischen Größe und im Geiste der Liberalität beseitigen wollen. Interessant ist allemal zu beobachten, daß sowohl die vermeintlichen Produzenten dieses Feindbildes (Islam) als auch seine Kritiker auf der Seite der liberalen Orientalistik in Wirklichkeit nicht den Islam als Religion und Kultur, sondern die fundamentalistische Ideologie meinen. Statt zwischen dem Islam als einer zivilisatorischen Größe und dem Fundamentalismus als religiös gefärbten Phantasterei klare Grenzen zu ziehen1, wollen die ,,Feindbild - Islam"- Kritiker zunächst das Etikett ,,Fundamentalismus" in Abrede stellen, dann unter Berufung auf ähnliche Erscheinungen in anderen Religionen das Phänomen relativieren und zum Schluß dem Europäer veranschaulichen, warum ,,der Islam" so sei oder wieso ,,die Moslems" sich so aggressiv verhielten.

Keiner der ,,selbsternannten" Islamexperten, die wegen ihrer ,,Panikmache" von den kritischen Orientexperten heftig kritisiert werden, konnte so weit gehen und unter dem Deckmantel ,,differenzierter Behandlung des facettenreichen Islam" oder ,,Hintergrundinformationen" dergestalt verallgemeinern (,,der Islam", ,,die Moslems"). Von einfältigen Orientalen und islamischen Fundamentalisten fälschlicherweise als ,,Sympathie für den Islam" verstandene Verallgemeinerungen der ,,liberalen" Islam-Experten Deutschlands haben eine lange Tradition. Wie mancher Experte des ,,Islamismus", dessen Schriften das Amt für Verfassungsschutz reichlich zitiert, die gemäßigte Linie des türkischen Islam als ,,Staatsislam" etikettiert und damit an ihrer Authenzität zweifelt (der wahre Islam muß gewalttätig und staatsfeindlich sein) oder die kemalistischen Reformen in der Türkei als ,,Verletzung islamischer Gefühle" abtut2, so war die deutsche Orientalistik der zwanziger Jahre felsenfest davon überzeugt, daß die Kemalisten keine richtigen Moslems wären. Die Maxime dieser Einstellung war und ist, daß der Islam, dem ständigen Gerede der Experten vom Facettenreichtum dieser Religion zum Trotz, ein ganz anderes Glaubenssystem sei als das Christentum und ein Reformislam kein Islam mehr sein könne. Die Worte eines belesenen und realistischen Orientalisten von 1928 gelten bedauerlicherweise auch dem heutigen Trend der akademischen Experten des Orients: ,,Eine seltsame Erscheinung ist es, wenn heute modern denkende und empfindende Orientalen von Abendländern kritisert werden vom streng-orthodox-islamischen Standpunkt aus: Der Islam entwickelt sich; der Abendländer aber bleibt auf dem Ausgangspunkt stehen und beurteilt von ihm aus die Tatsachen der Entwicklung."3

Es ist das Verdienst Sigfried Kohlhammers, eines zur Zeit in Großbritanien lehrenden deutschen Dozenten darauf aufmerksam zu machen, daß ,,das Gerede Feindbild Islam die realen Probleme der westlichen Welt wie Xenophobie und Rassismus verundeutlicht und von ihnen ablenkt.4

,,Das Gerede Feindbild Islam", wie der Autor richtig feststellt, verundeutlicht oder lenkt aber nicht nur vom Rassismus ab, es wird bewußt oder unbewußt zur Artikulation eines unseligen Gedankengutes mißbraucht. Nicht das gesagte ist bekanntermaßen ausschlaggebend in Deutschland, sondern die Identität des Sagers. Da allein die Verwendung des Ausdruckes ,,Feindbild Islam" den Standort definiert, kann man von sich im Schutz dieses Standortes Weisheiten hergeben, die eine andere Person, aufgrund eines anderen Standortes in Verruf bringen, Kopf und Kragen kosten würden. Ein Beispiel soll dies erklären. Nach einer Fernsehserie des Journalisten Peter Scholl-Latour (,,Das Schwert des Islam"), die fast zeitgleich zu einem Geldstreit des Hamburger Orientalisten Gernot Rotter mit Gerhard Konzelmann (wegen angebliches Plagiats)5 ausgestrahlt wurde, bildete sich unter der Ägide Rotters eine orientalistische Front gegen diese beiden Journalisten und man machte sich daran, das von diesen Journalisten verbreitete ,,Feindbild Islam" zu korrigieren. Eine

