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Teilhabe durch Unterstützte Kommunikation. Chancen und Herausforderungen beim Einsatz im Gemeinwesen

Título: Teilhabe durch Unterstützte Kommunikation. Chancen und Herausforderungen beim Einsatz im Gemeinwesen

Trabajo Escrito , 2016 , 26 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Anonym (Autor)

Medios / Comunicación - Comunicación interpersonal
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Was fordert der Einsatz von "Unterstützter Kommunikation" (UK) im Alltag von der Gesellschaft? Inwiefern nehmen Bürger Kommunikationshilfen in der Öffentlichkeit an? Was bleibt den Nutzern bei gesellschaftlicher Nichtannahme verwehrt?

Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil menschlichen Zusammenlebens und die Grundvoraussetzung sozialer Beziehungen. Sie ist allgegenwärtig, unumgänglich und meist verbunden mit Lautsprache. Menschen ohne Lautsprache benötigen deshalb Kommunikationshilfen, um die Möglichkeit zu erlangen, sich ausdrücken zu können. In dieser Arbeit soll untersucht werden, inwiefern die Teilhabe am Gemeinwesen mit Hilfe von UK möglich ist und was diese von allen Beteiligten fordert. Die Technik von UK und ihr Einsatz in der Therapie sind bereits weit fortgeschritten.

Auch stellt sich die Frage, warum man UK in der Öffentlichkeit so gut wie nie begegnet. Die Möglichkeiten sind vorhanden, was verhindert den Einsatz? Es soll die Vermutung belegt werden, dass die Teilhabe durch UK hauptsächlich an der Einstellung der Gesellschaft scheitert. Außerdem hat man sich gefragt, in wie fern man heute als Nutzer von UK selbstständig den Alltag bewältigen kann und auf welche Herausforderungen man dabei trifft. Obwohl der später aufgeführte Blick der Literatur bezüglich der Bedeutsamkeit von (Unterstützter) Kommunikation vielversprechend wirkt, ist dieser nicht auf die Realität übertragbar. Das Thema wurde zwar schon in der Geistig- und Mehrfachbehindertenpädagogik aufgeführt und diskutiert. Ziel soll sein, die Allgemeinheit in die Wichtigkeit von UK einzuführen und somit eine gesellschaftliche Anpassung hervorzurufen. Grundvoraussetzung hierfür ist allerdings, das Thema zunehmend an die Gesellschaft heranzutragen und es zur Aufgabe der Öffentlichkeit zu machen.

Zuerst wird die Wichtigkeit von Kommunikation anhand von Literatur erläutert. Danach wird auf die Bedeutsamkeit der GesprächspartnerInnen und ihr Verhalten eingegangen. Im Folgenden wird genauer auf den Einsatz im Gemeinwesen anhand der Prinzipien der Normalisierung und Partizipation (Isolation) eingegangen. Diese theoretischen Grundlagen werden dann später im Praxisteil aufgegriffen und auf Chancen und Herausforderungen beim Einsatz im Gemeinwesen untersucht. Außerdem werden persönliche Erfahrungen anhand des Partizipationsmodells reflektiert und im Hinblick auf mögliche Lösungen auswertet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Theoretische Grundlagen

I.1. Kommunikation

I.2. Bedeutsamkeit der KommunikationsparterInnen

I.3. Normalisierung, Isolation und Partizipation: Teilhabe am Gemeinwesen?

II. Praxisteil

II.1. Mit dem Talker beim Einkaufen

II.2. Teilhabe anhand des Partizipationsmodells

Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen der Teilhabe von Menschen ohne Lautsprache am gesellschaftlichen Leben durch den Einsatz von Unterstützter Kommunikation (UK). Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen technischer Verfügbarkeit und tatsächlicher gesellschaftlicher Akzeptanz zu beleuchten sowie Barrieren aufzuzeigen, die einer wirklichen Inklusion im Gemeinwesen entgegenstehen.

  • Bedeutung von Kommunikation als menschliches Grundbedürfnis
  • Einfluss gesellschaftlicher Einstellungen auf UK-Nutzer
  • Praktische Herausforderungen im Alltag (Beispiele aus dem Einkauf)
  • Analyse mittels des Partizipationsmodells
  • Sensibilisierungsstrategien und Interventionsmöglichkeiten

