In dieser Arbeit wird ein Bewegungskonzept für Senioren erstellt. Der Titel des geplanten Bewegungsprogramms lautet "Beuge Rückenschmerzen vor, mit Bewegung und Muskelaufbau im Alter." Mit den Worten "Beuge vor" sollen Leute darauf aufmerksam gemacht werden, dass man präventiv gegen Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems angehen müsse, um diese zu verhindern. Denn oft kommt es zu chronischen Verläufen, welche man nur eindämmen, aber nicht komplett heilen kann. Mit den Worten "Bewegung und Muskelaufbau im Alter" soll verdeutlicht werden, dass es sich um ein Programm handelt, bei dem speziell ältere Menschen mitmachen und sich somit vor Erkrankungen schützen können. Die Zunahme der Anzahl von älteren Menschen führt zu einem Anstieg von Patienten mit chronisch-degenerativen Erkrankungen und einer damit verbundenen Inanspruchnahme von medizinischen Versorgungen. Aufgrund dessen ist die Zielgruppe "ältere/alte Menschen" in der Prävention und Gesundheitsförderung verstärkt zu beachten.
Der Themenschwerpunkt bei dem Bewegungsprogramm liegt auf den Bewegungsgewohnheiten, mit entsprechendem Präventionsprinzip "Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme". Dieses Programm soll bewusst die Rückengesundheit fördern und chronische Verläufe bis hin zu Rückenoperationen verhindern. Des Weiteren sind Rückenbeschwerden für Arbeitsunfähigkeit , Inanspruchnahme medizinischer Maßnahmen, Frührente oder Erwerbsminderung verantwortlich und mit hohen Kosten im Gesundheitssystem verbunden.
In den folgenden Aufgaben soll geklärt werden, wie man diesen hohen Gesundheitskosten frühzeitig entgegenwirken kann. Außerdem werden die Konzeptkosten anhand des Break-Even Points errechnet, um herauszufinden wann sich die Einnahmen mit den Ausgaben decken. Ein weiterer wichtiger Punkt sind Barrieren oder Probleme, die während des Bewegungsprogramms auftreten können und wie man diese beheben kann. Jedoch soll sich die Abschlussarbeit grundsätzlich darum kümmern, wie man den Krankenstand senken kann, um somit den hohen Kosten für das Gesundheitssystem entgegenzuwirken. In der nachfolgenden Aufgabe wird analysiert, welche Zielgruppe einen besonders hohen Bedarf an einem präventivorientiertem Bewegungskonzept hat.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Datenlage zum bestehenden Gesundheitsproblem
3.2 Mögliche Ursachen und Risikofaktoren des Gesundheitsproblems
3.3 Beschreibung der Zielgruppe
3.4 Recherchierte Wirksamkeitsbelege
4 METHODIK
4.1 Darstellung der Grobplanung der geplanten Maßnahmen
4.2 Analyse der Rahmenbedinungen des Bewegungsanbieters
4.3 Darstellung möglicher Marketingaktivitäten
4.4 Berechnung der Konzeptkosten
5 ERGEBNISSE
5.1 Darstellung des geplanten Bewegungskonzeptes
5.2 Darstellung des Evaluationskonzeptes
6 DISKUSSION
6.1 Methodendiskussion
6.2 Ergebnisdiskussion
6.3 Schlussfolgerung
7 ZUSAMMENFASSUNG
8 LITERATURVERZEICHNIS
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines präventivorientierten Bewegungskonzepts nach § 20 SGB V für Senioren ab 50 Jahren, um Rückenschmerzen entgegenzuwirken und durch präventive Maßnahmen die Gesundheitskosten für das Gesundheitssystem langfristig zu senken.
- Prävention von Rückenschmerzen bei Senioren durch gezielte Bewegungsprogramme
- Analyse von Risikofaktoren und Datenlage zu chronisch-degenerativen Erkrankungen
- Entwicklung eines Kurskonzepts mit Evaluation und Wirtschaftlichkeitsberechnung (Break-Even Point)
- Strategien zur Zielgruppenansprache und Steigerung der Teilnahmequote
Auszug aus dem Buch
3.2 Mögliche Ursachen und Risikofaktoren des Gesundheitsproblems
In dem Risikofaktoren-Modell (siehe Abbildung 6) werden Faktoren abgebildet, deren Vorhandensein die Wahrscheinlichkeit, an Rückenschmerzen zu erkranken, erhöht. Es werden dabei drei Gruppen von Risikofaktoren unterschieden: allgemeine, psychosoziale und körperliche Risikofaktoren. Zur ersten Gruppe zählen Lebensstilfaktoren wie Rauchen und Übergewicht (Robert Koch-Institut, 2006). Im Telefonischen Gesundheitssurvey 2003 gaben Personen mit einem Haupt- oder ohne Schulabschluss doppelt so häufig chronische Rückenschmerzen an wie TN mit Abitur (Robert Koch-Institut, 2006). Arbeitsbezogene Risikofaktoren für Rückenschmerzen sind in erster Linie körperlich schwere Arbeit und Fehl-/Zwangshaltungen. Darunter versteht man das schwere Heben von Lasten, das Arbeiten in gebückter bzw. verdrehter Haltung und einseitiger Haltung.