Fernsehdiskussion, in der ein Tübinger Orientalist von jenen ,,Orientexperten" und ,,Feindbild-Islam-Produzenten" attackiert wurde, nennt nun der in Sachen Feindbild und Rassismus empfindliche Rotter `eine getürkte Show´, wobei Gerhard Konzelmann, der Erzfeind des Hamburger Islamwissenschaftlers, als ´bauernschlauer schwäbischer Taktiker´ verspottet wird6. Ein Trost für Türken, daß der Hamburger bei seiner Kritik an jener ,,getürkten" Show auch vor der schwäbischen Ethnie nicht halt macht.

Mit dem Ende des ersten Golfkrieges zwischen dem Iran und dem Irak und nachdem sich die Turbulenzen der ,,islamischen" Revolution im Iran gelegt hatten, wurde die Türkei in der deutschen Publizistik zu einem Feindbild ohnegleichen erkoren. In Anbetracht der als proamerikanisch empfundenen Politik de Türkei hat der deutsche Staat seinen strategischen Interessen mit dem Iran Rechnung getragen. Es dient seitdem nicht nur den Zielsetzungen des Staates, es ist zudem schick, die Türkei anzuprangern, den Iran aber mit der Vorwand ,,Feindbild Islam" in Schutz zu nehmen. Der geradezu selbstlose Einsatz der Medien und politischen Organisationen für die vermeintlichen Anliegen der Kurden in der Türkei und das Ausblenden des Konflikts im Iran legen den Verdacht nahe, daß hier einem sich anbahnenden Konflikt durch die Instrumentalisierung der ,,Ethnizität" auf die Beine geholfen wird7. Betrachtet man, wie empfindlich und feinfühlig die Politik und die ,,seriöse" Presse mit einem Syrien oder Iran umgeht, um zwei Paradiese der Region zu nennen, kann nicht nur von einer Naivität gesprochen werden. Die öffentliche Meinung, auf die die Regierung in einer freiheitlichdemokratischen Staat angewiesen ist, muß mental und informativ auf ein solches Doppelspiel vorbereitet werden. Eben in diesem Bereich liegt die Funktion mancher Islamexperten wie Steinbach, Rotter, Heine u.v.a., die sich dank ihrer zu solchen hohen Belangen nicht hinreichenden Kompetenz gerade ideal erweisen. Daß diese sogar die Existenz eines islamischen Fundamentalismus bestreiten oder mit Verweis auf christliche Fundamentalisten das Problem verniedlichen8, ja sogar im selben Atemzug als Spezialisten erklären, warum denn die Moslems sich zur Gewalt verleiten lassen, ist übel genug. Wenn aber ein ,,Islam-Fachmann" sich der Aufgabe stellt, kulturhistorische Unterschiede zwischen den iranischen Machthabern und den deutschen Politikern aufzuzeigen, um die Verlautbarungen aus Teheran ,,in ihrer kulturellen Kontextbezogenheit" zu verstehen, wird man wohl sprachlos.9 Hier wird die iranische Politik, die mindestens genauso realistisch ist wie die deutsche, mit der islamischen Theologie verwechselt und die deutsche Iranpolitik im Namen des Dialogs mit einem ,,anderen Wertesystem", mit ,,schwierigen Moslems" gerechtfertigt. Es ist aber nicht mehr lustig, wenn einer der Weißwasch-Experten in seinen aus Damaskus und Beirut gefaxten Artikeln dauernd eine ,,ethnische" Analyse der Konflikte der Türkei betreibt und mit dem türkischen Staat hart ins Gericht geht, während er die syrische Staatsführung ,,klug" und ,,weise" nennt und die Hizbollah vom Terror freispricht, da sie ,,karitative" Einrichtungen verwalte.