Auszug aus dem Buch

II.1. Mit dem Talker beim Einkaufen

Wir speicherten uns die benötigten Worte im System ein und gingen zunächst in die Apotheke, um Traubenzucker zu kaufen. Max schaute mich erstaunt an, als ich ihn aufforderte, alleine in die Apotheke hineinzugehen und den Traubenzucker zu kaufen. Obwohl wir davor alles geübt hatten und er einen Geldbeutel um den Hals hängen hatte, schien er etwas überfordert mit der Situation. Ich sprach ihm gut zu und er fuhr tapfer los. Obwohl ich vor der Tür wartete und Max selbst der Apothekerin zur Begrüßung zunickte, sah diese zu mir herüber und grüßte in meine Richtung zurück. Ich war etwas irritiert, konnte mich aber nicht weiter entfernen, da ich Max sonst aus den Augen verloren hätte. Er bestellte also Traubenzucker und die Apothekerin bot ihm verschiedene Sorten an. Da die nötigen Vokabeln für die Geschmacksrichtungen fehlten, deutete Max deutlich auf die orangene Packung mit Multivitamingeschmack. Ich weiß nicht, was die Apothekerin für eine Antwort erwartete, sie verstand jedenfalls die Geste nicht. Max versuchte es noch ein paar mal und hob sogar die Hand in die richtige Richtung, bevor er sich hilfesuchend nach mir umdrehte. Ich konnte nicht anders, griff ein und klärte die Dame über Max' Entscheidung auf. Das Bezahlen funktionierte wieder erstaunlich gut. Max sagte mit Hilfe seines Talkers, dass sein Geld um seinen Hals hängt, die Apothekerin verstand alles und kassierte routinemäßig ab. Natürlich dauerte dies etwas länger, da sie immer um die Theke herum kommen musste. Max hatte nun genug, schaltete seinen Talker ab und verließ den Laden ohne Gruß. Als ich noch einmal kurz hineinging, um mich zu bedanken, betonte die Apothekerin, dass sie so etwas noch nie gesehen hätte und dass sie ganz überrascht sei, wie gut das funktioniere.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der Teilhabe von UK-Nutzern am Gemeinwesen und stellt die zentrale Vermutung auf, dass gesellschaftliche Einstellungen die größte Hürde für eine gelingende Inklusion darstellen.

I. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die existenzielle Bedeutung von Kommunikation, die kritische Rolle der Gesprächspartner sowie die theoretischen Konzepte von Normalisierung, Isolation und Partizipation im Kontext von Behinderung.

II. Praxisteil: Der Praxisteil dokumentiert konkrete Einkaufssituationen eines UK-Nutzers, wertet diese anhand des Partizipationsmodells aus und diskutiert Interventionsstrategien zur Barrierefreiheit.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die gesellschaftliche Akzeptanz hinter den technischen Möglichkeiten zurückbleibt und fordert ein ganzheitliches Umdenken für eine diskriminierungsfreie Teilhabe.

Schlüsselwörter

Unterstützte Kommunikation, UK, Teilhabe, Gemeinwesen, Normalisierung, Inklusion, Partizipationsmodell, Kommunikationsbarrieren, Behinderung, soziale Interaktion, Alltag, Selbstbestimmung, Sensibilisierung, Gesprächspartner, Lebensqualität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Nutzung von Unterstützter Kommunikation (UK) Menschen ohne Lautsprache eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht und welche gesellschaftlichen Hürden dabei existieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Kommunikation als Grundbedürfnis, die Einstellung der Gesellschaft gegenüber Menschen mit Beeinträchtigung, das Normalisierungsprinzip sowie praktische Barrieren bei der Teilhabe am öffentlichen Leben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Allgemeinheit für die Wichtigkeit von UK zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass die größte Herausforderung nicht in der Technik, sondern in der mangelnden Normalisierung im Alltag liegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse mit einer praxisorientierten Fallstudie, deren Auswertung auf dem Partizipationsmodell von Mirenda und Beukelman basiert.

Was wird im Praxisteil behandelt?

Der Praxisteil analysiert konkrete Einkaufserfahrungen eines 15-jährigen Talker-Nutzers, um die Hindernisse bei der eigenständigen Interaktion mit fremden Personen im öffentlichen Raum aufzuzeigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Unterstützte Kommunikation (UK), Teilhabe, Normalisierung, Partizipationsmodell, Inklusion und gesellschaftliche Barrieren.

Welche Rolle spielen die Gesprächspartner bei der UK?

Sie sind entscheidend für den Erfolg der Kommunikation; ihr Verhalten, ihre Aufgeschlossenheit und ihre Geduld bestimmen maßgeblich, ob eine gleichwertige Interaktion stattfinden kann oder ob sie durch Mitleid oder Unterschätzung behindert wird.

Was ist die „Erlernte Hilflosigkeit“ in diesem Kontext?

Dies beschreibt eine demotivierte Haltung von Menschen mit Beeinträchtigung, die durch ständige Fremdbestimmung und das Gefühl, nicht selbstständig agieren zu können, entsteht und schwer zu überwinden ist.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Teilhabe durch Unterstützte Kommunikation. Chancen und Herausforderungen beim Einsatz im Gemeinwesen
Universidad
University of Education Heidelberg
Calificación
1,5
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
26
No. de catálogo
V978613
ISBN (Ebook)
9783346335531
ISBN (Libro)
9783346335548
Idioma
Alemán
Etiqueta
teilhabe unterstützte kommunikation chancen herausforderungen einsatz gemeinwesen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2016, Teilhabe durch Unterstützte Kommunikation. Chancen und Herausforderungen beim Einsatz im Gemeinwesen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978613
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