Rückenschmerzen treten auch in Wirschaftszweigen auf, in denen leichte körperliche Arbeit überwiegen, welches auf andere Risikofaktoren verweist. Stress gilt als weiterer Risikofaktor für Rücken- und Muskelschmerzen. Denn eine depressive Stimmungslage und die psychosoziale Alltagsbelastung in Beruf und Familie wirken sich negativ auf die Gesundheit von Menschen aus.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Definiert die Relevanz von Bewegungsprogrammen bei Rückenschmerzen und beschreibt die demografische Notwendigkeit präventiver Maßnahmen.
2 ZIELSETZUNG: Legt die Kernziele nach GKV-Spitzenverband sowie Zielgruppenmerkmale und Kontraindikationen für das geplante Programm fest.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Analysiert die Datenlage zu Rückenschmerzen, Bewegungsempfehlungen und die aktuelle Inanspruchnahme von Präventionskursen.
4 METHODIK: Beschreibt die konkrete Grobplanung, Rahmenbedingungen, Marketingmaßnahmen und die Wirtschaftlichkeit des Kurses.
5 ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der Kursinhalte über acht Einheiten sowie des Konzepts zur Evaluation des Erfolgs.
6 DISKUSSION: Kritische Reflexion der methodischen Rahmenbedingungen, aufgetretener Barrieren und Schlussfolgerungen für zukünftige Präventionsangebote.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Fasst die Notwendigkeit gesteigerter Investitionen in Prävention und die Bedeutung der Zielgruppenakquise zusammen.
8 LITERATURVERZEICHNIS: Führt die wissenschaftlichen Quellen und Leitfäden auf, auf denen das Konzept basiert.
Schlüsselwörter
Prävention, Rückenschmerzen, Senioren, Bewegungskonzept, Gesundheitsmanagement, Lebensqualität, SGB V, Krankheitsprävention, Bewegungsmangel, Evaluation, Break-Even-Point, Gesundheitsförderung, Muskelskelett-System, Stressbewältigung, Gesundheitskompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein präventivorientiertes Bewegungskonzept für Senioren, das darauf abzielt, Rückenschmerzen durch gezieltes Training zu reduzieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themenfelder umfassen die Epidemiologie von Rückenschmerzen, präventive Bewegungsempfehlungen, die Planung von Kursinhalten und Strategien zur Kosten-Nutzen-Analyse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Erstellung eines nach § 20 SGB V zertifizierbaren Programms zur Prävention von Rückenschmerzen und zur Kosteneinsparung im Gesundheitssystem.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur aktuellen Datenlage und wendet Planungsmodelle aus dem Gesundheitsmanagement an, um ein strukturiertes Kurs- und Evaluationskonzept zu erstellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Grobplanung der Kurseinheiten, die Analyse der Rahmenbedingungen, Marketingstrategien und eine betriebswirtschaftliche Berechnung (Break-Even Point) detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Prävention, Rückenschmerzen, Senioren, Gesundheitsmanagement und Evaluation charakterisiert.
Warum sind Männer und sozial benachteiligte Gruppen eine besondere Zielgruppe?
Diese Gruppen nehmen Präventionsangebote statistisch seltener wahr, haben jedoch häufiger gesundheitliche Belastungen, weshalb sie gezielt durch das Programm angesprochen werden sollen.
Wie stellt der Autor sicher, dass das Programm nach dem Kurs nachhaltig ist?
Durch die Vermittlung von Alltagswissen, Hausaufgaben und die Integration in bestehende Strukturen (z.B. Rehazentren) sowie die Zielsetzung, die Gesundheitskompetenz der Teilnehmer zu stärken, wird die Nachhaltigkeit angestrebt.
- Citation du texte
- Ronnie Straßer (Auteur), 2020, Erstellung eines präventivorientierten Bewegungskonzepts nach § 20 SGB V für Senioren in einem Rehazentrum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/978700