Der harte Türkei-Kritiker und Islamwissenschaftler Lüders ist zur Zeit, wie Herr Steinbach selbst, beschäftigt, die Glaubwürdigkeit der Zeugen, die im ,,Mykonos-Prozeß" das Iranische Regime belasten, anzufechten. In diesem Prozeß geht es um die Ermordung von vier iranischen Kurden - nach den Staatsanwälten - im Auftrag Teherans. Lüders, der, ohne die geringste Vertrautheit mit der Türkei10 und ihren Verhältnissen, Ankara eine ,,grausame Verfolgung der Kurden" vorwirft, nennt nun die Zeugen, allen voran Bani Sadr, ,,fragwürdige Kronzeugen" und übt Kritik an den deutschen Bundesanwälten11. Seine Argumente sind haargenau die eines Rafsandschanis und seines Botschaftters in Bonn. Ob das iranische Regime in diesem Fall schuldig ist oder nicht, ist für mich völlig belanglos. Nachdenklich macht einen allerdings, daß sich ein Nahostexperte im Falle der ,,Kurdenfrage" in der Türkei der Rhetorik der PKK, im Falle des Iran jedoch der Argumentationsweise der Herrschenden in Teheran bedient. Lüders bezeichnet seine proiranische Haltung als ,,Dialog mit dem Islam", ein idealer Deckmantel auch für Staatsgeschäfte, und versteht seinen Feldzug gegen Ankara als ,,Engagement für Menschenrechte."

Die Instrumentalisierung des Islam, verbunden mit der Thematisierung der Türkei, ist auch in den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten tonangebend. Am 21. November 1996 befasste sich die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF mit ,,Folter in der Türkei", obwohl die Weltagenturen sich auf den Mykonos-Prozeß in Deutschland und die Todesfatwa aus Gom gegen die deutschen Justizbeamten konzentrierten. Am selben Tag empfahl der deutsche Außenminister ,,eine unaufgeregte Politik des kühlen Kopfes."12 Am 22. November entschuldigte sich Helmut Kohl bei den iranischen Machthabern: ,,Sowohl der Bundesregierung als auch der deutschen Justiz liegt es völlig fern, die religiösen Gefühle Ihres Volkes und seiner Geistlichen zu verletzen."13 Am 24. November erklärte Kinkel, Iran sei ein wichtiges Land in der Region, an dessen Stabilität Deutschland großes Interesse habe14 und rief zur Besonnenheit und Rationalität.15 Der Fernsehkanal ZDF widmete in seiner Nachrichtensendung ,,Auslandsjournal" vom 24. November einem Bericht der Amnesty International über die Folter an Kindern in der Türkei zehn Minuten, erwähnte jedoch die Todesdrohungen religiöser Führer Irans gegen die deutschen Staatsanwälte nebenbei. Gerade an diesem Abend (24. November) präsentierte die ARD eine neue Folge der beliebten Krimireihe ,,Tatort", die von der Verwicklung der türkischen Botschaft in Bonn in einen mysteriösen Mord an einem kurdischen Asylanten behandelte. ,,Folter an Kindern in der Türkei" war wiederum das ,,Top-Thema" in der Nachrichtensendung der ARD. Eine Woche später legten sich die Spannungen zwischen den beiden Ländern, und der kritische Sender ARD, ginge es um die Türkei, durfte ein ,,Weltspiegel" dem deutschen Ferhsehzuschauer ausführlich von der gewissenhaften Drogen-Bekämpfung iranischer Behörde berichten.

Die sog. öffentliche Meinung wird bekanntermaßen von der veröffentlichten Meinung bestimmt und geprägt. Da die Medien, sei es privat oder öffentlichrechtlich, auch in der freiheitlichdemokratischen Deutschland bestimmten Spielregeln folgen und in wichtigen Belangen ausnahmslos die Regierungslinie vertreten (Kampagne gegen die Sciencelogy), wäre es naiv zu glauben, der deutsche Staat handele unter dem öffentlichen Druck. Es war kein Ausdruck der gerechten Wut oder nicht durchdachten Wortwahl, als der amtierende Außenminister Klaus Kinkel die Erschießung von sechs PKK-Kämpfern ,,Völkermord an Kurden" nannte.16 Und es ist keine ,,orientalische" Rhetorik, wenn derselbe Minister sich als Architekt des ,,kritischen Dialogs" mit dem Iran feiern läßt und die Morddrohungen aus Teheran gegen die Bundesstaatsanwälte mit einer Beschwörung erwidert, ,,als Bundesrepublik alles für die Stabilität Irans" zu unternehmen.17 Für die Türkei hingegen heißt es laut Genscher (Aussenminister a.d.) am 22.März 1992: " Die Politik der deutschen Regierung hinsichtlich der Rechte für Volksgruppen gelten nicht nur für Jugoslawien, sondern auch für die Türkei und dies Ankara zu erklären, ist eine Gewissenspflicht". Für die Türken heißt dies nichts anderes als ; Es ist mir eine Gewissenssache dich wie Jugoslawien zu zerstückeln.

Wie die Zuneigung zu den Islamischen Fundamentalisten sonst noch in der Praxis aussehen soll zeigt uns der nächste Abschnitt.

Ein ,,Ethnologe" und zugleich Regierungsberater der BRD sucht unverhohlen die Notwendigkeit der Kontaktpflege mit den religiösgetarnten Mörderbanden zu begründen: ,,Es gehört keine große prophetische Gabe dazu, davon auszugehen, daß die Übernahme der politischen Macht in Algerien oder Ägypten durch radikal-islamische Politiker nach einer Phase der Aufgeregtheiten zu einer realistischen Beurteilung wirtschaftlicher oder politischer Situation führen wird ... angesichts der Möglichkeit, daß radikal-islamische Gruppen oder Parteien in verschiedenen islamischen Ländern an die Macht kommen, muß schon heute der Versuch unternommen werden, mit Vertretern dieser Organisationen in einen Dialog einzutreten."18 Unser Verfasser weist darauf hin, daß die Fundamentalisten schon heute bereit seien, mit Deutschland ins Gespräch zu kommen. Dieser Aufgabe sollten sich die ,,großen konservativen und christlichen Parteien Europas" annehmen: ,,...Deren Programme und Doktrine weisen manche Parallelen zu den Forderungen der Parteien auf, die den Islam auf ihre Fahnen geschrieben haben."19 Der Experte meint mit ,,islamischen Parteien" allesamt aufgrund terroristischer und subversiver Aktivitäten verbotenen fundamentalistischen Gruppierungen, die in Ägypten zur Ermordung von Apostaten aufrufen, in Algerien ,,leichtgekleideten" Frauen und Mädchen die Kehle durchschneiden. Wo er nun innerhalb der CSU oder CDU ähnliche Tendenzen oder Programmpunkte entdecken konnte - die Angehörigen dieser ,,großen konservativen und christlichen" Parteien sollen ihm diese Frage stellen. Die ,,karikativen" Tätigkeiten dieser Gruppierungen, die nicht auf Lohn im Jenseits, sondern auf irdische Propaganda und Rekrutierung zielen, sind für unseren Experten ein eminent wichtiger Grund, weshalb man sie in die Tagespolitik einbeziehen soll: ,,...Gerade über diese Parteien und Gruppen ist allerdings bei europäischen Parteipolitikern zu wenig bekannt. Wer weiß denn schon, daß die seit Jahrzehnten in Ägypten verbotenen Muslimbrüder ein sehr effektives Netz sozialer Dienste und Hilfsorganisationen gebaut haben, das bei Katastrophen wie Erdbeben häufig effektiver arbeitet als die staatlichen Hilfsdienste. Um die Stabilität der verschiedenen islamischen Staaten zu verbessern, muß es gelingen, auch die radikal-islamischen Gruppen in die konkrete tagespolitische Arbeit einzubinden."20

Mit denselben Argumenten müßte man der NSDAP eigentlich mit Anerkennung gedenken, da die Nazi - Horden neben ihren Untaten gewiß karikative Leistungen hervorgebracht haben, die vielfach effektiver und gründlicher waren als die Hilfsdienste der Muslimbrüder.

[...]


[1] Garaudy , Roger: al-Usuliyyat al-mu ´ asira asbabuha wa mazahiruha (der französische Titel: Int é grismes), S.59-62, aus dem Französischem übersetzt von Khalil A. Khalil, Jerusalem 1992.

[2] Binswanger, Karl: Türkei, in: Der Islam in der Gegenwart, S.212-220, C.H. Beck 1989.

[3] Hartmann, Richard: Die Krisis des Islam, S.36, J.C. Hinrichs´sche Buchhandlung 1928.

[4] Kohlhammer, Sigfried: Die Feinde und die Freunde des Islam, S.21, Steidl 1996.

[5] Rotter, Gernot: Allahs Plagiator - publizistische Raubzüge eines ´ Nahostexperten, Palmyra 1992. Ab Seite 141 kann der Leser dieser Rotterschen Aufklärungsschrift erfahren, wieviel Geld Rotter von Konzelmann verlangte und wieviel erhielt. Manchmal befällt einen der Gedanke, daß die Aufregung Rotters auf jene vermeintlichen Nahostexpterten auch rein irdische Ursachen haben könnte.

[6] Allahs Plagiator, S.11

[7] "Die Möglichkeit, über Ethnizität Interessen zu mobilisieren, ist auch ein wesentlicher Teil von Erklärungen für die starke Bedeutung, die Ethnizität in der modernen Welt hat. Durch Mobilisierung zuvor unverbundener Unzufriedenheiten würde Ethnizität manchem Konflikt ´erst auf die Beine helfen´" (Esser, H.: Ethnische Differenzierung und moderne Gesellschaf in: Zeitschrift für Soziologie, 1988, S.235.

[8] Lüders, Michael: Der Fundamentalismus ist nicht der Islam, Die Zeit vom 22.9.1995.

[9] Reissner, Johannes: Der Westen braucht keine Feindbild-Ideologie, Frankfurter Allgemeine Zeitung, vom 14.11.1995.

[10] Genügend Anhaltspunkte dafür finden sich in den Berichten Lüders. Sogar türkische Eigennamen tauchen bei ihm in ,,korrekter" arabischen Form auf wie Abdallah statt Abdullah oder Mas´ut statt Mesut (Ehrlich unter Freunden in: Die Zeit vom 12.4.1996). Vielleicht will der Experte zeigen, daß er zumindest Arabisch kann.

[11] Lüders, Michael: Die Fatwa als Theaterdonner, Die Zeit vom 29.11.1996.

[12] Bonn wehrt sich gegen die iranischen Drohungen, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 22.11.1996.

[13] Kohl und Rafsanschani suchen den deutsch-iranischen Konflikt zu dämpfen, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 23.11.1996.

[14] Osnabrücker Zeitung vom 25.11.1996.

[15] Kinkel gegen Abruch der Beziehungen, Frankfurter Allgemeine vom 25.11.1996.

[16] AP-Meldungen vom 2. und 3. April 1994.

[17] Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 24-26. November 1996

[18] Heine, Peter: Konflikt der Kulturen oder Feindbild Islam. Alte Vorurteile - neue Klischees - reale Gefahren, S.169, Herder Spektrum 1996.

[19] ibid.

[20] ibid., S.170 f.

8 von 8 Seiten

Details

Titel
Der Islam als Mittel zum Zweck
Autor
Jahr
2000
Seiten
8
Katalognummer
V97856
Dateigröße
423 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islam, Mittel, Zweck
Arbeit zitieren
Elias Kaufman (Autor), 2000, Der Islam als Mittel zum Zweck, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/97856

Kommentare

  • Christofer Burger am 23.10.2000

    Herrlich Essentialistisch.

    Der Protest des Autors scheint sich hauptsächlich gegen die mangelnde Ausgewogenheit deutscher Medienberichterstattung und deutscher Politik gegenüber der Türkei und dem Iran zu richten.
    Anstatt aber nach greifbaren (strategischen, sozialen, wirtschaftichen) Interessen zu suchen, die diesen "unfairen" Diskurs begünstigen, wird er in einem Scholl-Latour-reifen historischen Determinismus einfach als Fortführung einer alten (biblischen? tiefverwurzelten?) deutschen Orientalisten-Tradition gesehen, die den Kemalismus in der Türkei als "unislamisch" geringschätzte.

    Der bemerkenswert undifferenzierte Schluß, in dem die Muslimbruderschaft als Verein von Halsabschneidern, ja mithin als islamistische Variante der NSDAP dargestellt wird, hilft dem Autor über die Schwierigkeit hinweg, den kritisierten kulturrelativistischen Positionen eigene Ansichten entgegenzusetzen, zumal da solche ja eine eigenständige Auseinandersetzung mit sozialen Realitäten in verschiedenen Ländern erfordern würden.

  • Gast am 26.2.2001

    DEr Islam als Mittel zum Zweck.

    spricht wie ein Polemiker über Polemik

  • Gast am 11.3.2002

    -.

    wenn eine arbeit über diese thema schreibt sollte man sich zunächst einmal fachwissen aneignen und erst dann seinen standpunkt vertreten. wie kann man nur aus heiterem himmel auf den ausdruck

  • Gast am 7.8.2002

    Schrottt.

    Schrottt

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